AT208958B - Verfahren zur Herstellung von Selen-Gleichrichtern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Selen-Gleichrichtern

Info

Publication number
AT208958B
AT208958B AT347858A AT347858A AT208958B AT 208958 B AT208958 B AT 208958B AT 347858 A AT347858 A AT 347858A AT 347858 A AT347858 A AT 347858A AT 208958 B AT208958 B AT 208958B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
selenium
metal
additives
manufacture
flow resistance
Prior art date
Application number
AT347858A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Seifert
Gertrude Dr Urm
Stephan Ing Vogt
Original Assignee
Schrack Elektrizitaets Ag E
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schrack Elektrizitaets Ag E filed Critical Schrack Elektrizitaets Ag E
Priority to AT347858A priority Critical patent/AT208958B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT208958B publication Critical patent/AT208958B/de

Links

Landscapes

  • Thermistors And Varistors (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Selen-Gleichrichtern 
Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von Selen-Gleichrichtern - insbesondere auf Leicht-   metall-Basis-mit Zusätzen   zum Selen von Diselen-Dichlorid und Metallen oder Metall-Halogeniden und schafft Gleichrichter mit extrem niedrigem Flusswiderstand von sehr starker Temperatur-Abhängigkeit - welcher also mit steigender Platten-Temperatur stark abnimmt-sowie eine ausserordentlich hohe Sperrfähigkeit aufweisen und deren Platten sich ausserdem durch hohe   TemperatUr- und A1terungs-Bestän-   digkeit auszeichnen. 



   Es sind bereits-wie z. B. aus der   deutschen Patentschrift Nr. 895339 -elektrische Halbleiter aus Selen-   insbesondere für Trocken-Gleichrichter - mit einem Zusatz von   Selenchlorür   und bzw. oder Selenbromür bekannt, bei denen das Selen neben diesen beiden Halogeniden Zusatze eines oder mehrerer Metalle in einer Gesamtmenge von mindestens   0, 01- 1 %-vorzugsweise   in elementarer   Form-enthält, u. zw.   insbesondere Antimon, Wismut, Zinn, Tellur, Thallium, Cer oder Eisen. 



   Durch diese Beimengung zum Selen von   z.     B.   Diselen-Dichlorür und bestimmten Metallen, wie   z. B.   



  Eisen bzw. von Metall-Halogeniden kann bekanntlich der Flusswiderstand von Gleichrichter-Platten herabgesetzt werden-wobei sich jedoch oft insoferne Schwierigkeiten ergeben-als das Optimum des Rückstrom-Widerstandes eine thermische Endbehandlung bei anderer Temperatur als bei derjenigen für das Minimum des Flusswiderstandes notwendigen erfordern   würde ; weiters   ist der Rückstrom-Widerstand meist zu gering und die so erzeugten Selen-Gleichrichter-Platten sind dann nur für niedrige Spannungen - etwa von 18   V - verwendbar.   



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren zur Herstellung von Selen-Gleichrichtern der eingangs beschriebenen Art werden nun diese Nachteile dadurch vermieden, dass dem Selen mindestens zwei Bestandteile in kleinsten Mengen mit einem Schwermetall-Gehalt im Selen von zusammen weniger als 0, 005   Gew.-% zugegeben   werden, deren einer ein in der verwendeten geringen Menge nicht oder fast nicht fluss-förderndes Reaktions-Gemisch eines Metalles der Eisen-Gruppe mit Diselen-Dichlorid sowie ein wei- 
 EMI1.1 
 durchFlusswiderstand erheblich über die additive Wirkung der beiden Komponenten hinaus vermindert wird. 



   Es war bisher weder bekannt noch auch als naheliegend zu erwarten, dass mit Zusätzen von einem so extrem geringen Schwermetall-Gehalt von maximal   0, 005 Gew.-% oder   noch weniger eine so erhebliche Verbesserung sowohl der Leitfähigkeit selbst als insbesondere auch ihres Temperatur-Koeffizienten erzielt werden kann. 



   Der nach der Lehre der Erfindung vorgesehene, ausserordentlich geringe Zusatz an Schwermetall ist jedoch zwingend bedingt durch die gleichzeitige Verwendung eines Reaktions-Gemisches eines Metalles der Eisen-Gruppe mit Diselen-Dichlorid sowie eines Metall-Halogenides, von denen das erstere Gemisch den Flusswiderstand nicht oder fast nicht und das Metall-Halogenid für sich allein überhaupt nicht beeinflusst ;

   diese hier gefundene Möglichkeit der Beifügung der Schwermetall-Zusätze zum Selen in so ausserordentlich geringen Mengen ist aber nach der gewonnenen Erkenntnis für die Lösung der gestellten Aufgabe deshalb von entscheidender Bedeutung, weil durch grössere Metall-Mengen die   Sperrfähigkeit   der Platten erheblich verschlechtert würde und weil auch dieser geringe Anteil offensichtlich dafür massgebend ist, dass die erreichbare, starke Verminderung des Flusswiderstandes nahezu ohne Verlust an Rückstrom-Widerstand vor sich geht. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Durch Einbringung der   erfindungsgemäss   vorgesehenen Zusatz-Komponenten im richtigen Verhältnis kann das Zusammenfallen des Optimums des Rückstrom-Widerstandes mit dem Minimum des Flusswider- standes bei einer bestimmten Endbehandlungs-Temperatur erreicht werden. 



   So haben   z. B.   eingehende Versuche gezeigt, dass Beifügungen zum Selen von Zirkon-Tetrachlorid oder auch von Tantal-Pentachlorid in reinster Form keinerlei Verminderung des Flusswiderstandes verursachen ; wird jedoch in das Selen ausser einem dieser Metall-Halogenide noch eine geringe Menge eines Reaktions-Gemisches eines Metalles der Eisengruppe mit Diselen-Dichlorid eingebracht, dessen Schwermetall-Gehalt vorzugsweise kleiner als   0, 002 Gew.-T !)   des Selens sein kann, dann tritt bei genauer Abstimmung dieser beiden Komponenten eine überaus günstige und   verhältnismässig   wesentlich stärkere temperaturabhängige Verminderung des Flusswiderstandes ein, als der rein additiven Wirkung entsprechen würde. 



   Die dem Zirkon-Tetrachlorid nach bisherigen Erfahrungen anhaftende flussverbessernde Wirkung beruht vermutlich auf Verunreinigungen des handelsüblichen Produktes ; eine Grossproduktion von SelenGleichrichter-Platten kann nicht auf   handelsüblichen Präparaten   mit in weiten Grenzen schwankenden Verunreinigungen aufgebaut werden, da es für die erforderliche Gleichmässigkeit der elektrischen Werte der Platten auf Einhaltung ausserordentlich geringer Toleranzen der aktiven Bestandteile ankommt. 



   Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens soll die Einbringung der erwähnten Zusätze in das Selen in reinster Form sowie unter Verwendung einer   Schutzgas-Atmosphäre   eines Edelgases - wie Argon, Krypton usw. - erfolgen, wodurch Änderungen sowohl in der Konzentration der Zusätze als auch ihrer chemischen Struktur verhindert werden können. 



   Schliesslich ist nach der Erfindung vorgesehen, dass dem Selen zusätzlich eine Sauerstoff-abgebende Verbindung in geringster Menge zugefügt wird, wobei eine weitere Verbesserung erzielt   wird, u. zw.   dadurch, dass ein Teil der beigefügten Komponenten zu Oxychloriden bzw. zu Oxyden in molekular verteilter Form umgewandelt wird, welche als im Selen unlösliche Verbindungen Keimbildner darstellen und dadurch bei den thermischen Behandlungen die Kristallisation günstig beeinflussen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von Selen-Gleichrichtern - insbesondere auf Leichtmetall-Basis - mit Zusätzen zum Selen   vonDiselen-DichIorid   und Metallen oder Metall-Halogeniden, dadurch gekennzeichnet, dass dem Selen mindestens zwei Bestandteile in kleinsten Mengen mit einem Schwermetall-Gehalt im Selen von zusammen weniger als   0, 005 Gew.-%   zugegeben werden. deren einer ein in der verwendeten geringen Menge nicht oder fast nicht flussförderndes Reaktions-Gemisch eines Metalles der EisenGruppe   mitDiseIen-Dichlorid   sowie ein weiterer ein für sich allein nicht   fluss-förderndes   Metall-Halogenid ist, durch welche Kombination jedoch der   Flusswiderstand   erheblich über die additive Wirkung der beiden Komponenten hinaus vermindert wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als nicht fluss-förderndes Metall-Halogenid Zirkon-Tetrachlorid verwendet wird und im Reaktions-Gemisch die Menge des Eisen-Metalles kleiner ist als 0, 002 Gew. -0/0 - bezogen auf das Selen.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringung der Zusätze in das Selen in reinster Form sowie unter Verwendung einer Schutzgas-Atmosphäre eines Edelgases erfolgt.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, dass dem Selen zusätzlich eine sauerstoff-abgebende Verbindung in geringster Menge zugefügt wird.
AT347858A 1958-05-14 1958-05-14 Verfahren zur Herstellung von Selen-Gleichrichtern AT208958B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT347858A AT208958B (de) 1958-05-14 1958-05-14 Verfahren zur Herstellung von Selen-Gleichrichtern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT347858A AT208958B (de) 1958-05-14 1958-05-14 Verfahren zur Herstellung von Selen-Gleichrichtern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT208958B true AT208958B (de) 1960-05-10

Family

ID=3551076

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT347858A AT208958B (de) 1958-05-14 1958-05-14 Verfahren zur Herstellung von Selen-Gleichrichtern

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT208958B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE895339C (de) Elektrischer Halbleiter aus Selen, insbesondere fuer Trockengleichrichter
DE1771548C3 (de) Metallbearbeitungs- und Korrosionsschutzmittel
DE2655709C2 (de) Verfahren zur Verbesserung der Warmfestigkeit von Zirkonium und seinen Legierungen
AT208958B (de) Verfahren zur Herstellung von Selen-Gleichrichtern
DE1767321A1 (de) Antibakterielles Seifenstueck
DE889984C (de) Verwendung von Kupfer-Zink-Legierungen fuer spanabhebend zu bearbeitende Werkstuecke
DE1085178B (de) Thermoelement, insbesondere fuer die elektrothermische Kaelteerzeugung
DE2252686B2 (de) Polyvinylchloridpräparate
DE849787C (de) Verfahren zur Herstellung harter galvanischer Silber- und Goldueberzuege
DE2427300C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer ternären Legierung aus Blei, Calcium und Aluminium
DE2338711C2 (de) Brandschutzmittel-Konzentrat zum Ausrüsten von Polypropylen
DE433115C (de) Verfahren zur Herstellung von Lagermetallen
DE852845C (de) Verfahren zum Zersetzen von Alkaliamalgamen
DE692122C (de) Rhodiumbad
DE1608220B1 (de) Verwendung eines stabil austenitischen rostfreien stahls
DE2123416C3 (de) Verwendung einer korrosionsbeständigen Zirkoniumlegierung
DE858898C (de) Goldlegierung
DE1719536C3 (de) Stabilisierte Losung von Polyacryl nitnl oder seines Mischpolymerisates Ausscheidung aus 1291118
DE1237327B (de) Thermoelektrische Tellur-Antimon-Wismut-Legierung
DE630666C (de) Verwendung von Blei-Lithium-Legierungen
DE1146250B (de) Verfahren zur Herstellung von gegen Waermeeinwirkung stabilisierten Formmassen auf der Grundlage von halogenhaltigen Vinylpolymerisaten
AT271916B (de) Oxydationsbeständige Legierung auf Kupferbasis und Verfahren zu deren Herstellung
DE889074C (de) Verfahren zur elektrolytischen Reinigung von Aluminium
DE326928C (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniak aus seinen Elementen
DE400509C (de) Legierungen von Metallen der Platingruppe