DE2604028C2 - Kreiskolbenmaschine - Google Patents
KreiskolbenmaschineInfo
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- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01C—ROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
- F01C1/00—Rotary-piston machines or engines
- F01C1/30—Rotary-piston machines or engines having the characteristics covered by two or more groups F01C1/02, F01C1/08, F01C1/22, F01C1/24 or having the characteristics covered by one of these groups together with some other type of movement between co-operating members
- F01C1/32—Rotary-piston machines or engines having the characteristics covered by two or more groups F01C1/02, F01C1/08, F01C1/22, F01C1/24 or having the characteristics covered by one of these groups together with some other type of movement between co-operating members having both the movement defined in group F01C1/02 and relative reciprocation between the co-operating members
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kreiskolbenmaschine mit einem Gehäuse, das aus einem ringförmigen,
von Seitenteilen begrenzten Gehäusemantel gebildet wird, mit einer in dem Gehäuse angeordneten Exzenterwelle, auf deren Exzenter ein Kolben gelagert ist, sowie
mit im Kolben und im Gehäuse geführten, Arbeitskammern veränderbaren Volumens begrenzenden Absperrschiebern, wobei der Kolben durch mindestens eine
Kurbel an das Gehäuse angelenkt ist, deren Achsabstand demjenigen der Exzenterwelle entspricht
Der Kolben ist üblicherweise drehbar und exzentrisch auf einer Welle aufgenommen, die in dem Gehäuse gelagert ist, so daß beim kreisförmigen Umlauf des so
Kolbens die Welle in dem Gehäuse gedreht wird.
Bei derartigen Motoren ist es nötig sicherzustellen, daß der Kolben seinen kreisförmigen Umlauf ausführt,
ohne sich relativ zum Gehäuse zu drehen, das heißt, daß er eine konstant bleibende Winkelstellung gegenüber
dem Gehäuse beibehält. Um den Kolben an einer solchen Drehung zu hindern, ist durch die DE-OS 21 34 565
bekannt, eine zweite exzentrische Verbindung zwischen dem Kolben und dem Gehäuse vorzusehen, die die gleiche Exzentrizität besitzt, wie der Kolben gegenüber der
ihn tragenden Welle. Diese Verbindung besteht aus Zapfen, die in einem Seitenteil des Gehäuses in gleichen
Abständen voneinander um die Achse der Exzenterwelle verteilt sind und in Lochungen in einer Seitenplatte
des Kolbens eingreifen. Der Hub der Zapfen ist entsprechend der Exzenterwelle gewählt, so daß dann, wenn
sich diese dreht, der Kolben eine Kreisbahn durchläuft.
sondere in einem Motor mit innerer Verbrennung, sind der Kolben und das Gehäuse unterschiedlichen thermischen und mechanischen Bedingungen unterworfen,
wobei jede Bedingung veränderlich ist, was zu thermischen und mechanischen Verformungen des Kolbens
und des Gehäuses führt Wenn die Kreisbewegung des Kolbens von einer Mehrzahl von exzentrischen Zapfen
oder Kurbeln gesteuert wird, ist es erforderlich, ein ausreichendes Spiel vorzusehen, um die vorerwähnten mechanischen und thermischen Verformungen zuzulassen,
was eine sehr lose Passung der exzentrischen Zapfen und ihrer Lager erfordert und zu einer Beeinträchtigung
der Steuerung zur Verhinderung einer Drehung des Kolbens führt Wenn andererseits das Spiel so gewählt
wird, daß eine einwandfreie Steuerung der Kolbenbewegung ohne Drehung des Kolbens gegenüber dem
Gehäuse möglich ist, führen die mechanischen und thermischen, bei dem normalen Betrieb auftretenden Verformungen zu einer extrem hohen Reibung an den exzentrischen Zapfen und der Exzenterwelle und zu einem
vorzeitigen Verschleiß ihrer Lager.
Eine beispielsweise auftretende thermische Wirkung
besteht in einer Änderung des Durchmessers des Drehkreises, auf dem die exzentrischen Zapfen in dem Kolben und in dem Gehäuse angeordnet sind. Beim Betrieb
der Maschine schrumpft der Durchmesser des Drehkreises des Zapfenlagers in dem Gehäuse leicht aufgrund der thermischen Expansion desjenigen Abschnitts des Seitenteils des Gehäuses, der einen Teil der
Arbeitskammer bildet Da dieser Abschnitt des Seitenteils durch den wassergekühlten, außen liegenden Abschnitt des Seitenteils beeinflußt wird, der mit der Wasserkühlung des Gehäuses in Kontakt steht, wird der
innere, die Kurbellager tragende Abschnitt des Seitenteils nach innen gedrückt mit dem Ergebnis, daß der
Durchmesser des Drehkreises der Zapfenlager leicht verringert wird. Andererseits ist der Kolben während
des Betriebes hohen Temperaturen ausgesetzt und dehnt sich erheblich, was zu einer Vergrößerung des
Durchmessers des Drehkreises der in dem Kolben aufgenommenen Zapfenlager führt.
Auf diese Weise bewegen sich während des Betriebes der Maschine die Lager für die Zapfen in dem Kolben
und in der Seitenwand des Gehäuses nicht unerheblich gegeneinander.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die bekannte Kreiskolbenmaschine derart zu verbessern,
daß temperaturbedingte Verformungen der Teile des Führungsgetriebes kompensiert und damit Reibung und
Verschleiß verringert werden.
Diese Aufgabe wird bei der anfangs genannten Kreiskolbenmaschine erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
auf der Exzenterwelle koaxial zum Kolben eine Lenkerscheibe angeordnet ist, die durch die mindestens eine
Kurbel an ein Seitenteil angelenkt ist und daß die Lenkerscheibe und der Kolben durch eine Verbindung miteinander gekuppelt sind, die Relativbewegungen in
axialer und radialer Richtung zwischen Lenkerscheibe und Kolben zuläßt.
Vorzugsweise besteht die Verbindung zwischen der Lenkerscheibe und dem Kolben aus einer Zahnkupplung, bei der ein Zahn der Lenkerscheibe bzw. des Kolbens gleitend in eine Nut des Kolbens bzw. der Lenkerscheibe eingreift. Weiterhin sind die Flanken des Zahnes
oder die entsprechenden Flanken der Nut vorteilhaft ballig ausgebildet.
Die Zeichnungen zeigen eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung als Brennkraftmaschine, und
μ| es bedeutet
'($ Fig. 1 Schnitt gemäß linie 1-1 der F ig. 2;
S Fig. 2 Ansicht in Richtung der Achse der Exzenter-
fiü welle bei teilweise abgenommener Seitenwand;
i^ Fig.3 vergrößerte Darstellung der ineinandergrei-
i^ Fig.3 vergrößerte Darstellung der ineinandergrei-
i' fsnden Teile des Kolbens und der Lenkerscheibe; und
F i g. 4 perspektivische Darstellung der Lenkerschei-
Die Maschine besteht aus einem Gehäusemaniel 10
% und gegenüberliegend angeordneten plattenförmigen ff Seitenteilen 11, IM, die durch Bolzen mit dem Gehäu-
Ϊ3 semantel 10 verschraubt sind. In den Seitenteilen ange-
|jf ordnete Lager 15 nehmen eine Exzenterwelle 16 auf, die
ύ in den Lagern um die Achse des Gehäusemantels 10 P drehbar ist Ein Kolben 13 mit einer Buchse und einem
If Lager 14 ist auf dem Exzenter 17 der Exzenterwelle 16 ί« angeordnet Der Zwischenraum zwischen dem Kolben
IS 13 und dem Gehäusemantel 10 ist in eine Zahl von Ary
beitskammern unterteilt durch Anordnung von Ab- -■k Sperrschiebern 18, die mit ihrem inneren Ende an ebenen
Oberflächenbereichen 19 des Kolbens anliegen und gleitend in Schlitzen 18/4 des Gehäusemantels aufgenommen
sind.
Die Absperrschieber besitzen Stege 20, die sich in axialer Richtung jenseits des Kolbens und radial nach
innen am Umfang des Kolbens erstrecken. Die Stege 20 sind gleitend in radialen Schlitzen der Seitenteile 11,
MA aufgenommen. Die Stege 20 haben an ihnen befestigte Ansätze 21. die gleitend in Schlitze 22 eingreifen,
die in der Endfläche des Kolbens angeordnet sind, um sicherzustellen, daß die Absperrschieber sich nichi radial
gegenüber dem Kolben bewegen können, während eine Bewegung in Umfangsrichtung zwischen dem Kolben
und dem Absperrschieber längs des ebenen Oberflächenbereichs 19 möglich ist.
Jede Arbeitskammer ist abgedichtet durch Anordnung von Kolbendichtungen 30 zwischen dem Kolben
13 und den Seitenteilen 11, WA durch Dichtungen 31
zwischen dem Absperrschieber 18 und dem Oberflächenbereich 19 des Kolbens und durch Gehäusedichtungen
32 zwischen dem Absperrschieber 18 und dem Gehäusemantel 10. Jede Arbeitskammer ist mit einer Zündkerze
34 ausgestattet. Durch einen Durchlaß 35 in dem Seitenteil 11/4 wird jede Kammer mit einem Scheibenventil
36 verbunden, das um die Achse des Gehäusemantels 10 auf Lagern 37 rotiert. Die Zahl und die Stellung
der Durchgänge in dem Scheibenventil 36 ist so bemessen, daß jede Kammer verbunden wird mit einer
Einlaßleitung 38 unter Abschluß während des Kompressions- und des Arbeitshubes, und dann mit einem Auspuff
39 in zeitlicher Aufeinanderfolge verbunden wird.
Das als Lenkerscheibe 41 ausgebildete Steuerorgan ist drehbar von dem Zapfen 42 aufgenommen, der koaxial
zu dem den Kolben 13 tragenden Exzenter 37 der Exzenterwelle 16 liegt. Der exzentrische Zapfen 42 ist
über einen größeren Bereich seines Umfangs in Richtung der Exzentrizität hinterschnitten, wie bei 42a in
Fig.2 gezeigt ist. Aufgrund dieser Hinterschneidung werden Verformungen der Exzenterwelle 16, die aufgrund
der Exzentrizität und thermischer Einflüsse auftreten können, nur unbedeutend auf die Lenkerscheibe
41 übertragen. Es wurde gefunden, daß in der Praxis bei einem Zapfen mit einem Durchmesser von ca. 10 mm
eine Hinterschneidung auf ungefähr 120° des Umfanges
um die Stellen der maximalen und minimalen Exzentrizität vorgenommen werden kann, ohne daß die Wirksamkeit
der Lenkerscheibe irgendwie schädigend beeinträchtiet wird.
Vier Kurbeln 43 gleicher Exzentrizität wie der des Exzenters 17 sind vorgesehen; jede Kurbel 43 besitzt
einen Zapfen, der in einem Lager 44 der Lenkerscheibe 41 aufgenommen ist und einen weiteren Zapfen, der in
einem Lager 45 des Seitenteils IM aufgenommen ist Statt der vier Kurbeln 43, wie sie im Ausführungsbeispiel
angegeben sind, kann auch nur eine einzige Kurbel verwendet werden, um die erforderliche Führung der
Lenkerscheibe 41 auszuüben. Die Verwendung mehrerer Kurbeln 43 verteilt die Belastung, so daß jede Kurbel
und ihre Lager kleiner gehalten werden können. Die Hinterschneidung des Zapfens 42 läßt geringe Fehlpassungen
zwischen der Kröpfung der Exzenterwelle 16 und den Kurbeln 43 zu, entsprechend den bei der Herstellung
auftretenden Fertigungstoleranzen. Eine der Kurbeln 43 besitzt ein Ritzel 43/4, das auf dem Zapfen
angeordnet ist der in dem Seitenteil 11/4 aufgenommen ist Das Ritzel 43Λ kämmt mit einem Zahnkranz 50, um
das Scheibenventil 36 anzutreiben.
Die Lenkerscheibe 41 weist einen vom Umfang nach außen vorstehenden Zahn 46 auf, der von einer Nut 47
des Kolbens 13 aufgenommen ist. Der Zahn 46 hat in der Nut 47 ein beträchtliches Spiel in radialer und axialer
Richtung relativ zu dem Exzenter 17 und den Kurbeln 43, so daß der Kolben 13 und die Lenkerscheibe 41 sich
relativ zueinander in diesen Richtungen bewegen können in Anpassung an thermische und mechanische Verformungen
während des Betriebes. Das Spiel zwischen dem Zahn und der Nut in Umfangsrichtung ist jedoch
minimal. Mit diesem minimalen Spiel in der Umfangsrichtung kann sich der Kolben 13 zu der Lenkerscheibe
41 nicht im Winkel verstellen und die Lenkerscheibe 41 ist selbst an einer Winkelverstellung relativ zum Gehäuse
durch die Kurbeln 43 gehindert.
Die Flanken 46/4 des Zahnes 46 sind ballig ausgebildet
wie in Fig.3 gezeigt ist, um kleine Fertigungstoleranzen
des Zahnes und der Nut auszugleichen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Kreiskolbenmaschine mit einem Gehäuse, das aus einem ringförmigen, von Seitenteilen begrenzten Gehäusemantel gebildet wird, mit einer in dem
Gehäuse angeordneten Exzenterwelle, auf deren Exzenter ein Kolben gelagert ist, sowie mit im Kolben
und im Gehäuse geführten, Arbeitskammern veränderbaren Volumens begrenzenden Absperrschieber,
wobei der Kolben durch mindestens eine Kurbel an das Gehäuse angelenkt ist, deren Achsabstand demjenigen der Exzenterwelle entspricht, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der Exzenterwelle (16) koaxial zum Kolben (13) eine Lenkerscheibe
(41) angeordnet ist, die durch die mindestens eine Kurbel (43) an ein Seitenteil (U, UA) angelenkt ist
und daß die Lenkerscheibe (41) und der Kolben (13) durch eine Verbindung (46, 47) miteinander gekuppelt sind, die Relativbewegungen in axialer und ra-
dialer Richtung zwischen Lenkerscheibe (41) und Kolben (13) zuläßt
2. Kreiskolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen
der Lenkerscheibe (41) und dem Kolben (13) aus einer Zahnkupplung (46, 47) besteht, bei der ein
Zahn (46) der Lenkerscheibe (41) bzw. des Kolbens (13) gleitend in eine Nut (47) des Kolbens (13) bzw.
der Lenkerscheibe (41) eingreift
3. Kreiskolbenmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flanken (46A) des
Zahnes (46) oder die entsprechenden Flanken der Nut (47) ballig ausgebildet sind.
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-
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| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: PFENNING, J., DIPL.-ING. MEINIG, K., DIPL.-PHYS., |
|
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