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Grünmalzwender.
Durch das Stamm-Patent Nr. 13315 ist ein Grünmalzwender mit pendelnd aufgehängten, ungleich langen Schaufeln geschützt, welche eine gleichförmige Umdrehung erhalten. Diese gleichförmige Schaufelbewegung ist aber in bezug auf den Wurf des Malzgutes nicht ganz einwandfrei, denn die kurzen Schaufeln werfen, weil die Wendeschaufelwelle bei dieser Arbeit entgegen der Bewegung des Malzwenders auspendelt, das Malzgut verhältnismässig etwas weiter über den Pflug hinweg als die sich mit gleicher Winkelgeschwindigkeit drehenden langen Schaufeln,
die beim Abwerfen des Malzes in Richtung der Transportbewegung des Wenders auspendeln und sich dabei von dem durch sie behandelten zugehörigen Teil des Unterstiches sowohl um den vom Malzwender während des Unterstiches zurückgelegten Weg als auch um die Grösse der Pendelschwingung der Schaufelwelle entfernt haben. Sofern nun die langen Schaufeln im Verhältnis zu den kurzen eine grössere Winkelgeschwindigkeit erhalten, wird der erwähnte Übelstand behoben und dies geschiebe bel dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung durch die Verwendung eines Eitipsenräderpaares, welches die Wendeschaufelwelle in Umdrehung versetzt.
Weiter wird das Pendeln der Wendeschaufelwelle nicht wie beim Stamm-Patent Nr. 13315 durch zwei Exzenter bewirkt, sondern durch einen einzigen, der auf der Schaufelwelle lose angeordnet ist und durch einen Anschlag mit den Ellipsenrädern mitgenommen wird. Bei der wechselnden Förderbewegung des Malzwenders bewegt sich dieser Anschlag entsprechend der erforderlichen Voreilung des Exzenters gegen die grosse Achse der El1ipsonräder, so dass bei der Vor-und Rückwärtsbewegung des Wenders das Pendeln der Schaufelwelle stets in richtiger Weise vor sich geht.
Die Wendeschaufelwelle h mit den langen Schaufeln h1 und den kurzen Schaufeln 11' !. ist zu beiden Seiten des Wenders ausserhalb der Stirnseiton f mittels des Armes. pendelnd
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welle für die Schaufeln und auf derselben ist das Ellipsenrad 2 befestigt, welches mit einem zweiten, auf der Wendesehaufelwelle h festsitzenden Ellipsenrad 3 in Eingriff steht. Auf der Schaufelwelle h ist ausserdem lose der Exzenter 4 angeordnet, in dessen
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Der Exzenter 4 besitzt einen Anschlag 7, welcher in einen Bogenschlitz 8 des Ellipsen- rades 3 hindurchgreift und bewirkt, dass sich mit dem letzteren auch der Exzenter 4 dreht. Bei der auf der Zeichnung angenommenen und durch Pfeile angedeuteten Förder- bewegung des Malzwenders und entsprechenden Umdrehungsrichtungen der Ellipsen 2 und 3 kuppelt sich der Anschlag 7 des Exzenters 4 mit dem Ellipsenrade 3, wie ge- zeichnet ; bei der entgegengesetzten Bewegung des Wenders und entgegengesetzten Drehung der Ellipsenräder würde der Anschlag 7 an der anderen Seite des Bogenschlitzes 8 stehen. Dadurch wird die erforderliche Voreilung des Exzenters 4 in bezug auf die grosse Achse des EHipsenrades 3 bei jeder Bcwegungsrichtung des Malzwenders gewahrt.
*) Erstes Zusatz-Patent Nr. 15414.
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Die Arbeitsweise der Wendescbaufeln ist im allgemeinen die gleiche wie in der Patentschrift Nr. 13315 beschrieben, nur dass die Wendesehaufelweltle eine ungleichförmige Bewegung hat. Wenn die kurzen Schaufeln den Oberstich des zu wendenden
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den Phut v durch die langen Schaufeln ho, mach Fig. 3, wo die Bewegung des Ellipsenrades 2 ins Schnelle übersetzt ist. Daran folgt, dass d, ie sich langsamer umdrehenden kurzen Schaufeln h2 den Oberstich nicht so weit jenseits des Pfluges v befördern, als die schneller umlaufenden langen Schaufeln ht, die den Unterstich'mit grösserer Geschwindigkeit abwerfen.
Dieser Unterschied zwischen den Wurfweiten der kurzen und langen Schaufeln wird aber dadurch wieder vollständig ausgeglichen, dass die kurzen Schaufeln h2 entgegengesetzt der Transportbewegung des Wenders, also nach dem-Pfluge v hin, auspendeln, während sich die langen Schaufeln h1 beim Abwerfen des Malzes über den Pflug v von letzterem infolge der entgegengesetzten Pendelschwingung der Wendeschaufelwelle h entfernen. So kommt denn beim gewendeten Malzgut der Unterstich der langen Schaufeln genau auf den von den kurzen Schaufeln geworfenen Oberstich zu liegen, so dass also das Wenden des Malzgutes in technisch vollendetster Weise geschieht.
Die langen Schaufeln hj erleiden dabei von ihrer senkrechten Stellung (Fig. 1), in welcher die Winkelgeschwindigkeit der Wendeschaufelwelle A am grössten ist, eine zunehmende Verzögerung in der Bewegung.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eine Ausführungsform des durch das Stamm-Patent Nr. 13315 geschützten Grün- malzwenders mit pendelnd aufgehängten, ungleich langen Schaufeln, gekennzeichnet durch die Anordnung eines den Antrieb der Wendeschaufelwelle h besorgenden Ellipsenräderpaares 2, 3, zu dem Zwecke, den ungleich langen Schaufeln eine verschieden grosse Winkelgeschwindigkeit zu geben.
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