AT203766B - Überwachungseinrichtung für programmgesteuerte, elektronische Rechenmaschinen, Anlagen und Geräte - Google Patents

Überwachungseinrichtung für programmgesteuerte, elektronische Rechenmaschinen, Anlagen und Geräte

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AT203766B
AT203766B AT57358A AT57358A AT203766B AT 203766 B AT203766 B AT 203766B AT 57358 A AT57358 A AT 57358A AT 57358 A AT57358 A AT 57358A AT 203766 B AT203766 B AT 203766B
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Telefunken Gmbh
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Description


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  Überwachungseinrichtung für programmgesteuerte, elektronische Rechenmaschinen, Anlagen und Geräte 
Für programmgesteuerte Rechenmaschinen sind im wesentlichen zwei Arten von   Kontrollmöglich-   keiten bekannt, nämlich 1. in das Programm eingebaute numerische Rechenkontrollen und   2.   in derMaschine selbst fest eingebaute Betriebskontrollen. 



   Zu der ersten Art von Rechenkontrollen, die der Programmierer in   dasRechenprogramm   einfügen kann, gehören z. B. Quersummenproben, die doppelte Ausführung von Operationen mit nachfolgender Kontrolle der   Übereinstimmung   der beiden Resultate, die Rückrechnung vor bestimmten Operationen und Vergleichen mit den Ausgangsgrössen, bei der z. B. auf eine Multiplikation eine Division als Probe folgt oder umgekehrt. Verstösst z. B. die Quersummenprobe gegen die Rechenregel oder wird bei der dop-   pelten Ausführung   von Operationen oder bei der Rückrechnung einer Operation eine Differenz festgestellt, so wird die Maschine automatisch gestoppt, so dass dann der entweder in der Programmierung oder in der Maschine liegende Fehler gesucht werden kann.

   Durch diese Art von Rechenkontrollen wird die Programmierungsarbeit vergrössert und ein grösseres mathematisches Wissen des Programmierers vorausgesetzt. Ausserdem wird die Rechenzeit und die Belegung der Speicher wesentlich vergrössert. In der Praxis können derartige Kontrollen daher nur auf einige wenige Programmpunkt beschränkt werden. 



   Bei den in der Maschine selbst eingebauten Betriebskontrollen handelt es sich um zusätzliche Schaltungen, welche die Betriebssicherheit erhöhen sollen. Es wird   z. B. bewusst eine   Redundanz des Zahlenund Befehlsschlüssels zugelassen, die von der Maschine dazu ausgenutzt wird, zu prüfen, ob eine sinnvolle Information gelesen worden ist. Hiezu eignet sich   z. B.   der sogenannte   2-aus-5-Schlüssel,   bei dem jede der Ziffern 0 bis 9 aus zwei Bits gebildet wird, während die übrigen drei fehlen. Kommen mehr oder weniger als zwei Bits in einer   solchenFünfer-Kombination   vor, so muss ein Fehler vorliegenunddie Maschine wird automatisch gestoppt. Auch Quersummenproben oder zwei die gleiche Operation durchführende, parallele Rechenwerke können für diesen Zweck fest in die Maschine eingebaut werden.

   Treten Differenzen auf, so wiederholt die Maschine die letzte Operation so lange, bis Übereinstimmung der   Er-   gebnisse vorhanden ist oder stoppt, wenn eine solche Übereinstimmung nicht erreicht wird. Der Mehraufwand an Schaltkreisen für eine einigermassen   ausreichende Kontrolle beträgt   bis zu   30 lo,   ist also recht erheblich. 



   Durch die Erfindung, die sowohl bei eigentlichen programmgesteurten Rechenanlagen als auch bei sonstigen programmgesteuerten Anlagen und Geräten, z. B. Steuerungsanlagen in der automatischen Fertigung, angewendet werden kann, wird eine visuelle Überwachung des Programmablaufs vorgeschlagen, durch welche auf die Art und den Ort des Fehlers leicht geschlossen werden kann.

   Gemäss der Erfindung ist eine Überwachungseinrichtung für programmgesteuerte'elektronische Rechenmaschinen oder sonstige programmgesteuerte Anlagen und Geräte gekennzeichnet durch Mittel zur Ableitung einer den jeweiligen Stand des Befehlszählers und/oder eines Adressenregisters darstellenden Spannung sowie Mittel zur sichtbaren, analogen Darstellung des zeitlichen Verlaufs des   Befehlszählerstandes     und/oder   des Standes des be-   treffenden Adressenregisters unter Verwendung   der erwähnten Spannung. Als Mittel zur sichtbaren Darstel- 

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 lung des zeitlichen Verlaufs kann   z. B. ein Elektroner : strahloszUl0graph   oder ein   Koorainatenschreiber   verwendet werden.

   Dabei ist man bestrebt, ein Bild zu erzeugen, das dem Flussdiagramm des Programms möglichst analog ist. Der Befehlszähler einer programmgesteuerten   Rechenanlagc     z. B.   gibt an, welcher Schritt des im Speicher festgelegten Programms im Augenblick vom Rechenwerk gerade durchgeführt wird. Nach Ausführung des Befehls wird im   einfachsten Fall   der nächste im Speichel festgelegte Befehl in das Befehlsregister überführt, während gleichzeitig der Befehlszählerstand um 1 erhöht wird. Im Falle von Programmschleifen wird auf einen im Speicher an früherer Stelle stehenden Befehl zurückgeschaltet und auch   der Befehlszählerstand   entsprechend sprungartig verkleinert. Ausserdem kann auch bei bestimm-   ten Operationsfolgen,   z. B.

   Unterprogrammen, die an anderer Stelle des Speichers aufgezeichnet sind, der Befehlszählerstand entsprechend sprungartig verändert werden. Nach Ausführung der dort aufgezeichneten Operationen wird der Befehlszähler dann zurückspringen und dann   programmgemäss   von der alten Stelle ausgehend weiterzählen. Der zeitliche, teilweise kontinuierliche, teilweise sprunghafte, Ablauf des Befehlszählerstandes gibt somit eine bildlich Darstellung des Programmablaufs, wie weiter unten an einigen ausgewählten Beispielen gezeigt werden soll :
InFig. 1 ist das vereinfachte Blockschaltbild einer programmgesteuerten Ein-Adress-RechenanlageRA dargestellt. Zahlen und Befehle werden durch die Ein- und Ausgabe EA in den Speicher SP geleitet, der z. B. als Magnettrommelspeicher ausgeführt sein kann.

   Mit dem Start der eigentlichen Rechnung wird durch das Steuerwerk SW Befehl für Befehl in das Befehlsregister, bestehend aus dem OperatorregisterOP und dem Adressenregister AS, gerufen und ausgeführt. Die Folge der Aufrufe von Befehlen wird durch den   Befehlszähler BZ bestimmt. Im   allgemeinen wird nach der Ausführung eines Befehls der Befehlszählerstand jeweils   um "Eins" erhöht. Bei bedingten   und unbedingten Sprungbefehlen wird jedoch die Adresse ersetzt und die Zählung wird dann von dieser neuen Adresse aus fortgesetzt. Bei jedem Schritt erhält das SteuerwerkSW seine Anweisungen aus dem Befehlsregister (AS/OP) und leitet dann die Operation, bis der Befehl vollständig ausgeführt ist. Nach Abschluss der Operation erhält der Befehlszähler BZ die Anweisung "Fortfahren", d. h.

   Erhöhung der Adresse um 1 oder Sprung nach einer andern Adresse. 



   In Anwendung der Erfindung auf den als Beispiel beschriebenen Rechenautomaten wird der Befehlszählerstand BZ einem Digital-Analog-Wandler DA zugeleitet, in dem eine dem Befehlszählerstandproportionale elektrische Spannung erzeugt wird, die   z. B. an das horizontale Ablenkplattenpaar einer Os-   zillographenröhre OS gelegt wird. Ein solcher Digital-Analog-Wandler kann z. B. - wie dargestellt - aus   einer Matrix aus Widerständen   bestehen, in denen von den einzelnen Binärstellen des Befehlszähler, etwa über nicht dargestellte Röhren, Ströme erzeugt werden, wenn die betreffende Binärstelle   eine"Eins"zeigt,   die   dem Stellenwert 1, 2, 4, 8, 16...   der betreffenden Binärstellen proportional sind.

   In dem   gemeinsa-   men Ableitwiderstand W der Widerstandsmatrix fliess, dann   der Summenstrom, der ein analoges Mass für   den jeweiligen   Befehlizahlerstand   ist. Dem Befehlszählerstand entspricht damit eine bestimmte proportionale Spannung am Widerstand W, die zur Horizontalauslenkung des Oszillographen OS verwendet wird. 



  Auf das vertikale Ablenkplattenpaar wird von einem Zeitablenkgerät ZA eine zeitproportionale Ablenkspannung gegeben. Diese kann von Hand oder durch zusätzliche Koinzidenz-Trigger K1 bzw. K 2 wieder auf den Anfangspunkt der Auslenkung,   z. B.   auf den oberen Rand des Oszillographenschirms, gebracht 
 EMI2.1 
 stellung des Befehlszählerstandes jeweils mit dem Augenblick beginnt, wenn gerade in dem entsprechenden Register BZ oder OP der betreffende Zählerstand bzw.   Cperationstyp   erreicht wird. 



   Fig.   2 - 6 zeige. 1Bilder   für einige typische Programmabläufe, wie sie sich bei einer solchen Anwendung der Erfindung auf dem Oszillographenschirm darstellen. Dabei sei angenommen, dass der Kathodenstrahl durch die Zeitablenkung von oben nach unten ausgelenkt wird. Im Falle eines einfachen Geradeausprogramms, Bei dem sich   der Befehlszählerstand   jeweils nach jedem Schritt um 1 erhöht, wird dabei der Stiahl in diagonaler Richtung von links oben nach rechts unten wandern, wie dies in Fig. 2 angedeutet ist. Je nach der Geschwindigkeit, mit der die einzelnen Operationen   durchgefuhlt werden,   wird die aufgezeichnete Linie mehr oder weniger steil verlaufen. So zeigt der erste Teil der in Fig. 2 dargestellten Kurve überwiegend schnell verlaufende Operationen, z. B.

   Additionen, und der zweite Teil der Kurve überwiegend langsamer verlaufende Operationen, wie z. B. Multiplikationen. Die Neigung, unter der sich Geradeausteile des Programms auf dem Schirm abzeichnen, ist ein Mass für die Operationsgeschwindigkeit und lässt schon gewisse Rückschlüsse auf die Operationsfolge zu. 



   Fig. 3 zeigt   die Darstellung einesProgrammteils   mit einer Programmschleife, bei dem eine bestimmte Befehlsfolge im Speicher mehrfach aufgerufen wird, wie dies   z. B.   bei Durchführung von Iterationen der Fall ist. Der Befehlszähler springt dann jeweils nach Erreichen eines bestimmten Standes wieder auf 

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 einen früheren Stand zurück und zeigt in der Wieaerholung dieses Vorganges an, dass die zwischen den beiden   Befehlszählerständen   liegenden Operationen mehrfach nacheinander (im dargestellten Beispiel   z. B.   6-mal) durchgeführt werden. 



     Fig. 4   zeigt als Beispiel die Einfügung eines Unterprogramms in das Hauptprogramm. Ein Unterprogramm wird meist in einem andernBereich des Speichers liegen, was durch   entsprechende Befehlszähler-   stände gekennzeichnet ist. In diesem Falle springt also der Kathodenstrahl plötzlich waagrecht an eine andere Stelle, zeichnet dort das Unterprogramm auf, um dann auf den alten   Befehlszählerstand   zurückzuspringen und von dort aus das Hauptprogramm weiter anzuzeigen. Das Unterprogramm selbst kann natürlich auch seinerseits schleifenförmig, wie an Hand der Fig. 3 erläutert, ausgebildet sein. 



   Fig. 5 zeigt ein Bild, wie es entsteht, wenn ein Befehl im Befehlsregister stehen bleibt und mehrfach nacheinander ausgeführt wird, wobei ein solcher Befehl von einem andern Register (nicht in Fig. 1 dargestellt) gesteuert wird. Es entsteht dann eine senkrechte Linie auf der Braun'schen Röhre, da der Befehlszählerstand nicht verändert wird, während die Zeitablenkung weiterläuft. 



   Die vorstehend geschilderten Beispiele zeigen nur einige typische Formen der zeitlichen Darstellung des   Befehlszählerstandes.   In einem normalen Programm treten alle diese Formen an bestimmten Stellen auf und die Zusammenstellung und Verschachtelung der einzelnen Programmteile stellt sich daher in typischer Weise als entsprechender Linienzug auf dem Oszillographenschirm dar. An Hand des Speicherplanes 
 EMI3.1 
 ufBraun'schen Röhre verfolgen und Störungen an Abweichungen des Bildes leicht erkennen. 



   Zur genaueren Analyse einzelner Teile des Programms ist es vorteilhaft, sowohl den Massstab der (z. B. senkrechten) Zeitablenkung als auch den Massstab der dem Befehlszählerstand proportionalen (z. B. waagrechten) Ablenkung veränderlich zu gestalten. 



   Um eine gute Übersicht über den Programmablauf zu. bekommen, kann es vorteilhaft sein, Oszillographenröhren mit langer Nachleuchtdauer oder Dunkelschriftröhren zu verwenden, die z. B. jeweils nach Durchlaufen des ganzen Bildfeldes wieder gelöscht werden. Man kann auch bei Verwendung einer Dunkelschriftröhre das einmal geschriebene Bild stehen lassen und ein neues Bild darüber schreiben lassen, um aus den Abweichungen, die sich beim Aufeinanderschreiben der Bilder ergeben, Schlüsse zu ziehen. Bei solchen Untersuchungen treten dann z. B. Verzweigungen des Programms deutlicher hervor. Fig. 6gibt als Beispiel ein derartiges Bild, bei dem der Oszillograph auf einen bestimmten Befehlszählerstand innerhalb einer Schleife synchronisiert ist. Der Oszillograph gibt dann nach mehrfachem Durchlaufen der Schleife   z.

   B.   die verschiedenen Äste einer Programmverzweigung wieder (im dargestellten Beispiel eine 3-fache Verzweigung), wobei die einzelnen Zweige sich im allgemeinen durch dünnere Linien darstellen als das Hauptprogramm, da sie weniger oft durchlaufen werden. Aus derartigen Bildern lässt sich also entscheiden, ob   anProgrammpunkten,   an denen die Maschine eine Entscheidung treffen muss, nach welchem Programm sie weiterrechnet, eine solche Entscheidung wirklich getroffen wird und wie sich die Entscheidungen etwa auf die   einzelnen Möglichkeiten   verteilen. Die sogenannten trommelgesteuerten Maschinen haben Eigenschaften, die eine zusätzliche Anmerkung erfordern.

   Die gesamte Operationszeit setzt sich bei diesen Maschinen aus der eigentlichen   Operarionszeit   der arithmetischen Recheneinheiten und der Suchzeit für denSpeicherplatz   zusammen. Die Suchzeit   für den Speicherplatz ist dabei jedoch keine Konstante. Sie ist vielmehr zufällig und dauert im Maximalfall eine ganze Trommelumdrehung, im Mittel jedoch eine halbe Trommelumdrehung.

   Das würde dazu führen, dass das Bild, das von Oszillographen oder Registriergerät entworfen wird, gewissen zufälligen Ereignissen unterworfen ist, während das Ziel war, das topologische Bild des Programmablaufs allein zu erhalten, Da bei trommelgesteuerten Maschinen für die Dauer der Suchzeit die arithmetischen Recheneinheiten stilliegen, ist es einfach, an den zugehörigen Steuereinrichtungen bei Beginn der Suchzeit ein Signal und nach Beendigung der Suchzeit ein zweites Signal abzuleiten. Diese beiden Signale werden dazu verwendet, während der Dauer der Suchzeit die 
 EMI3.2 
 entsteht.rung bestimmter Organisationsbefehle ein zusätzliches Signal aus der Rechenmaschine abzuleiten, durch   welches der Elektronenstrahl veranlasst wird, eine besondere Marke, z.

   B. einen kleinen Kreis, zu schrei-    ben, durch den der betreffende, besonders interessierende Programmpunkt im Bild besonders hervorgehoben wird. Dabei wird   z. B.   ein für die bestimmte, zu kennzeichnende Operation typischer Impuls aus der Rechenmaschine abgeleitet und dazu verwendet, eine Torschaltung zu öffnen, durch welche geeignete Zusatzspannungen an die beiden Ablenkplattenpaare des Oszillographen gelegt werden, durch die ein 

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 kleiner Kreis an der betreffenden Stelle des Schirmes geschrieben wird. 



   Nach einiger Übung wird es dem   Prcgrammierer   möglich sein, für ein neu aufgestelltes Programm das zu erwartende Oszillogramm vorauszusagen. Dadurch ist es möglich, ein Überwachungsgerät gemäss der Erfindung als Hilfe für die Testung neuer Programme zu benutzen. Versagt ein neues Programm an irgendeiner Stelle, so kann derProgrammierer die Rechnung abbrechen und an Hand des aufgezeichneten   Oszillogra. wms den   Fehler in Ruhe suchen, während die Maschine bereits wieder durch andere Benutzer belegt werden kann. 



   Auch zur schrittweisen Prüfung eines neuen   Prograrnmt, bei der die Operationen vom   Kontrollpult her eine nach der andern ausgelöst werden, ist eine Überwachungseinrichtung gemäss der Erfindung sehr geeig-   net. DerOszillographenstrahl   wandert dann jeweils von Punkt zu Punkt und es lässt sich nachprüfen, ob der Befehlszählerstand sich nach dem vorgesehenen Programm richtig ändert. 



   Für den letztgenannten Zweck und auch bei   der Durchführung von Routineprogrammen, wie z. B.   Wettervorhersage-Berechnungen, bei denen heute vorwiegend angelernte Kräfte eingesetzt werden, kann man statt   eines Elektronenstrahl-SicÌ1tgerätes   auch vorteilhaft Registriergeräte verwenden. Dabei kann an Hand eines Toleranzschemas oder bereits früher aufgenommener Vergleichsoszillogramme das ordnungsgemässe Arbeiten der Maschine nachgeprüft werden. 



   Eine Erweiterung des im Vorstehenden erläuterten Erfindungsprinzips ist dadurch möglich, dass ausser dem   Be. ehlszählerstand   auch der Inhalt eines Adressenregisteis in analoger Form auf dem Schirm des Oszillographen oder durch das Registriergerät dargestellt wird. Die Folge der durch die Adresse angegebenen Speicherzellen wird zwar nur in besonderen Fällen von so regelmässiger Struktur sein, dass eine sichtbare Aufzeichnung von Interesse ist, in manchen Fällen kann jedoch ein für den Programmablauf typisches Bild erzeugt werden. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Speicherung der Zahlen- und Parameterwerte nach einem besonderen Schema geschieht, wie   z. B. bei der Matrizenrechnung. beiPotenzreihenentwicklun-   gen, Interpolationen usw.

   Die bei derartigen Operationsfolgen auftretenden Strukturen des Bildes lassen ebenso wie die in den Fig.   2-6   an Beispielen dargestellten Bilder des Verlaufs des Befehlszählerstandes Rückschlüsse auf den   Programm verlauf zu. Gemäss   weiterer Erfindung kann daher auch in ähnlicher Weise, wie oben für   denBefehlszählersand ausgeführt,   der Stand eines Adressenregisters in Abhängigkeit von der Zeit dargestellt werden. Die technische Durchführung geschieht ganz analog zu der oben für den Befehlszählerstand geschilderten Weise, so dass darauf hier nicht nochmals eingegangen zu werden braucht. Die Darstellung kann mit einem zweiten Oszillographenstrahl oder in an sich bekannter Weise durch Umtasten zwischen den beiden zugeordneten Digital-Analog-Wandlern mit einem Einstrahioszillographen geschehen. 



   Im folgenden soll eine weitere   vorteilhafte Ausbildung von Überwachungseinrichtungen gemäss derEr-   findung beschrieben werden, bei der zur visuellen Überwachung des Programmablaufs in der einen Koordinate eines kartesischen Koordinatensystems   dei   zeitliche Verlauf B   (t)   des   Belehlszählersiandes selbst   
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 lenkrichtung eine dem   Befehlszählersta. 1d   proportionale Spannung (bzw. Strom) direkt und dessen anderer Ablenkrichtung dieselbe Spannung (bzw. Strom) über ein differenzierendes Netzwerk zugeführt wird. 



   Fig. 7 zeigt eine solche Überwachungseinrichtung in Anwendung auf eine Rechenanlage RA, wie sie auch als Beispiel in Fig. 1 dargestellt ist. Die eigentliche Rechenanlage selbst enthält also im wesentlichen die gleichen Teile, d. i. einen Speicher SP, ein Rechenwerk RW, ein Ein- und Ausgabewerk EA, ein Befehlsregister, bestehend aus Operationsregister OP und Adressenregister AS, ein Steuerwerk SW sowie den Befehlszähler BZ, von denen nur der letzte in Fig. 7 nochmals dargestellt ist. 



   Wie bei   dem Ausführungsbeispiel   der Fig. 1 wird auch im vorliegenden Falle aus dem   Befehlszähler-   stand in einem Digital-Analog-Wandler DA eine Analogspannung abgeleitet, die dem Befehlszählerstand etwa proportional ist. Diese Spannung wird dem einen   z. B.   senkrechten Ablenkplattenpaar des Oszillographen OS direkt zugeführt, so dass die Vertikalablenkung auf dem Oszillographenschirm ein Mass für den jeweiligen Befehlszählerstand ist. Die Analogspannung B   (t)   wird ausserdem einem differenzierenden 
 EMI4.3 
 
 EMI4.4 
 
 EMI4.5 
 = --ebenfallsAnalogspannung   B.   ist im Falle von Geradeausteilen des Programms vernachlässigbar klein und kann durch eine geeignete Vorspannung in dem   Netzwerk DM auch   ganz unterdrückt werden.

   Sobald Spränge im Pro- 

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 gramm auftreten, wird dagegen die Spannung BO merklich von Null verschieden, u. zw. umso grösser, je grösser der Unterschied zwischen den   beidenBefehlszählerständen   ist, zwischen denen der Sprung ausgeführt wird. Dabei sei die Spannung so gepolt, dass bei einem Sprung auf einen kleineren   Befehlszähler-   stand, z.   B.   bei einer Prcgrammschleife, wenn also der Differentialquotient negativ ist, eine Auslenkung auf dem Oszillographenschirm nach rechts geschieht, während bei Sprüngen auf einen grösseren Befehls-   zählerstand,     d. h.   bei positivem Differentialquotienten, die Auslenkung auf dem Bildschirm nach links geschehen soll. 



   Es ergibt sich dann eine Darstellung auf dem Schirm des Oszillographen, wie es beispielshalber für einen beliebig gewählten Programmverlauf in Fig. 8 wiedergegeben ist. Im Falle   gewöhnlicher   Elementaroperationen, bei denen   der Befenlszählerstand   nach jeder Operation um   1 erhöht wird,   wandert der Strahl etwa auf der Mittellinie des Bildfeldes von oben nach unten. Der Analogwert   B   ist nahezu Null und kann gegebenenfalls   auch-wie erwähnt-völlig   unterdrückt werden. Im Falle eines Rücksprungs, z. B. von dem Punkt a auf den Punkt b steigt der Analogwert für B sprungartig auf einen negativen Wert, der der Grösse des Sprunges, also dem Abstand   a - b   entspricht, und lenkt den Strahl entsprechend nach rechts aus. 



  Es wird also eine Schleife vom Punkt a zurück zum Punkt b durch den rechten Halbteil des Oszillographen 
 EMI5.1 
 oder eine Verzweigung des Programmablaufs eintritt, wird der Strahl entsprechend nach links ausgelenkt, wie z. B. zwischen dem Punkt e einerseits und den Punkten f,   g, h bzw.   i anderseits dargestellt. Bei Beendigung eines Programm zyklus springt im dargestellten Beispiel   derBefehlszähler vom   Punkt k wieder auf   den Anfangspunkt l zurück. Dieser   Sprung besitzt, da er die grösste Sprungweite hat, auch die grösste seitliche Auslenkung.

   Insgesamt ergibt sich auf dem Schirm des Oszillographen, insbesondere wenn man einen nachleuchtenden Schirm oder   eine Blauschriftröhre verwendetem   übersichtliches Bild, das noch mehr als die durch eine Einrichtung gemäss Fig. 1 erhaltenen Bilder der Fig.   2-6   der üblichen Darstellungsart eines Flussdiagramms für   Rechenmaschiuenprogramme   ähnlich ist. 



   Da die Aufzeichnung auf dem Schirm umso schwächer geschehen würde, je weiter der Sprung ist,   d. h.   je schneller der Elektronenstrahl über den Schirm bewegt wird, ist es vorteilhaft, die aus dem differenzierenden Netzwerk DN abgeleitete Spannung gleichzeitig noch dazu zu verwenden, den Strahl entsprechend der   Änderungsgeschwindigkeit   aufzuhellen. Zu diesem Zweck wird die Spannung   B- einer   Anordnung HS zur Helligkeitssteuerung des Kathodenstrahls derart zugeführt, dass der Strahl bei grösseren Werten der differenzierten Spannung heller gesteuert wird. Derartige Schaltungen sind an sich bekannt und brauchen deshalb nicht näher erläutert zu werden. Es kann weiterhin erforderlich sein, zur Erzielung einer exakteren Darstellung die Laufzeit des Signals im differenzierenden Netzwerk DN zu berücksichtigen.

   Zu diesem Zweck kann, wie durch T angedeutet, in die Zuleitung des Signals B (t) zu den senkrechten Ablenkplatten ein Laufzeitglied eingeschaltet werden, welches die gleiche Laufzeit wie das differenzierende Netzwerk DN hat. 



   Überwachungseinrichtungen gemäss der Erfindung sind auch mit den eingangs erwähnten bekannten Kontrollmöglichkeiten kombiniert vorteilhaft anzuwenden. Während das Schwergewicht der eingangs erwähnten bekannten Verfahren darin liegt zu prüfen, ob arithmetische Operationen richtig ausgeführt werden, wird durch die erfindungsgemässe Überwachungseinrichtung die richtige Folge der Operationen laufend überprüft. Die beiden   Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten ergänzen   sich also in vorteilhafter Weise. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Überwachungseinrichtung für programmgesteuerte, elektronische Rechenmaschinen, Anlagen und Geräte, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Ableitung einer dem jeweiligen Stand des Befehlszählers und/oder eines Adressenregisters darstellenden Spannung sowie Mittel zur sichtbaren Darstellung des zeitlichen Verlaufs des Befehlszählerstandes und/oder des Standes des betreffenden Adressenregisters unter Verwendung der erwähnten Spannung vorgesehen sind.

Claims (1)

  1. 2. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Darstellungsmittel des zeitlichen Verlaufs ein Elektronenstrahloszillograph dient, dessen einer Ablenkrichtung eine der Zeit proportionale Spannung und dessen anderer Ablenkeinrichtung die aus dem Stand des Befehlszählers bzw. des betreffenden Adressenregisters abgeleitete analoge Spannung zugeführt wird.
    3. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gexennzeichnet, dass als Darstellungsmittel ein Registriergerät dient, in dem die dem Stand des Befehlszählers bzw. des Adressenregisters entsprechende analoge Spannung laufend aufgezeichnet wird. <Desc/Clms Page number 6>
    4. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, durch die in einem kartesischen Koordinatensystem die dem zeitlichen Verlauf desBefehlszählerstandes entsprechende analoge Spannung in der einen Koordinate und die zeitliche Ableitung dieser analogen Spannung in der andern Koordinate dargestellt wird.
    5. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Darstellungsmittel ein Elektronenstrahloszillograph dient, dessen Ablenkeinrichtung für die eine Ablenkrichtung eine dem Befehlszählerstand proportionale Spannung (bzw. Strom) direkt und für die andere Ablenkrichtung dieselbe Spannung (bzw. Strom) über ein differenzierendes Netzwerk zugefuhrt wird.
    6. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem differenzierenden Netzwerk abgeleitete Spannung gleichzeitig einer Anordnung zur Helligkeitssteuerung des Kathodenstrahls derart zugeführt wird, dass der Strahl bei grösseren Werten der differenzierten Spannung heller gesteuert wird.
AT57358A 1957-02-23 1958-01-27 Überwachungseinrichtung für programmgesteuerte, elektronische Rechenmaschinen, Anlagen und Geräte AT203766B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1264114B (de) * 1964-11-27 1968-03-21 Bunker Ramo Verfahren zur Pruefung der Paritaet eines codierten Zeichens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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