AT206065B - Stromverbraucheranlage - Google Patents

Stromverbraucheranlage

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AT206065B
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AT372358A
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Licentia Gmbh
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P5/00Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors
    • H02P5/74Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors controlling two or more AC dynamo-electric motors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description


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  Stromverbraucheranlage 
Bei gewissen Stromverbraucheranlagen kommt es darauf an, in jedem Falle eine Betriebsunterbrechung, die durch eine Abschaltung infolge Überlastung oder Kurzschluss von elektrischen Geräten bedingt sein kann, zu verhindern. Beispielsweise können bei der plötzlichen Abschaltung des gesamten Mehrmotorenantriebes eines Tandemkaltwalzwerkes durch die hohen Walzgeschwindigkeiten bei einer Doppelung des Walzgutes in einem Walzspalt ganz erhebliche Schäden, insbesondere   Walzenbrüche,   auftreten. 



   Es ist bereits bekannt, bei sammelschienengespeisten Mehrmotorenantrieben, bei denen die Sammelschienenspannung für die Anker der Einzelantriebe von Stromrichtern erzeugt wird, mehrere parallel geschaltet Stromrichter einzusetzen, um bei Ausfall eines Stromrichters Betriebsunterbrechungen zu vermeiden. Es können jedoch bei den in Hüttenwerken vorhandenen leistungsstarken Netzen bei einem Kurzschluss in kürzester Zeit derartige Kurzschlussströme auftreten, dass neben der betreffenden Transformator-, Stromrichter-oder Motorschutzeinrichtung auch die übergeordneten Schutzeinrichtungen anspre-   chen,   so dass die gesamte Anlage ausfüllt. 



   Die Erfindung bei. rifft nun eine Stromverbraucheranlage, bei der jeder einzelne Stromverbraucher aus mehreren parallel geschalteten Spannungsquellen gespeist wird, die je für sich eigene Schutzeinrichtungen haben. Das Kennzeichen besteht darin, dass die für die gesamte Stromverbraucheranlage gemeinsame Einspeisung und bzw. oder Schutzeinrichtung derart aufgeteilt ist, dass einzelnen parallel geschalteten Spannungsquellen eines Stromverbrauchers voneinander unabhängige Einspeisungen und bzw. oder Schutzeinrichtungen zugeordnet werden   können. Die Aufteilung   ist derart vorgenommen, dass die überge-   ordneten Einspeisungen   und bzw. oder Schutzeinrichtungen untereinander in etwa die gleiche Strombelastung führen.

   Dadurch wird erreicht, dass bei Ausfall einet bestimmten Spannungsquelle der jeweilige mitbetroffene Stromverbraucher weiter gespeist werden kann. 



   Die Figur dient zur Erläuterung des Gegenstandes der Erfindung. Die Gleichstrom-Nebenschlussmotoren 4,6, 8 und 10 stellen die Einzelantriebe   des. Mehrmotorenantriebes, beispielsweise   den Mehrmotorenmtrieb   eines T andemkaltwalzwerkes dar. Der Motor 4 treibt das Walzgerüst 5 und der Motor 6 das Walz-     gerüst   7 an. Die Motoren 8 und 10 bilden einen sogenannten Zwillingsantrieb, wobei der Motor 8 die Oberwalze 9 und der Motor 10 die Unterwalze 11 antreibt. Die Einspeisung ist in drei Teile aufgeteilt und besteht aus den Schutzschaltern 1, 2 und 3. Der Schutzschalter 1 speist die Sammelschiene 100, der Schutzschalter 2 die Sammelschiene 200 und der Schutzschalter 3 die Sammelschiene 300. Die Motoren werden über mehrere, parallel geschaltete   Stromrichteranlagen   gespeist.

   Die Stromrichteranlagen enthalten als wesentliche Teile den Schutzschalter 13, den Transformator 14, das Gefäss 15 und die Glättungs-   drossel 16. der   Übersichtlichkeit halber wurden in das Prinzipschaltbild weitere Stromrichter- und Motorschutzeinrichtungen nicht aufgenommen. Man erkennt, dass beispielsweise bei Ausfall des Schalters 1 und damit der Sammelschienengruppe 100 weiterhin ein Betreiben des Mehrmotorenantriebes möglich ist. Die verbleibenden Anlagenteile gestatten eine geordnete Beendigung begonnener Arbeitsvorgänge.

   Die Beendigung derselben kann, ohne dass es zur Notabschaltung der gesamten Anlage und den damit verbundenen Folgen kommt, gegebenenfalls selbsttätig eingeleitet werden, wobei die verbleibenden Stromversorgungsanlagen unter annähernd zeitlinearer Herabsetzung der Walzgeschwindigkeit durch die kinetischen Energien der umlaufenden Teile entlastet werden. Ausserdem kann nach Beseitigung der Störung, beispielsweise einer   StrornrichterrückzünÏung   während desWalzbetriebes eine vorzugsweise einmalige Wiederein- 

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 schaltung vorgenommen werden. Darüberhinaus können durch die Aufteilung der Einspeisung in drei Teile-wie in der Figur als Beispiel angenommen-die Kabelquerschnitte veiner gewählt werden, so dass ein eventuell auftretender Kurzschlussstrom stärker gedämpft wird. 



     Gemäss   einer Weiterbildung der Erfindung kann auf die den einzelnen Spannungsquellen unmittelbar vorgeordneten Schutzschalter verzichtet werden, wenn an deren Stelle   Überlastmesseinrichtungen trcten,   die bei Überlast die Auslösung des jeweils übergeordneten Einspeisungsschalters bewirken. 



   In der beispielsweise dargestellten Figur tritt dann an Stelle des   Transformstor-Schutzschalters 13   eine Stromwandleranordnung in Verbindung mit einem Auslöserelais, die bei Überstrom im Primärkreis des Transformators 14 die Auslösung des Einspeisungsschalters 1 bewirkt. Entsprechendes gilt für die übrigen in der Figur dargestellten Transformatorschutzschalter. 



   Durch die Erfindung tritt neben den bereits geschilderten Vorteilen eine erhebliche Einsparung ein, denn vorwiegend in Hüttenwerken müssen die Transformator-Schutzschalter wegen des erforderlichen Abschaltvermögens erheblich überdimensioniert werden und wären ausserdem als Hochspannungsschalter sehr aufwendig. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Stromverbraucheranlage, bei der jeder einzelne Stromverbraucher aus mehreren parallel geschalteten Spannungsquellen gespeist wird, die je für sich eigene Schutzeinrichtungen haben, dadurch gekennzeichnet, dass die für die gesamte Stromverbraucheranlage gemeinsame Einspeisung und bzw. oder Schutzeinrichtung derart aufgeteilt ist, dass einzelnen parallel geschalteten Spannungsquellen eines Stromverbrauchers voneinander unabhängige Einspeisungen und bzw. oder Schutzeinrichtungen zugeordnet werden können und dass die Aufteilung derart vorgenommen ist, dass die übergeordneten Einspeisungen und bzw. oder Schutzeinrichtungen (1,2, 3) untereinander in etwa die gleiche Strombelastung führen.

Claims (1)

  1. 2. Stromverbraucheranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Mehrmotorenantrieb, insbesondere ein Tandemkaltwalzwerk ist, dessen Gleichstrom-Einzelantriebe im Anker über Stromrichter gespeist werden (vgl. Figur).
    3. Stromverbraucheranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den einzelnen Spannungsquellen eines Stromverbrauchers lediglich Überlastmesseinrichtungen, vorzugweise Stromwandler in Verbindung mit Auslöserrelais, zugeordnet sind, und dass diese bei Überlast die Auslösung des jeweils übergeordneten Einspeisungsschalters bewirken.
AT372358A 1957-06-07 1958-05-27 Stromverbraucheranlage AT206065B (de)

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