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Einridltung zur Synchronisierung eines Filmprojektors mit einem selbständigen Tonbandgerit
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Synchronisierung eines Filmprojektors mit einem selbständigen Tonbandgerät durch Steuerung eines im Stromkreis des Projektorantriebsmotors liegenden Regelwiderstandes, der durch eine sich nach der Differenz zwischen den Laufgeschwindigkeiten von Bild- und Tonträger ändernden Regelschleife einstellbar ist.
Bei bekannten Einrichtungen dieser Art wird eines der beiden Bänder, z. B. der Film, in Form einer Schleife geführt, deren Länge durch eine Rolle abgetastet wird. Diese Rolle verstellt einen im Stromkreis des Projektormotors angeordneten Regelwiderstand. Der Film wird der Regelschleife mit einer Geschwindigkeit zugeführt, die der Bildfrequenz des Projektors entspricht. Nach Durchlaufen
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sprechend der Tonbandgeschwindigkeit angetrieben. Die Länge der Regelschleife stellt somit ein Mass für die Differenz der abge. laufenen Längen von Film und Tonband dar.
Der durch die Regelschleife gesteuerte Widerstand bewirkt eine Anpassung der Filmgeschwindigkeit an die Tonbandgeschwindigkeit, so dass Bild- und Tonträger synchron ablaufen.
Die Erfindung betrifft eine Ausgestaltung derartiger Einrichtungen und ist durch die Kombination folgender Merkmale gekennzeichnet : a) die Synchronisiereinrichtung ist direkt am Projektor angeordnet, b) das Tonband ist aus dem Tonbandgerät herausgeführt und bildet die Regel- schleife der Synchronisiereinrichtung, c) die Verbindung zwischen dem Projektor und dem Tonbandgerät ist lediglich durch das Tonband hergestellt, wobei weitere mechanische oder elektrische
Verbindungen vermieden sind.
Gemäss einem bekannten Vorschlag ist eine Synchronisiereinrichtung mit einer Regelschleife am Projektor angeordnet. Bei dieser Konstruktion wird jedoch der Film zur Bildung der Regelschleife herangezogen, wel- che Massnahme erhebliche Nachteile mit sich bringt. Zunächst wird darauf hingewiesen, dass die Steifigkeit des Filmes die Bildung der Schleife erschwert und die Funktions- sicherheit beeinträchtigt. Durch die notwen- dige mehrfache Umlenkung werden die Klebe- stellen im Film sehr hoch beansprucht, so dass es zu einem Riss des Filmes kommen Kann. Ausserdem besteht bei der Verwendung des Filmes zur Bildung der Regelschleife die
Gefahr, dass die sehr empfindliche Schichte beschädigt wird.
Bei dieser Einrichtung wird die Verbindung zwischen den Geräten mittels einer Welle hergestellt, welche einerseits an der Tonrolle des Magnettongerätes und an- derseits an einer Filmtransportrolle für den
Film angeschlossen ist. Derartige mechani- sche Verbindungen geben jedoch vielfach An- lass zu Störungen, auch wenn die Welle als flexible Welle ausgebildet wird.
Im übrigen ist zu bemerken, dass keines der handels- üblichen Tonbandgeräte eine Anschlussmög- lichkeit einer Welle an der Tonrolle auf- weist, so dass die vorgeschlagene Konstruk- tion ein Spezialtonbandgerät voraussetzt.
Ausserdem treten durch die direkte Kupplung der Tonrolle mit der Filmtransportrolle in. folge der Perforation des Filmes im Ton- bandantrieb Schwingungen auf, welche die
Qualität der Tonwiedergabe verschlechtern.
Bei einer andern bekannten Ausführung erfolgt die Regelung des Projektormotors un- ter Verwendung einer Regelschleife im Ton- band, wobei das Synchronisiergerät mit dem
Tonbandgerät konstruktiv vereinigt ist. Das
Tonband ist perforiert und wird zur Bildung der Regelschleife über eine Welle vom Pro- jektor aus angetrieben.
Die bisher bekannten Einrichtungen weisen den Nachteil auf, dass bei ihrer Verwendung nicht nur der Film und das Tonband in die entsprechenden Geräte sowie in das Synchronisiergerät eingelegt werden müssen, son. dem zusätzlich noch eine mechanische und im allgemeinen auch eine elektrische Verbindung zwischen den Geräten erforderlich ist. Ausserdem sind die allgemein üblichen flexiblen Wellen in der Anschaffung teuer sowie mechanisch sehr empfindlich und stör-
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und : Knackgeräusche bemerkbarjektor und mit B das Tonbandgerät bezeich- net.
Der Film 2 wird von der Spule 1 abge- zogen und wird dem optischen System des
Projektors zugeführt. Mit 3 und 4 sind die
Spulen des Tonbandgerätes bezeichnet. Der Antrieb des Tonbandes 6 erfolgt in bekannter Weise durch eine mit gleichbleibender Geschwindigkeit angetriebene Rolle 25 in Richtung des Pfeiles 5. Von der Spule 3 läuft das Tonband ab und wird nach Passieren des Sprech- bzw. Wiedergabekopfes 7 sowie der Synchronisiereinrichtung auf die Spule 4 aufgerollt.
Von der Filmspüle 1 wird nun der Filmstreifen 2 unter Zwischenschaltung einer Umlenkrolle 8 über eine gezahnte Schlepprolle 9 geführt, welche durch den Film in Drehung versetzt wird. Durch die übliche Zahnung 10 der Schlepprolle 9 ist ein schlupffreier Lauf des Filmstreifens 2 über die Schlepprolle 9 gewährleistet. Diese ist durch eine Welle 11 mit einer Rolle 12 verbunden, über welche das Tonband 6 in der Richtung der Pfeile 5 geführt ist. Mit 13 ist eine Umlenkrolle bezeichnet. Die Rolle 14 dient als Anpressrolle und besteht beispielsweise aus Gummi. Sie
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bandes 6 über die Rolle 12. Die Durchmesser der Rollen 9 und 12 sind so gewählt, dass das Durchmesserverhältnis dem Verhältnis zwischen Sollgeschwindigkeit des Filmstreifens 2 und Sollgeschwindigkeit des Tonbandes 6 entspricht.
Das Tonband ist in seiner Laufrichtung hinter dem Sprechkopf 7 und der Antriebsrolle 25 aus dem Tonbandgerät herausgeführt und wird an der Spule 4 aufgerollt.
Zwischen der Antriebsrolle 25 des Tonbandgerätes und der Rolle 12 der Gleichlaufeinrichtung ist das Tonband 6 in einer Schleife 6'über eine Rolle 15 geführt, wobei die Rolle 16 lediglich eine Umlenkrolle darstellt.'
Während die Tonrolle 25 des Tonbandgerätes mit praktisch konstanter Drehzahl umläuft und damit dem Tonband eine gleich-
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des Projektors, mit Änderung der Netzspannung usw. Wird nun die Filmgeschwindigkeit aus einem der oben genannten Gründe kleiner als der Tonbandgeschwindigkeit entspricht, so verlängert sich die Schleife 6'1 des Tonbandes 6. Wird aber die Filmgeschwindigkeit und damit die Geschwindigkeit der Rolle 12 grösser als die durch die Tonrolle 25 gegebene Geschwindigkeit, so verkürzt sich die Schleife 6'.
Die Rolle 15 ist 1 an einer Schwinge 19 angebracht, welche durch eine Feder 17 belastet und an einer Welle M gelagert ist, so dass bei einer Verlängerung bzw. Verkürzung der Tonband-
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PATENTANSPRÜCHE :
1 Einrichtung zur Synchronisierung eines Filmprojektors mit einem selbständigen Tonbandgerät durch Steuerung eines im Stromkreis des Projektorantriebsmotors liegenden Regelwiderstandes, der durch eine sich nach der Differenz zwischen den Laufgeschwindigkeiten von Bild- und Tonträger ändernden Regelschleife einstellbar ist, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale : a) die Synchronisiereinrichtung ist direkt am Projektor angeordnet, b) das Tonband ist aus dem Tonbandgerät herausgeführt und bildet die Regel- schleife der Synchronisiereinrichtung, c) die Verbindung zwischen dem Projektor und dem Tonbandgerät ist lediglich durch das Tonband hergestellt, wobei weitere mechanische oder elektrische
Verbindungen vermieden sind.