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Registrierende Überwachungsanlage
In der Messtechnik ist es üblich, besonders wichtige Messwerte zu Kontrollzwecken oder zum Nach- weis von Bedienungsfehlern mit aufzeichnenden Messinstrumenten zu registrieren. Man bedient sich hiezu im allgemeinen der bekannten Ein- oder Mehrfarbenschreiber mit fortlaufender Registrierung. Bedürfen die Messwerte darüber hinaus noch einer augenblicklichen Kontrolle, so werden neben derartigen Regi- strierinstrumenten noch Geräte für eine Daueranzeige vorgesehen, da der augenblickliche Wert, insbe- sondere bei Mehrfarbenschreibern, nicht dauernd ablesbar ist. Ein Nachteil dieses Registrierverfahrens besteht darin, dass die Messwerte auch dann registriert werden, wenn ein völlig normaler Betriebsablauf vorliegt, dessen Messwerte bekannt sind.
Soll unter diesen Bedingungen eine Abweichung der Messwerte vom vorgegebenen Sollwert aufgesucht werden, so muss der in einem bestimmten Zeitraum abgelaufene gesamte Registrierstreifen durchgesehen werden, was meist sehr zeitraubend ist.
Ausserdem macht es sich bei der fortlaufenden Registrierung notwendig, den synchronen Ablauf der
Streifen laufend zu überprüfen, was eine tägliche Wartung aller Registrierinstrumente bedingt. Da bei dieser Art der Registrierung ein verhältnismässig hoher Verbrauch an Registrierstreifenpapier auftritt, muss von einer grösseren Vorschubgeschwindigkeit der Registrierstreifen Abstand genommen werden, selbst wenn eine solche an sich wünschenswert wäre.
Gegenstand der Erfindung ist eine registrierende Überwachungsanlage, bei welcher die Registrierung der Messwerte in Zeitperioden, in denen die Messwerte einen vorgegebenen Sollbereich nicht unter-bzw. überschreiten, ausgesetzt ist, unter Verwendung eines oder mehrerer Daueranzeigegeräte für die Mess- werte mit über die Skala einstellbaren oberen und unteren Gebern sowie eines oder mehrerer Registrierinstrumente. Hier treten die geschilderten Nachteile nicht in Erscheinung.
Erfindungsgemäss ist die Anlage dadurch gekennzeichnet, dass den Daueranzeige- und Registrierinstrumenten eine Zeitregistriervorrichtung so zugeordnet ist, dass die Zeitregistriervorrichtung und der Streifenvorschub der Messwertregistrierinstrumente nur dann in Tätigkeit gesetzt werden, wenn die Messwerte den durch die Geber vorgegebenen Sollbereich über-bzw. unterschreiten, und Zeitregistriervorrichtung und Streifenvorschub der Messwertregistrierinstrumente wieder abgestellt werden, wenn die Messwerte den vorgegebenen Sollbereich wieder erreichen.
In der Zeichnung ist das Schema einer Schaltung wiedergegeben, wie sie sich beispielsweise aus der erfindungsgemässen Anlage ergibt.
In diesem Schema ist 1 ein Registrierinstrument, das einen bestimmten Zeitpunkt festzuhalten vermag und das in diesem Fall ein üblicher Einfarbenschreiber ist, 2 ein Synchronmotor, der dieses Registrierinstrument antreibt und dauernd in Betrieb gehalten wird. 3 ist ein Daueranzeigeinstrument, und 4 und 5 sind die Geber (Kontakte), die die untere und obere Sollwertbereichsgrenze an diesem Instrument festlegen. 6 ist ein weiteres Daueranzeigeinstrument mit den Gebern (Kontakten) 7 und 8.9 und10 stel- len zwei Registrierinstrumente dar, mit denen Messwerte registriert werden, die jeweils mit den an den Daueranzeigegeräten angezeigten Messwerten identisch sind bzw. mit diesen in Beziehung stehen, und die von den Synchronmotoren 11 bzw. 12 angetrieben werden.
Tritt beispielsweise eine Abweichung des an dem Daueranzeigegerät 3 angezeigten Messwertes aus dem durch die Kontakte 4 und 5 vorgegebenen Sollwertbereich ein, so wird das Relais 13 in Tätigkeit gesetzt, und die Schalter 14 und 15 werden geschlossen, wobei Schalter 14 den Stromkreis für den Antriebssynchronmotor 11 für das Registrierinstrument 9 und Schalter 15 den Stromkreis, in dem der Trans-
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formator 16 liegt, der den Messstrom für Instrument 1 liefert, schliesst. Hiedurch wird einerseits das Messwerk des Registrierinstrumentes 1 ausgelenkt. Dies hat eine Fixierung des Zeitpunktes zur Folge, bei dem das Abwandern der Messgrösse am Daueranzeigeinstrument 3 aus dem durch die Kontakte 4 und 5 vorgegebenen Sollwertbereich stattfindet.
Anderseits wird mit der Ingangsetzung des Motors 11 am Registrierinstrument 9 der Registriervorgang an diesem Instrument ausgelöst. Wandert der an dem Daueranzeigeinstrument 3 zur Anzeige gelangende Messwert in den durch die Kontakte 4 und 5 vorgegebenen Sollwertbereich zurück, dann fällt das Relais 13 wieder ab, der das Messwerk des Instrumentes 1 auslenkende Strom wird unterbrochen und der Registriervorgang für die Messwerte ausgesetzt, wodurch am Registrierinstrument 1 das Ende der Abweichung aufgezeichnet wird.
In analoger Weise wird der beschriebene Vorgang beim Abweichen des Messwertes am Daueranzeigegerät 6 aus dem durch die Kontakte 7 und 8 vorgegebenen Sollwertbereich ausgelöst. wobei die Registrierung der Messwerte am Instrument 10 durch Schliessen des Schalters 18 und die der Zeit am Instrument 1 durch Schliessen des Schalters 19 erfolgt.