AT206186B - Sinterverbundkörper für hohe Temperaturen - Google Patents

Sinterverbundkörper für hohe Temperaturen

Info

Publication number
AT206186B
AT206186B AT676655A AT676655A AT206186B AT 206186 B AT206186 B AT 206186B AT 676655 A AT676655 A AT 676655A AT 676655 A AT676655 A AT 676655A AT 206186 B AT206186 B AT 206186B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
molybdenum
high temperatures
composite body
sintered composite
temperature
Prior art date
Application number
AT676655A
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Dipl Ing Dr Techn Fitzer
Original Assignee
Erich Dipl Ing Dr Techn Fitzer
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Erich Dipl Ing Dr Techn Fitzer filed Critical Erich Dipl Ing Dr Techn Fitzer
Priority to AT676655A priority Critical patent/AT206186B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT206186B publication Critical patent/AT206186B/de

Links

Landscapes

  • Resistance Heating (AREA)
  • Ceramic Products (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Sinterverbundkörper für hohe Temperaturen 
Die Siliziumverbindungen der Übergangsmetalle der   4. - 6.   Gruppe des Periodensystems und vor allem das Molybdändisilizid sind als Werkstoffe für hohe und höchste Temperaturen in oxydierender Atmosphäre mehrfach vorgeschlagen worden. So kann dieses   Disiliid   in Verbindung mit Silizium oder andern Hartstoffen bzw. Oxyden als Sinterwerkstoff verwendet werden oder aber als Schutzschichte auf Molybdänteilen. 



   Die verblüffende Oxydationsbeständigkeit bis 17000 C wird auf die Ausbildung einer   SiO-haltigen   glasartigen Deckschichte beim Glühen an Luft zurückgeführt. Diese Schutzschichte bildet sich unter störendem Abrauchen von Molybdäntrioxyd, welches   z. B.   keramische Ofenbauteile angreift, und es empfiehlt sich deshalb im Falle der Verwendung von Molybdän-Silizium-Legierungen als Heizelement den bei hohen Temperaturen zu verwendenden Werksttickteil schon vor Inbetriebnahme in oxydierender Atmosphäre zwecks Ausbildung der Schutzschichte zu erhitzen. Die Schutzwirkung der Glasschicht soll anderseits   z.

   B.   auch ermöglichen, dass die nach   pulvermetallurgischen Methoden'geformten   Heizleiter nach einer Vorsinterung in reduzierender Atmosphäre bereits in oxydierender Atmosphäre durch direkte Widerstandserhitzung hochgesintert werden können. 



   Es wurde nun gefunden, dass die Ausbildung einer zunderbeständigen Deckschichte nur dann gewährleistet ist, wenn die Oxydation des Molybdänsilizids oberhalb 7000 C stattfindet. Die Zeit bis zur Ausbildung dieser Deckschichte ist abhängig von der Zundertemperatur. Bei 7500 C ist die Deckschichte etwa 
 EMI1.1 
 weise'zur sehr raschen Zerstörung des Molybdändisilizids bei Angriff durch Sauerstoff. So wurden Sinterkörper bei 5500 C im Sauerstoffstrom in wenigen Stunden bis zum vollständigen Zerfall zu graugrünem Pulver zerstört. Die Zerstörung geht anscheinend von den Korngrenzen aus unter Abspaltung von durch Oxyde eingehüllten    oSi2   Metallteilchen. Die Zerstörung wird nicht beeinflusst durch einen höheren Siliziumgehalt, welche Massnahme bekanntlich die Zunderbeständigkeit des Molybdändisilizids bei hohen und höchsten Temperaturen verbessert.

   Dieser unerwartete Angriff des Molybdändisilizids in dem bezeichneten Temperaturbereich tritt in gleicher Weise bei in Wasserstoff- oder in Inertgasatmosphäre hochgesinterten Körpern auf. Er hat zur Folge, dass Werkstücke mit unterschiedlichen Arbeitstemperaturen, z. B. Heizleiter, eben in den Zonen von 350 bis   700    C einen sehr schnellen Zerfall erleiden. So konnte   z. B.   an Heizleitern beobachtet werden, dass sich im Hochtemperaturteil, also zwischen 1400 und   17000   C nach kurzer Zeit eine glasige schöne Deckschichte Åausbildete, während die Temperaturzone zwischen 300 und 7000 C nach etwa 20-50 Stunden einem verstärkten Angriff unterliegt und durch die dadurch bedingte Querschnittsverengung und in der Folge auftretende Überhitzung sehr rasch abbricht. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind nun Sinterverbundkörper für hohe Temperaturen, die aus Molybdän-Silizium-Legierungen bestehen bzw. Molybdändisilizid als zunderfeste Komponente an ihrer mit der oxydierenden Atmosphäre in Berührung kommenden Oberfläche enthalten und mit wenn auch nur begrenzten Teilen Arbeitstemperaturen von 300 bis   7000,   vornehmlich 500 bis 6500. C ausgesetzt sind. Erfindungsgemäss bestehen diese Teile der Sinterverbundkörper in diesen kritischen Temperaturzonen aus   molybdänsilizid & eien   oxydationsbeständigen Werkstoffen, die an dem für höhere Temperaturbeanspruchung, also über   700    C vorgesehenen   molybdansilizidhaltigen   Werkstück angeschweisst sind. 



   Als Beispiel für eine derartige Kombination eines Hochtemperatur-Molybdänsilizidteils mit einem angeschweissten, bei tieferer Temperatur oxydationsbeständigen Metall- oder Hartstoffteil können folgende 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 bewährte Anordnungen an Heizelementen gegeben werden. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht nur auf Heizelemente beschränkt, sondern sinngemäss auf sämtliche hochwarmfeste und bei hoher Temperatur beanspruchte Konstruktionsteile anwendbar. Es werden Beispiele aus der Heizleiteranwendung gegeben, weil in diesem Fall die metallische Verbindung der Schweissstelle durch laufende Messung des Widerstandes kontrolliert werden kann. Für nicht stromleitende Konstruktionsteile ist jedoch die Verbindungsstelle in bezug auf den Wärmedurchgang von gleicher entscheidender Bedeutung. 



   Beispiel 1 : Ein Heizleiter, welcher aus einem Molybdändraht mit   Molybdandisilizidoberfläche   besteht, hat beiderseits in der Temperaturzone von 500 bis 7500 C Metallteile angeschweisst, welche aus Silber mit 5% Silizium bestehen. Die Fortsetzung dieser Kontakte zum kalten Kupferanschlussteil bildet ein bekannter ferritischer Chromstahl. Nach 500 Stunden bei Betriebstemperaturen von 11000 C hat sich der Widerstand der beschriebenen Anordnung nicht verändert. 



   Beispiel 2 : Ein Heizelement, welches durchgehend aus Molybdändisilizid besteht, hat an beiden verdickten Anschlussenden Titandisilizidteile derartig angeschmolzen, dass die Temperatur des auf 17000 C erhitzten Heizteiles derartig gegen die Anschlussenden abfällt, dass die Übergangszone vom Molybdändisilizid zum angeschmolzenen Titansilizid bei etwa 900-10000 C liegt. Der Temperaturverlauf 
 EMI2.1 
 trieb derartiger kombinierter Werkstücke mit direktem Stromdurchgang bei 17000 C Heizleitertemperatur hat nach 2500stündiger Oxydation noch keine Widerstandsänderung ergeben, wodurch der innige Kontakt zwischen angeschmolzenem Verlängerungsteil aus dem   oxydationsbestÅandigen   Werkstoff zum Molybdänsilizidheizleiter ersichtlich ist. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Sinterverbundkörper für hohe. Temperaturen, die aus   Molybdän-Silizium-Legierungen   bestehen bzw. Molybdändisilizid als zunderfeste Komponente zumindest an ihrer mit der oxydierenden Atmosphäre in Berührung kommenden Oberfläche enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass diejenigen Teile des Verbundkörpers, die ständigen Arbeitstemperaturen von 300 bis 7000 C, vornehmlich 500 bis 6500 C ausgesetzt sind, aus molybdänsilizidfreien, oxydationsbeständigen Werkstoffen bestehen, und an dem für höhere Temperaturbeanspruchung, also über 7000 C, vorgesehenen molybdÅansilizidhaltigen Werkstück angeschweisst sind.

Claims (1)

  1. 2. Körper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Silber als oxydationsbeständiger Werkstoff verwendet wird.
    3. Körper nach Anspruch 2,'dadurch gekennzeichnet, dass das Silber sauerstoffaffine Legierungselemente, wie z. B. Silizium, enthält. EMI2.2 tionsbeständige Werkstoffe verwendet werden.
    5. Körper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Titandisilizid als oxydationsbeständiger Werkstoff verwendet wird.
AT676655A 1954-09-18 1954-09-18 Sinterverbundkörper für hohe Temperaturen AT206186B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT676655A AT206186B (de) 1954-09-18 1954-09-18 Sinterverbundkörper für hohe Temperaturen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT676655A AT206186B (de) 1954-09-18 1954-09-18 Sinterverbundkörper für hohe Temperaturen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT206186B true AT206186B (de) 1959-11-10

Family

ID=3589541

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT676655A AT206186B (de) 1954-09-18 1954-09-18 Sinterverbundkörper für hohe Temperaturen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT206186B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2945772A2 (de) Lötlegierungen
DE1608211A1 (de) Elektrisches Kontaktmaterial
AT206186B (de) Sinterverbundkörper für hohe Temperaturen
DE2039063B2 (de) Vakuumschalter
EP0884397B1 (de) Verwendung einer Molybdän und/oder Wolfram Legierung für Bauteilen, die mit Glas- und/oder Keramikschmelzen in Berührung kommen
DE807416C (de) Elektrischer Kontaktwerkstoff und Verfahren zu Seiner Herstellung
AT229595B (de) Werkstücke für hohe Temperaturen
DE456343C (de) Drei- und Mehrstofflegierungen des Aluminiums
DE1080313B (de) Molybdaendisilizid enthaltende Werkstuecke fuer hohe Temperaturen, insbesondere elektrisches Heizelement
DE1283636B (de) Verfahren zur Herstellung einer Platindiffusionsschicht auf bzw. in Eisenoberflaechen
US2218073A (en) Alloy, particularly adapted for electrical purposes
DE895608C (de) Verfahren zum Erzeugen eines fuer Bauteile und Geraete hoher Festigkeit geeigneten Werkstoffes
AT222389B (de) Nickellegierungen für Thermoelemente
DE1139281B (de) Verbundwerkstoff fuer elektrische Kontakte
DE2016817B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Oxidelektroden für MHD-Stromgeneratoren
DE1290723B (de) Verwendung eines Zirkoniumoxydhaltigen Werkstoffs auf Widerstandsfaehigkeit gegen oxydische Schmelzen bei hohen Widerstandfaehigkeit gegen oxydische Schmelzen bei hohen Temperaturen, insbesondere gegen Glasschmelzen
DE862652C (de) Elektrischer Glasschmelzofen
DE2164738C2 (de) Verfahren zur Nachbehandlung metallkeramischer Formkörper
AT132371B (de) Verfahren zur Gewinnung sauerstoffreien Wolframs bzw. sauerstoffreier Wolframthoriumlegierungen.
AT251900B (de) Warmfester Werkstoff mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen Metallschmelzen, insbesondere Eisen- und Stahlschmelzen
DE1465389A1 (de) Thermistor
AT22594B (de) Thermo-Element.
DE903464C (de) Abaenderung des Verfahrens zur Herstellung von Formkoerpern durch Sintern und Pressen von Mischungen aus feinverteiltem Eisen mit untergeordneten Mengen von feinverteilten Metall-Sauerstoff-Verbindungen
CH450815A (de) Verwendung einer Legierung eines Platinmetalls als Werkstoff für die Herstellung von Zündkerzenelektroden
DE733864C (de) Verfahren zum Herstellen von Verbundkoerpern aus hoch- und niedrigerschmelzenden Metallen