AT201370B - Aus einem Faserstoffband bestehender Treibriemen und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Aus einem Faserstoffband bestehender Treibriemen und Verfahren zu seiner Herstellung

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AT201370B
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  Aus einem Faserstoffband bestehender Treibriemen und
Verfahren zu seiner Herstellung 
Zum Antrieb von Spinnspindeln und andern rotierenden Maschinenteilen werden vielfach Treibrie- men verwendet, die aus einem Faserstoffband hergestellt sind. Zur Herstellung solcher endloser Treib- riemen werden noch heute die Enden eines gewebten oder geflochtenen Faserstoffbandes in voller Stärke übereinander gelegt und miteinander vernäht. Dadurch entsteht aber eine dicke und schlecht biegsame Überlappungsstelle, die bei Spinnmaschinen bei jedem Umlauf einen Schlag auf die sehr rasch umlaufen- den Spindeln ausübt und dadurch die Maschine schädigt, zu Fadenbrüchen führt bzw. weiche Stellen im
Garn hervorruft. Ausserdem wird der die Bandenden miteinander verbindende Nähfaden sehr schnell durchgescheuert, so dass die Verbindungsstelle sich auflöst.

   Zudem nimmt das Zusammennähen eines neueinzusetzenden Treibbandes sehr viel Zeit in Anspruch. 



   Man hat deshalb auch schon vorgeschlagen, die Enden solcher Antriebsbänder miteinander zu verkleben, um die beim Auswechseln schadhafter Treibbänder entstehenden Stillstandzeiten der Maschinen zu verkürzen, die bisher bei Spinnmaschinen zu einem erheblichen Produktionsausfall führten, weil ein einziges Spindelband ja gleichzeitig mehrere Spindeln antreibt. 



   Dieses Verkleben war aber bisher auf   sogenannte "doppelte" Bänder   beschränkt, weil nach Ansicht der Fachleute nur diese Bänder die Möglichkeit bieten, die Bandenden an der Verbindungsstelle so zu verdünnen, dass beim Übereinanderlegen der Bandenden keine Verdickung entsteht.   Diese"doppelten"Bän-   der bestehen nämlich aus zwei miteinander verwebten oder vernähten Lagen, von denen jede die Stärke eines einfachen Bandes hat. 



   Wenn man nun die beiden Enden eines solchen doppelten Bandes nach der Mittelebene des Bandes auftrennt und am einen Bandende die äussere, am andern Bandende die innere Lage des Bandes auf gleiche Länge abschneidet, so ergeben die stehenbleibenden einfachen Bandenden, von denen jedes nur die halbe Stärke des unverletzten Bandes hat, nach dem Übereinanderlegen und Verkleben eine Überlappungsstelle, welche hinsichtlich ihrer Dicke mit der Normalstärke des unverletzten Bandes übereinstimmt, also keine Verdickung aufweist. 



   Es zeigt sich jedoch, dass auch solche Klebverbindungen nicht imstande sind, den rasch aufeinanderfolgenden Biegungswechseln standzuhalten, denen insbesondere Spindelbänder im Betrieb ausgesetzt sind. Diese Tatsache ist wohl hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass der auf die Bandenden aufgetragene Klebstoff nicht genügend in die glatte, meist appretierte und daher klebstoffabweisende Oberfläche der Bandenden eindringen kann, und dass auch die nur aus einer einzigen Bandlage bestehenden Bandenden noch so steif sind, dass sie infolge der bei den scharfen Umbiegungen an den Riemenscheiben und Umlenkrollen auftretenden hohen Biegebeanspruchungen und Zentrifugalkräften das Bestreben haben, sich tangential abzuspreizen. 



     Bei"einfachen"Spindelbändern,   die wegen ihres geringeren Gewichtes, Preises und Kraftbedarf, sowie ihrer grösseren Biegsamkeit in der Spinnindustrie bevorzugt verwendet werden, trat beim Verkleben der Bandenden schon deshalb ein Misserfolg auf, weil die Bandenden bisher unverdünnt übereinandergelegt wurden. Infolgedessen wird das über die Bandfläche nach innen überstehende Bandende beim Auflaufen gegen den Wirtel losgestossen. Das nach aussen überstehende Bandende dagegen wird durch Zentrifugalwirkung nach aussen gespreizt und dann fortschreitend losgerissen.

   Zudem ist die   Überlappüngsstelle ; in-   folge des Übereinanderlegens der   unverdünnten   Bandenden verdickt und hat daher die gleichen schlechten Laufeigenschaften, die vorstehend mit Bezug auf Treibbänder mit übereinandergenähten Enden beschrieben wurden. 

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   Es ist bekannt, die Enden textiler Treibriemenkeilförmig zuzuschärfen und miteinander zu verkleben. 



  Dieses Zuschärfen wird mit Messern vorgenommen, wobei die Fäden glatt abgeschnitten und die Schnittfläche durch den Druck des Messers zusammengedrückt und geradezu geglättet wird. Der Klebstoff kann in die so verdichtete Oberfläche der Schnittstelle nicht eindringen und die Klebstelle hat daher nur eine geringe Festigkeit. 



   Die Erfindung betrifft einen aus einem Faserstoffband bestehenden Treibriemen, insbesondere für Spinnmaschinen, dessen einander   überlappende.,   keilförmige Enden miteinander verklebt sind, jedoch überaus fest zusammenhalten, so dass die Treibriemen auch hohen Beanspruchungen gewachsen sind, die z. B. beim Antrieb von spinnspindeln auftreten. Für diesen Zweck wurde ein keilförmiges Zuschärfen der Bandenden bisher nicht für möglich gehalten, weil man überhaupt ein Zerstören und Herauslösen des Schusses aus dem Band befürchtete. 



   Demgegenüber besteht die Erfindung gerade darin, dass die Enden des Bandes zur Erhöhung der Klebwirkung aufgerauht sind. Diese Aufrauhung wird nach einem gleichfalls einen Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren dadurch sehr vorteilhaft erzielt, dass die Bandenden an den einander zugekehrten Seiten im Bereich ihrer Überlappung durch Abschleifen verdünnt werden. Hiebei wird das Bandende an dem Umfang einer Schleifscheibe od. dgl. entgegen der Drehrichtung derselben von innen nach aussen fortschreitend vorbeibewegt. 



   Durch das Abschleifen ergibt sich der besondere Vorteil, dass der Klebstoff beim Auftragen leicht in den aufgelockerten Faserstoff eindringen kann. Ausserdem entstehen an den Bandenden aufgespleisste, faserige Fadenenden, die sich beim Übereinanderlegen der beiden Bandenden gegenseitig durchdringen und zwischeneinanderlegen. Die Verklebung der beiden Bandenden wird dadurch sehr innig, leicht biegsam   undäusserstwiderstandsfahiggegenalleauftretendenLaufbeanspruchungen, Das Abschleifen   der Bandenden erfolgt vorzugsweise mittels einer rasch rotierenden Schleif-, Raspel-, Feil-,   Fräs- oder   Schmirgelscheibe, gegen deren Umfang das Bandende angedrückt und entgegengesetzt zur Drehrichtung der Scheibe so von innen nach aussen an dieser vorbeibewegt wird, dass das äusserste Ende des Bandes zuletzt mit der Scheibe in Berührung kommt. 



   Ein erfindungsgemäss zubereitetes und verklebtes Faserstofftreibband kommt den bekannten vorzüglichen Laufeigenschaften eines viel teureren endlos gewebten Treibbandes annähernd gleich, ohne jedoch dessen Nachteil aufzuweisen, welcher darin besteht, dass ein "endlos gewebtes" Band nur in solchen Maschinen verwendet werden kann, bei deren Konstruktion besondere Mittel für das Einsetzen von endlosen Treibriemen vorgesehen sind. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Aus einem Faserstoffband bestehender Treibriemen, insbesondere für Spinnmaschinen, dessen einander überlappende keilförmige Enden miteinander verklebt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden des Bandes zur Erhöhung der Klebwirkung aufgerauht sind.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung eines Treibriemens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandenden an den einander zugekehrten Seiten im Bereiche ihrer Überlappung durch Abschleifen verdünnt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuschärfen der Bandenden mittels einer rotierenden Schleifscheibe od. dgl. vorgenommen wird, an deren Umfang das Bandende entgegen der Drehrichtung der Scheibe von innen nach aussen fortschreitend vorbeibewegt wird.
AT201370D 1957-11-05 1957-11-05 Aus einem Faserstoffband bestehender Treibriemen und Verfahren zu seiner Herstellung AT201370B (de)

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