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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 18796. AUGUSTE CAMILLE EDMOND RATEAU IN PARIS.
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Bekanntlich werden, um sowohl bei Wasserhaltungen als auch in anderen Betrieben grosse Hubhöhen zu erhalten, Schleuderpumpen verwendet, bei welchen zur Erzielung eines grösseren Nuti : effektes die Hauptpumpe unter Druck gespeist werden muss, zu welchem Zwecke eine Hilfspumpe verwendet wird. Da es erforderlich ist die die Speisung der Hauptpumpe besorgende Hilfspumpe mit geringerer Geschwindigkeit anzutreiben als die Hauptpumpe, wurde diese direkt von der Dampfturbine aus und die Hilfspumpe mittels eines Vorgeleges angetrieben. Derartige Vorgelege müssen bei Schleuderpumpenanlagen der erwähnten Art gegenüber den gewöhnlichen Zahnradütersetzungen sehr sorgfältig ausgeführt
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vermieden, da sowohl die Haupt- als auch die Hilfspumpe auf derselben Welle ohne Zwischengetriebe angeordnet ist.
Die Anlage ist ferner mit einem Kondensator versehen, welcher von einer von der zu hebenden Flüssigkeit entnommenen Menge gespeist wird. Auch die hh-zu dienende Pumpe arbeitet auf der von der Dampfturbine direkt angetriebenen Welle.
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besonders für Wasserhaltungen in Bergwerksbetrieben von grosser Bedeutung ist.
Da die Hilfspumpe auf derselben Welle sitzt wie die Hauptpumpe und sich daher
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betragende Förderhöhe besitxt.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt die Schleuderpumpenanlage zum Teil in Ansicht und zum Teil im Schnitt und Fig. 2 ist eine Draufsicht.
Der Dampf tritt durch das Rohr 2 und ein Reglherventil in das ein oder mehrere bewegliche Turbinenräder enthaltende Gehäuse 1 ein und wird aus demselben durch das Rohr 3
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Hauptpumpe gelangende Wasser wird bei der Eintrittsönunng 21 der Hilfspumpe in den von dem Gehäuse 16 gebildeten Raum angesaugt.
Auf der Welle sitzt ferner ein den Kondensator betätigendes Rad 22, welches durch die Öffnung 23 Wasser aus dem durch das Gehäuse 16 gebildeten Raum saugt und es
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Wasser durch den Kanal 26 zur Eintrittsöffnung 27 des Kondensators 28 geleitet wird, aus dem es zusammen mit dem Kondensat bei 29 austritt. Dieses aus dem Kondensator austretende Wasser wird durch ein Rohr 30 bei 31 wieder in das Gehäuse 16 zurück- geführt. Das Druckrohr eines auf dem Ende der Dampfturbinenwelle sitzenden Schlenderventilators 32 fuhrt die Luft in die zur Regelung der Geschwindigkeit dienende Vorrichtung.
Die Turbine sowie sämtliche Pumpen sind auf einer gemeinsamen Grundplatte 41 angeordnet.
Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist nun folgende : Das Rad 8 der Hauptpumpe
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Raum 9 erfüllende Wasser wird von der Hilfspumpe 13 geliefert. In diese gelangt das Wasser aus dem Wasserbehälter durch die Saugöffnung 21. Die Hilfspumpe saugt das Wasser auf einige Meter an und führt es mit einem von ihrer Grösse abhängigen Druck der Hauptpumpo 8 zu. Die letztgenannte Pumpe fördert dann das Wasser auf die gewünsche Höhe. Das in den Sammelkanal 17 der Hilfspumpe 13 gepresste Wasser tritt bei 18 aus, gelangt durch das Rohr 19 zur Saugöffnung 20 der Hauptpumpe und von hier in das Druckrohr 12.
Wenn im Bedarfsfalle an den Damefanstritt der Turbine ein Kondensator angeschlossen ist, so wird dieser nach vorliegender Erfindung \on einer kleinen Schleuderpumpe 22 am Ende der Welle gespeist. Diese Schleuderpumpe saugt aus dem Gehäuse 16 wie die Hilfspumpe Wasser an, welches durch den Sammelkanal 24 zur Austrittsöffnung 25 und durch das Rohr 26 zum Kondensator gelangt. Dieses Wasser kondensiert den von der Turbine abströmenden Dampf und strömt mit dem Kondenswasser durch das Rohr 30 und die
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Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, mit einem geringen Aufwand an Arbeit die Kondensation des Dampfes zu ermöglichen und dadurch die Leistungsfähigkeit der Dampfturbine wesentlich zu erhöhen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schleuderpumpenanlnge mit Dampfturbinenantrieb, bei welcher die von einer Dampfturbine direkt angetriebene Hauptpumpe unter Druck von einer direkt und gegebenenfalls zweiseitig saugenden Hitfspumpe gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, dass auf der von der Dampfturbine direkt angettiobenln Wolle auch die Hilfspumpe angeordnet ist und mit derselben Geschwindigkeit wie die Hauptpumpe angetrieben wird. zu dem Zwecke, unter gleichzeitiger Vermeidung von Zwischengetriehen zwischen der Hilfspumpe und der mit grosser Tourenzahl rotierenden thunpfturbine beide Pumpen in gedrängter Form in einem einzigen Gehäuse vereinigen zu können.