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Regelbare Dampfschleierfeuerung.
Bei denjenigen rauchverzehrenden Feuerungen, deren Wirkung auf die Anwendung von sich über den Rost verbreitenden Dampfstrahlen oder Dampfschleiern beruht, hat man bis heute den Dampf entweder dauernd in gleicher Stärke über die Brennschicht wirken lassen, oder aber die auf eine bestimmte Anfangsstärke eingestellten Dampfstrahlen durch eine Steuervorrichtung entsprechend der Rauchgasabnahme während der jeweiligen Beschickungsperiode allmählich einschränken lassen.
Dies allein genügt namentlich bei Feuerungsanlagen, deren Betrieb grossen Schwankungen unterworfen ist, nicht, wie es ans folgendem Beispiele aus dem Lokomoth betriebe hervorgeht.
Die Lokomotivfenernng wird bekanntlich teils mit künstlichem Luftzuges, u. zw. bei offenem Dampfregu) ator, d. i. bei arbeitender Maschine, teils mit natürlichem Luftzuge, und zwar bei geschlossenem Regulator, d. i. Lei Stillstand und Leerlauf der Lokomotive betrieben.
Im ersteren Falle muss der über die Brennschicbt wirkende Dampfschleier entsprechend der forcierten Verbrennung mit einer gewissen Stärke wirken ; im zweiten Falle wirkt jedoch die für den ersten Fall ermittelte grössere Dampfmenge auf die Feuerung ungünstig ein, indem sie die in diesem Falle wonig aktive Brennschicht ahscbwärzt, die Temperatur des Feuerraumes nach einiger Zeit unter die Eutzündungstemperatur der Kohlenwasserstoffgase drückt, so dass ein gewisser nicht zu beseitigenden Rauch wahrnehmbar wird, endlich erzengt bei stillstehender Lokomotive der für die Fahrt eingestellte forcierte Dampfschleier ein wahrnehmbares Geräusch, welches unter Umständen störend sein kann,
indem Signale
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Drosselung des Rauchschiebers plötzlich verringert wird.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Einrichtung, die dazu dient, die Feuerung auch in gedachter Richtung von der Bedienungsmannschaft unabhängig zu stellen und besteht im wesentlichen ans einer in die Dampfschteierteitung eingeschalteten Absperr- bezw. Reguliervorrichtung (Schieber etc.) welche von jenem Organe, das die Luftzugswirkung der Feuerung dirigiert (z. B. der Dampfregulator der Lokomotive oder das Stellwerk des Rauchschiebers bei stationären Kesselanlagen) derart betätigt wird, dass
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In untenstehender Zeichnung ist eine Ausführungsform der vorliegenden Neuerung ; und zwar jene Anwendungsart des Dampfschleierreglers dargestellt, wo beim Lokomotiv-
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tragung derselben auf den Schieber jC und' den Ventilkörper J dient.
Die Funktion dieser Einrichtung ist nun folgende : Wird der Lokon ivegulator auf ein gewisses Mass abgesperrt, so bewirkt er, dass die Spindel F eingestossen wird, wodurch der Schieber 0 mit dem Ventilkörper J derart verstellt werden, df die Dampfschleierleitung gedrosselt und die Hilfsbläserleitung eröffnet wird. Wird der i, mpfregulator wieder auf das gewisse Mass eröffnet, so wird die Spindel F freigegeben und die Hilfs- b ! a. serleitung abgesperrt und der Dampfschleierzufluss vergrössert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dampfschleierregler für Feuerungen, bei welchen Dampfstrahlen oder Dampfschleier über die Brennschicht verbreitet werden, gekennzeichnet durch eine in der Dampfleitung der Dampfschleierleitung angeordnete Al) sperrvorrichtung bezw. Drosselvorrichtung (Schieber etc.), welche von jenem Organe, das die Luftzugswirkung dirigiert, derart betätigt wird, dass bei Verminderung des Luftzuges der Zufluss zum Dampfschleier verringert bezw. bei Vermehrung des Luftzuges der Zufluss zum Dampfschleier vergrössert wird.