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Federnde Stützrollenvorrichtung für eine Stufenleiter, Plattform od. dgL Aufbau
Es ist üblich, Stufenleitern, Plattformen od. dgl. Aufbau, wie sie in Geschäften, Fabriken, Warenhäusern u. dgl. verwendet werden, mit Rollen oder Rädern zu versehen, um die Bewegung solcher Aufbaue von einer Verwendungsstelle zur andern zu erleichtern.
Die Anordnung von Rollen oder Rädern bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass die Sta- bilität des Aufbaues und damit die Sicherheit vermindert wird, da solche Aufbaue die Neigung haben, unter der Belastung, insbesondere beim Auf und Absteigen des Benützers, sich längs des tragenden Bodens zu verschieben. Um diesen Nachteil zu überwinden, ist bereits vorgeschlagen worden, Stützvorrichtungen am Aufbau vorzusehen, die von Hand aus derart verschiebbar sind, dass die Wirkung der Räder oder Rollen ausgeschaltet wird. Nach einem andern Vorschlage wird der aufgezeigte Nachteil dadurch verhindert, dass die Rollen am Aufbau versohieblbar angeordnet sind, wobei sich der Aufbau unter der Eigenlast am Boden abstützt und zum Verfahren angehoben und gegenüber den Rollen fixiert werden muss.
Bei den geschilderten Ausbildungsformen ist es also notwendig, die Ausschaltung der Wirkung der Rollen bzw. Räder von Hand aus vorzunehmen. Diese Tatsache wird in der Praxis, insbesondere wenn der Verwendungsort des Aufbaues häufig wechselt, als äusserst unangenehm empfunden. Es wurde daher weiters bereits vorgeschlagen, die Stufenleiter, Plattform od. dgl.
Aufbau mindestens in der Nähe einer Rollenbefestigungsstelle mit einem fest angeordneten Stützteil zu versehen und. die Rolle gegen die Wirkung eines Federungselementes verschiebbar vorzusehen, wobei die Dimensionierung der einzelnen Teile so gewählt ist, dass die Stufenleiter, die Plattform oder ein ähnlicher Aufbau unter der Eigenlast mit den Rollen am Boden aufruht, während bei Aufbringung einer entsprechenden Last die Stützrollen sich gegen, die Wirkung ihrer Federungselemente relativ zum Aufbau verschieben und der Stützteil in eine nicht gleitende Auflage mit dem Boden kommt. Die Ausschaltung der Wirkung der Rollen tritt also in diesem Falle völlig automatisch ein.
Die Erfindung hat sich nun zum Ziele gesetzt, solche federnde Stützrollenvorrichtungen für eine Stufenleiter, Plattform od. dgl.
Aufbau, welcher mindestens einen fest angeordneten, nach unten gerichteten Stützteil in der Nähe der Rollenbe- festigungsstelle aufweist, der in eine nicht glei- tende Auflage mit dem Boden kommt, wenn durch die Aufbringung einer entsprechenden Last die Stützrolle gegen die Wirkung eines Federungs- elementes relativ zum Aufbau aufwärts verschoben wird, zu verbessern und so zu gestalten, dass sie für die verschiedensten Aufbaue Verwendung finden können und ihre Funktion jederzeit si- chergestellt ist.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erzielt, dass die Stützrolle von einem Lagerkörper getragen und entgegen der Wirkung des ebenfalls vom Lagerkörper getragenen Federungselementes relativ zum Lagerkörper nach oben verschiebbar ist und dass der Lagerkörper mit der Stützrolle und dem Federungselement in eine am Aufbau fest angeordnete Hülse einfügbar und in dieser befestigbar ist.
Weitere Merkmale der erfindungsgemässen Stützrollenvorrichtung und deren Vorteile ergeben sich aus der folgenden Erläuterung einiger in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele.
In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 einen vertikalen Querschnitt durch eine federvorgespannte Schwenkrollenvorrichtung, die die vorliegende Erfindung enthält, Fig. 2 und 3 Seiten-bzw.
Stirnansichten einer erfindungsgemäss ausgeführten Stufenleiter, Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer andern Ausführungform in Gestalt einer bewegbaren Plattform, die auch erfindungsgemäss ausgeführt ist.
Zuerst wird auf Fig. 1 Bezug genommen. Die im allgemeinen mit 10 bezeichnete Stützradvorrichtung besteht aus einer Schwenkrolle 11, die in üblicher Weise in einem gegabelten Körper 12 gelagert ist. An diesem gegabelten Körper ist ein aufwärts gerichteter Zentrierzapfen 13 befestigt, j der die vertikale Drehachse der Schwenkrolle bildet. Der Zentrierzapfen 13 ist vorzugsweise in einer leicht abnehmbaren Weise, die seine Verdrehung gestattet, beispielsweise mittels eines Federringes 14, der in einer Umfangsnut 15 gela-
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gen : ist, befestigt. ! Die Umfangsnut 15 befindet sich in einer zusammengesetzten Hülse, die durch eine aufwärts gerichtete axiale Bohrung 16 in dem unteren Ende eines zylindrischen Plungers
17 gebildet ist.
Das obere Ende des Zentrierzap- fens 13 hat wie bei 18 gezeigt, üblicherweise iko- nische Form, wodurch die Spitze in Anlage an das Ende der Bohrung 16 kommt, um ein frei verdrehbares Traglager mit niedrigem Reibungswert zu bilden.
Der Kolben 17 ist in seinem Durchmesser, wie bei 19 gezeigt, über den grösseren Teil seiner von dem oberen Ende nach unten gemessenen Länge vermindert und in einem rohrförmigen Lageri körper 20 angeordnet. Dieser hat eine Bohrung
21 von einer Grösse, die bemessen ist, um sowohl einen Schiebe- als auch einen Drehsitz für das untere, einen grösseren Durchmesser aufweisende Ende des Kolbens zu bilden. Das obere Ende die- ser Bohrung ist durch einen nach innen gerichte- ten Flansch 22 eingeschnürt, dessen innerer Rand eine öffnung 23 begrenzt, die zur Schaffung eines verschlehungsfähigen und frei drehbaren
Sitzes für das einen verkleinerten Durchmesser aufweisende Ende 19 des Kolbens 17 geeignet ist.
Eine Schraubendruckfeder 2 umgibt den oberen, den verminderten Durchmesser aufweisenden
Endteil 19 des Kolbens und wird in dem Lager- körper 20 zwischen der Schulter 25 an dem Kol- ben, die an der Verbindungsstelle der Kolben- teile mit verschiedenen Durchmessern ausgebildet ist, und der unteren Fläche des Flansches 22 am oberen Ende des Lagerkörpers gekapselt gehalten.
An der aussenliegenden Oberseite des Flansches
22 ist eine Scheibe 26 zusammen mit einem Splint
27 oder andern Mitteln, wie einer Mutter, vor- gesehen, die an dem obersten und nach aussen ra- genden Ende des Kolbens befestigt sind, um die
Teile in ihrer zusammengesetzten Stellung, wie in der Zeichnung dargestellt, zu halten.
Das unterste Ende des rohrförmigen Lagerkör- pers 20 ist mit einem nach aussen gerichteten Ra- dialflansch 28 versehen, während das obere Ende eines solchen Stützkörpers mit einem AussenSchraubgewinde, wie bei 29 gezeigt, versehen ist.
Eine Befestigungshülse 30 in Form eines kurzen Mefallrohres ist beispielsweise durch Schweissen, wie bei 31 gezeigt, an einem üblichen Teil des Aufbaues befestigt, der abgestützt werden muss, und wie er durch die horizontale rohrförmige Rahmenstrebe 41 gezeigt ist.
Wie später beschrieben werden wird, ist eine derartige Befestigungshülse 30 vorzugsweise an dem abzustützenden Aufbau mit vertikaler Stellung seiner Achse und dicht an einem nach unten ragenden Stütz-Fussstück angeordnet, das entweder aus einem Teil mit dem abzustützenden Aufbau besteht oder starr an diesem befestigt ist.
Der rohrförmige Lagerkörper 20 ist dann zusammen mit seinen zugehörigen Teilen innerhalb einer solchen Befestigungshülse angeordnet, wobei sein unterer Endflansch 28 an das untere En- de der Befestigungshülse anstösst und eine Klemmutter, wie bei 33 gezeigt, auf das mit Gewinde versehene obere Ende 29 des Lagerkörpers aufgebracht wird. Diese Mutter wird fest an das obere Ende der Befestigungshülse angezogen, um dadurch den Lagerkörper sicher in seiner Stellung zu befestigen.
Nun wird auf die Fig. 2 und 3 Bezug genommen. Der abgestützte Aufbau ist als eine bewegbare Stufenleiter-dargestellt, die durch ein rohrförmiges Rahmenwerk 40 mit einem Paar horizontaler unterer Schenkel 41 gebildet ist, welche mit ihren entgegengesetzten Enden nahe an den unteren Enden von vertikalen oder annähernd vertikalen Teilen 42 und 43 an diesen befestigt sind. Die Teile 43 sind gebogen, um je ein Geländer 44, eines auf jeder Seite der Stufenleiter zu bilden, und möglicherweise mit dem oberen Ende des zugeordneten Teiles 42 verbunden.
Schrägverlaufende Rahmenteile 45 an jeder Seite des Aufbaues 40 tragen Stufenflächenteile 46 mit passenden senkrecht vorgesehenen Zwischenräumen.
Die untersten Enden der Teile 42 und 43 sind mit nach unten gerichteten Füssen 44 versehen, üblicherweise in Form von Gummi- oder Faserstoffstöpseln, die in die unteren Enden der rohrförmigen Teile eingesetzt sind ; in der Nähe dieser Füsse sind an passenden Stellen längs der horizontalen Streben 41 Befestigungshülsen 30 vorgesehen, die die Schwenkrollenvorrichtungen 10 der unter Bezugnahme auf Fig. 1 bereits beschriebenen Art tragen. Die Einstellung dieser Schwenkrollenvorrichtungen ist derart, dass die Schwenkrollen jeweils frei um ihre vertikale Befestigungsachse durch einen vollständigen Kreis
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einem Boden, stehen, wenn der Aufbau unbelastet ist.
Unter diesen Bedingungen sind die entsprechenden Füsse 47 gerade von der tragenden Fläche frei, wodurch die Vorrichtung in üblicher : Weise in irgendeiner gewünschten Richtung auf der tragenden Fläche frei verschoben werden kann.
Nach Aufbringung irgend einer beachtlichen Belastung, beispielsweise der einer Person, die auf die unterste Stufe 46 tritt, geben wenigstens die Schwenkrollenteile 11, die mit dem benachbarten Ende des Rahmenwerkes 40 verbunden sind, infolge Zusammendrückung der Stützfedern 24 (Fig. 1) nach, wodurch sich das R ! ah-1 menwerk in bezug zu den Schwenkrollen nach unten bewegt, und dadurch die Füsse 47 mit der tragenden Fläche in Berührung kommen, wie in der Zeichnung gezeigt ist. Unter diesen Bedingungen ist die vorherige Freiheit der Vorrichtung hinsichtlich einer Bewegung auf ihren Stützrollen unterbunden, und eine sichere Benutzung gewährleistet.
Solange wie der Aufbau genügend belastet ist, z. wenn er durch einige Personen
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bestiegen ist, bleiben wenigstens zwei und mögli- cherweise alle Füsse 47 in eine die Belastung tragende Berührung an der tragenden Fläche. Nur wenn die Belastung entfernt ist, indem die Per- sonen von dem Autssbau heruntersteigen, wird die normale Beweglichkeit durch Abheben der Füsse
47 aus der abstützenden Berührung mit der tra- genden Fläche wiederhergestellt.
Fig. 4 zeigt eine abgewandelte Ausführungs- form, die der gemäss den Fig. 2 und 3 grundle- gend ähnlich ist, und die einen langgestreckten
Haupttragrahmen 50 beträchtlicher Grösse auf- weist, auf welchem eine erhöhte Plattform 51 angeordnet ist. Der Zugang zu dieser Plattform geht über die Stufen 52 an einem oder beiden
Enden. Schwenkrollenvorrichtungen 10, die de- nen unter Bezugnahme auf Fig. 1 bereits beschrie- benen ähnlich sind, sind neben jeder der vier unteren Ecken des Rahmens 50 zum Zwecke einer Wirkung vorgesehen, die der bereits in Ver- bindung mit den Fig. 2 und 3 beschriebenen ähnlich ist.
Offensichtlich können verschiedene Albände- rungen vorgenommen werden. So können die starren nach unten gerichteten Bodenstützteile Bodenw1iderlagerteile jeweils als ein getrenntes
Element ausgebildet sein, das an dem Hauptrah- men befestigt wird, oder auch in den gleichen
Befestigungsaufbau wie das mit einer Rolle ver- sehene Stützelement eingebaut sein. Unter eini- gen Umständen kann die Verwendung von Vor- richtungen mit einer Schwenkradwirkung uner- wünscht sein. In diesem Fall kann die Stützrolle durch einen federbelasteten Kolben unmittelbar abgestützt werden, der undrehbar in seinem
Stützkörper vorgesehen sein kann.
Mit der Anordnung, wie in Fig. 1 dargestellt, kann die gesamte federvorgespannte Schwenk- radanordnung leicht im Ganzen zwecks Auswechslung oder einer Reparatur ausgebaut wer- den oder es kann auch auf alle zusammen verzichtet werden, wenn die Erleichterung einer Rollenanordnung nicht erwünscht ist. Eine Einstellung des Ausmasses der Federvorspannung, die an jeder Vorrichtung vorgesehen ist, kann durch Änderung der Innenfeder 24 bewirkt werden.
In einer abgewandelten Aüsführuogsform können Mittel zur Einstellung des Ausmasses einer Vor-Zusammendrückung einer derartigen Feder vorgesehen sein. Die Verwendung einer inneren Feder mit einem festgelegten Wert wird in manchen Fällen bevorzugt, um die Möglichkeit einer unsachgemässen Einstellung oder einer Verfälschung zu verhindern, die sich ergeben kann, wenn getrennte äussere Feder-Einstelleinrichtun- gen besonders vorgesehen sind.
Um die Vorspannung der Feder, die die Rollenvorrichtung trägt, leicht einstellbar zu machen, kann der benach- harte fuss oder ähnliche Teile der mit der tra- genden Fläche in der die Belastung abstützen- den Eingriff kommt, wenn der Aufbau belastet wird, in einer abgewandelten Ausführung in sei- ner vertikalen Stellung bezüglich der tragenden
Fläche selbst einstellfähig gemacht sein, wenn der
Aufbau unbelastet ist.
PATENTANSPRÜOHE :
1. Federnde Stützrollenvorrichtung für eine Stufenleiter, Plattform od. dgl. Aufbau, welcher mindestens einen fest angeordneten, nach unten gerichteten Stützteil in der Nähe der Rollenbefe- stigungsstelle aufweist, der in eine nicht gleiten- de Auflage mit dem Boden kommt, wenn durch die Aufbringung einer entsprechenden Last die
Stützrolle gegen die Wirkung eines Federungs- elementes relativ zum Aufbau aufwärts verscho- ben wird, dadurch gekennzeichnet, dass die
Stützrolle (11) von einem Lagerkörper (20) ge- tragen und entgegen der Wirkung des ebenfalls vom Lagerkörper (20) getragenen Federungsele- mentes (24) relativ zum Lagerkörper nach oben verschiebbar ist und dass der Lagerkörper (20) mit der Stützrolle (11),
und dem Federungsele- ment (24) in eine am Aufbau (40, 50) fest ange- ordnete Hülse (30) einfügbar und in dieser befe- stigbar ist.