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Spielfreier Ventilantrieb
Die Erfindung bezieht sich auf einen spielfreien Ventilantrieb über Stossstangen und Kipphebel, insbesondere für hängend angeordnete Ventile von Brennkraftmaschinen. Es liegt ihr die Aufgabe zugrunde, mit einfachsten Mitteln einen vöNigen Ausgleich den, z .B. infolge Wärmeausdehnungen im Ventiltrieb, auftretenden Län- genänderungen herbeizuführen, ohne. die hin-und hergehenden Massen des Ventilantricbes zu vergrössern.
Bekannt ist es, die Stössel oder Stossstangen mit hydraulischen oder mechanischen Einrichtungen zum Ausgleich des Ventilspiels zu versehen, deren selbsttätige Längenverstellung das Ventil- spiel ausgleicht. Neben der bei hochdrehenden Motoren ungünstigen Vergrösserung der hin-und hergehenden Massen, haben diese Einrichtungen vielfach auch den Nachteil eines komplizierten und damit in der Herstellung teueren Aufbaues.
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eine möglichst gedrungene,Ventilen zu erzielen, ist es bekannt, die Stoss- stangen schräg zur Kipphebelachse zu stellen.
Bei einer bekannten Anordnung mit sohrägstehenden Stossstangen werden die sich im Betrieb ergebenden Längenänderungen des Ventiltriebs dadurch aufgenommen, dass am Ventilstössel eine Drehscheibe in. einer Ebene senkrecht zur Stösselachse drehbar gelagert ist, die bei Erwärmung des Motors infolge Ausdehnung der exzentrisch an der Drehscheibe angreifenden Stossstange gegen die Wirkung einer Feder verdreht wird, so dass sich der Neigungswinkel der Stossstange entspre- chend ändert. Diese Anordnung hat. den grossen Nachteil, da# durch die Drehscheibe und die ihr zugeordnete Feder die hin-und hergehenden Massen des Ventiltriebs wesentlich vergrössert werden.
Auf Grund der zusätzlichen Teile und der erforderlichen'genauen Führung der Drehscheibe auf dem Stössel ist diese Konstruktion ausserdem auch verhältnismä#ig kostspielig.
Ferner ist es bekannt, zur Einstellung unter- schiedlicher Steuerzeiten des Einlassventils für den Anlassvorgang und den normalen Gang einer Brennkraftmaschine den Kipphebel mit zwei verschieden hohen Druckflächen zu versehen, die wahlweise von Hand durch Verschieben de : Kipphebels auf seiner Drehachse entgegen einet Federkraft mit, oom Ventilschaft in Eingriff gebracht werden können.
Dabei steht die Stossstange zumindest in einer Stellung um ein gerin-
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Diese Nachteile werden bei einem Ventilan- trieb über Stossstange und Kipphebel, insbeson- dere für hängend angeordnete Ventile von Brenn- kraftmaschinen, bei welchem die Sto#stange in der parallel zur Kipphebelachse durch die Stossstangenachse gelegten Ebene in einem von 90 abweichenden Winkel zu einer, zur Kipphebelachse parallelen Linie steht und Längenänderungen im Ventiltrieb durch Änderung der Neigung der Stossstange mittels Federkraft selbsttätig ausgeglichen werden erfindungsgemä# beseitigt, in- d.
em dar'in an sich bekannter Weise axial verschiebbar gelagerte Kipphebel durch eine Feder im Sinne des Aufrichtens der mit, dem Kipphebel in kraftschlüssigem Eingriff stehenden Stossstange axial bewegbar ist, wobei der von 90"abweichen- de Lagewinkel der Stossstange etwa 5-150 beträgt.
Bei Längenänderung im Ventiltrieb wird durch eine kleine Verschiebung des Kipphebels in Rich- tung seinsr Drehachse die Winkelstellung der Stossstange verändert und damit die Längenänderung durch Vergrösserung oder Verkleinerung des in bezug auf die Kipphebeldrehachse senkrechten Abstandes der Sto#stangenendpunkte ausgeglichen. Die bin- und hergehenden Massen des Ventilantriebs erfahren bei der erfindungsgemä- ssen Einrichtung keine Vergrö#erung. Auch der Aufbau desselben bleibt sehr einfach; die Erfindung kann bei gegebenen Motoren mit entsprechender Stossstangenneigung auch nachträglich verwendet werden.
In Ausführung des Erfindungsgedankens wird weiter vorgeschlagen, zur Lagerung der Kipphebel in, an sich bekannter Weise Rollen oder Nadeln vorzusehen, die gegebenenfalls in einem Lagerteil, z. B. auf der feststehenden Kippbsbella- gerachse, axial unverschiebbar geführt sein können.
Es können jedoch auch Lagerbüchsen vorgese-
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hen werden, die auf der Kipphebellagerachse drehbeweglich und axial unverschiebbar angeordnet sind und auf denen der Kipphebel gegen Federkraft längsverschiebbar, jedoch unverdrehbar ist oder umgekehrt.
Durch diese Lagerung wird ermöglicht, dass bei
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damit ein dauerndes Wandern der Kipphebel auf ihrer Lagerung vermieden wird. Bei der Rollenoder Nadellagerung findet beim Abrollen der Wälzkörper kein Gleiten statt und somit bleibt die Reibungshaftung aufrechterhalten. Bei der vorgeschlagenen Gleitlagerung der Kipphebel mit Lagerbüchsen ist die Lagerung in Drehrichtung von der in Verschieberichtung getrennt. Für die Drehbewegung und für die Verschiebebewegung der Kipphebel sind jeweils besondere Lagerungen vorgesehen, so dass während der Drehbewegungen in
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bleibt.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels dargestellt, u. zw. zeigt die Figur einen rollengelagerten Kipphebel im Teilschnitt.
In gehäusefesten Lagerungen 1 ist die Kipphebelachse 2 befestigt. Der Kipphebel 3 ist über Rollen 4 auf der Achse 2 drehbar gelagert und gegen die Wirkung, der Schraubenfeder 5 in Achsrichtung verschiebbar. Gegen den Arm 6 des Kipphebels 3 stützt sich der Ventilschaft 7 ab, der Arm 8 des Kipphebels steht z. B. über eine Einstellschraube 8'mit der Stossstange 9 in Kraftschluss.
Die Wirkungsweise des spielfreien Ventilantriebs ist folgende :
Der Ventilantrieb wird mittels der Einstellschraube 'soeingestellt, dass die Nabe 3'des Kipphebels 3 an ihren beiden Stirnseiten ein ge- wisses Spiel zu den Lagerungen 1 bzw. dem Distanzstück 10 hat. Die Feder 5 schiebt dabe den Kipphebel 3 in axialer Richtung und hält durch Aufrichten der schrägstehenden Stossstange 9 den gesamten Ventiltrieb kraftschlüssig und spielfrei. Durch Erwärmung oder Abkühlung des Motors hervorgerufene Längendifferenzen werden durch axiale Verschiebung des Kipphebels 3 auf seiner Lagerung wieder ausgeglichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Spielfreier Ventilantrieb über Stossstange und Kipphebel, insbesondere für hängend angeordnete Ventile von Brennkraftmaschinen, be ; welchem die Stossstange in der parallel zur Kipphebelachse durch die Stossstangenachse gelegten Ebene in einem, von 900 abweichenden Winkel zu einer, zur Kipphebelachse parallelen Linie
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durchÄnderung der Neigung der Stossstange mittels Federkraft selbsttätig ausgeglichen werden, dadurch gekennzeichnet, dass der in an sich bekannter Weise axial verschiebbar gelagerte Kipphebel (3 J durch eine Feder (5) im Sinne des Aufrichtens der mit dem Kipphebel (3) in kraftschlüssigem Eingriff stehenden Stossstange (9) axial bewegbar ist, wobei der von 900 abweichende Lagewinkel der Stossstange etwa 5-150 beträgt.