AT200599B - Verfahren zur Herstellung von gehärteten Reibscheiben aus Baustahl, insbesondere Kupplungslamellen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gehärteten Reibscheiben aus Baustahl, insbesondere KupplungslamellenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von gehärteten Reibscheiben aus Baustahl, insbesondere Kupp- lungslamellen Lamellen aus gehärtetem Stahl werden als Kupplungselemente vorzugsweise wegen ihres geringen Verschleisses und ihrer billigen Herstellung verwendet. Ein Nachteil der Stahllamellen mit blanker, metallischer Reibfläche ist ihr über die Gebrauchszeit veränderlicher Reibwert, welcher während der Einlaufzeit der Lamellen um bis zu 50% geringer werden kann. Da die Lamellenkupplungen in vielen Fällen ein bestimmtes, begrenztes Drehmoment übertragen sollen, so ist dieser Abfall des Reibwertes unerwünscht. Durch einen vorausgehenden Einlaufvorgang kann der Reibwert nicht genügend schnell auf den Betriebswert abgesenkt werden, da hiezu mehrere tausend Vollastschaltungen notwendig sind. Auch durch Läppen der Berührungsflächen kann nur eine teilweise Annäherung des Reibwertes an den des Gebrauchszustandes erreicht werden. Oberflächenbehandlungen durch Phosphatieren, Dampfanlassen u. ähnl. führen ebenfalls nicht zu einer befriedigenden Lösung, ganz abgesehen davon, dass diese Behandlungen mehr oder weniger die Herstellungskosten der Lamelle erhöhen. Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung von gehärteten Reibscheiben aus Baustahl, insbesondere Kupplungslamellen und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Härtung erst nach dem mechanischen Fertigbearbeiten der Lamellenoberfläche, insbesondere unter Anwendung von Stickstoff abgebenden Mitteln erfolgt. Der Reibwert von so gehärteten neuen Stahllamellen ist demjenigen von gut eingelaufenen Lamellen angeglichen und erfährt während des Betriebes keine nennenswerten Änderungen mehr. Besonders geeignet für den vorliegenden Zweck sind das Härten in einem Cyanidbad und das Karbonitrierverfahren. In Ergänzung dieser chemischen und härtemässigen Beeinflussungen der Randzone der Lamelle soll nach der Erfindung ferner das Abschrecken der Lamellen in einem Salzbad, beispielsweise in einer Schmelze von Natrium- und Kalisalpeter vorgenommen werden. Hiedurch wird an der Oberfläche der Lamellen eine Oxydschicht erzeugt, die ohne Kostenaufwand eine zusätzliche Erhöhung der Belastbarkeit der Lamellen ergibt. Es ist bekannt, die Härtung der Oberfläche von auf Flächenpressung beanspruchten Maschinenteilen aus Nitrierstählen erst nach der mechanischen Bearbeitung der Teile vorzunehmen, damit die Oberfläche zur mechanischen Bearbeitung weich genug ist. Der Zweck dieser Wärmebehandlung ist also verschieden von dem Zweck der Wärmebehandlung nach vorliegender Erfindung. Das bekannte Verfahren wird bei Teilen angewandt, die ausser sehr hoher Flächenpressung (bis zu 700 mal höher als die Flächenpressung von Reiblamellen) auch hohe Kernhärte benötigen. Die hiefür geeigneten Stähle sind hoch legiert und entsprechend teuer. Demgegenüber haben Kupplungslamellen erheblich geringere Flächenpressung auszuhalten und müssen lediglich Oberflächenhärte besitzen. Daher können als Werkstoff Baustähle üblicher Zusammensetzung verwendet werden, die auch eine kürzere Behandlungszeit erfordern als die Nitrierstähle. Ein weiteres bekanntes Verfahren bezweckt, die Oberfläche von Bremsbacken oder Kupplungsund Bremsbelägen einem Überkohlungsverfahren zu unterwerfen, um sie besonders verschleissfest zu machen. Hier ist jedoch die Reihenfolge der Bearbeitungsgänge der behandelten Teile gleichgültig. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von gehärteten Reibscheiben aus Baustahl, insbesondere Kupplungslamellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Härtung erst nach dem mechanischen Fertigbearbeiten der Lamellenoberfläche, insbesondere unter Anwendung von Stickstoff abgebenden Mitteln erfolgt. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
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- 2. Verfahren nach Anspruch'l, dadurch gekennzeichnet, dass das einen Bestandteil des Härteverfahrens bildende Abschrecken der Lamellen in einem Salzbad vorgenommen wird, welches auf der Oberfläche der gehärteten Lamellen eine Oxydschicht erzeugt, beispielsweise eine Schmelze von Natrium- und Kaliumsalpeter. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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