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Effektlack Als Anstrich von technischen Geräten, Maschinen und anderen Bauteilen werden häufig Effektlacke, sogenannte Hammerschlaglacke verwendet.
Zur Herstellung derartiger Lacke ging man bisher so vor, dass man dem Klarlack eine ausreichende Menge von Metallpigment in Schuppenform, vorwiegend Aluminium, Kupfer und Messing vom
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(1J ; Aufspritzen auf horizontale Flächen geeignet.
Werden geneigte oder senkrechte Flächen gespritzt, so treten Ablauferscheinungen auf, welche die zunächst gebildeten Krater verzerren oder zum völligen ZerHiessen bringen.
Dieser Erscheinung versuchte man bisher dadurch zu begegnen, dass man entweder schnell trocknende Lacksysteme mit steiler Viskositätskurve verwendet, im Bereich der höchstmöglichen Viskosität spritzt oder aus der Vielzahl der möglichen Bindemittel solche auswählt, welche mehr oder weniger ausgeprägte thixotrope Eigenschaften besitzen.
Man ist dadurch zu einer engen Auswahl von
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schmaler Viskositätsbereiche und festgelegter Arbeitsbedingungen gezwungen, was dem Hammer-
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den, was oft einen einschneidenden Verzicht auf höchste Anstrichqualität und rationelle Preisgestaltung bedeutet. Auch führen geringe, in der Praxis nicht vermeidbar Abweichungen von den ge-
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(Hammersehlaglack), der vorzugsweise für das Aufspritzen auf nicht horizontale Flächen geeignet ist.
Ein solcher besteht aus Klarlack, einer Metallschun- penpigmentpaste, einem Lösungsmittel und gegebenenfalls einer Siliconfettdispersion und Farbstoffen. Die Erfindung besteht darin, dass die zur Herstellung des Lackes zu verwendende Pigmentpaste (neben dem Lösungsmittel) aus Metallpig- ment in Schuppenform (beispielsweise Aluminium, Kupfer oder Messing) besteht, in dem die Metallteilchen mit einem organophilen Alkylammoniumbentonit in solvatisierter Gelform umhüllt sind. Eine derartige Paste lässt sich mit den üblichen Klarlacken mischen, wodurch ein qualitativ hochwertiger Hammerschlaglack erzielt wird, der auch auf nicht horizontalen Flächen keine Verzerrung oder Zerstörung der Krater"aufweist.
Gemäss einem Ausführungsbeispiel wird eine, in einem erfindungsgemässe hergestellten Lack verwendete Paste aus 26 Gew.-% feinen Aluminiumschuppen, wie sie für Hammerschlaglacke als bekannt vorausgesetzt werden, 14 Gew.-% hocharomatischen Lösungsbenzin, 10 Gew. -% Dimethyl-
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! decylammoniumbentonit,ammoniumbentonites kann beispielsweise entweder bereits während der Nassvermahlung der Metallschuppen in der Kugelmühle erfolgen oder es wird dem fertigen Schuppenpigment das pastöse Gel einverleibt, welches mit allen oder einem Teil der Lösungsmittel solvatisiert wird.
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spiel ist besonders geeignet für lufttrocknende und ofentrocknende Bindemittel, welche vorwiegend benzin-und benzohlkohlenwasserstoffverträglich' sind.
Eine Metallpaste, welche besonders für stark polare Reaktionslacksysteme und Nitrolacke geeignet ist, besteht gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel aus : 30, 2 Gew. -% feinen Aluminiumschup- I pen, 11, 5 Gew.-% Octadecylammoniumbentonit.
46,8 Gew.-% Butylacetat und 11, 5 Gew.-% Toluol (Paste II).
Die Zugabe des Octadecylammoniumbentonits kann, wie beim ersten Ausführungsbeispiel be- schrieben, entweder während der Mahlung del Aluminiumschuppen oder in die bereits fertige Paste erfolgen.
Die Herstellung des erfindungsgemässen Lackes ( wird durch weitere Ausführungsbeispiele, die sich auf fertige Lacke beziehen, erläutert, wobei die oben genannten Pasten-Ausführungsbeispiele (Paste J und II) verwendet werden.
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Lack-AusführungsbeispielI :
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<tb>
<tb> Gew.-Teile
<tb> Styrolisiertes <SEP> Alkydharz <SEP> 34
<tb> Athylacetat <SEP> 21
<tb> 10% <SEP> ige <SEP> Siliconfettdispersion <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP>
<tb> Paste <SEP> II <SEP> 6,2
<tb> Kobaltoctoat <SEP> 0, <SEP> 45 <SEP>
<tb> Toluol <SEP> 37
<tb> Farbstoff <SEP> nach <SEP> Bedarf
<tb>
Lack-Ausführungsbeispiel II :
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<tb>
<tb> < ew.-ieile
<tb> Handelsüblicher <SEP> Nitrolack <SEP> 20
<tb> Paste <SEP> II <SEP> 2
<tb> Butylacetat <SEP> 10
<tb> Farbstoff <SEP> nach <SEP> Bedarf
<tb> 10%ige <SEP> Siliconfettdispersion <SEP> 0,2
<tb>
Lack-Ausführungsbeispiel III :
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<tb>
<tb> Gew.-leile
<tb> Fettsäuremodifiziertes <SEP> Athoxylinharz <SEP> 13
<tb> Paste <SEP> I <SEP> 2
<tb> Xylol <SEP> 19
<tb> Kobaltoctoat <SEP> 0,1
<tb> Farbstoff <SEP> nach <SEP> Bedarf
<tb> 10 <SEP> ige <SEP> Siliconfettdispersion <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP>
<tb>
Lack-Ausführungsbeispiel IV:
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<tb>
<tb> stew.- <SEP> 1 <SEP> elle <SEP>
<tb> Athoxylinharz <SEP> 11
<tb> Athylacetat <SEP> 6
<tb>
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<tb>
<tb> Paste <SEP> II <SEP> 2, <SEP> 75 <SEP>
<tb> 10% <SEP> ige <SEP> Siliconfettdispersion <SEP> 0, <SEP> 04 <SEP>
<tb> Aminhärter <SEP> 5, <SEP> 5 <SEP>
<tb> Farbstoff <SEP> nach <SEP> Bedarf
<tb>
PATENTANSPRÜCHE :
1.
Effektlack, der den Hammerschlageffekt zeigt und der aus Klarlack, einer Metallschuppenpigmentpaste, einem Lösungsmittel und gegebenenfalls einer Si ! iconfettdispe ? sion und Farbstoffen be-
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teilchen mit einem, mit Hilfe einer organischen Solvatationsflüssigkeit gequollenen Gel von Alkylammoniumbentoniten umhüllt sind.