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Rundfunkempfangsanlage für ein Kraftfahrzeug
Die Erfindung betrifft eine Rundfunkempfangsanlage für ein Kraftfahrzeug, beider der Lautsprecher vom Empfängerteil räumlich getrennt und mit diesem durch eine Leitung verbunden ist.
Das Ziel, das mit der Erfindung angestrebt wird, besteht darin, eine Radioempfangsanlage zu schafofen, die am Motorfahrzeug ohne eigentliche Montagearbeit in ihrer Betriebsstellung anbringbar ist und insbesondere keine Aussenantenne am Fahrzeug erfordert.
Bekannt ist es, transportable Kofferempfänger mit eingebauter Ferritantenne und eigener Stromquelle noch mit einer Antennenbuchse auszustatten und den Empfänger mittels dieser Buchse an die Autoantenne anzuschliessen. Hiebei war man davon ausgegangen, dass der Anschluss an eine Autoantenne unerlässlich sei, um die abschirmende Wirkung der Karosserie auf die an sich in dem Kofferempfänger vorhandene Ferritantenne aufzuheben.
Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, dass die Erzielung eines befriedigenden Empfanges durchaus nicht, wie bisher allgemein angenommen, die Heranziehung einer besonderen Autoantenne zur Voraussetzung hat, dass es vielmehr, zumal wenn der Empfänger mit einer Ferritantenne ausgestattet ist, möglich ist, gute Empfangsergebnisse zu erzielen, wenn man dem Empfänger nur einen geeigneten Platz in dem Fahrzeug zuweist.
Deshalb wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, die Anordnung und Ausbildung einer Rundfunkempfangsanlage für ein Kraftfahrzeug, bei der der Lautsprecher vom Empfängerteil räumlich getrennt und mit diesem durch eine Leitung verbunden ist, so zu treffen, dass an der Innenseite der frontalen Windschutzscheibe die in an sich bekannter Weise in Rahmenbauart ausgebildete, einen Ferritkern aufweisende Antenne im gleichen Gehäuse wie der Empfängerteil untergebracht ist und das Gehäuse einen Rückspiegel trägt.
Der Verwirklichung der Erfindung stehen insofern keinerlei Schwierigkeiten entgegen, als es möglich ist, insbesondere mit Transistoren ausgerüstete Empfänger von so kleinen Abmessungen herzustellen, dass diese an den für ihre Anordnung in Frage kommenden Stellen nicht störend wirken. Das schliesst nicht aus, dass dieser Empfänger ausser den Transistorstromkreisen ein Abstimmungssystem mit variabler Kapazität und einem kleinen Kondensator, Zwischenfrequenzstufen mit ebenfalls klein gehaltenen Transistoren sowie auch Niederfrequenz- und Endstufen mit gleichermassen kleinen Transformatoren enthält. Hiebei empfiehlt es sich, die Betriebsspannungen des Empfängers gleich der der elektrischen des Fahrzeuges zu wählen, so dass irgendwelche Spannungsumformer entbehrlich sind.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die beigegebenen Zeichnungen, die in sehematischer Form einige mögliche Ausführungsformen der Erfindung zeigen, näher beschrieben.
Die Zeichnungen stellen dar : Fig. 1 eine teilweise, vom Inneren des Fahrzeugkörpers her gesehene Ansicht der Windschutzscheibe, an welcher der Radioempfänger, der zugleich die Funktionen eines Rückblickspiegels übernimmt, angebracht ist. Fig. 2 eine in etwas vergrössertem Massstabe gezeichnete Ansicht eines Schnittes längs der Linie lI-lI der Fig. 1, Fig. 3 eine Aufrissansicht eines Radioempfängers in Gestalt eines flachen zylindrischen Behälters, der den Fahrzeugzulassungsscheinhalter ersetzt, Fig. 4 die Ansicht eines nach der Linie IV-IV der Fig. 3 geführten Schnittes, beschränkt auf die Darstellung des Gehäuses, der Antenne und eines Bedienungsknopfes, Fig.
5 eine teilweise und schematische Ansicht der Anbringung eines Radioempfängers, der ausser seiner eigenen keine weiteren Funktionen hat und mittels einer Auflager- und Befestigungskonsole gehalten ist und Fig. 6 eine Seitenansicht der Anordnung nach Fig. 5, in Richtung des Pfeiles VI gesehen.
Die Fig. 1 und 2 zeigen das Ausführungsbeispiel, bei welchem der Radioempfänger an die Stelle des
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Rückblickspiegels getreten ist. In diesen Figuren stellt 1 die Windschutzscheibe des Motorfahrzeuges dar, an deren unterer Randkante der für gewöhnlich den Spiegel tragende Gelenkarm 2 befestigt ist. Der Er- findung gemäss trägt der Arm 2 an Stelle des üblichen Spiegels den Empfänger, der infolge seiner stark verminderten Abmessungen dieselbe Frontalfläche einnimmt, wie sie sonst der Spiegel einnehmen würde.
In Fig. 2 ist nur die Querschnittskontur des Empfängers 3 dargestellt, u. zw. auch nur zur Illustration, da die innere Schaltung des Gerätes für die Erfindung selbst ohne Bedeutung ist. Das Gehäuse 3 enthält die
Ferritantenne 4, die dicht bei der Windschutzscheibe 1 angeordnet ist, um die gewünschten Kopplungs- bedingungen mit dem elektromagnetischen Feld zu bewirken.
Der Gelenkarm 2 enthält erfindungsgemäss die Leitungen für die Stromzufuhr zu dem Empfänger, wie auch für die Verbindung zu dem Lautsprecher hin (in den Figuren nicht dargestellt).
Wie aus Fig. 1 deutlich zu ersehen ist, sind an den Enden des prismatischen Behälters, der eine im wesentlichen horizontale Achse hat und das Gehäuse 3 bildet, der Innenseite der Fahrzeugkarosserie zuge- wandt, die Bedienungsknöpfe 5 und 6 zum Regeln der Lautstärke und zum Abstimmen des Empfängers angebracht, während die mittlere Zone 7 des Behälters von dem Spiegel eingenommen wird. der seine normalen Funktionen erfüllt.
Die Fig. 3 und 4 zeigen das Ausführungsbeispiel, bei welchem das Gehäuse 8 des Empfängers von flacher zylindrischer Gestalt. ist und auf seiner dem Inneren der Fahrzeugkarosserie zugekehrten Frontfläche mit den Bedienungsknöpfen 9 und 10 für das Abstimmen bzw. die Lautstärkeregelung, sowie mit der Abstimmskäla versehen ist. Das Gehäuse 8 weist an seinem unteren Teil die Verbindungseinrichtung 12 für die Stromzuführungsleitungen und für die Verbindung zu dem Lautsprecher auf und enthält in seinem Inneren nahe der Frontfläche, die gegen die Aussenseite des Fahrzeuges gewandt ist, die Ferritantenne 13.
Das Gehäuse 8 ist angrenzend an seine Grundfläche. abseits von der, welche die Bedienungsknöpfe trägt, mit einer Befestigungs-oder Saughaftrosette 14 versehen, die es ermöglicht, das Gerät sicher an der Windschutzscheibe anzubringen. In der zentralen Zone 15 der Rosette 14 kann der Zulassungsausweis für das Fahrzeug untergebracht werden, so dass das Ganze die gewohnten Funktionen des Zulassungsausweishalters erfüllt, wenn der'Sauger 14 an die Innenfläche der Windschutzscheibe (in Fig. 4 nicht dargestellt) angedrückt worden ist.
Die Fig. 5 und 6 beziehen sich auf das Ausführungsbeispiel, bei welchem der Empfänger keine Aufgabe eines vorher vorhandenen Gerätes, das durch den Empfänger zu ersetzen wäre, mit übernimmt. In diesem Falle soll das Ausführungsbeispiel einzig und allein zeigen, wie der Empfänger in einer Art und Weise angebracht werden könnte, die als-diebessicher anzusprechen ist. Der Empfänger ist allgemein mit 16 bezeichnet und mit der Ferritantenne 17 ausgerüstet. Das Gehäuse 16 ist starr mit den kräftigen Metallbügeln 18 verbunden, die ihrerseits mittels der Bolzen 20 an dem Fahrzeug festgemacht sind. Die Bolzen 20 sind mit der Abdeckung 19 des Instrumentenbrettes an einer von aussen nicht zu sehenden Stelle verschraubt, so dass sie nicht ohne anstrengende und zeitraubende Bemühungen entfernt werden können.
Die Bügel 18 halten den Empfänger so, dass sich die Antenne 17 nahe der Windschutzscheibe 21 des Fahrzeuges befindet, während die Steuer-oder Bedienungsknöpfe 22 des Empfängers gut zugänglich sind. Von dem unteren Teil des Gehäuses 16 und insbesondere innseitig in bezug auf die Bügel 18 nehmen die Drähte 16,23 für die Verbindung mit der Stromversorgungsquelle und dem Lautsprecher ihren Ausgang.