AT209866B - Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Natriumborat-Einsatzgemisches - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Natriumborat-Einsatzgemisches

Info

Publication number
AT209866B
AT209866B AT522957A AT522957A AT209866B AT 209866 B AT209866 B AT 209866B AT 522957 A AT522957 A AT 522957A AT 522957 A AT522957 A AT 522957A AT 209866 B AT209866 B AT 209866B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
water
borate
borax
mixture
air
Prior art date
Application number
AT522957A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Borax Cons Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Borax Cons Ltd filed Critical Borax Cons Ltd
Priority to AT522957A priority Critical patent/AT209866B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT209866B publication Critical patent/AT209866B/de

Links

Landscapes

  • Drying Of Gases (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Natriumborat-Einsatzgemisches 
Die österreichische Patentschrift Nr. 202109 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer nicht hygroskopischen Natriumboratmasse mit einem Molverhältnis   BOg : Na O   zwischen 3, 7 und 4, wobei die Ausgangsstoffe aus einem Gemisch von calciniertem Borax mit Borsäure oder   Natrium-1, S-borat   bestehen. 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Natriumborat-Einsatzgemisches mit einem   BjjOg : NajjO-Molverhältnis   von 3, 7 bis 4 zur Herstellung einer nicht hygroskopischen Natriumboratmasse nach der österr. Patentschrift Nr.

   202109 und ist dadurch gekennzeichnet, dass man Borax mit Borsäure im Molverhältnis 
 EMI1.1 
 eine Calcinierzone vorrücken lässt, so dass ein grösserer Anteil des Wassers in dem Masse, wie es sich bildet, abgetrieben wird, jedoch so viel Wasser hinterbleibt, dass das Gemisch feucht bleibt und nicht seine   Fliessfähigkeit verliert,   worauf man das Gemisch durch eine zweite Calcinierzone im
Gegenstrom zu Luft von   90-150  C   derart hindurchführt, dass der Rest des in Freiheit gesetzten Wassers und eine wesentliche Menge des Hydratwassers das 1, 5-Borats und des nicht umgesetzten Boraxes verdampft, und ein teilweise dehydriertes   Natrium-1, S-borat   mit einem Überschuss von Borax entsteht, und dass man, erforderlichenfalls durch Zusatz von Borax, das Molverhältnis   BOg :

   Na O in   dem Produkt auf ungefähr 4, 0 und den Wassergehalt auf weniger als 30 Gew.-% bringt. 



   Man kann also Borax und Borsäure im Molverhältnis von   I : 3, 4-4   miteinander mischen und das Gemisch mit geregelter und verhältnismässig geringer Strömungsgeschwindigkeit einer Calciniervorrichtung zuführen, welcher im Gegenstrom zu der Strömungsrichtung der Beschickung ein Luftstrom von genau regelbarem Volumen und genau regelbarer Temperatur zugeführt wird. Die Luft kann z. B. am Austrittsende der Calci- 
 EMI1.2 
 mit einem verhältnismässig grossen Luftvolumen, u. zw. ungefähr 12, 5 m3/kg des zu verarbeitenden Materials. Das grosse Luftvolumen ist erforderlich, weil die Luft bei diesen Temperaturen nur verhältnismässig wenig Feuchtigkeit aufnehmen kann. 



   Unter den beschriebenen, am Beschickungsende der Calciniervorrichtung herrschenden Bedingungen kann die Umsetzung von Borax und Borsäure zu Natrium-1, 5-borat, wobei ein Boraxanteil unumgesetzt bleibt, leicht eingeleitet werden, und sie geht in der Regel spontan vor sich. Bei 
 EMI1.3 
 
Setzt man die Reaktion z. B. in einem geschlosse- nen Gefäss fort, so bildet dieses freigesetzte Wasser je nach der Temperatur eine   Aufschlämmung   oder sogar eine Lösung. Ein wichtiges Merkmal der Erfindung liegt darin, dass die Bedingungen so eingeregelt werden, dass die Reaktion mit mässiger
Geschwindigkeit weiterläuft und ein grosser Teil des gebildeten Wassers in dem Masse, wie es in
Freiheit gesetzt wird, verdampft. Dies erreicht man in erster Linie durch eine verhältnismässig rasche Luftströmung von mässig niedriger Tem- peratur.

   Das Luftvolumen wird in ausreichendem
Masse begrenzt, damit eine geregelte Menge des gebildeten Wassers sich ansammeln kann, die ausreicht, um das ganze körnige Gemisch oberflächlich feucht zu halten. Diese Oberflächenfeuchtigkeit ist ein wichtiges Merkmal des erfindunggemässen Verfahrens, da sie die beschriebene chemische Umsetzung unterstützt. Einerseits muss die Verdampfungsgeschwindigkeit ausreichen, um eine zu starke Feuchtigkeit des Materials zu vermeiden, welche zu einer übermässigen Agglomerierung oder Zusammenballung führen, die wirksame Oberfläche verkleinern und die Verdampfung weiter verlangsamen würde. Anderseits darf die Verdampfungsgeschwindigkeit nicht zu gross sein, weil das Gemisch dann so trocken werden würde, dass die chemische Bildung von 1, 5-Borat verlangsamt wird.

   Dies würde die Geschwindigkeit der Wasserbildung herabsetzen und mithin die Trockenheit weiter erhöhen. 



   Das Verfahren wird also unter Bedingungen ausgeführt, die nicht von selbst stabil bleiben, sondern dazu neigen, wenn sie einmal nach einer Richtung hin geändert worden sind, sich nach der gleichen Richtung hin weiter zu ändern. Es wurde jedoch gefunden, dass es durch sorgfältige Steuerung, insbesondere des Volumens der durch die Cal- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 einem typischen Fall z. B. mit Luft von 90 bis
150   C in Berührung gebracht, was zur Herabsetzung des verbleibenden Wassergehaltes des
Gemisches auf etwa 2-4 Mol ausreicht. Im letzten Teil des beschriebenen Arbeitsvorganges kann man auch mit höheren Temperaturen arbeiten. 



  Dies ist besonders zweckmässig, wenn die feuchte Phase und die Calcinierungsphase des Arbeitvorganges mit teilweise oder vollständig gesonderten Luftströmen gespeist werden, die unabhängig voneinander gesteuert werden können, wie es z. B. bei Verwendung gesonderter Calciniervorrichtungen für die beiden Phasen des Verfahrens möglich ist. Durch Anwendung von Lufttemperaturen in der Nähe von 316   C kann das schliesslich ausgetragene Material praktisch vollständig trocken sein und beispielsweise nur noch 1% Wasser enthalten. Das entstandene aus Natrium-1, 5-borat und Borax bestehende calcinierte Produkt kann als Ausgangsmaterial für das im österr. Patent Nr. 202109 vorgeschlagene Verfahren verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Natriumborat-Einsatzgemisches mit einem BOg : NasO-Molverhältnis von 3, 7 bis 4 zur Herstellung einer nicht hygroskopischen Natrium- boratmasse nach der österreichischen Patentschrift Nr.
    202109, dadurch gekennzeichnet, dass man EMI2.2 mischt und in einem Reaktionsraum im Gegenstrom zu Luft von etwa 30 bis 40 0 C durch eine Calcinierzone vorrücken lässt, so dass ein grösserer Anteil des Wassers in dem Masse, wie es sich bildet, abgetrieben wird, jedoch so viel Wasser hinterbleibt, dass das Gemisch feucht bleibt und nicht seine Fliessfähigkeit verliert, worauf man das Gemisch durch eine zweite Calcinierzone im Gegenstrom zu Luft von 90 bis 1500 C derart hindurchführt, dass der Rest des in Freiheit gesetzten Wassers und eine wesentliche Menge des Hydratwassers des 1, 5-Borats und des nicht umgesetzten Boraxes verdampft, und einteilweise dehydriertes Natrium- 1, 5-borat mit einem Überschuss von Borax entsteht, und dass man, erforderlichenfalls durch Zusatz von Borax,
    das Molverhältnis BOg : Na O in dem Produkt auf ungefähr 4, 0 und den Wassergehalt auf weniger als 30 Gew.-% bringt.
AT522957A 1955-08-23 1955-08-23 Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Natriumborat-Einsatzgemisches AT209866B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT522957A AT209866B (de) 1955-08-23 1955-08-23 Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Natriumborat-Einsatzgemisches

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT522957A AT209866B (de) 1955-08-23 1955-08-23 Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Natriumborat-Einsatzgemisches

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT209866B true AT209866B (de) 1960-06-25

Family

ID=3573412

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT522957A AT209866B (de) 1955-08-23 1955-08-23 Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Natriumborat-Einsatzgemisches

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT209866B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2326539C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Entschwefelungsgemisches für Eisenschmelzen aus Calciumcarbid und mindestens einem wasserhaltigen Stoff
AT209866B (de) Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Natriumborat-Einsatzgemisches
DE1279658B (de) Verfahren zum Granulieren von wasserunloeslichen pulverfoermigen Stoffen
CH508552A (de) Verfahren zur Herstellung von körnigem Natriumtripolyphosphat-Hydrat
US2931716A (en) Method for handling liquid materials and for granulating and conditioning solids
US3852212A (en) Method of producing hydrated sodium tripolyphosphate composition
DE2313116C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalihyperoxid
DE1542074A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren
EP0048341B1 (de) Verfahren zur Herstellung von granulierten Alkalidi- oder -triphosphaten
AT299789B (de) Verfahren zur Herstellung von rieselfähigem Gut aus Industrie-Abfallschlämmen
DE1900066A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Alkalimetallsilikaten
EP0237802B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Calciumsulfat-Anhydrit und abbindefähigen Calciumsulfaten
AT208337B (de) Verfahren zur Herstellung von Natrium-1,5-borat
DE886751C (de) Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Kaliduengesalz
DE887949C (de) Verfahren zur Herstellung von granuliertem Superphosphat
EP0057822B1 (de) Verfahren zur Herstellung von granulierten Alkaliorthophosphaten
DE1948601A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumperborat
DE1567438A1 (de) Verfahren zur Reinigung von Rohboranaten
DE892760C (de) Verfahren zur Herstellung von granulierten, humushaltigen Duengemitteln aus Klaerschlamm
DE1467211A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumcyanid
DE1209557B (de) Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Natriumperborattrihydrat
DE3714035C2 (de)
DE1467637A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Reinigungsmitteln
DE2507520C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfosuccinaten in fester Form
AT311394B (de) Mittel zum Verhüten des Zusammenbackens von hygroskopischen Produkten und Verfahren zur Herstellung und Verwendung des Mittels