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Elektromechanischer Linienfolger
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Falls ein positives Spannungssignal für die Steuerung der Vorschubgeschwindigkeit der Klemme 23 zugeführt wird, verkleinert es teilweise die negative Vorspannung des Gitters 12. so dass die linke Hälfte der Doppeltriode 11 leitend wird und die Spammngsimpulse 15 sowohl an der Klemme 14, als auch am
Kathodenwiderstand 20 auftreten. Die Impulse am Widerstand 20 besitzen die gleiche Phase wie die Im- pulse an der Klemme 14. Ihre Amplitude ändert sich mit der Grösse des positiven Signales an der Klem- me 23. Hinter dem Kopplungskondensator 25 werden Spannungsimpulse rechteckiger Form erzielt, die gemäss der Richtung der Linie auf der Zeichnung phasenmoduliert und durch das die Vorschubgeschwin- digkeit steuernde Signal amplitudenmoduliert sind.
Die Amplitude der so erzielten Signale 26 kann sich kontinuierlich von Null auf eine bestimmte maximale Grösse'ändern.
Falls der Klemme 24 ein pnsitiver Spannungsimpuls für die Steuerung der Vorschubgeschwindigkeit zugefiihrt wird, werden auf. gleiche Weise hinter dem Kopplungskondensator 25 amplitudenmcdulierte Impulse 26 erzielt, die jedoch von der Klemme 18 stammen und die Rückbewegung des Supportes steuern.
Falls die Klemmen 23 und 24 an die Quelle der Spannungsimpulse für die Steuerung der Geschwindigkeit so geschaltet sind, dass z. B. das positive Signal an der Klemme 23 sich kontinuierlich verkleinert und an der Klemme 24 vergrössert oder umgekehrt, verkleinert sich die Vorschubgeschwindigkeit des Supportes kontinuierlich bis auf Null und wächst weiter in entgegengesetzter Richtung an, immer jedoch entlang der Linie auf der Zeichnung.
Die phasen-und amplitudenmodulierten Impulse 26 hinter dem Kopplungskondensator 25 werden in einem Elektronenröhrenverstärker 27 verstärkt und den elektromechanischen Diskriminatoren 28 und 29 zugeführt. Die zwei elektromechanischen Diskriminatoren wandeln die verstärkten elektrischen Impulse in mechanische Kräfte, wobei einer, z. B. 28, die Bewegung des Kreuzsupportes in einer Achse. z. B. der Achse x, der zweite 29, die Bewegung in der zweiten Achse y steuert.
Die elektromechanischen Diskriminatoren bestehen aus in Reihe geschalteten Zugspulen 4 und Magnetspulen 3, wobei die Magnetspule eines Diskriminators an eine Quelle mit Sinusspannung, die Magnetspule des zweiten Diskriminators an eine Quelle mit Cosinusspannung angeschlossen ist, wie in Fig. 1 angedeutet ist.
Die Ausführung des elektromechanischen Diskriminators ist in Fig. 2 dargestellt. Der Diskriminator besteht aus einem aus Transformatorblechen zusammengesetzten magnetischen Kern l, welcher durch einen Luftspalt 2 unterbrochen ist. Der Kern ist mit einer Magnetspule 3 versehen, welche im Luftspalt 2 einen wechselnden magnetischen Fluss erregt. Im Luftspalt 2 bewegt sich frei in axialer Richtung eine zylindrische Zugspüle 4, die auf einem Träger 10 aufgewickelt ist. Dieser Träger wird mittels Stützen 5 und 7 durch Membranen 6 und 8 getragen, welche es ermöglichen. Axialausschläge der Spule 4 auf die Zugstange 9 zu übertragen.
Die Spule 4 ist an den Ausgang eines Leistungsverstärkers angeschlossen, so dass durch die Spule 4 verstärkte Stromimpulse fliessen. Infolge des magnetischen Flusses im Luftspalt 2 entstehen daraus mechanische Kraftimpulse, welche durch die Zugstange 9 übertragen werden und die auch eine Richtungs-Kraftkomponente enthalten, deren Grösse einerseits der Grösse der Stromimpulse in der Spule 4, anderseits dem Sinus oder Cosinus des Phasenwinkels zwischen den Stromimpulsen in der Spule 4 und dem wechselnden magnetischen Fluss im Luftspalt 2 proportional ist.
Das Entstehen der Richtungs-Kraftkomponente und der durch sie verursachten Ausschläge der Zugstange 9 zeigt ausführlicher die Fig. 3. In der zweiten Zeile ist der sinusförmige Verlauf des magnetischen Flusses im Luftspalt 2 dargestellt. Die dritte Zeile zeigt den Verlauf der Stromimpulse in der Spule 4, welche Impulse dieselbe Frequenz wie der magnetische Fluss im Luftspalt besitzen und welche die Dauer einer halben Periode haben. In der ersten Spalte ist der Fall dargestellt, wenn der positive Stromimpuls während der ganzen positiven Halbperiode des magnetischen Flusses im Luftspalt wirkt, so dass auch die Kraft den Verlauf einer positiven, sinusförmigen Halbwelle besitzt. Während der folgenden Halbperiode fliesst durch die Spule kein Strom und. die Kraft ist gleich Null.
Die Masse der beweglichen Spule und aller mit ihr verbundenen beweglichen Teile erlaubt den Ausschläge nicht genau dem Kraftverlauf zu folgen. Durch ihre Integrationswirkung entsteht jedoch eine Richtungs-Kraftkomponente, welche eine durch einen Pfeil in der ersten Linie dargestellte positive Grösse besitzt.
In der zweiten Spalte ist der Fall dargestellt, dass der Stromimpuls der Phase nach um einen kleinen Winkel gegenüber dem magnetischen, sinusförmigen Fluss nacheilt. Die resultierende Richtungskomponente des Ausschlages hat die gleiche Richtung, ist jedoch kleiner als in der ersten Spalte.
Die dritte Spalte zeigt den Fall, dass der Stromimpuls in der beweglichen Spule der Phase nach um eine Viertelperiode gegenüber dem sinusförmigen magnetischen Fluss im Luftspalt nacheilt, so dass dem entstehenden positiven Kraftimpuls ein gleich grosser negativer Impuls folgt und durch die integrieren-
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de Wirkung der Masse der resultierende Richtungsausschlag gleich Null ist, wie auch durch einen Punkt in der ersten Linie angezeigt ist.
Die angeführten Ausschläge der Zugstange 9 steuern die Bewegung des Kreuzsupportes in einer Richtung, z. B. in der Richtung der x-Achse. Der zweite mechanische Diskriminator besitzt einen um eine Halbperiode gegenüber dem ersten nacheilenden magnetischen Fluss im Luftspalt, wie in der vierten Zeile angeführt ist und die entsprechenden Ausschläge der Zugstange, die in der fünften Zeile angegeben sind, steuern die Bewegung des Kreuzsupportes in der andern Richtung, die senkrecht zur ersten Richtung ist, d. i. in Richtung der y-Achse.
Der Kreuzsupport wird durch Zylinder mit hydraulisch betätigten Kolben in an sich bekannter Art verschoben, wobei der Druck in den Zylindern durch mittels Zugstangen der mechanischen Diskriminatoren 9 (Fig. 2) beherrschte hydraulische Verteiler 30 (Fig. 1) gesteuert wird. Die Geschwindigkeit und die Richtung des Supportvorschtibes sind den Ausschlägen derdüsen 31 und 32 der hydraulischen Verteiler proportional, die wieder auf beschriebene Art durch phasen- und amplitudenmodulierte Impulse gesteuert werden.
Zwecks Erzielung eines besseren Wirkungsgrades bei der Umwandlung der Energie der Impulse im
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