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Speiseschaltung für elektroerosive Hochleistungs-Bearbeitungsmaschinen
Beim Bearbeiten von Metallen, namentlich Hartmetallen auf elektro erosivem Wege wurden in der letzten Zeit wesentliche Fortschritte erzielt. Der Urheber einer Reihe von Verbesserungen dieser Methode, die es ermöglichten, diese Methode im Vollbetrieb praktisch auszunutzen, Professor B. R. Lazarenko, verwendete als Quelle für die Starkstromimpulse eine bekannte Kippschwingungsschaltung, gemäss welcher ein zur Funkenstrecke parallelgeschalteter Kondensator sich über einen Ladewiderstand aufladet und wo es zu einer Entladung kommt, sobald die Spannung an den Klemmen des Kondensators die der Elektrodenentfernung entsprechende Spannung erreicht hat.
Der wesentliche Nachteil dieser Speiseschaltung ist, dass für jeden Kondensatorwert ein gewisser Maximalladestrom benutzt werden kann, da es sonst bei einer weiteren Steigerung des Entlade- stromes zu Dauerentladungen (Kurzschlüssen, Lichtbogen) kommen kann, die eip richtiges Bearbeiten unmöglich machen und eine Unstabilität des ganzen Kreises verursachen. Auch sinkt oberhalb eines. gewissen Optimalwertes des Ladestromes die Fähigkeit, Material von'der Anode abzutrennen, so dass auf diese Weise die Steigerung der Leistung der Anlage unmöglich ist.
Gleichfalls kann die Leistung der Anordnung nicht durch Vergrösserung des dem Lichtbogen
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Kondensators übertoren über 600 mF sinkt bei Ansteigen der Energie der Einzelentladungen die Entladungsfrequenz, so dass auch hier ein nicht zu überschreitender Optimalwert besteht. Ferner kommt es bei Anwendung grosser Kapazitäten zu einer schnelleren Abnützung der Werkzeugelektrode-der Kathode-und die Oberfläche Ides bearbeiteten Gegenstandes-der Anode ist rauh. Dieser Weg ist deshalb nicht befriedigend.
Es wurden deshalb Hochfrequenzgeneratoren als direkte Impulsquellen für den Arbeitskreis vorgeschlagen (siehe Artikel von B. Lazarenko in Elektritschestwo"Nr. 8/1955 und Artikel von Liwschitz-Resochin in Stanki i instrument" Nr. 11/1954).
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Speiseschaltung für elektroerosive HochleistungBearbeitungsmaschinen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Funkenstrecke aus einem Hochfrequenzgenerator unter Parallelschaltung eines Kondensators gespeist wird, wobei in der Leitung zwischen dem Hochfrequenzgenerator und dem Kondensator ein Einweggleichrichter vorgesehen ist, welcher die Aufladung dieses Kondensators lediglich durch eine Halbwelle des Hochfrequenzstromes ermöglicht.
Erfindungsgemäss werden also hochfrequente Speiseimpulse verwendet, die durch Pausen voneinander getrennt sind. Dadurch steht die Erfindung in deutlichem Gegensatz zu bekannten Methoden, wie sie z. B. in den franz. Patentschriften Nr. 1. 098. 961, Nr. 1. 105. 359 und Nr. 1. 115. 459 beschrieben sind. Die Verwendung von Hochfrequenz ergibt ausserordentlich leistungsfähige Geräte wobei die Pausen zwischen den Speiseimpulsen Dauerentladungen verhindern (z. B. Lichtbb- gen), welche bisher eine völlige Ausschöpfung der verfügbaren Leistung unmöglich machten.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Schaltungsbild einer solchen Anordnung dargestellt.
Die im Hochfrequenzgenerator A entstehenden Hochfrequenzströme werden mittels der. Spule B dem Arbeitskreis übermittelt, durch welchen die Funkenstrecke J (Werkzeugelektrode-Kathode und bearbeiteter Gegenstand-Anode) gespeist wird. Parallel zu dieser Funkenstrecke J ist, der Kondensator C geschaltet mit einem Einweggleichrichter D in der Speiseleitung.
Der Kondensator C wird hier-im Gegenteil zu den üblichen Kippschaltungen durch einen gleichgerichteten pulsierenden Hochfrequenzstrom aufgeladen. Das ermöglicht ein kräftiges Aufladen des Kondensators, ohne dass hier die Gefahr der Bildung einer Dauerentladung drohen würde, da die benötigte Pause zwischen den auf- einander folgenden Impulsen dauernd vorhanden bleibt. Der Einweggleichrichter kann jeder geeig-
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nete Gleichrichter sein, z. B. eine Halbleiterdiode, Quecksilbergleichrichter o. a. Es ist somit möglich, die Entladungsfrequenz zu erhöhen und so eine beträchtliche Leistungssteigerung und eine höhere Materialabtrennung unter günstigen Verhältnissen zu erzielen.
Die Abnutzung der Werk-
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Die durch den Einweggleichrichter D abgefilterte Hochfrequenzstromkomponente kann vorteilhaft zur Speisung einer zweiten elektroerosiven Anlage ausgenutzt werden.
Es ist somit möglich, eine hohe Leistungsstei-
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und dieses Verfahren nun auch auf Gebiete zu erweitern, wo bisherige Anlagen keine befriedigenden Ergebnisse lieferten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Speiseschaltung für elektroerosive Hochlei- stungs- Bearbeitungsmaschinen, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Funkenstrecke (*/ aus einem Hochfrequenzgenerator (A) unter Parallelschaltung. eines Kondensators (C) gespeist wird, wobei in der Leitung zwischen dem Hochfrequenzgenerator (A) und dem Kondensator (C) ein Ein-
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(D)Aufladung dieses Kondensators (C) lediglich durch eine Halbwelle des Hochfrequenzstromes ermöglicht.