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Elektrisches Koch- und Backgerät
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Koch-und Backgerät, bei dem jede Kochstelle mittels eines einstellbaren Thermostaten gesteuert ist, wobei im Bereich der jeweiligen Kochstelle ein von der Temperatur derselben beeinflusstes Gefäss angeordnet ist, welches über ein Kapillarrohr mit einem zweiten, an der Vorderseite des Gerätes angeordneten Gefäss verbunden ist, dessen Volumen mittels eines Einstellknopfes veränderbar ist, wobei die Gefässe und das Kapillarrohr mit einer Expansionsflüssigkeit gefüllt
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zeigen ähnliche Vorrichtungen, bei denen der durch ein Ausdehnungsgefäss beeinflussbare Schalter zusammen mit dem Einstellorgan an der Frontseite des Elektroherdes vorgesehen ist.
Dies bedeutet, dass von der meist an der Rückwand vorhandenen Netzanschlussstelle Drähte durch den Herd zu dem an der Frontseite vorgesehenen Schalter und von diesem zu der betreffenden Kochplatte od. dgl. verlegt werden müssen. Diese umständliche, unwirtschaftliche und auch eine vermehrte Arbeitszeit in Anspruch nehmende Verdrahtungwird durch die Erfindung dadurch vermieden, dass der Schalter entweder an der Rückwand des Gerätes oder unmittelbar an der jeweiligen Kochplatte angeordnet ist. Von der Netzanschlussstelle sind daher nur ganz kurze Drahtverbindungen zum hydraulischen Schalter und von diesem zur Kochplatte od. dgl. zu verlegen, was keinen hohen Zeit- und Materialaufwand bedeutet, weil die zu verbindenden Teile in beiden erwähnten Fällen unmittelbar benachbart sind.
In der Zeichnung sind in zwei Figuren zwei Ausführungsformen des erfindungsgemässen Schalters in je einem Vertikalschnittbild dargestellt.
Aus der Fig. 1 ist zu ersehen, dass ein mit einem Ausdehnungsgefäss 1 und einem gegen die auftretenden Temperaturen unempfindlichen Gehäuse versehener Schalter 2 an der Unterseite einer Kochplatte 3 unmittelbar angeordnet ist. Durch diese Anordnung des Ausdehnungsgefässes 1 wirkt dieses auch als Fühlorgan. Eine Membran 4 des Ausdehnungsgefässes 1 ist mit einem Stift 5 verbunden, der auf den Schalter 2 wirkt. Das Ausdehnungsgefäss 1 ist über ein Kapillarrohr 6 mit einem weiteren Ausdehnungsgefäss 7 verbunden, das an der vorderen Gerätewand angebracht ist. Eine Membran 8 dieses Ausdehnungsge- fässes 7 kann dabei über einen Stift oder Gewindebolzen 10 samt Handgriff 9 so verstellt werden, dass das Volumen des Ausdehnungsgefässes 7 vergrössert oder verkleinert wird.
Durch die im Ausdehnungsgefäss 1 und 7 sowie im Kapillarrohr 6 befindliche Flüssigkeit hat eine Volumsänderung im Ausdehnungsgefäss 7 eine Veränderung der Membranlage im Ausdehnungsgefäss 1 zur Folge. Wird der Handgriff 9 z. B. aus seiner Nullage verdreht, so wird die Membran 8 in der Richtung des Gewindebolzens 10 durchgebogen. Die Folge davon ist, dass sich auch die Membran 4im Ausdehnungsgefäss 1 unter dem Druck einer Feder 11 über den Stift 5 nach oben durchbiegt. Dabei wird der Schalter 2 eingeschaltet. Sobald die Temperatur der Kochplatte 3 ein gewisses Mass erreicht hat, wird die Membran 4 infolge des grösserwerdenden Druckes der auf sie einwirkenden Flüssigkeit bzw. eines Gases im Ausdehnungsgefäss 1 über den Stift 5 den Schalter 2 wieder ausschalten.
Der Schalter 2 bleibt so lange ausgeschaltet, bis die Temperatur wieder unter dieses vorher erwähnte Mass gefallen ist. Die Folge davon ist nämlich eine rückläufige Bewegung der Membran 4, da der Druck der im Ausdehnungsgefäss 1 befindlichen Flüssigkeit bzw. des Gases in diesem Fall wieder sinkt.
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Aus der Fig. 2 ist ersichtlich, dass der Schalter 20 ausserhalb der Warnezone der Kochplatte 3. u. zw. zwischen dieser und dem Netzanschluss angeordnet ist.
Bei dieser Ausführungsform ist das Kapillarrohr 6 mit einer Erweiterung 12 versehen, die als Fühl- organ an der Kochplatte 3 unmittelbar anliegt. Die Wirkungsweise bei dieser Ausführungsform unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 nur dadurch, dass das Ausdehnungsgefäss 14 des Schalters 20 nicht mehr als Fühlorgan wirkt und dass die Drucksteigerung innerhalb des Systems durch den als Fühlorgan er- weiterten Teil 12 des Kapillarrohres 6 herbeigeführt wird.
Sowohl der Schalter 2 mit dem Ausdehnungsgefäss l. nach Fig. 1 als auch der als Fühlorgan erweiterte
Teil 12 des Kapillarrohrs 6 gemäss Fig. S können durch eine Platte 13 od. dgl. festgehalten bzw. gegen die Herdplatte 3 gedrückt werden. Diese Platte 13 kann auch gleichzeitig zur Befestigung der Herdplatte 3 dienen. Die Ausführungsform nach Fig. 2 hat den Vorteil, dass der Schalter 20 zusammen mit dem
Kapillarrohr und den Ausdehnungsgefässen als Einheit nachträglich leicht eingebaut werden kann. Diese
Teile müssen daher vor dem Einbau in das Gerät nicht mit der Kochplatte verbunden werden. Der er- findungsgemässe Schalter kann natürlich auch bei Backgeräten verwendet werden, die unabhängig von einem Elektroherd aufstellbar sind.