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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 18788. THOMAS HOUGH IN ANDERTON BEI CHARLEY (ENGLAND).
Ventilator.
Die Erfindung betrifft Ventilatoren für Lampen, Bahnwagen, Gebäude, Schiffsräume und-kabinen, Kamine und solche zum Aussaugen von Gasen aus geschlossenen Räumen oder Kammern. Der Ventilator eignet sich insbesondere für Lampen, die Paraffin-oder sonstiges Öl oder auch Ölgas brennen, wie solche an Lokomotiven und Eisenbahnzügen.
Fahrrädern, Motorwagen u. dgl. in Gebrauch stehen.
In den Zeichnungen ist Fig 1 eine Seitenansicht, zum Teile im Schnitt : Fig. 2 ist ein Querschnitt nach Y-X in Fig. 1, wobei einzelne Teile weggebrochen gedacht sind.
Fig. 3 ist ein Querschnitt und Fig. 4 eine Aussenansicht einer anderen Ausführungsform.
Gemäss der Erfindung sind innerhalb des Gehäuses 1 diagonal verlaufende Rohre 2 (vorteilhaft drei) angeordnet. Diese enthalten Öffnungen 3 ; ihre Enden treffen zusammen und an der Vereinigungsstelle sind in dem Gehäuse 1 Öffnungen 4 vorgesehen, die kleineren Querschnitt haben als der Querschnitt von zwei der Röhren beträgt.
Der in der Zeichnung dargestellte Ventilator besitzt ein an den Mittelteil anschliessendes kegelförmiges Ende 5 ; auf der anderen Seite geht er in ein ähnlich gestaltetes
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mit Köpfen versehene Stifte 8 in seiner Stellung gehalten : die Stifte 8 sind in dem Körper 1 befestigt und gehen durch rechtwinklig abgebogene Schlitze 9 im Ring 7 : der Ring 7 kann, indem er um den Teil 1 gedreht wird. auf demselben in beliebiger Lage eingestellt werden. Die Innenkante des Ringes 7 liegt unter einem Ring 10 auf dem
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die Stärke des Zuges.
Die beiden nach aufwärts geneigten Rohre 2 besitzen an ihrer Oberseite je eine Öffnung 3 mit einer aufwärts gerichteten vorstehenden Flansche 12, um zu verhindern, dass von der Aussenluft mitgezogene Flüssigkeit (Regen oder Schnee) in den Ventilatorkörper eingespritzt wird, wenn diese durch die erwähnten Rohre von einem Ende des Ventilator- körpers zum anderen strömt.
Der Körper 1 ist, wenn man den Ventilator hei einer Lampe anwendet, an das obere Ende 14 der Lampe befestigt oder, wenn ein Zimmer oder auch ein sonstiger Raum gelüftet werden soll, an irgendeinen anderen passenden Teil ; die durch den Ventilator in Bewegung gesetzten Gase strömen von dem Teile 14 durch die Öffnung 15 in den
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zentralen Bohrung angebracht, um zu verhindern, dass bloss unmittelbar unterhalb der Öffnung 15 in achsialer Richtung eine Gassäule in den Ventilator hinaufgezogen wird und um weiters zu verhindern, dass durch das Öffnen der Tür des Lampengehäuses die Flamme durch abwärts gerichteten Zug beeinflusst und zum Erlöschen gebracht wird.
Wenn man den Kegel 6 und den Teil 7 herumdreht und von dem Körper J ! abziehe kann man zu den Rohren 2 gelangen, um sie zu reinigen.
Der Ablenkkegel 16 lmnn auch weggelassen werden und der Körper 1 dann durch irgendeine geeignete Rohrleitung mit dem zu lüftenden Raume verbunden werden : dies geschieht, wenn der Ventilator an dem Kamin einer Feuerung angebracht ist oder bei einem Ventilationsschacnt.
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Diese Ausführungsform ist in den Fig. 3 und 4 veranschaulicht. Die Öffnung 3 ist in dem unteren Rohre 2 unten gelegen und hat Flanschen 17, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit in den Ventilator gelangt. ; bei dieser Ausführungsform sind die einzelnen Öffnungen und Teile nicht stellbar oder abnehmbar.
Wird der Ventilator bei einer Lokomotiv-, Zug-, Wagen-oder sonstigen Lampe verwendet, so liegt die Achse der Enden 5 und 6 unter einem rechten Winkel zur Fahrtrichtung.
Es hat sich herausgestellt, dass, wenn die Lampe an Lokomotiven oder Eisenbahnzügen angebracht wird, kein wahrnehmbarer Unterschied in ihrer Lichtstärke besteht, ob der Zug stillhä1t oder mit hoher Geschwindigkeit fahrt ; ist der Ventilator in Tätigkeit und steht der Zug still, so steigen die Gase von der unten befindlichen Flamme durch die Öffnung 15 in den Ventilatorkörper und strömen durch die Rohre 2, hauptsächlich aber durch die Öffnungen 3 in die beiden oberen schrägen Rohre 2, um durch die oben be- findliche Öffnung 4 abzuziehen. Dieser Weg der Gase ist als ein unmittelbarer anzusehen, da in demselben keine Knickungen vorkommen ; demzufolge brennt die Lampe, wenn sie nicht bewegt wird, oder wenn die Aussenluft still ist, als eine Lampe mit gewöhnlicher
Ventilation.
Wird jedoch die Lampe rasch bewegt, so wirkt der Ventilator derart, dass, wie stark er auch immer durch den Wind beeinflusst werden mag, ein durch die Öffnungen in die Rohre 2 gerichteter Zug und daher in der Lampe der erforderliche aufwärts gerichtete Zug erzeugt wird.
Wenn ein starker Wind nach unten bläst, so tritt er bei der oberen Öffnung 4 ein und durch die beiden unteren Öffnungen 4 aus, was ebenfalls in allen Rohren 2 einen durch die Öffnungen 3 wirkenden Zug hervorbringt ; es hat sich herausgestellt, dass, wie immer auch die Lampe bewegt wird oder in welcher Richtung und wie stark der Wind bläst, der Ventilator einen gleichbleibenden aufwärts gerichteten Zug hervorbringt und demzufolge die Lampe stetig und gleichmässig brennt. Der Ventilator hat eine grosse Kühl- fläche, die verhindert, dass er heiss wird, was insbesondere für Lampen, welche man an- fassen muss, von Wert ist.
Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass der gemäss der Erfindung ausgeführte
Ventilator abwärts gerichteten Zug nutzbar macht. indem der Ventilator bewirkt, dass der
Zug durch die obere Öffnung 4, durch die beiden schrägen Rohre 2 abwärts geht, infolge- dessen durch die Öffnungen in die Rohre ein einwärts gerichteter Zug hervorgebracht wird, der hui den unteren Öffnungen 4 austritt ; es wird hier also gar nicht versucht, den abwarts gerichteten Zug auszuschli'ssen.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Ventilator, dadurch gekennzeichnet, dass in einem geschlossenen, mit dem zu lüftenden Raum in Verbindung stehenden Gebäuse (1) mehrere, dasselbe in verschiedener ctung durchsetzende Rohre (2) angeordnet sind, deren jedes innerhalb des Gehäuses mit einer Lufteintrittsöffnung versehen ist, während die Enden je zweier derartiger Rohre sich in der Nähe des Gehäusemantels vereinigen und in eine Luftaustrittsöffnung (4) an der Aussenseite des Gehäuses münden.