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Bei Motorfahrzeugen mit gemischtem Betrieb geschieht der Antrieb im wesentlichen durch eine Explosionskraftmaschine, welche mit einer Dynamomaschine gekuppelt ist.
Ausserdem befindet sich auf dem Fahrzeug eine Akkumulatorenbatterie, die den Zweck hat, beim Bergabfahrcn oder selbst in der Ebene den Energieüberschuss aufzunehmen, den die als Stromerzeuger wirkende Dynamomaschine alsdann entwickelt, und umgekehrt beim Berganfahren die Leistung der Explosionskraftmaschine dadurch zu unterstützen, dass sie alsdann der als Elektromotor wirkenden Dynamomaschine einen Teil der aufgespeicherten Energie wieder abgibt. Die elektrische Maschine arbeitet sonach, je nach den Verhältnissen der Fahrbahn, als Dynamomaschine oder als Elektromotor.
Die aus Explosionskraftmaschinen und elektrischer Maschine bestehende Gruppe treibt die L'utfräder des Fahrzeuges vermittels einer belieben Transmission an und die Geschwindigkeit wird. falls die elektrische Maschine als Elektromotor wirkt, mit Hilfe der Felde. rrogung geregelt. Dies geschieht auch für den Fall, dass die elektrische Maschine als Stromerzeuger wirkt, da parallel zu ihr die Akkumulatorenbatterie geschaltet ist.
Um einen regelmässigen Betrieb und das Maximum des Wirkungsgrades bei diesem gemischten System zu erzielen, muss die Vorziindnng der Explosionskraftmaschine im Verhliltnis zur Geschwindigkeit desselben und deshalb genau im Verhältnis zur Stärke des Erregerstromes der elektrischen Maschine geregelt werden. Gleichzeitig muss auch der Zutritt der Nebenluft in der Weise geregelt werden, dass das Brennstoff-Luft-Gemisch stets seine günstigste Zusammensetzung beibehält, welches auch die Geschwindigkeit der Explosionskraftmaschine sein möge.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Vorrichtung, mittels deren die Wider- stünde ein-und ausgeschaltet werden und gleichzeitig der Zundhebel eingestellt und die Nebenluftgeregeltwird.
Das System des gemischten Fahrzeugbetriebes besteht im wesentlichen aus einer
Explosionskraftmaschine 2, welche mit einer elektrischen Maschine 1 gekuppelt ist, die je nach den Verhältnissen der Fahrbahn abwechselnd als Stromerzeuger und als Elektro- motor wirkt.
Diese Gruppe treibt, sei es nun vermittels Ivette, Kegelräder oder gewöhnlichem
Zahnrädergetriebe, die Antriebachse des Fahrzeuges. Zwischen Maschine und Triebachse ist eine gewöhnliche oder elektrische Reibungskupplung 3 angebracht, mittels deren die Gruppe ein-und ausgeschaltet werden kann, ohne den Wagen in Bewegung zu setzen. Beim
Anfahren gestattet diese Reibungskupplung ein gewisses Gleiten, wodurch das Fahrzeug alhniihlich und ohne Stoss in Bewegung gesetzt wird.
Die elektrische Maschine ist mit Nebenschluss oder Compounderregung versehen. Sie
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eingeschaltet, welcher gestattet, durch Einschalten von Widerständen in den Ankerstromkreis die Gruppe In Betrieb zu setzen, wobei die elektrische Maschine a) s Elektromotor wirkt.
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@ ausgeschaltet. Der gleiche Hebel schliesst den Zündnngsstromkreis vermittels der Gleit- schienen 19 und 20, die aus zwei voneinander isolierten Kupferschienen bestehen.
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Bei weiterer Bewegung schaltet der Hebel 5 Widerstände in den Erregerstromkreis der elektrischen Maschine, um die Feldintensität zu verringern und dadurch die Geschwindigkeit der Gruppe zu erhöhen.
Zum Zwecke, bei verschiedenen Geschwindigkeiten den höchsten Wirkungsgrad der Explosionskraftmaschine zu erzielen, ist der Hebel 5 mit dem Zündhebet, welcher die Vorzündung bestimmt, durch die Stange 6 verbunden.
Auf diese Weise und in demselben Masse, als durch den Hebel die Widerstände in den Erregerstromkreis eingeschaltet werden und dadurch die Geschwindigkeit der Gruppe sich erhöht, wird auch gleichzeitig, und zwar durch denselben Hebel die Vorzündung vergrössert. Die Stange 6 trägt ausserdem noch im Punkte 11 ein Gelenk, welches eine Ventilscheibe 12 dreht.
Diese Scheibe hat mehrere sektorartige Öffnungen 13, welche eine zweite Reinluftentnahme für die Maschine bilden. Die Form und Grösse dieser Öffnungen werden derartig gewählt, dass die Zusammensetzung des Gemisches bei allen Geschwindigkeiten der Maschine die gleiche bleibt. Es werden somit alle Regelungsvorrichtungen vermittels eines im Bereiche des Wagenführers befindlichen einzigen Hebels beeinflusst.
Der zur Zündung des Gemisches nötige Strom kann von einem Teil der Batterie 18 abgezweigt werden. Ferner ist die Anordnung so getroffen, dass der Zündungsstromkreis so lange offen bleibt, als die beiden voneinander isolierten Gleitschienen 19 und 20 nicht durch den am Hebelarm befindlichen Gleitkontakt verbunden sind. Dieses findet erst dann statt, wenn die Explosionskraftmaschine mit Hilfe der Batterie und der als Elektromotor wirkenden elektrischen Maschine in der geschilderten Weise angelassen ist.
Natürlicherweise kann man auch statt eines einzigen Hebels deren zwei verwenden, und zwar einen, welcher dazu dient, Widerstände in den Ankerstromkreis einzuschalten, um die Gruppe bezw. das Fahrzeug in Gang zu setzen und auch nur zu diesem Zwecke ; und einen zweiten Hebel, welcher durch Einschaltung von Widerständen in den Erregerstromkreis der elektrischen Maschine die Geschwindigkeitsregelung des Fahrzeuges bewirkt und gleichzeitig damit die Vorzündung und den Zutritt der Nebenluft beeinflusst.
Der Hebel 5 kann im Bereiche des Führers an der Seite des Fahrzeuges oder am Steuerrad befestigt sein. Auch kann man ein Pedal anwenden, aber in allen Fällen muss derjenige Hebel, welcher die Felderregung regelt, mit dem Zündhebel und dem Nebenluft- entil verllonden sein.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Anordnung lässt sich nicht allein für Motorfahrzeuge, sondern auch für auf Schienen laufende Fahrzeuge, sowie für Motorboote verwenden.