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Abscheider für brennbare Flüssigkeiten
Die Erfindung bezieht sich auf einen Abscheider für brennbare Flüssigkeiten, die mit Wasser nicht mischbar sind, wie z. B. Benzin, Benzol, Petroleum, öle od. dgl. Die bisher bekannten Abscheider sind mit einer einen Abscheideraum in einen Vorraum und einen Trennraum unterteilenden, mit Durchbrechungen versehenen Trennwand, gegebenenfalls mit einer zweiten, mit DurchflussöfLFnungen versehenen und einen Speicherraum vom Abscheideraum abteilenden Trennwand versehen. Es ist, insbes. aus der deutschen Patentschrift Nr. 251787, bekannt, bei einem Abscheider für Abwässer in einem mittleren kreisför- migen Schacht vertikal liegende, schlitzartige Durchbrechungen für das Abwasser anzuordnen.
Die Erfindung bezweckt, einen Abscheider für brennbare Flüssigkeiten zu schaffen, dessen Wirkungsweise gegenüber den bekannten Abscheidern verbessert ist und der es ermöglicht, den Anteil an brennbaren Flüssigkeiten zuverlässig auf ein Mindestmass herabzusetzen. Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, dass, in Strömungsrichtung der Flüssigkeit gesehen, hinter den Durchbrechungen und unmittelbar an diese anschliessend im wesentlichen lotrechte Leitelemente, z. B. vertikale Latten oder vertikale Rippen einer Wellasbestzementplatte angeordnet sind.
Durch diese Leitelemente hinter den Durchbre- chungen werden die Abwässer zu Wirbelbildungen veranlasst, wodurch die Abtrennung der spezifisch leichteren brennbaren Flüssigkeiten gefördert wird, so dass es sogar möglich ist, emulgierten Olschaum abzuscheiden.
Vorteilhafterweise werden die Durchbrechungen so zahlreich wie möglich angeordnet, was nach einer Ausführungsform der Erfindung z. B. dadurch erreicht wird, dass die Trennwand als aus sich kreuzenden Latten bestehender Lattenrost ausgebildet ist, wobei auf der Seite der Zulaufleitung waagrechte Verteilungslatten und auf der der Zulaufleitung abgekehrten Seite lotrechte Leitlatten angeordnet sind.
Dieser Lattenrost kann aus Holz, Metall, Beton, Stahlbeton, Asbestzement, gebranntem Ton (bewehrt, evtl. als Staussziegelgewebe oder unbewehrt) oder Kunststoffen gebildet sein. Der Lattenrost hat die Wirkung, dass die durch den Lattenrost durchfliessende Flüssigkeit unmittelbar da- hinter, ausgehend von den hinteren lotrechten Kanten der lotrechten Leitlatten Flüssigkeitswal-
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rotieren. Dadurch entsteht Reibung an den lotrechten Leitlatten, welche Reibung die mit Wasser nicht mischbaren, spezifisch leichteren Flüssigkeiten zum Hochsteigen veranlasst.
Es wird durch den Lattenrost daher eine vollständigere Trennung dieser Flüssigkeiten erreicht, als dies mit einer Trennwand bekannter Art möglich wäre.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnung näher erläutert, welche drei beispielsweise Ausfuhrungsformen des erfindungsgemässen Abscheiders schematisch veranschaulicht. Es zeigt : Fig. 1 im Grundriss einen kreisrunden Abscheider, Fig. 2 einen Längsschnitt durch diesen Abscheider nach der Linie Il-Il der Fig. 1, Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie III-III der Fig. 1 und Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1, Fig. 5 im Grundriss einen rechteckigen Abscheider, Fig.
6 einen Mittelschnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5 und Fig. 7 einen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform eines Abscheiders.
Die in den Fig. 1-4 dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemässen Abscheiders besteht aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton. Jedoch kann dieselbe Ausführungsform auch aus Gusseisen oder jedem andern geeigneten Material erstellt werden. Ein Abscheideraum 1 ist durch einen Lattenrost 2 in einen Vorraum 3 und in einen Trennraum 4 geteilt. Der Abscheideraum selbst ist vom Speicherraum 5 durch eine Trennwand 6 getrennt. In den Vorraum 3 mündet eine Zulaufleitung 15 und aus dem Speicherraum 5 führt eine Ablaufleitung 17 nach aussen.
Der Lattenrost ist derart ausgebildet, dass waagrechte Verteilungslatten 7 auf der Seite des Vor-
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Seite des Trennraumes 4, also in der Fliessrichtung gesehen, hinter den Verteilungslatten 7 angeordnet sind. Dies hat den Vorteil, dass sich um lotrechte Achsen rotierende Flüssigkeitswalzen 9 bilden, die durch die schon weiter entfernt liegenden Verteilungslatten 7 nicht gestört werden, da hinter jeder Verteilungslatte 7 die Zuflussgeschwin- digkeit zur Flüssigkeitswalze 9 kleiner wird als zwischen den Verteilungslatten 7.
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Eine weitere zusätzliche Verbesserung der Trennwirkung des Lattenrostes 2 wird erreicht. wenn nach der Erfindung die lichten Abstände 10 der lotrechten Leitlatten 8 schmäler gewählt werden als die Breite der Leitlatten und wenn ferner diese lichten Abstände 70 in Bereichen grösserer Strömungsgeschwindigkeit kleiner sind, als in Bereichen geringerer Strömungsgeschwindigkeit.
Die Befestigung des Lattenrostes 2 kann in Nuten 11 auf der inneren Seite der Aussenwand 12 des Abscheiders erfolgen, wie dies in Fig. l oben dargestellt ist. Um die Aussenwände nicht zu schwächen, kann, wie in Fig. 1 unten veranschaulicht, die Befestigung auch in entsprechenden Verstärkungen 13 dieser Aussenwände 12 erfolgen.
Die Wirkungsweise des Abscheiders kann verbessert werden, indem die Höhe der Trennwand 6 und der Querschnitt der Durchflussöffnungen 18 so bemessen sind, dass ein Überfluten der Trennwand 6 erst bei einer Durchflussleistung von etwa 2/3 der maximalen Durchflussleistung eintritt.
Dies hat den Vorteil, dass die auf der Ober-
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von brenbaren Flüssigkeiten erst bei grösseren als bei den angegebenen charakteristischen Durchflussleistungen über die Trennwand 6 in den Speicherraum 5 hinübergetrieben wird und dort normalerweise immer festgehalten bleibt, da die Strömungsenergie der durchfliessenden Abwässer ein Zurückfliessen der im Speicherraum festgehalte-
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Um den Durchflussweg zwischen dem Einmün- dungsstutzen der Zulaufleitung 15 und der Ein- lass öffnung 16 eines Steigrohres der Ablaufleitung 17 möglichst lang zu gestalten, sind in der Trennwand 6 Durchlassöffnungen 18 an der der Ein- lassöffnung 16 des Steigrohres entgegengesetzten Seite des Speicherraumes 5,
ferner die Einlassöffnung 16 in das Steigrohr auf der der Strömung abgewandten Seite des Steigrohres angeordnet.
Die Befestigung der Trennwand 6 kann in Nuten 19 auf der inneren Seite der Aussenwand 12 des Abscheiders erfolgen (Fig. l oben) oder auch in entsprechenden Verstärkungen 20 dieser Aussenwände 12 (Fig. 1 unten).
Bei der in den Fig. 5-6 dargestellten Ausführungsform ist die in dem Abscheideraum angeordnete Trennwand durch einen gewellten, vielfach gelochten Körper 14 z. B. aus Asbestzement gebildet, wobei die Erzeugenden der Wellen lotrecht verlaufen und die Löcher in den der Zu- laufleitung näher liegenden Wellen angeordnet sind. Dieser Abscheider besitzt eine prismatische Form.
Die in den Fig. 1-4 dargestellte Trennwand 6 und damit die Abteilung eines besonderen Speicherraumes entfällt bei der Ausführungsform nach den Fig. 5-6. Es steht daher der Gesamtquerschnitt des Abscheideraumes als Speicherraum 5 zur Verfügung.
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Ausführungsformen denkbar, z. B. eine Ausführungsform mit einem Lattenrost 2 und einer Trennwand 6, jedoch mit Durchflussöffnungen 18 von solcher Grösse, dass die Trennwand 6 nie überflutet werden kann. Bei dieser in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform sammeln sich die ab-
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Weisetet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abscheider für brennbare Flüssigkeiten mit einer einen Abscheideraum in einen Vorraum und einen Trennraum unterteilenden, mit Durchbre-
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einer zweiten, mit Durchflussöffnungen versetnen und einen Speicherraum vom Abscheideraum abteilenden Trennwand, dadurch gekennzeichnet,
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diese anschliessend im wesentlichen lotrechte Leitelemente, z. B. vertikale Latten oder vertikale Rippen einer We11asbestzementplatte angeordnet sind.