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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu 1 91 34.
GEORGE SHENTON ix LONDON.
Vorrichtung zur Beseitigung von Staubablagerungen in Teppichen u. dgl.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf diejenige Gattung von Vorrichtungen zur Beseitigung von Staubablagerungen, zum Reinigen von Teppichen u. s. w., bei welchen eine
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welches sie zu durchstreichen hat. In ersterem Falle sammelte sich der Staub ia der Filterschicht an und verstopfte letztere sehr bald und es war für eine hinreichende Wirkung eine sehr starke Luftleere und ein grosser Aufwand an Kraft nötig. Im zweiten Falte benötigte das Mindurchleiton der mit Staub geschwängerten Luft durch das Wasser ebenfalls eine besondere Kraft und in beiden Fällen musste zwischen dem Saugkopf oder df'r Bürste und der Pumpe oder dem Absauger eine Zwischenkammer von grossen Abmessungen angeordnet werden.
Ferner hat man vorgeschalgen, die mit Stanb geschwängerte Luft unmittelbar durch
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praktisch ist.
Zweck dewr vorliegenden Erfindung ist, die Verwendung einerZwischenkammer in Wegfall und eine Vorrichtung in Anwendung zu bringen, in welcher der Widerstand gegen den
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geringste Mass beschränkt ist, während die Vorrichtung selbst als Ganzes eine gedrungenere FormerhältundderStaubleichterweggeschafftwerdenkann.
Nach vorliegender Mrtindung wird auf der Saugseite der Pumpe in den Verbindungsschlauch genan oder nabezu an demjenigen Punkt, bei wlechem die mit Staub geschwängerte Luft in die Pumpe oder den Absauger eintritt, Wasser oder eine andere Flüssigkeit in Form eines Strahtes oder in anderer Foi, eingeführt : dieses Wasser schlägt den Staub nieder und verwandelt ihn in Schlamm, welcher dann zusammen mit der Luft von der Pumpe abgesaugt und dorthin befördert wird, wo man es wünscht. Es kann in gewissen Fällen der schlamm teilweise oder insgesamt durch geeignete Einrichtungen, wie z. B. einen in den Verbindungsschlauch eingesetzten Fänger oder dgL, abgeführt worden, ehe er in die
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Fig. 1 der eine Ausführungsform der gekennzeichneten Vorrichtung nebst einigen Ab- änderungen darstellenden Zeichnung zeigt eine Ansicht der vollständigen, auf einem Wagen untergebrachten Vorrichtung und Fig. 2 einen teilweisen Querschnitt nach Linie 1-2 in Fig. 1. Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen abgeänderte Formen der Mittel zum Einführen der Flüssigkeit.
Auf dem Wagen oder fahrbaren Gestell a befindet sich eine Dreh-oder Kreisel-
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Staat)-und Jjntzulettungsrohr d zur Pumpe ist ohne Zwischenkammer durch einen Schlauch mit dem Saogkopie oder der Bärste f verbunden, welcher oder welche über die von Staub zu reinigenden Flacher hinweggefuhrt wird.
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Pumpe in Verbindung, die am besten von derjenigen Gattung ist, bei welcher sowohl der Pumpeninnenkörper als auch das Gehäuse sich zusammen um exzentrische Achsen drehen. Diese Gattung von Pumpen ist für den angestrebten Zweck sehr geeignet, obgleich auch andere Pumpen verwendet werden können, die den Schlamm und die Luft absaugen.
Es kann, wie in Fig. 1 angedeutet, die Pumpe durch einen Elektromotor j angetrieben werden, der in geeigneter Weise mit einer beliebigen Elektrizitätsquelle verbunden sein kann.
Beim Betriebe der Pumpe durch den Motor wird in dem Schlauch e eine Luftleere geschaffen, welche den Staub durch den Saugkopf f hindurch von den Flächen abzieht, über welchen der Saugkopf hinweggeführt wird. Die mit dem Staube geschwängerte Luft strömt in den Schlauch zur Pumpe, an deren Zutrittsstellen sie mit dem Wasserstrahl zusammenkommt, der auf den Staub einwirkt und diesen in Schlamm verwandelt. Dieser gebildete Schlamm geht dann zusammen mit der Luft durch die Pumpe und wird an einen Graben oder dgl. abgegeben.
Das Wasser kann dem Schlauch oder der Pumpe in Form eines Sprühregens oder in anderer Form zugeführt werden, wie es auch in gewissen Fällen in den Schlauch oder in den Luftkanal im Saugkopf selbst geleitet werden kann. Wo das Zuführen von Wasser in den Schlauch notwendig ist, kann die in Fig. 3 und 4 ersichtliche Vorrichtung zur Verwendung kommen. Fig. 3 zeigt ein zylindrisch oder ähnlich gestaltetes Gehäuse k, welches einen Teil des Schlauches e oder ein in denselben eingesetztes Rohr umschliesst und durch ein Rohr kl mit der Wasserzuleitung in Verbindung steht.
Der vom Gehäuse umschlossene Teil des Schlauches e ist bei k2 durchbrochen, so dass Wasser hindurchströmen und in Form von Sprühregen an die mit Staub geschwängerte Luft herantreten kann-
Bei der Anordnung nach Fig. 4 steht der Schlauch e durch einen Stutzen o mit Rohransatz 01 mit der Pumpe in Verbindung. An diesem Rohransatz befindet sich eine Brause o so dass das Wasser in Sprühregenform gegen die vorüberziehende und mit Staub geschwängerte Luft herangeleitet wird.
In manchen Fällen kann ein abnehmbarer Fänger oder ein Sammelbehälter p an der Eintrittsstelle oder in der Nähe dieser Eintrittsstelle zur Pumpe vorgesehen sein. wie in Fig. 5 ersichtlich, so dass etwa in diesem Behälter sich absetzender schwerer Schlamm herausgenommen werden kann. In manchen Fällen ist es möglich, nahezu die gesamte Menge von Schlamm in dieser Weise zu entfernen, d. h. mit Ausnahme der feineren
Schlammteilchen, die zusammen mit dem Wasser durch die Pumpe hindurchgeleitet werden.
Manchmal kann es sich auch empfehlen, Hindernisse in die Leitung einzusetzen, wie vorstehende Flanschen oder Teilwände, welche die Durchgangsflächen für die Luft nicht vermindern, aber ein Zurückhalten des Schlammes zum Zwecke seiner Entfernung bewirken.
PATENT-A NSPRÜCHE :
1. Eine Vorrichtung zur Beseitigung von Staubablagerungen, zum Reinigen von Teppichen, Möbeln u. dgl. von Staub, bei welcher Vorrichtung ein den Staub sammelnder Saugkopf oder Sammelapparat mit einer Luftleere hervorrufenden Pumpe oder einem Luftabsauger in Verbindung gteht, dadureli gekennzeichnet, dass Wasser in Form von Sprühregen oder eines fortlaufenden Strahles in den Strom der mit Staub geschwängerten Luft eingeleitet wird, so dass das Wasser den Staub niederschlägt und denselben in Schlamm verwandelt, welcher entweder zum Teil oder in seiner Gesamtheit zusammen mit der Luft durch die Pumpe oder den Absauger abgesogen und an der gewünschten Stelle abgelagert oder in einer Kammer an der Eintrittsseite der Pumpe gesammelt wird.