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Transportgerät
Die Errichtung von Betonbauten in grösseren
Höhen über dem Meeresspiegel, z. B. der Bau von Talsperren od. dgl. im Gebirge, er- fordert verhältnismässig grosse Mengen Ze- ment, die meist über dem Verkehr nicht er- schlossenes Gelände zu befördern sind. Bisher verwendet man hiefür vielfach Drahtseil- bahnen, die eigens zu diesem Zweck errichtet werden. Sie sind in der Investition teuer und können in den meisten Fällen nach Beendi- gung der Bauarbeiten nicht mehr ausgenutzt werden. Ihr Abbau verursacht Kosten, und die Wiederverwendung ist nur bedingt möglich.
Weiterhin ist bekannt, Fahrzeuge zum Transport von Schüttgütern zu verwenden, die mit einem Behälter ausgerüstet sind, der einen Teil der Tragkonstruktion bildet und der mit einer pneumatischen Entleerungseinrichtung versehen ist. Der Transport von Schüttgütern in grössere Höhen mittels Fahrzeugen dieser Art setzt jedoch das Vorhandensein einer befestigten Strasse voraus, deren Bau einen erheblichen Anteil an den Gesamtkosten der zu errichtenden Anlage ausmacht.
Ferner ist es bekannt, zum Betanken von Flugzeugen in der Luft Transportflugzeuge mit grossem Laderaum zu benutzen, die mit Einrichtungen ausgerüstet sind, um während des Fluges erhebliche Brennstoffmengen auf das zu betankende Flugzeug zu überführen. Zu diesem Zweck ist das Transportflugzeug mit ausfahrbaren Leitungen versehen. Obwohl es bekannt ist, den Transport von beliebigen Gütern in entlegene Gegenden mit Hilfe von Hubschraubern zu bewerkstelligen, eignet sich ein Hubschrauber wegen seiner geringen Geschwindigkeit für diesen Zweck nicht als Transportflugzeug.
Die Erfindung hat sich demgegenüber die Aufgabe gestellt, Schüttgut unter Vermeidung von Landfahrzeugen an entlegene Orte zu bringen, die sich z. B. in grosser Höhe befinden. Sie sieht deshalb die Verwendung eines Hubschraubers vor, der mit einem Transportbehälter ausgerüstet ist, der einen Teil der Tragkonstruktion bildet. Um die Landung des Hubschraubers, die vielfach Schwierig- keiten bereitet, ganz zu umgehen, ist gemäss der Erfindung der zum Transport von Schütt- gut in grosse Höhen dienende Behälter mit einer pneumatischen Beschickungsvorrich- tung und mit einer an sich bekannten pneu matischen Entleerungseinrichtung ausgerüstet und weiterhin als Druckbehälter ausgebildet.
Die für die Auflockerung benötigte Luft kann einem im Fahrzeug untergebrachten, vom Antriebsmotor angetriebenen Kompressor entnommen werden. Die zur Entleerung benötigten Verbindungsleitungen für die Luft und das Zement-Luft-Gemisch sind in be- kannter Weise flexibel ausgebildet und werden vom Hubschrauber, wie ebenfalls bekannt, heruntergelassen. Die Entleerung des Druckbehälters erfolgt, während der Hubschrauber über dem Silo schwebt.
In der Zeichnung ist ein Anwendungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Der mit einem porösen Boden 1 ausgerüstete Druckbehälter 2 ist in dem Hubschrauber derart angeordnet, dass er das Verbindungsglied zwischen der Führerkanzel 3 und dem rückwärtigen Rumpfteil 4 bildet.
Das Antriebsaggregat 5 für die Tragschraube und die Steuerschrauben ist zwischen Behälter und Kanzel gelagert.
Die Kraftübertragung auf diese Elemente kann über Wellen erfolgen, die z. B. durch einen im Behälter vorgesehenen Kanal geführt sind. An der Unterseite des Behälters ist eine flexible Leitung 6 für die Zuführung der Auflockerungsluft sowie eine flexible Leitung 7 für Entleerung des Behälters vor- gesehen, die beide vom Hubschrauber aus herabgelassen bzw. eingezogen werden. Sobald der Hubschrauber über dem Silo 8 schwebt, der mit einem umlaufenden Laufsteg 12 versehen ist, wird die Leitung 6 zwecks Zuführung der für die Entleerung benötigten Luft mit der stationären Leitung 9 gekuppelt, die an einen von dem stationär gelagerten Motor 10 angetriebenen Kompressor 11 angeschlossen ist. Die Entleerungsleitung 7 wird von dem Bedienungsmann an den Einlass zum Silo angeschlossen.
Nach Öffnung der an den Leitungen 6 und 7 vorgesehenen Ventile
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(nicht dargestellt) und Einschalten des Kompressors 11 entleert der Druckbehälter 2 seinen Inhalt in das Silo 8.
Es ist selbstverständlich auch möglich, die Abgase des Motors 5, gegebenenfalls in Verbindung mit einem an Bord des Flugzeuges befindlichen, im wesentlichen die Auflockerungsluft erzeugenden Kompressor, für die Entleerung zu verwenden, so dass sich die Anordnung einer ortsgebundenen Kompressoranlage erübrigt. Die Füllung des Behälters kann in umgekehrter Weise über die Entleerungsleitung 7 erfolgen. Da die Füllung und Entleerung jeweils nur kurze Zeit beanspruchen, kann mit dem Hubschrauber Zement in beliebiger Menge in wirtschaftlicher Weise auf grosse Höhen gefördert werden.
Der Transport von Schüttgut wird auf diese Weise bedeutend erleichtert und verbilligt und insbesondere Zeit eingespart, da der Hubschrauber mehrmals innerhalb kurzer Zeit starten kann.
PATENT ANSPRüCHE :
1. Transportgerät, bestehend aus einem Hubschrauber mit einem in diesen eingebauten Transportbehälter, der ganz oder teilweise einen Teil der Tragkonstruktion des Hubschraubers bilden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Transport von Schüttgut in grosse Höhen dienende Behälter (2) als Druckbehälter und mit einer Einrichtung sowohl zur pneumatischen Beschickung als auch in bekannter Weise zu seiner pneumatischen Entleerung ausgebildet ist.