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Fadenbündel von gekräuselten, durchlaufenden Fäden, insbesondere für Tabakrauchfilter, und Verfahren zu seiner Herstellung
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bündel hergestellten Filter fliesst, ebenfalls einem gewundenen Weg, so dass eine höchst wirksame Filterung ohne allzu grossen Druckabfall durch den Filter stattfindet. Wenn auch die Filterwirkung in dem Masse steigt, wie der Kräuselungswinkel abnimmt, so überwiegt bei Unterschreitung des Bereiches von 300 die nachteilige Wirkung des erhöhten Druckabfalles, die für den Raucher unangenehm wird.
Versuche zur Lösung der Aufgabe, ein gekräuseltes Fadenbündel zu erzeugen, in dem der Kräuselungswinkel äusserst klein ist, wurden in verschiedenen Richtungen gemacht. Die erste und nächstliegende ist es, ein Fadenbündel herzustellen, das von Anfang an einen kleinen Kräuselungswinkel hat, das ist unter dem Bereich von 30 bis 100 . Ein solches Fadenbündel ist bei der Erzeugung von Zigarettenfiltern erst dann verwendbar, wenn es aufgelockert oder auf andere Weise verändert wurde, um die nötige Trennung der Fäden im Bündel zu erzielen. Beim Auflockern des Fadenbündels mittels der bekannten Verfahren hat sich aber in der Praxis gezeigt, dass der ursprüngliche kleine Kräuselungswinkel beim Auflockern nicht aufrechterhalten werden kann.
Eine gegenteilige Behauptung in einem älteren Vorschlag der gleichen Patentinhaberin beruht darauf, dass bei der angewendeten Auflockerung die Fäden in einem gewissen Ausmass seitlich verschoben wurden, so dass die ursprüngliche Länge des Fadenbündels nahezu erreicht wurde ; in Wirklichkeit war aber der Kräuselungswinkel, wie sich aus Vergleichsprüfungen der Filterwirkung ergab, doch grösser geworden.
Es kommt darauf an, dass der Kräuselungswinkel nicht nur, wie bekannt, im Ausgangsfadenbündel, sondern gemäss der Erfindung hauptsächlich im aufgelockerten Fadenbündel, aus dem die Filter hergestellt werden sollen, zwischen 100 und 300 vorzugsweise zwischen 92 und 500 liegt, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Daher ist weiter Gegenstand der Erfindung auch ein Verfahren, das es ermöglicht, unter weitgehender Schonung der Einzelfäden diese Auflockerung gleichzeitig mit dem gewünschten kleinen Kräuselungswinkel des Endproduktes zu erhalten. Die Erfindung betrifft demnach auch ein Verfahren zur Herstellung
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dabei Auflockerungsbedingungen ausgesetzt werden, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Zugspannung und das Auflockern durch ein strömendes, gasförmiges Medium, wie Luft, erzeugt werden und dass das Fadenbündel in dieser Bewegung anschliessend zwangsläufig gebremst wird, um seinen Vorschub zu verzögern und die Kräuselungen ziehharmonikaartig auf einen durchschnittlichen Kräuselungswinkel zwi- schen 30 und 100 wieder zusammenzudrücken.
Es wird also sowohl die beim Auflockern anzuwendende mässige Zugspannung als auch das eigentliche Auflockern ausschliesslich durch das strömende, gasförmige Medium hervorgebracht, ohne dass dabei Zugwalzen oder andere mechanische Mittel angewendet werden, wie sie bei den bekannten Verfahren erforderlich sind. Dadurch wird eine Ausstreckung der Kräuselungsbögen über die Elastizitätsgrenze hinaus vermieden, so dass diese nach dem Aufhören der Einwirkung des Gasstromes sich wieder zu ihrer ursprünglichen Form zurückbilden können und der Kräuselungswinkel vor und nach dem Auflockern in den angegebenen Grenzen bleibt. Auch wird durch diese schonende Behandlung nur mit einem Gasstrom die Gefahr von Fadenbrüchen praktisch ausgeschaltet.
Bei der Herstellung eines Filters nach den bisher bekannten Verfahren, jedoch unter Verwendung feinerer als der bisher angewendeten Fäden in dem Bestreben, die Filterwirkung zu erhöhen, erhält man ein Filter, das weicher ist und bei gleichem Materialgewicht einen grösseren Druckabfall bewirkt, während das erfindungsgemäss erhaltene Filter bei Verwendung feiner Fäden fester ist und ein geringeres Materialgewicht erfordert, so dass ein unerwünschter Druckabfall vermieden wird.
In den Zeichnungen zeigen Fig. l im Vertikalschnitt eine Vorrichtung zur Herstellung eines aufgelockerten Bündels aus gekräuselten, durchlaufenden Fäden nach dem erfindungsgemässen Verfahren und Fig. 2 schematisch einen gekräuselten Einzelfaden.
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quelle versehen ist. Mit Schraubstöpseln 12 und 15 werden miteinander in Verbindung stehende zylindrische Rohre 11 und 14 für das Fadenbündel in dem Gehäuse 10 axial gefluchtet, damit die Luftströmung gleichmässig auf dem durch das Gehäuse bewegten Fadenbündel auftrifft und in dem Rohr 14 nicht verwirbelt oder verdreht wird, wodurch das Fadenbündel nicht aufgelockert, sondern verdichtet werden würde. Das Gehäuse 10 ist mit dem den Eintrittsöffnungen 24 benachbarten Rohr 11 konzentrisch und bildet mit dem Gehäuse einen ringförmigen Luftkanal 25.
Das Rohr 11 steht mit dem Rohr 14 über die Blende 13 in Verbindung, die einen Lufteintritt aus dem Ringkanal 25 in das Rohr 14 gestattet. Die der Blende 13 benachbarte Aussenwand des inneren Endes 19 des Rohres 11
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und die Blende 13 selbst sind verjüngt und bilden einen sich verengenden ringförmigen Luftkanal 20, der in das Rohr 14 hineinführt. Das Rohr 14 hat eine solche Innenform, dass es jenseits der Blende 13 eine Expansionskammer mit einer konvergierenden Wandung 21 und jenseits der Wandung 21 eine Drosselstrecke 22 von einheitlichem Durchmesser und eine sich in der Strömungsrichtung erweiternde Austrittskammer 23 bildet.
Das äussere Ende des Rohres 14 erstreckt sich aus dem Gehäuse 10 hinaus und trägt ein Gestell 30, das Finger oder Zungen 27 aufweist, die über das offene Ende 18 des Rohres 14 vorstehen und einwärts gekrümmt sind, so dass sie das behandelte Fadenbündel bei seinem
Austritt aus der Vorrichtung bremsen. Die Finger 27 können beispielsweise aus Federstahl bestehen. Die Enden 26 der Finger 27 sind leicht auswärts gekrümmt, damit das Fadenbündel nicht an ihnen hängenbleibt. Das Gestell 30 ist auf dem Rohr 14 verschiebbar und wird von einem Klemmring 28 und einer mit Daumen und Zeigefinger festziehbaren Klemmschraube 29 festgehalten. Die Finger 27 können zu dem Fadenbündel hin oder von ihm wegbewegt werden, indem der Klemmring 28 näher zum offenen Ende 18 des Rohres 14 hin oder von ihm wegbewegt wird.
Das Auflockern eines Bündels aus gekräuselten, durchlaufenden Fäden wird dadurch bewirkt, dass das Fadenbündel durch das Zentrum eines sich in Strömungsrichtung verengenden Luftstrahles geführt wird, der unter einem Druck von z. B. 0, 35-6, 3 atü steht, aus dem sich verjüngenden ringförmigen Luft- kanal 20 austritt und aus dem sich langsamer bewegenden Fadenbündel unter einem spitzen Winkel von hinten auftrifft und in dem Rohr 11 einen Sog erzeugt, durch den das Fadenbündel in das Rohr hineingezogen wird. Insbesondere kann der Druck, unter dem die Luft aus dem Luftkanal 20 austritt, in einem Bereich von 0, 7 bis 5,6 atü liegen. Die Luft dringt in das Fadenbündel ein und expandiert explosionsartig bis zu den Wänden 21 des Rohres 14, so dass die Fäden heftig bewegt und voneinander getrennt werden.
Die konvergierenden Wandungen 21 führen die voneinander getrennten Fäden dann wieder zusammen und zusammen mit der Luft in die Drosselstrecke 22, in der die Fäden weiter heftig bewegt werden. Dann bewegt sich das Fadenbündel und die Luft zwischen den divergierenden Wandungen der Austrittskammer 23. Das Fadenbündel tritt dann aus dem Rohr 14 aus und staut sich zwischen den Fingern 27, die auf das Fadenbündel einen einwärtsgerichteten Druck ausüben, so dass dessen Bewegung verzögert und die Kräuselung des Fadenbündels wieder verstärkt wird und die Luft das Fadenbündel vollständig öffnen kann. Das Volumen des gebremsten Fadenbündels wird vergrössert und füllt die Austrittskammer 23 und den Raum zwischen den Fingern 27 an. Es wird dann abgezogen, worauf es zu Ballen verformt oder direkt in einer Filterherstellungsmaschine verwendet wird.
In der vorstehend beschriebenen Vorrichtung wird das Bündel gründlich aufgelockert, während die Fäden nur eine minimale Längsstreckung erfahren.
Die Abmessungen der Vorrichtung und der verwendete Gasdruck sind von dem Gesamttiter des aufzulockernden Fadenbündels und der Notwendigkeit der Schaffung eines Unterdruckes in dem Eintrittsrohr abhängig.
Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte geöffnete Fadenbündel kann von der pneumatischen Auflockerungsvorrichtung mit Hilfe von nicht gezeigten Walzen abgezogen werden, die das Bündel in Form eines schmalen Stranges abgeben, worauf es gepackt oder zu Ballen verformt wird, vorzugsweise indem es längs des Packkörpers oder Ballens hin-und herbewegt und abgelegt wird. Zu diesem Zwecke kann das Fadenbündel bei seiner Zuführung zu dem Ballen od. dgl. in einer horizontalen Ebene in zwei zueinander rechtwinkeligen Richtungen bewegt werden. Es kann aber auch direkt der Garnitur einer Maschine zur Herstellung von Filterstangen zugeführt werden, wie sie in der USA-Patentschrift Nr. 2794480 beschrieben ist, um anschliessend in Zigaretten verwendet zu werden.
Ein Ballen vom erfindungsgemässen aufgelockerten Fadenbündel wird vorzugsweise zu einer Dichte von mindestens 240 kg/n ? gepackt.
Es hat sich gezeigt, dass ein nach der vorstehenden Beschreibung hergestelltes, aufgelockertes Fadenbündel infolge seiner Kräuselung und genügenden Kräuselelastizität genügend kompakt ist, um direkt zur Herstellung von Filterstangen verwendet werden zu können. Es hat sich ferner gezeigt, dass das auf diese Weise erhaltene aufgelockerte Fadenbündel im wesentlichen keine vorstehenden Fäden aufweist.
In Fig. 2 ist mit et der Winkel der Kräuselbögen eines Fadens 32 in einer (nicht gezeigten) Filterstange und X die tatsächliche Länge des Fadens zwischen zwei aufeinanderfolgenden Knickstellen 33 und 34 bezeichnet. Y ist der längs der zu der Abszisse 36 parallelen Fadenachse gemessene Abstand zwischen zwei Knickstellen 33 und 35, zwischen denen eine weitere Knickstelle 34 liegt.
In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung hat das Fadenbündel einen durchschnittlichen bleibenden Kräuselungswinkel von etwa 900.
Bei Filtern konstanter Länge und konstanten Gesamttiters nimmt zwar das Fadengewicht zu, wenn der
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Kräuselungswinkel a kleiner wird. Es hat sich jedoch gezeigt, dass der kleinere durchschnittliche Kräuselungswinkel des Fadenbündels die Herstellung eines Zigarettenfilters einer gegebenen Wirkung aus einer geringeren Anzahl von Fäden gestattet. Infolge der geringeren Fadenzahl ist der Gesamttiter kleiner, was die Wirkung des kleineren Wertes a auf das Gewicht des Filters mehr als ausgleicht.
Das erfindungsgemäss aufzulockernde Bündel aus endlosen Fäden kann aus im trockenen, nassen oder schmelzflüssigen Zustand gesponnenen Fäden gebildet werden. Beispielsweise kann man ein Bündel aus durchlaufenden Fäden verwenden, die aus einer Celluloseacetatlösung gesponnen wurden. Die Fäden können im Querschnitt beispielsweise rund, kleeblattförmig, Y- oder C-förmig sein.
Der Gesamttiter des Fadenbündels kann in einem Bereich von 2500 bis 100000 Denier, vorzugsweise im Bereich von 20000 bis 100000 Denier, und insbesondere in einem Bereich von 30000 bis 70000 oder 80000 Denier liegen. Der Fadentiter kann 0, 5-16 Denier, vorzugsweise 0, 5 bis 5, 0 Denier, betragen.
Die aus der Spinnvorrichtung kommenden Einzelfäden oder das noch nicht aufgelockerte Fadenbündel können mit den in der USA-Patentschrift Nr. 2, 794, 480 beschriebenen Mitteln behandelt werden. Wenn sie nicht gekräuselt sind, können sie einheitlich und knickfrei gekräuselt werden, beispielsweise nach dem in der USA-Patentschrift Nr. 2, 953, 837 beschriebenen Verfahren.
Vorzugsweise sind mehr als 4 Kräuselbögen pro cm vorhanden. Eine derart starke Kräuselung kann angewendet werden, weil die Fäden in dem erfindungsgemässen Auflockerungsverfahren im wesentlichen keinen solchen Zugspannungen ausgesetzt werden, dass die stark gekräuselten Fäden brechen könnten.
Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich besonders zur Erzeugung von Fadenbündeln, die für die Herstellung von Tabakrauchfiltern, beispielsweise Filtermundstücken für Zigaretten, verwendet werden sollen.
Bei dieser Anwendung kann der Gesamttiter des Fadenbündels 30000 bis 80000 Denier, beispielsweise 37000 bis 48000 Denier, betragen und enthält das aufgelockerte Fadenbündel vorzugsweise mehr als 5000, insbesondere mindestens 10000 Fäden. Der Fadentiter ist vorzugsweise höher als 9, 5, aber nicht höher als 16, und insbesondere niedriger als 8. Die Anzahl der Kräuselbögen jedes Fadens pro cm ist vorzugsweise grösser als 3 oder 3, 5, insbesondere grösser als 4.
Nach dem erfindungsgemässen Auflockerungsverfahren erhält man ein Fadenbündel, das einen oder mehrere der nachstehenden Vorteile hat. Das aufgelockerte Fadenbündel ist relativ frei von vorstehenden Fäden und kann daher leicht manipuliert werden. Insbesondere treten beim Abziehen eines solchen Fadenbündels von einem Paket oder Ballen keine Schwierigkeiten durch Verwirren des Fadenbündels auf. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das erfindungsgemässe Fadenbündel ein festeres, aber weniger dichteres Filter ergibt als im Filter, dessen Fäden einen Kräuselungswinkel von mehr als 1000 haben.
Ein Filtermundstück, das aus einem erfindungsgemäss aufgelockerten Fadenbündel hergestellt ist, kann daher um 30/0 oder sogar 15 oder 20% leichter sein als ein Filtermundstück gleicher Grösse, das aus einem Fadenbündel hergestellt ist, das mit Hilfe von Zugwalzen aufgelockert wurde und einen Kräuselungswinkel von mehr als 1000 hat.
Aus erfindungsgemässen aufgelockerten Fadenbündeln hergestellte Filtermundstücke sind hinsichtlich ihrer teerentfernenden Wirkung, des durch sie erzeugten Druckabfalles und ihrer Festigkeit einwandfrei und wenigstens in einigen dieser Eigenschaften einigen bekannten Filtermundstücken überlegen.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann auf Fadenbündel aus durchlaufenden Fäden verschiedener Materialien Anwendung finden. Zu diesen Materialien gehören ausser Celluloseacetat auch Polypropylen, Polyacrylharze, modifizierte Acrylharze, Polyolefine, Polyester und regenerierte Cellulose.
In bekannten Filtermundstücken sind in dem Fadenbündel einander benachbarte Fäden durch die Wirkung von Teilchen eines flüchtigen Lösungsmittels für das Fadenmaterial an unregelmässig verteilten Berührungsstellen miteinander verbunden. Diese Verbindung der Fäden miteinander war notwendig, um dem Filter eine genügende Steifigkeit zu geben, bedingte jedoch die Verwendung eines einwandfrei löslichen Materials. Nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhält man ein Fadenbündel, das zur Herstellung von Tabakrauchfiltern, beispielsweise Filtermundstücken für Zigaretten, geeignet ist, ohne dass einander benachbarte Fäden miteinander verbunden werden müssen, so dass kein Lösungsmittel angewendet zu werden braucht. Infolgedessen können Fadenbündel aus Fäden verwendet werden, deren Material in den üblichen Lösungsmitteln nicht oder ungenügend löslich ist.
Die nachstehenden Beispiele erläutern das erfindungsgemässe Verfahren zur zylindrischen, pneumatischen Auflockerung und die Verwendung des derart aufgelockerten Fadenbündels zur Herstellung von erfindungsgemässen Filterstangen.
Beispiel l : In diesem Beispiel wurden Celluloseacetatfäden im wesentlichen üblicher Art von
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rundem Querschnitt aus einer üblichen Spinnlösung aus Celluloseacetat, Titanoxyd und Aceton gesponnen.
Die Fäden hatten beim Abzug aus der Spinnvorrichtung einen Fadentiter von 3, 3 Denier und wurden dann mit einem Streckverhältnis von etwa 1, 2 gestreckt. Die Fäden aus 26 Spinnvorrichtungen wurden zu einem Bündel oder Band von Fäden mit einem Gesamttiter von 66000 Denier vereinigt.
Dieses bandförmige Fadenbündel, das mit einem Schmiermittel auf Mineralölbasis geschmiert worden war, wurde nach dem Verfahren nach Crawford und Stevens, das in der USA-PatentschriftNr. 2, 953, 837 beschrieben ist, sehr sorgfältig gekräuselt, so dass ein gleichmässig und knickfrei gekräuseltes Fadenbündel erhalten wurde. Dabei erhielt jeder Faden etwa 5 Kräuselbögen/cm. Das Bündel der aus der Kräuselvorrichtung austretenden gekräuselten Celluloseacetatfäden wurde dann in einer an Hand der Fig. 1 beschriebenen Vorrichtung aufgelockert, wobei eine Drosselstrecke von 22 mm Durchmesser und eine Eintrittsdüse von 8 mm Durchmesser sowie ein Luftdruck von 2, 8 atü angewendet wurden. Das zylindrisch, pneumatisch aufgelockerte Fadenbündel wurde dann wie vorstehend beschrieben gepackt.
Das erfindungsgemäss erhaltene und verpackte Fadenbündel wurde verschiedenen Prüfungen unterworfen, deren Ergebnisse nachstehend angegeben sind. Beispielsweise zeigte es sich, dass das Fadenbündel von dem Ballen mit einer Geschwindigkeit von 114 m/min abgezogen werden konnte, ohne sich zu verwirren. Ferner zeigte es sich, dass der durchschnittliche bleibende Kräuselungswinkel nach dem Abziehen 1000 nicht überstieg.
Beispiel 2 : Mit mehreren Spinnmaschinen wurden Celluloseacetatfäden mit einem Fadentiter von 4, 5 Denier, einem Gesamttiter von 50000 Denier und X-förmigem Querschnitt gesponnen, mit einem Streckverhältnis von 1, 4 gestreckt, zu einem bandförmigen Fadenbündel zusammengenommen, auf 5 Kräuselbögen/cm gekräuselt und dann durch die an Hand der Fig. 1 beschriebene zylindrische Auflokkerungsvorrichtung geführt, wobei eine Drosselstrecke von 39 mm Durchmesser und eine Eintrittsdüse von 8 mm Durchmesser verwendet wurde, der Luft von 2, 2 atü in einer Menge von 3, 1 Nms/min zugeführt wurde.
Das derart erhaltene aufgelockerte Fadenbündel wurde mit einer Geschwindigkeit von 110m/min abgezogen, ohne sich zu verwirren, und direkt der Garnitur der Maschine zur Herstellung von Filterstangen zugeführt, in der es zu Filterstangen von 90 mm Länge mal 24, 8 mm Umfang verformt wurde.
Diese Stangen hatten ähnliche Eigenschaften wie aus einem üblichen Fadenbündel erzeugte, das von einem Ballen abgezogen und unmittelbar vor der Bildung der Stangen aufgelockert wurde. Der bleibende Kräuselungswinkel betrug 910.
Beispiel 3: Nach dem Zug-Auflockerungsverfahren der USA-Patentschrift Nr. 2, 794, 480 (Crawford u. a.) wurden Filterstangen aus Celluloseacetat-Fadenbündeln mit einem Fadentiter von 3 Denier und einem Gesamttiter von 84600 Denier erzeugt. Bei Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens zur zylindrischen, pneumatischen Auflockerung (Eintrittsdurchmesser 6, 4-8 mm, Luftdruck 1, 4-1, 75 atü) zeigte es sich, dass man bei einem Fadentiter von 3 Denier und einem Gesamttiter von 53000 Denier Stangen mit etwa dem gleichen Druckabfall erhielt.
Die für die Stäbe erhaltenen Werte sind nachstehend angegeben :
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<tb>
<tb> Pneumatische,
<tb> Mechanische <SEP> zylindrische
<tb> Auflockerung <SEP> Auflockerung
<tb> Fadenbündel <SEP> (FadentiterGesamttiter <SEP> in <SEP> Denier) <SEP> 3 <SEP> - <SEP> 84600 <SEP> 3 <SEP> - <SEP> 53000 <SEP>
<tb> Kräuselbögen <SEP> pro <SEP> cm <SEP> 4, <SEP> 3 <SEP> 5, <SEP> 1 <SEP>
<tb> Druckabfall <SEP> in <SEP> der <SEP> Filterstange, <SEP> mm <SEP> Wassersäule <SEP> 328 <SEP> 348
<tb> Härtewert <SEP> 6, <SEP> 8 <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP>
<tb> Gewicht <SEP> des <SEP> Acetatfadenbündels
<tb> in <SEP> der <SEP> Stange, <SEP> g <SEP> 0, <SEP> 863 <SEP> 0, <SEP> 739 <SEP>
<tb> Herabsetzung <SEP> des <SEP> Gewichtes <SEP> des
<tb> Fadenbündels, <SEP> % <SEP> 14,
<SEP> 4 <SEP>
<tb> Bleibender <SEP> Kräuselungswinkel <SEP> 1580 <SEP> 920
<tb>
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Trotz seines wesentlich geringeren Gewichtes war das erfindungsgemäss erhaltene Filter in seiner Wirkung dem älteren Filter in jeder Hinsicht gleichwertig und in manchen Punkten überlegen.
Beispiel 4 : Wie im Beispiel 3 wurden nach den beiden Verfahren Filterstangen aus Celluloseacetatfadenbündeln mit einem Fadentiter von 5 Denier hergestellt. Die erhaltenen Werte sind nachstehend angegeben :
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<tb>
<tb> Pneumatische,
<tb> Mechanische <SEP> zylindrische
<tb> Auflockerung <SEP> Auflockerung
<tb> Fadenbündel <SEP> (FadentiterGesamttiter <SEP> in <SEP> Denier <SEP> 5-100000 <SEP> 5-50000 <SEP>
<tb> Kräuselbögen <SEP> pro <SEP> cm <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 4,7
<tb> Druckabfall <SEP> in <SEP> der <SEP> Filterstange, <SEP> mm <SEP> Wassersäule <SEP> 279 <SEP> 290
<tb> Härtewert <SEP> 5,2 <SEP> 3,2
<tb> Gewicht <SEP> des <SEP> in <SEP> der <SEP> Stange <SEP> enthaltenen <SEP> Acetatfadenbündels, <SEP> g <SEP> 1, <SEP> 015 <SEP> 0,787
<tb> Herabsetzung <SEP> des <SEP> Gewichtes <SEP> des
<tb> Fadenbündels, <SEP> Ufo <SEP> 22,
5
<tb> Bleibender <SEP> Kräuselungswinkel <SEP> 1600 <SEP> 800
<tb>
Beispiel 5 : Wie im Beispiel 3 wurden nach den beiden Verfahren Filterstangen aus Celluloseacetatfadenbündeln mit einem Fadentiter von 8 Denier hergestellt. Die erhaltenen Werte sind nachstehend angegeben :
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<tb>
<tb> Pneumatische,
<tb> Mechanische <SEP> zylindrische
<tb> Auflockerung <SEP> Auflockerung
<tb> Fadenbündel <SEP> (FadentiterGesamttiter <SEP> in <SEP> Denier) <SEP> 8 <SEP> - <SEP> 80000 <SEP> 8 <SEP> - <SEP> 32000 <SEP>
<tb> Kräuselbögen <SEP> pro <SEP> cm <SEP> 3 <SEP> 4,7
<tb> Druckabfall <SEP> in <SEP> der <SEP> Filterstange,
<tb> mm <SEP> Wassersäule <SEP> 150 <SEP> 157
<tb> Härtewert <SEP> 7,9 <SEP> 3, <SEP> 0
<tb> Gewicht <SEP> des <SEP> in <SEP> der <SEP> Stange <SEP> enthaltenen <SEP> Acetatfadenbündels, <SEP> g <SEP> 0,845 <SEP> 0,713
<tb> Herabsetzung <SEP> des <SEP> Gewichtes <SEP> des
<tb> Fadenbündels, <SEP> % <SEP> 15,6
<tb> Bleibender <SEP> Kräuselungswinkel <SEP> 1520 <SEP> 540
<tb>
In den vorstehenden Beispielen hatten alle Stangen einen Umfang von 24,8 mm und eine Länge von 90 mm.
Der Härtewert drückt das in Zehntelmillimeter gemessene Zusammendrücken der Stange unter einer bestimmten Last aus. Die Teerentfernung wurde für ein 15 mm langes Filtermundstück unter Verwendung von normalen Zigaretten und einer automatischen Rauchmaschine festgestellt.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.