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Silostandmelder
Gegenstand der Erfindung ist ein Silostandmelder, bei dem ein in gewünschter Höhe quer durch den
Silo seitlich, das heisst abseits vonderEinfUllöffnung, verlaufendes Seil, das durch eine an einem seiner Enden angreifende Federkraft gespannt gehalten wird, bei BerUhrung mit dem den Schüttgutkegel herabrollenden Schüttgut entgegen der Kraft dieser Feder einem zusätzlichen Zug unterworfen wird, welcher die Betätigung eines einfachen elektrischen Schalters bewirkt.
Bei einem bekannten Niveau-Anzeiger ähnlicher Art dient ein den Bunker durchmessender Balken, welcher an einem seiner Enden durch einen Bolzen drehend gelagert ist und an seinem andern Ende von einem schwebenden Gelenk getragen wird, als Füllstandtaster.
Dieses schwebende Gelenk ist ein Spannungsmass, dessen Verhalten gegen Elektrizität in Abhängigkeit von der Belastung des Balkens variiert. Die Last auf dem Balken wird durch ein elektrisches Anzeigegerät, gespeist von einer Stromquelle und einem vorgeschalteten Widerstand, angezeigt.
Dieser bekannte Niveau-Anzeiger weist etliche Nachteile auf. Die Wirkungsweise erfolgt nur in einer Richtung. Es ist daher nur für ein bestimmtes Material und nicht allseits verwendbar und erfordert eine kostspielige elektrische Einrichtung.
Der erfindungsgemässe Silostandmelder besitzt demgegenüber wesentliche Vorteile. Es ist für jedes Material, ob backendes oder brückenbildendes Schüttgut, zu verwenden, da das den Bunker seitlich durchquerende Drahtseil durch auftretende Kräfte, hervorgerufen durch das den Schuttgutkegel herabrollende Schüttgut, die für den einfachen elektrischen Schalter notwendigen Schaltbewegungen leicht durchführt. Seine Funktion ist unabhängig vom Böschungswinkel des Schüttkegels. Infolge seiner Einfachheit ist er äusserst betriebssicher und sehr wirtschaftlich.
Er findet zur Fernüberwachung des Füllungszustandes von einzelnen Silos, Silogruppen oder Abfülltrichtern Verwendung und erleichtert die Betriebsüberwachung ausgedehnter Anlagen, bei jeder Witterung, Tages-und Jahreszeit und entlastet das Überwachungspersonal. Durch Anbringen von mehreren Meldern in verschiedenen Höhen ist auch die Anzeige des Füllungszustandes in Zwischenstufe möglich. Über die reine Anzeige hinausgehend ermöglichen diese Silostandmelder die Vollautomatisierung einer Silo- oder Förderanlage durch die vom Füllungsgrad abhängige Zu-und Abschaltung der Fördereinrichtung. Sie erhöhen dadurch wesentlich die Rationalität und Betriebssicherheit der Anlage.
Als Schaltorgan wird ein momentan wirkender elektrischer Schnappschalter für Ein-, Aus-oder Umschaltung verwendet, der sichere Kontaktgabe gewährleistet. Die maximale Schaltleistung von 3 A bei 220 V Wechselstrom ermöglicht den direkten Anschluss von Signallampen, Alarmglocken, Sirenen, Hupen u. dgl.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. l zeigt den eigentlichen Silostandmelder mit der Rückzugfeder und dem Schaltorgan. In Fig. 2 ist dessen beispielsweiser Einbau in Verbindung mit einem Anzeigeleuchtbild dargestellt.
Das Drahtseil1 mit seinen Seilklemmen 2 ist einerseits mit dem Federbolzen3 und anderseits mit der Spannschraube 10 in Verbindung. Die durch das Eigengewicht des Drahtseiles 1 und die Federkraft des Schaltorgans 7, welche über den Schaltbolzen 4 auf den Federbolzen 3 übertragen wird, auftretenden Längskräfte werden von der Spiralfeder 5 aufgenommen und ausgeglichen. Die hiefür notwendige Spannkraft ist durch die Federspannmutter 6 einstellbar. Eine Dichtung 8 verhindert den Staubaustritt vom Siloinneren zum Schaltmechanismus. Dieser ist mit der Schutzkappe 9 abgeschlossen. Das Schaltorgan 7 ist jeweils mit der entsprechenden Signallampe auf dem Anzeigeleuchtbild 12 für den oberen Füllstand 13, für den mittleren 14 und für den unteren Füllstand 15 zusammengeschaltet.
Die Netzspannung wird durch den Transformator 16 auf die Betriebsspannung transformiert.