AT211218B - Verfahren und Vorrichtung zum Verblasen von Mineralschmelzen, insbesondere von Hochofenschlacke - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verblasen von Mineralschmelzen, insbesondere von Hochofenschlacke

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AT211218B
AT211218B AT39759A AT39759A AT211218B AT 211218 B AT211218 B AT 211218B AT 39759 A AT39759 A AT 39759A AT 39759 A AT39759 A AT 39759A AT 211218 B AT211218 B AT 211218B
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AT
Austria
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melt
mouthpiece
blowing
nozzle
blast furnace
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AT39759A
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Othmar Dipl Ing Rosenauer
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Voest Ag
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Description


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  Verfahren und Vorrichtung zum Verblasen von Mineralschmelzen, insbesondere von Hochofenschlacke 
Es ist bekannt, aus Hochofenschlacke, Glas oder ähnlichen Massen durch Verblasen ihrer Schmelzen mittels eines   Pressluft- oder   Dampfstrahles od. dgl. langgezogene Fasern bzw. Wolle herzustellen. Zu diesem Zweck wird bisher in der Weise vorgegangen, dass der Verblasungsstrahl aus einer Düse gegen die etwa quer zur Strahlrichtung frei fliessende Schmelze gerichtet wird, so dass sich beim Auftreffen des Strahles auf die Schmelze eine Zerstäubung und eine Mitnahme von Schmelzperlen im Strahl ergibt. Dabei wird aber keine gleichmässige und genügend feine Verteilung der Schmelze im Strahl erzielt, was ein ungünstiges Verhältnis von ausgezogenen Fäden und Restperlen zur Folge hat.

   Dieser Nachteil folgt dar- aus, dass sich die Zerstäubung praktisch im freien Raum abspielt, daher das mengenmässige Verhältnis zwischen dem Verblasungsmittel und der Schmelze schwer beeinflussbar ist und überdies das einzelne. 



  Schmelzteilchen einer plötzlichen Richtungsänderung um nahezu 900 unterworfen wird. 



   Um dem fertigen Wollverband besondere Eigenschaften zu verleihen, wie Wasserfestigkeit oder eine Erhöhung der Elastizität bzw. der Bindung, ist es bereits bekannt, der Wolle ein flüssiges Imprägnieroder Bindemittel zuzusetzen. Da die Temperatur der Schmelze um ein Vielfaches höher liegt als die Zündungstemperatur der Zusatzmittel, beispielsweise Kunstharz oder Wachsemulsionen, erschien es bisher selbstverständlich, dass die Zufuhrung erst nach der Zerstäubung und der damit verbundenen Abkühlung erfolgen   müsse.   Es werden daher die bereits gebildeten, im Strahl frei schwebenden Fasern mit den Zusatzmitteln durch Düsen benetzt, auf welche Weise sich aber keine völlig gleichmässige Umhüllung aller Fasern erreichen lässt. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren beseitigt diese Mängel, gewährleistet eine bessere Zerstäubung der Schmelze, damit eine bessere Ausbeute an Fasern bei grösserer Gleichmässigkeit der Fasern und ermöglicht überdies im Falle der Verwendung von Binde- und Imprägnierungsmitteln deren gleichmässigere Verteilung. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren besteht im wesentlichen darin, dass die frei fliessende Mineralschmelze durch den in eine Düse in Achsrichtung eintretenden Verblasungsstrahl injektorartig axial in die Düse eingesaugt und dort zerstäubt wird. Die Zerstäubung findet demnach innerhalb des geschlossenen Düsenraumes statt, wobei der Zerstäubungsstrahl und die Schmelze gleiche Bewegungsrichtung aufweisen und das mengenmässige Verhältnis der beiden Medien zueinander genau regelbar ist. Dadurch tritt eine feinere und gleichmässigere Zerteilung der Schmelze innerhalb der Düse ein, es sinkt der Anteil an Abfallperlen, und es wird ein gleichmässiges Fadenprodukt erreicht. 



   Erfindungsgemäss wird das gegebenenfalls verwendete   Imprägnierungs- oder   Bindemittel unmittelbar in den Bereich des Zusammentreffens von Schmelze und Verblasungsmittel zugeführt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die Schmelze einerseits durch die mitangesaugte Aussenluft, anderseits durch das Verbla - 
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 wird, wobei es in gleicher Richtung wie die gebildeten Perlen bzw. Fasern strömt, so dass sich eine vollkommene und gleichmässige Umhüllung der Einzelfasern ergibt. 



   Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass   das Düsenrobran   seinem vorderen Ende eine einen Ringkanal mit radialem Eintrittsstutzen für das Verbla- 

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 sungsmittel bildende Büchse   trägt.   die mit einem trompetenförmigen Mundstück unter Freilassung eines Ringspaltes von der Stirnseite in das DUsenrohrende einragt. Die Pressluft od. dgl. dringt in den Ringkanal und wird durch das Mundstück um das   DUsenrohrende   umgelenkt, so dass sie durch den Ringspalt axial in das Düsenrohr eintritt, wobei die Schmelze und Aussenluft durch das Mundstück eingesaugt werden. Zur Zuführung des Binde- bzw. Imprägnierungsmittels kann eine sich dem Mundstück anschmiegende und etwa mit diesem endende Zuführungsleitung vorgesehen sein. 



   In der Zeichnung ist die Vorrichtung zur Durchführung des vorgeschlagenen Verfahrens beispielsweise im Längsschnitt dargestellt. 



   Mit 1 ist ein Düsenrohr bezeichnet, das an seinem Vorderende eine BUchse 2 aufgeschraubt hat, die einen Ringkanal 3 bildet und mit einem Eintrittsstutzen 4 versehen ist. In der Büchse 2 ist stimseitig ein 
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 lassung eines Ringspaltes 7 in das Düsenrohrende einragt. 



   Das Verblasungsmittel, beispielsweise Pressluft, tritt durch den Stutzen 4 ein, gelangt in den Ringkanal 3, wird durch das Mundstück 6 um das abgerundete Ende des Düsenrohre 1 umgelenkt und tritt durch den Ringspalt 7 in axialer Richtung in das Düsenrohr aus, wobei es die ausserhalb des Mundstückes frei fliessende Schmelze und Aussenluft injektorartig einsaugt. Hiebei tritt eine gute und gleichmässige Zerstäubung der Schmelze in kleine Einzelperlen ein, die während ihres Weitertransportes innerhalb des Pressluftstrahles die gewünschten Fäden ziehen. 



   Sollen die Fäden mit einem   Imprägnier- oder Bindemitteiod.   dgl. benetzt werden, wird eine an einen Einlasstrichter 8 angeschlossene, sich dem Mundstück 6 anschmiegende und etwa mit diesem endende Zuführungsleitung 9 vorgesehen. Das Benetzungsmittel wird zugleich mit der Schmelze zerstäubt, so dass eine gleichmässige und vollständige Benetzung der sich bildenden Fäden gewährleistet ist. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zum Verblasen von Mineralschmelzen, insbesondere von Hochofenschlacke, mittels eines   Pressluft-oder Dampfstrahles od. dgl.,   dadurch gekennzeichnet, dass die frei fliessende Mineralschmelze durch den in eine Düse in Achsrichtung eintretenden   Verblasungsstrahl Injektorartig axial   in die Düse eingesaugt und dort zerstäubt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass ein flüss. iges Imprägnier- oder Bindemittel in den Bereich des Zusammentreffens von Schmelze und Verblasungsmittel zugeführt wird.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsenrohr (l) an seinem vorderen Ende eine einen Ringkanal (3) mit radialem Eintrittsstutzen (4) für das Verblasungsmittel bildende Büchse (2) trägt, die mit einem trompetenförmigen Mundstück (6) unter Freilassung eines Ringspaltes (7) von der Stirnseite in das DUsenrohrende einragt.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine sich dem Mundstück (16) anschmiegende und etwa mit diesem endende Zuführungsleitung (9) für das Imprägnier-oder Bindemittel vorgesehen ist.
AT39759A 1959-01-20 1959-01-20 Verfahren und Vorrichtung zum Verblasen von Mineralschmelzen, insbesondere von Hochofenschlacke AT211218B (de)

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