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Die Erfindung bezieht sich auf ein Durchlaufentwicklungsgerät zur Herstellung von Positivkopien nach dem Diffusionsverfahren, bei dem zwei Blätter durch Walzen erfasst und über Leitflächen einerseits unmittelbar in die Behandlungsflüssigkeit und anderseits an einer Benetzungswalze vorbeigeleitet werden.
Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art kommen die beiden Papiere erst unmittelbar vor den Ausquetschwalzen aufeinander zu liegen. Dies hat die folgenden ganz wesentlichen Nachteile : Das Positivpapier enthält Spuren chemischer Substanzen, wie Thiosulfate, die in gelösten Zustand übergeführt werden müssen, und die Gelatineschicht der Positivschicht muss bis zu einem gewissen Grad aufgeschwellt sein, zwei Vorgänge, die eine gewisse Zeit beanspruchen, damit das Bild auf dem Positivpapier beim Zusammenpressen mit dem Negativpapier sich ausbilden kann.
Wenn das Negativ- und das Positivpapier erst unter den Ausquetschwalzen aufeinander zu liegen kommen und das Positivpapier nur auf seiner Schichtseite befeuchtet wird, wie dies bei bekannten Vorrichtungen der Fall ist, ist die Feuchtigkeit in der Positivschicht nicht vorhanden, die mengenmässig vorhanden sein muss, um die erwähnten beiden Vorgänge auszulösen ; als Folge davon wird das Positivbild z. T. sehr mangelhaft. Wenn anderseits das Negativ- und das Positivpapier durch die Entwicklerflüssigkeit hindurchgeführt werden, so dass auch der Träger der Positivschicht die Flüssigkeit aufnimmt, wie dies bei anderen bekannten Verfahren der Fall ist, entsteht die nachteilige Folge, dass solche Positivpapiere eine lange Trocknungszeit benötigen und im Laufe der Zeit gelb werden.
Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass das nur auf seiner Schichtseite angefeuchtete Positivpapier zwischen den Walzen für die Aufnahme der Behandlungsflüssigkeit und den Ausquetschwalzen auf das nasse Ne-
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der Linie C-D in der Fig. l, Fig. 3 eine Seitenansicht in der Richtung des Pfeiles E nach einem Schnitt nach der Linie F-G in der Fig. 2 und Fig. 4 ein Schnitt nach der Linie H-J in der Fig. 2.
In den Figuren bedeutet 1 das Apparatehäuse für die Belichtungs-und Entwicklungs- vorrichtung. 5 stellt den Belichtungszylinder, 2 die untere Abschlussplatte und 3 den Behälter für das Entwicklerbad mit dem Abschlussdeckel 4 dar. Auf der mit bezug auf die Wandung 8 gegenüberliegenden Seite des Belichtungszylinders und parallel zum letzteren ist wenigstens eine das Negativpapier in das Entwicklerbad ablenkende Rolle 9 vorgesehen.
Für die Einführung des Positivpapieres in das Apparatgehäuse sind zwei Mitnehmerrollen 16, 17 vorgesehen, und unterhalb der letzteren erstrecken sich wenigstens zwei Führungswände 18, 19 des Apparatgehäuses bis zum Eintritt des Positivpapieres zwischen zwei weiteren parallel zu den letztgenannten Mitnehmerrollen 16, 17 angeordneten und übereinander liegenden Mitnehmerrollen 20, 21.
Von diesen Mitnehmerrollen taucht die untere, 21, mit ihrer unteren Hälfte in die Entwicklerflüssigkeit und benetzt die Schichtseite des Positivpapieres, während anschliessend an die Ablenkrolle 9 für das Negativpapier und
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annähernd parallel zur letztgenannten Führungswand 18 die eine Wandung 3'des Flüssigkeitsbehälters 3 als Führung für das Negativpapier nach abwärts sich erstreckt, welches nach dem Eintritt in die Flüssigkeit sich unterhalb der unteren der letztgenannten Führungsrollen, 21, befindet. Die schräg nach oben führende Wandung ?" des Plüssigkeits- behälters 3 dient als Führung für das Negativund Positivpapier zu den zwei oberhalb des Flüssigkeitsspiegels angeordneten Ausquetschwalzen 22, 23.
Das Positivpapier wird von den Mitnehmerrollen 16, 17 erfasst, wandert zu den Mitnehmerrollen 20, 21 und zwischen den letzteren hindurch. Die photographische Schicht des Positivpapieres, das nicht in die Flüssigkeit eintaucht, wird durch die mit der unteren Hälfte in die Flüssigkeit eintauchende Rolle 21 mit Entwicklerflüssigkeit benetzt.
Gleichzeitig mit dem Einführen des Positivpapieres wird das Negativpapier durch die Rolle 9 in das Entwicklerbad abgelenkt und wandert unter der Rolle 21 und damit durch die Flüssigkeit hindurch. Durch die als Leitfläche wirkende Behälterwandung 3" wird das Negativpapier dem Positivpapier genähert und an dasselbe angedrückt. Beide Papiere bleiben auf einer Wegstrecke in gegenseitiger Berührung, die durch die Durchlaufgeschwindig- keit der beiden Papiere bestimmt ist, und gelangen zu den Ausquetschwalzen 22,23, wo nach dem an sich bekannten Diffusionsverfahren das Positivbild sich nun richtig ausbilden kann.