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Chrenüberdachung bei Kopfbedeckungen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ohrenüberdachung bei Kopfbedeckungen für im Fahrtwind befindliche Personen. Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, eine Verständigung zwischen diesen Personen, die sich z. B. auf Motorrädern befinden, zu erreichen, gleichgültig, ob die Personen nebeneinander oder hintereinander sitzen. Dabei ist es weiterer Zweck der Erfindung, die Verständigung ohne elektrische Hilfsmittel möglich zu machen und im weiteren die Ohrenüberdachung so auszubilden, dass bei Stürzen keine Verletzungsgefahr besteht. Es ist weiterhin erforderlich, eine billige Herstellung und ein angenehmes Tragen. zu ermöglichen, wobei insbesondere Geräusche, die durch den Fahrtwind hervorgerufen werden könnten, den Fahrer nicht belästigen dürfen.
Bekannte Vorrichtungen dieser Art haben den Nachteil, dass entweder das Fahrtwindgeräusch nicht ausgeschaltet werden kann oder durch eine Sogwirkung ein unangenehmer Druck in den Ohren entsteht, weiters dass durch eine Stauwirkung dieser Geräte Kräfte vom Fahrtwind auf den Kopf übertragen werden, die sich unangenehm bemerkbar machen.
Der Zweck der Erfindung besteht darin, die Luft, welche die Schallwellen zur Verständigung überträgt, so an der Ohrenüberdachung vorbeizuführen, dass keine Luftwirbel und damit störende Geräusche entstehen, damit die Sprache des Seiten- oder Hintermannes unverzerrt und lautstark zum Vordermann gelangt.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die mit einem Befestigungsrahmen verbundene Ohrenüberdachung tropfenförmig nach hinten verlaufend auf ihrer Oberfläche mit an sich bekannten strömungsglättenden Rippen versehen ist und an ihrer Rückseite eine Schalleintrittsöffnung aufweist.
Eine zweckmässige Ausbildung besteht weiters darin, dass sich auf der Innenseite der tropfenförmigen Ohrenüberdachung anschliessend an die Schalleintrittsöffnung eine den Schall nach vorn reflektierende Membran befindet und im Bereiche der Helmöffnung eine kalottenähnliche Schalldose angeordnet ist.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung schliesst eine Polsterung des Befestigungsrahmens an einen oberhalb desselben gelegenen Druckpolster an.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. In Fig. 1 ist im Schnitt und teilweise'in perspektivischer Darstellung die Ohrenüberdachung von oben gesehen dargestellt, die tropfenförmig oder muschelähnlich ausgebildet ist, Fig. 2 zeigt die tropfenförmige Ohrenüberdachung ohne die Kopfhaube von vorn gesehen, Fig. 3 ist eine Seitenansicht zu Fig. 2 und Fig. 4 ist eine Unteransicht, Fig. 5 zeigt in Vorder- und Seitenansicht die Ausführungsformen eines Ohrenrahmens.
In Fig. l ist 1 die muschelähnliche oder tropfenähnliche Ohrenüberdachung. Mit 2 ist der Kopf des Trägers bezeichnet, 3 bedeutet das Ohr und 4 sind von hinten auftreffende Schallwellen, die beispielsweise, vom Hintermann ausgesendet werden, bei 5, wie der Pfeil zeigt, weitergeleitet werden und bei 6 reflektiert das Ohr erreichen. 7 ist die die Schallwellen weiterleitende Membran. Diese ist mit einer Hohlniete bei 8 im Gehäuse befestigt, während mittels der Hohlniete 9 die weitere Membran 10 neben der Höröffnung im Gehäuse befestigt ist. 11 ist eine geschlitzte Abdeckscheibe. Durch die rückseitige Öffnung wird der Schall eingeleitet und die Abdeckung dient, um Regen oder Schnee vom Ohr fernzuhalten.
Die tropfenförmige Ohrenüberdachung 1 ist auf dem Ohrenrahmen 12 mittels der Schrauben 13., 14 befestigt, wobei elastische Polster 15 und 16 ein angenehmes, das Ohr entlastendes Tragen gewährleisten. Aus Fig. l ist ebenfalls ersichtlich, dass das Ohr durch diese Polster vollkommen frei-
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gehalten wird, d. h. nirgends am akustischen Verständigungsgerät anliegt. Es ist zu erkennen, dass bei 15 und 16 eine dichte Anlage am Kopf erreicht wird und bei 4 im Ausführungsbeispiel ungefähr im letzten Drittel von der Länge der Ohrenüberdachung 18 eine Ausnehmung 17 vorgesehen ist, durch welche die Schallwellen eintreten können.
Im Ausführungsbeispiel sind weiters noch Strömungsleisten 19,20, 21 angedeutet, die, wie Fig. 2 zeigt, ihren Abstand zueinander nach hinten verringern, d. h. dass der Abstand bei 22,23 grösser ist als bei 24, 25 ; dadurch soll eine Glättung der Strömung erreicht werden, indem die anströmende Luft an die Mittelleiste 19 geführt wird.
Fig. 4 zeigt, dass die Ohrenüberdachung 18 das Ohr vollkommen frei lässt, da, wie die Fig. 5 zeigt, der Ohrenrahmen 12 eine Öffnung 28 aufweist und letzterer durch die Ausnehmung 26 nur mit seinem Rande 27 auf dem Kopf aufliegt, wobei hier noch, wie Fig. l zeigt, Schaumstoffzwischenlagen vorgesehen sind, um etwaige Eigengeräusche der Ohrenüberdachung nicht auf den Kopf selbst zu übertragen.
Als Anwendungsgebiet der vorliegenden Erfindung sind alle Möglichkeiten zu bezeichnen, bei denen im Fahrtwind eine Person oder ein Gegenstand Luftwirbel erzeugt und entgegen diesen Luftwirbeln bzw. entgegen dem Fahrtwind eine Verständigung vom Hintermann zum Vordermann oder umgekehrt, oder vom Seitenmann erreicht werden soll, ohne dass hiebei Mittel, wie sie bei der Übertragung von Nachrichten mittels Draht notwendig sind, angewendet werden müssen, oder dass irgendwelche Vorrichtungen vorhanden sind, welche einen grossen Strömungswiderstand und Druckerscheinungen auf das Ohr hervorrufen und deshalb lästig beim Tragen sind.
PATENTANSPRÜCHE :
EMI2.1
kennzeichnet, dass die mit einem Befestigungsrahmen verbundene Ohrenüberdachung (1) tropfenförmig nach hinten verlaufend auf ihrer Oberfläche mit an sich bekannten strömungsglättendenRippen (19, 20, 21) versehen ist und an ihrer Rückseite eine Schalleintrittsöffnung aufweist.