AT210158B - Verfahren zur Herstellung eines gewebten Filzes - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines gewebten FilzesInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines gewebten Filzes Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Filzes, der zur Verwendung bei der Her- stellung von Papier, Pülpe, Pappe od. dgl. und von Asbestzementschichten geeignet ist, durch Nachbe- handlung eines Gewebes, wobei den den Stoff bildenden Textilmaterialien thermoplastische Fasern bei- gemischt werden. Gemäss einem auf diePatentinhaberin zurückgehenden Vorschlag wird das Gewebe auf einer oder auf beiden Oberflächen aufgerauht, und die aufgerichteten Fasern werden auf einer oder auf bei- den Seiten des Stoffes einer Nadelbehandlung unterworfen. Entsprechend einer Abänderung dieses Verfahrens werden als zusätzliche Massnahme eine oder mehrere Lagen eines losen Fasermaterials auf die Oberflächen des Stoffes nach der Aufrauhbehandlung gelegt und während der Nadelbehandlung in den Stoff mit eingebracht. Um weitere Verbesserungen bei den auf diese Weise hergestellten Filzen zu erhalten, weisen nun die dem Gewebe und/oder dem zusätzlichen losen Fasermaterial vorzugsweise im Ausmass bis zu 10% des Gesamtgewichtes des Filzes beigemischten thermoplastischen Fasern einen niedrigeren Schmelzpunkt als das gesamte übrige Fasermaterial auf. Die thermoplastische Komponente des Fasermaterials wird geschmolzen, so dass sie ein Verbindungsmittel zwischen den mit Nadeln behandelten Teilen der die wollartige Oberfläche bildenden Fasern und den Fasern oder Faserteilen bildet, die den Gewebeteil des Stoffes darstellen. Der Stoff, der eine derartige thermoplastische Substanz enthält, wird also einer Hitzebehandlung bei einer Temperatur unterworfen, die zum Erweichen oder Schmelzen der thermoplastischen Substanz genügt. Diese Hitzebehandlung kann entweder während oder nach der Nadelbehandlung durchgeführt werden und führt zu einem Verschweissen der Fasern. Hiedurch wird gewährleistet, dass die Fasern nach der Einführung in den Stoff durch das Nadeln vollkommen miteinander verbunden sind. Um eine ausreichende Porosität des Filzes zu gewährleisten, soll der Anteil der zugemischten thermoplastischen Komponenten gering sein und vorzugsweise im Bereich von 5 bis 101o des Gesamtgewichtes des Filzes liegen. Ein solcher Anteil muss natürlich einen niedrigeren Schmelzpunkt besitzen, als die überwiegende Masse des bei der Bildung des Stoffes oder der Schicht verwendeten Fasermaterials. Die Behandlungstemperatur muss so gewählt sein, dass die thermoplastische Komponente sich verflüssigt, ohne dass die andern Komponenten des Filzes in einem wesentlichen Ausmass zu schmelzen beginnen oder ge- schädigt werden. Die thermoplastischen Fasern können in den Stoff eingewebt werden oder als nicht in den Stoff eingewebte Oberflächenlage aufgebracht werden, jedoch mittels eines üblichen Nadelverfahrens damit verbunden sein. Die Hitzebehandlung kann in irgendeiner üblichen Art durchgeführt werden. Z. B. kann der Filz nach Durchführung der Nadelbehandlung über einen Zylinder geleitet werden, der von innen heraus auf eine Temperatur erhitzt ist, die zur Schmelzung der thermoplastischen Komponente ausreicht. Dadurch wird eine sichere Verbindung zwischen den mit Nadeln behandelten Teilen der die wollartige Oberfläche bildenden Fasern und den Fasern der Stoffäden gewährleistet. Da die Temperatur der Nadeln selbst durch die Reibung infolge ihrer wiederholten Durchdringung des Stoffes erhöht ist, kann in manchen Fällen die Hitze, die von den Nadeln zur thermoplastischen Komponente der Filzoberflächen abgeleitet wird, ausreichen, um deren Schmelzung zu bewirken. In diesen Fällen ist die Anwendung von zusätzlicher Hitze nicht notwendig, und die derartig in den Nadeln durch Reibung erzeugte Hitze kann durch Veränderung der Geschwindigkeit der Nadelbehandlung reguliert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : EMI2.1
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| GB210158X | 1956-07-20 |
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1957
- 1957-05-11 AT AT739758A patent/AT210158B/de active
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