AT208529B - Verfahren zur Herstellung von engen, langen und vielfach gekrümmten Durchflußkanälen in Gußstücken - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von engen, langen und vielfach gekrümmten Durchflußkanälen in GußstückenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von engen langen und vielfach gekrümmten Durchflusskanälen in Gussstücken Enge und lange Durchflussräume von komplizierter Form, vorzugsweise Kanäle, können im normalen Kerngussverfahren in einem einzigen Gussstück nicht hergestellt werden oder sie kommen durch die schwierige AbstUtzung und Entfernung der Gusskernmasse nach dem Guss sehr teuer. Deshalb hat man das Gussstück in zwei Teile geteilt und in jedem Teil einen Teil des Durchflussraumes eingegossen. Beide Gussstücke werden dann korrespondierend aufeinander gelegt und bilden so zwischen sich den angestrebten Hohlraum. Sie werden durch Schrauben aneinander gepresst. Bei diesem Verfahren müssen die beiden Berührungsflächen der Gussstücke glatt und eben sein, damit die Fuge zwischen den Gussstücken dicht hält. Insbesondere dann, wenn die durchfliessende Flüssigkeit verschiedene Temperaturen aufweist, lokkern sich die Schrauben sehr bald und die Fuge wird undicht. Nach einem andern Verfahren wird ein Hohlraum aus zwei Blechteilen zusammengefügt, die Trennungsfuge zwischen beiden Blechteilen aussen umgossen und sodann bei einem weiteren Guss der restliche Gusskörper an den ersten Guss angegossen. Abgesehen davon, dass bei diesem Verfahren mehrmals gegossen wird, ist es auch ziemlich schwierig, die Angussfl chen des letzten Gussteiles an die des ersten Gussteiles fest und dauerhaft haltend zu erreichen und die dazu nötigen richtigen Gusstemperaturen einzuhalten. Man hat auch Rohrschlangen als Durchflussräume eingegossen. Doch entspricht einerseits der stetige runde Querschnitt der Rohrschlange nicht, wenn komplizierte Durchflussraumformen erforderlich sind, anderseits ist es unmöglich, mit einer Rohrschlange eine ökonomische Raumausnützung im Gussstück zu erreichen. Weiters ist die rationelle Anfertigung der Rohrschlangen in einer maschinellen Massenfertigung unmöglich. Alle diese bekannten Verfahren sind entweder teuer oder unsicher in der Dichthaltung und in der Haftung der Angussteile. Nach vorliegender Erfindung werden die Mängel der bisher bekannten Verfahren vermieden. Das Gussstück wird in nur einem Guss hergestellt. Der komplizierte und lange Durchflussraum wird aus mindestens zwei Spritzguss- oder Stanzblechteilen zusammengefügt und kommt daher bei Massenfertigung sehr billig. Jede Raumausnützung ist ohne Schwierigkeit möglich. Der auf diese Weise vorgefertigte Durchflussraum wird in einem einzigen Guss allseits umgossen und dadurch die absolute Dichthaltunggesichert. An Hand der Konstruktion eines BügeleisensmitDämpfeinrichtung wird vorliegendes Gussverfahren erläutert. Solche Bügeleisen benötigen in der Sohlplatte einen Wasserverdampfungsraum, in welchem das tropfenweise zugeführte Wasser auf einem möglichst langen Weg verdampft und schliesslich durch Öffnungen in der Sohlplatte dem Bügelgut zugeführt wird. Dieser langgestreckte und sehr komplizierte Verdampfungsraum muss auch in einem relativ engen Raum, zwischen dem elektrischen Heizkörper und dessen Isolierung. untergebracht werden. Nach vorliegendem Verfahren wird dieser Verdampfungsraum beispielsweise im Spritzgussverfahren hergestellt und ein Unterteil mit allen nötigen Kanälen, die nach oben hin offen sind, gegossen. Dieser Unterteil mit den nach oben offenen Kanälen wird mittels eines Oberteiles, beispielsweise einer ebenen Platte aus Spritzguss oder aus gestanztem Blech, abgedeckt. Nun wird erfindungsgemäss der so entstandene Hohlkörper ähnlich wie ein normaler Gusskern behandelt und in die Gussform der Sohlplatte eingebaut und sodann mit der Gussmasse umgossen. In der Zeichnung ist eine solche, mittels des erfindungsgemässen Verfahrens hergestellte Sohlplatte im Grund- und Aufriss dargestellt : Fig. l zeigt einen senkrechten Schnitt längs der Symmetrieebene n-II der Sohlplatte, wobei der Übersichtlichkeit wegen nur die Sohlplatte allein mit dem Hohlkörper und dem Heizkörper dargestellt <Desc/Clms Page number 2> ist. Fig. 2 zeigt den Grundriss hiezu, wobei der Gusskörper der Sohlplatte längs der horizontalen Ebene I-I geschnitten ist. Der Oberteil des Hohlkörpers ist abgenommen, so dass der Unterteil, mit seinen nach oben offenen Kanälen, in Ansicht von oben sichtbar ist. Es ist 1 die Leichtmetallsohlplatte des Bügeleisens, in die der Verdampfungskanal 2, der durch den unteren Teil 3 und den oberen Teil 4 gebildet wird, eingegossen ist. 5 sind beispielsweise am unteren Teil 3 angegossene Stege, die bis zum oberen Teil 4 reichen und einerseits durch ihre Anordnung den langgestreckten Verdampfungskanal 2 bilden, anderseits zur Versteifung des ebenen Teiles 4 dienen, so dass äussere Kräfte von diesen Stegen 5 aufgenommen werden. 6 ist in bekannter Weise der Wasserzu- fluss vom Wasserbehälter des Bügeleisens her. 7 sind beispielsweise fünf Dampfabflusskanäle, dieinbekannter Weise durch die Sohlplatte 1 zum Bügelgut führen. Der Oberteil 4 des Hohlkörpers ist im vorliegenden Beispiel eine ebene Platte und beispielsweise durch Einbiegen des oberen Randes 8 des Unterteiles 3 mit diesem verbunden. 9 ist der elektrische Heizkörper, der mit der Isolierung 10 umgeben ist und in bekannter Weise in die Sohlplatte eingelegt bzw. eingegossen ist. 11 ist die Stromzuführung zum Heizkörper 9. Die Teile. 3 und 4 könnten auch im Stanzverfahren hergestellt werden und kämen bei Massenfertigung ebenso billig wie bei Herstellung im Spritzguss. Fig. l zeigt deutlich, wie durch vorliegendes Verfahren, infolge des vollkommenen Umgiessens des Durchflusskanales, eine absolute Dichtheit erreicht wird. Insbesondere Fig. 2 zeigt deutlich, wie gut der Raum zwischen dem Heizkörper 9 ausgenützt werden kann, trotzdem ein langer Durchflusskanal unterebracht werden muss.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von engen, langen und vielfach gekrümmten Durchflusskanälen in Gussstücken, vorzugsweise aus Leichtmetall, z. B. für Bügeleisensohlplatten, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchflusskanal aus mindestens zwei dünnwandigen, im Spritzgussverfahren oder im Stanzverfahren hergestellten Teilen (3 und 4) zusammengefügt und dann in einem einzigen Guss nahtlos umgossen wird.
Priority Applications (1)
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| AT206558A AT208529B (de) | 1958-03-21 | 1958-03-21 | Verfahren zur Herstellung von engen, langen und vielfach gekrümmten Durchflußkanälen in Gußstücken |
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1958
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