AT18348U2 - Farbiges Dekoratives Element - Google Patents

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AT18348U2
AT18348U2 ATGM50024/2024U AT500242024U AT18348U2 AT 18348 U2 AT18348 U2 AT 18348U2 AT 500242024 U AT500242024 U AT 500242024U AT 18348 U2 AT18348 U2 AT 18348U2
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Rauch Thomas
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Swarovski D Kg
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Abstract

Farbiges dekoratives Element (2), umfassend: einen Elementkörper (4), der einen ersten visuellen Effekt aufweist, eine farbgebende Schicht (6) zum Erzeugen eines zweiten visuellen Effekts am dekorativen Element (2), der sich von dem ersten visuellen Effekt unterscheidet, wobei die farbgebende Schicht (6) mindestens teilweise über den Elementkörper (4) und eine Schutzschicht (8) zum Schutz der farbgebenden Schicht (6) aufgebracht ist, wobei die Schutzschicht (8) mindestens teilweise über die farbgebende Schicht (6) aufgebracht ist.

Description

Beschreibung
FARBIGES DEKORATIVES ELEMENT
GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft ein farbiges dekoratives Element und ein Verfahren zum Herstellen eines farbigen dekorativen Elements. Andere Gesichtspunkte der Erfindung schließen einen dekorativen Artikel, wie einen Schmuckartikel und ein Verfahren zum Herstellen des dekorativen Artikels ein.
HINTERGRUND
[0002] Eine kostengünstige Alternative zur Verwendung von natürlich farbigen Edelsteinen und dergleichen ist die Verwendung von Zirkonia (CZ) oder dekorativen Elementen aus Glas und das künstliche Verstärken oder Verändern ihrer Farbe. Ein Verfahren zum Ändern der Farbe eines solchen Elements besteht darin, auf das Element eine farbgebende Schicht aufzubringen, die eine andere Farbe verleiht. Auf diese Weise ist es möglich, einem z. B. farblosen Zirkonia (CZ) oder einem dekorativen Element aus Glas jegliche gewünschte Farbe zu geben, und ihn sogar einem natürlichen Edelstein ähneln zu lassen.
[0003] Solche dekorativen Elemente können in einen Körper oder eine Halterung eines dekorativen Artikels, wie eines Schmuckartikels, montiert werden. Schmuck mit einem Erscheinungsbild von Gold oder einem anderen Edelmetall kann besonders wünschenswert sein. Anstelle eines Schmuckkörpers oder einer Schmuckfassung, die ganz aus Gold (Au) oder einem anderen Edelmetall hergestellt ist, kann es kostengünstiger sein, einen solchen Körper oder eine solche Fassung aus einem unedleren Metall herzustellen und mit einer dünnen äußeren Goldschicht (AuSchicht) zu beschichten. Eine Art, dies zu tun, ist, einen Metallschmuckkörper in eine Goldlösung einzutauchen und es zu ermöglichen, dass sich eine feine Goldschicht darauf absetzt. Dieser Prozess ist als „Goldfärbung“ bekannt.
[0004] Probleme können jedoch auftreten, wenn die oben genannten zwei kostensparenden Verfahren zusammen verwendet werden. Insbesondere, wenn ein dekorativer Artikels - einschließlich eines Metallkörpers und eines Elements mit einer farbgebenden Schicht, die in den Metallkörper eingelassen ist - dem Goldfärbeprozess unterworfen wird, kann die farbgebende Schicht beschädigt und gefärbt werden, und die Farbe des farbigen Elements geht typischerweise verloren. Dies liegt am Vorhandensein hochreaktiver Reagenzien in der Goldlösung, die erforderlich sind, um darin Goldpartikel zu lösen.
[0005] Vor diesem Hintergrund wurde die Erfindung entwickelt.
KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] In einem ersten Gesichtspunkt liegt die Erfindung in einem farbigen dekorativen Element, das Folgendes umfasst: einen Elementkörper mit einem ersten visuellen Effekt, eine farbgebende Schicht zum Erzeugen eines zweiten visuellen Effekts am dekorativen Element, der sich von dem ersten visuellen Effekt unterscheidet, wobei die farbgebende Schicht mindestens teilweise über den Elementkörper und eine Schutzschicht zum Schutz der farbgebenden Schicht aufgebracht ist, wobei die Schutzschicht mindestens teilweise über die farbgebende Schicht aufgebracht ist.
[0007] Die Schutzschicht schützt die farbgebende Schicht vor Schäden, wie z. B. chemischen Schäden.
[0008] Die Schutzschicht kann eine erste, eine zweite und eine dritte schützende Teilschicht umfassen oder daraus bestehen. Die erste schützende Teilschicht kann über die farbgebende Schicht aufgebracht werden, die zweite schützende Teilschicht kann über die erste schützende Teilschicht aufgebracht werden und die dritte schützende Teilschicht kann über die zweite schützende Teilschicht aufgebracht werden. Vorzugsweise sind die erste schützende Teilschicht und
die dritte schützende Teilschicht aus dem gleichen Material hergestellt.
[0009] Die Schutzschicht umfasst vorzugsweise eine oder mehrere Oxid-(Teil-)Schichten oder besteht daraus.
[0010] Die Schutzschicht kann Magnesiumoxid (MgO) und optional Aluminium(IIl)-oxid (Al2O3) umfassen oder daraus bestehen.
[0011] Die erste schützende Teilschicht kann Aluminium(Ill)-oxid (AlzOs) umfassen oder daraus bestehen, die zweite schützende Teilschicht kann Magnesiumoxid (MgO) umfassen oder daraus bestehen, und die dritte schützende Teilschicht kann Aluminium(IIl)-oxid (Al»O3) umfassen oder daraus bestehen.
[0012] Wenn die Schutzschicht MgO umfasst, macht dies besonders chemisch beständig. Selbst wenn das farbige dekorative Element Goldfärbungsprozessen und anderen hochreaktiven Prozessen unterliegt, stellt die Schutzschicht sicher, dass die farbgebende Schicht durch solche Prozesse nicht beschädigt oder gefärbt wird.
[0013] Die erste schützende Teilschicht kann Aluminium(Ill)-oxid (AlzOs) umfassen oder daraus bestehen. Die zweite schützende Teilschicht kann Magnesiumoxid (MgO) umfassen oder daraus bestehen. Die dritte schützende Teilschicht kann Aluminium(Ill)-oxid (Al2O3) umfassen oder daraus bestehen.
[0014] Die Dicke der dritten schützenden Teilschicht kann größer sein als die Dicke der ersten schützenden Teilschicht.
[0015] Die erste schützende Teilschicht kann eine Dicke zwischen etwa 120 Ä und 225 Ä aufweisen, vorzugsweise zwischen etwa 130 A und 200 A oder mehr bevorzugt zwischen etwa 140 A und 175 A. Die zweite schützende Teilschicht kann eine Dicke zwischen etwa 220 A und 325 A aufweisen, vorzugsweise zwischen etwa 230 A und 300 A oder mehr bevorzugt zwischen etwa 240 A und 275 A. Die dritte schützende Teilschicht kann eine Dicke zwischen etwa 270 A und 375 A aufweisen, vorzugsweise zwischen etwa 280 A und 350 A oder mehr bevorzugt zwischen etwa 290 A und 325 A.
[0016] Die farbgebende Schicht kann Aluminium(IIl)-oxid (Al2Os) umfassen. [0017] Der Elementkörper kann ein facettiertes Element sein. [0018] Der Elementkörper kann Zirkonia (CZ) oder Glas, vorzugsweise Zirkonia, umfassen.
[0019] Die Erfindung liegt ferner in einem Verfahren zum Herstellen eines farbigen dekorativen Elements, das Verfahren umfassend: Bereitstellen eines Elementkörpers, auf den mindestens teilweise eine farbgebende Schicht aufgebracht ist, wobei der Elementkörper einen ersten visuellen Effekt aufweist und die farbgebende Schicht auf dem Elementkörper angeordnet ist, um dem dekorativen Element einen zweiten visuellen Effekt zu verleihen, der sich von dem ersten visuellen Effekt unterscheidet, und Aufbringen einer Schutzschicht zum Schutz der farbgebenden Schicht mindestens teilweise über der farbgebenden Schicht.
[0020] Das Verfahren kann einen weiteren Schritt des Unterziehens des dekorativen Elements einer ersten Wärmebehandlung umfassen, bei der das dekorative Element für ein erstes Zeitintervall einer ersten Temperatur unterliegt.
[0021] Das Verfahren kann einen weiteren Schritt des Unterziehens des dekorativen Elements einer zweiten Wärmebehandlung umfassen, bei der das dekorative Element für ein zweites Zeitintervall einer zweiten Temperatur unterliegt.
[0022] Die zweite Wärmebehandlung folgt vorzugsweise auf die erste Wärmebehandlung.
[0023] Die erste Temperatur kann höher als die zweite Temperatur sein und/oder das erste Zeitintervall kann kürzer sein als das zweite Zeitintervall.
[0024] Die erste Temperatur kann zwischen etwa 1050 °C und 1350 °C, vorzugsweise zwischen etwa 1100 °C und 1300 °C oder mehr bevorzugt zwischen etwa 1150 °C und 1250 °C liegen. Das
erste Zeitintervall kann zwischen etwa 30 Sekunden und 20 Minuten, vorzugsweise zwischen etwa 45 Sekunden und 15 Minuten oder mehr bevorzugt zwischen etwa 1 Minute und 10 Minuten liegen.
[0025] Die zweite Temperatur kann zwischen etwa 650 °C und 850 °C, vorzugsweise zwischen etwa 700 °C und 800 °C oder mehr bevorzugt zwischen etwa 725 °C und 775 °C liegen. Das zweite Zeitintervall kann zwischen etwa 15 Minuten und vier Stunden liegen, vorzugsweise zwischen etwa 22,5 Minuten und 3 Stunden oder mehr bevorzugt zwischen etwa 30 Minuten und zwei Stunden.
[0026] Das Bereitstellen eines dekorativen Elements, auf das mindestens teilweise eine farbgebende Schicht aufgebracht wurde, kann das Bereitstellen des Elementkörpers und das Aufbringen der farbgebenden Schicht auf mindestens einen Teil des Elementkörpers umfassen.
[0027] Die Erfindung erstreckt sich auf einen dekorativen Artikel, der das vorstehend beschriebene farbige dekorative Element umfasst oder gemäß dem vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellt ist. Der dekorative Artikel kann ferner einen dekorativen Körper umfassen, der optional eine Edelmetallschicht, wie Gold (Au), umfasst. Das farbige dekorative Element kann in den dekorativen Körper eingelassen werden.
[0028] Der dekorative Körper besteht vorzugsweise aus einem Material, z. B. Metall, das kein Gold (Au) ist, und ist mit Gold (Au) beschichtet.
[0029] Der dekorative Artikel kann ein Schmuckartikel sein.
[0030] Die Erfindung erstreckt sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines dekorativen Artikels, das Verfahren umfassend: Bereitstellen des farbigen dekorativen Elements, das vorstehend beschriebenen ist oder nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellt ist, Bereitstellen eines dekorativen Körpers, der vom farbigen Element getrennt ist, Einlassen des farbigen dekorativen Elements in den dekorativen Körper und optional Beschichten des dekorativen Körpers mit einer Schicht aus Edelmetall wie Gold (Au).
[0031] Das Beschichten des dekorativen Körpers mindestens teilweise mit einer Edelmetallschicht kann das mindestens teilweise Eintauchen des dekorativen Körpers in eine Goldlösung (Au-Lösung) umfassen.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0032] Eine oder mehrere Ausführungsformen der Erfindung werden nun nur beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:
[0033] Figur 1 eine schematische seitliche Querschnittsansicht eines erfindungsgemäßen dekorativen Elements ist.
[0034] Figur 2 ein Flussdiagramm ist, das ein Verfahren zum Herstellen des dekorativen Elements von Figur 1 veranschaulicht.
[0035] Figur 3 Fotografien eines erfindungsgemäßen dekorativen Elements, bevor und nachdem der dekorative Artikel einem Test der Goldfärbung unterzogen wurde, einschließt.
[0036] Figur 4 Fotografien eines anderen erfindungsgemäßen dekorativen Elements, bevor und nachdem das dekorative Element einem Test der Goldfärbung unterzogen wurde, einschließt.
[0037] Figur 5 Fotografien noch eines anderen erfindungsgemäßen dekorativen Elements, bevor und nachdem das dekorative Element einem Test der Goldfärbung unterzogen wurde, einschließt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG [0038] Figur 1 veranschaulicht ein farbiges dekoratives Element 2 der Erfindung.
[0039] Das dekorative Element 2 umfasst einen Elementkörper 4, der einen ersten visuellen Effekt, eine farbgebende Schicht oder Beschichtung 6 zum Erzeugen eines zweiten visuellen Effekts des Elementkörpers 4, der sich von dem ersten visuellen Effekt unterscheidet, und eine Schutzschicht 8 zum Schutz der farbgebenden Schicht 6 aufweist. Die farbgebende Schicht 6 wird auf den Elementkörper 4 aufgebracht und die Schutzschicht 8 wird auf die farbgebende Schicht 6 aufgebracht.
[0040] Die Erfinder haben entdeckt, dass das Aufbringen einer Schutzschicht 8 auf die farbgebende Schicht 6 die chemische Beständigkeit und Haltbarkeit der farbgebenden Schicht 6 verbessert. Ein solches farbiges dekoratives Element 2 kann sogar Goldfärbungsprozessen und anderen hochreaktiven Prozessen unterzogen werden, ohne dass die farbgebende Schicht 6 beschädigt oder gefärbt wird. Die Schutzschicht 8 wirkt daher, um die farbgebende Schicht 6 zu schützen und den gewünschten visuellen Effekt des farbigen dekorativen Elements 2 aufrechtzuerhalten.
[0041] Weitere Einzelheiten zu den Komponenten des dekorativen Elements 2 werden nun beginnend mit dem Elementkörper 4 bereitgestellt.
[0042] Wie vorstehend erwähnt, weist der Elementkörper 4 einen ersten visuellen Effekt auf. Ein solcher erster visueller Effekt schließt das Aufweisen bestimmter Farbe(n) einem Betrachter gegenüber, oder, transparent oder durchscheinend (z. B. farblos) usw. zu sein, wenn der Elementkörper 4 isoliert ist, ein. Nach dem Bedecken eines solchen Elementkörpers 4 mit einer farbgebenden Schicht 6, die einen zweiten visuellen Effekt verleiht, der sich von dem ersten visuellen Effekt des Elementkörpers 4 unterscheidet, erscheint der Elementkörper 4 dem Betrachter gegenüber anders, beispielsweise eine Farbe aufweisend.
[0043] Der Elementkörper 4 kann aus einem beliebigen Material hergestellt sein und kann ein Natur-, synthetischer oder nachgeahmter Stein sein. Zu diesem Zweck kann der Elementkörper 4 aus Glas, Glaskeramik, Keramik, einem Kunststoffmaterial, einem Halbedelstein oder einem Edelstein hergestellt sein. Vorzugsweise besteht das dekorative Element 4 aus Zirkonia (CZ) oder Glas und am meisten bevorzugt aus Zirkonia. Durch Aufbringen der geeigneten farbgebenden Schicht 6 auf ein solches dekoratives Element 4 kann das dekorative Element 4 einem teureren und selteneren Edelstein ähneln.
[0044] Der Elementkörper 4 kann facettiert sein und eine beliebige Form oder einen beliebigen Schnitt aufweisen. In Figur 1 ist der Elementkörper 4 facettiert und weist einen brillanten Schnitt auf, aber in anderen Ausführungsformen der Erfindung kann der Elementkörper 4 andere Formen oder Schnitte aufweisen. Beispielsweise ist der Elementkörper 4 in Ausführungsformen gekrümmt, rund oder kugelförmig, so dass er als Tropfen oder Perle usw. ausgebildet ist.
[0045] Nun da ein Überblick über den Elementkörper 4 gegeben wurde, wird eine Beschreibung der farbgebenden Schicht 6 bereitgestellt.
[0046] Die farbgebende Schicht 6 verleiht dem dekorativen Element 2 den zweiten visuellen Effekt, wenn sie auf den Elementkörper 4 aufgebracht wird. Hierzu kann die farbgebende Schicht 6 eine beliebige geeignete Zusammensetzung und Dicke aufweisen, solange es ausreicht, um einen anderen visuellen Effekt für den Elementkörper 4 bereitzustellen.
[0047] Zu diesem Zweck kann die farbgebende Schicht 6 mindestens ein Pigment umfassen. Anorganische Pigmente sind besonders geeignet zum Färben von dekorativen Elementen 4.
[0048] Beispiele für geeignete Pigmente für farbgebende Schichten 6 sind:
Pigmente Farbe
Blaues Pigment Graublau (ohne anschließende Wärmebehandlung) (inkl. 10 Gew.-% Al2Os, 35 Gew.-%| Intensives Blau (mit anschließender Co(OH)2 und 55 Gew.-%SiO») Wärmebehandlung)
CAS 68186-85-6 N (Grüner Spinell, CO2TiQ4) mit Grün etwas überschüssigem TiO»2 CAS 68187-35-9
(Brauner Hämatit, Fe2O3)
CAS 68187-05-3 (Blaugrüner Spinell, Co2SnQ«)
Braun
Blaugrün
[0049] Auch oxidische Pigmente mit einer Rutil-, Kassiterit-, Zirkon-, Baddeleyit-, Korund-, Hämatit-, Olivin-, Spinell-, Gamet- und Perowskit-Struktur sind geeignet. Nitridische und insbesondere oxinitridische Pigmente sind ebenfalls geeignet, sowie Farbschichten auf Basis von Karbiden und Karboxiden. Auch Pigmente auf Basis von Sulfiden, Sulfaten, Phosphaten, Cyanogenkomponenten sowie Metallkolloiden sind geeignet.
[0050] Physikalische Dampfabscheidung (PVD), chemische Gasphasenabscheidung (CVD), Sputtern usw. können verwendet werden, um die farbgebende Schicht 6 auf das Substrat eines Elementkörpers 4 aufzubringen. Die meisten anorganischen Farbpigmente können direkt, selbst bei niedrigen Temperaturen, auf ein dekoratives Element 4 mit reaktivem Sputtern aufgebracht werden.
[0051] In der Ausführungsform von Figur 1 wurde die farbgebende Schicht 6 überall - d. h. auf allen Seiten des Elementkörpers 4 - aufgebracht. Mit anderen Worten wurde der gesamte Elementkörper 4 mit der farbgebenden Schicht 6 beschichtet.
[0052] In anderen Ausführungsformen kann die farbgebende Schicht 6 nur auf einen Teil des Elementkörpers 4 aufgebracht werden. Diese Anordnung ist vorteilhaft, wenn nur ein Teil des Elementkörpers 4 beobachtet werden soll, z. B. wenn der Rest des Elementkörpers 4 innerhalb eines dekorativen Körpers (z. B. einer Schmuckeinfassung oder -fassung) verborgen wird. In solchen Ausführungsformen können nur die freiliegenden Teile des Elementkörpers 4 mit der farbgebenden Schicht 6 beschichtet werden.
[0053] Insbesondere, wenn der Elementkörper 4 eine Oberseite (oder eine Krone) 10, eine der Oberseite 10 gegenüberliegende untere Seite (oder Pavillon) 12 und einen dazwischen verlaufenden Mittelabschnitt (oder Gürtel) 14 (wie in Figur 1) umfasst, kann es vorteilhaft sein, z. B. die farbgebende Schicht 6 nur über der Oberseite 10 und den Mittelabschnitt 14 des Elementkörpers 4 aufzubringen, wenn die Unterseite 12 des Elementkörpers 4 innerhalb eines dekorativen Körpers (nicht gezeigt) aufgenommen werden soll.
[0054] Nun da ein Überblick über die farbgebende Schicht 6 gegeben wurde, wird eine Beschreibung der Schutzschicht 8 bereitgestellt.
[0055] Wie vorstehend erwähnt, besteht der Zweck der Schutzschicht 8 darin, die farbgebende Schicht 6 zu schützen.
[0056] Zu diesem Zweck umfasst die Schutzschicht 8 vorzugsweise eine erste, zweite und dritte (d. h. eindeutige) schützende Teilschichten (nicht gezeigt), wobei die erste schützende Teilschicht über die farbgebende Teilschicht 6 aufgebracht ist, die zweite schützende Teilschicht über die erste schützende Teilschicht aufgebracht wird und die dritte schützende Teilschicht über die zweite schützende Teilschicht aufgebracht wird. Wenn die erste und die dritte Teilschicht aus dem gleichen Material hergestellt sind (und die zweite Teilschicht aus einem anderen Material besteht), ist die Schutzschicht besonders robust.
[0057] Die Schutzschicht kann zum Beispiel eine oder mehrere Oxidschichten umfassen. Schutzschichten auf Basis von Magnesiumoxid (MgO) und/oder Aluminium(Ill)-oxid (Al2O3) sind besonders bevorzugt.
[0058] Eine Schutzschicht 8, die eine Schicht aus Magnesiumoxid (MgO) umfasst oder aus einer Schicht aus Magnesiumoxid (MgO) besteht, ist besonders wirksam, um einen Schutz für eine beliebige farbgebende Schicht 6 bereitzustellen, die Aluminium(IIl)-oxid (Al2Os) enthält, eine gemeinsame Komponente in vielen anorganischen Pigmenten, und sie ist besonders wirksam, um diesen Schutz während eines Prozesses zur Goldfärbung bereitzustellen, wenn das dekorative Element aggressiven Chemikalien ausgesetzt werden kann. Dies beruht auf der überraschenden Erkenntnis, dass (i) Aluminium(Ill)-oxid (Alz2O3) porös ist und somit farbgebende Schichten 6, die es enthalten, empfindlich sind, und dass (ii) Magnesiumoxid (MgO) die Robustheit der farbgebenden Schicht 6 verbessern kann. Wenn die Schutzschicht 8 ferner Aluminium(Ill)-oxid einschließt, wird die Robustheit der farbgebenden Schicht 6 weiter verbessert.
[0059] In einer bevorzugten Ausführungsform, bei der die Schutzschicht drei Teilschichten aufweist, weist die Schutzschicht eine erste schützende Teilschicht und eine dritte schützende Teilschicht aus Aluminium(Ill)-oxid (Alz2Os) auf und eine zweite schützende Teilschicht aus Magnesiumoxid (MgO). Eine solche Anordnung hat sich als besonders wirksam erwiesen, um eine farbgebende Schicht 6 zu schützen, die Aluminium(IIl)-oxid (Al2Os) enthält, und insbesondere während des Prozesses zur Goldfärbung.
[0060] Unabhängig von den Materialien ist die Dicke der dritten schützenden Teilschicht vorzugsweise größer als die Dicke der ersten schützenden Teilschicht, insbesondere, wenn die erste schützende Teilschicht und die dritte schützende Teilschicht aus demselben Material hergestellt sind, da dies die Robustheit der Schutzschicht 8 verbessert.
[0061] Zu diesem Zweck kann die erste schützende Teilschicht eine Dicke zwischen etwa 120 Angström (Ä) und 225 Ä, zwischen etwa 130 Ä und 200 Ä oder zwischen etwa 140 Ä und 175 Ä aufweisen, die zweite schützende Teilschicht kann eine Dicke zwischen etwa 220 Ä und 325 A, zwischen etwa 230 Ä und 300 Ä oder zwischen etwa 240 Ä und 275 Ä aufweisen, und die dritte schützende Teilschicht kann eine Dicke zwischen etwa 270 A und 375 A, zwischen etwa 280 A und 350 A oder zwischen etwa 290 A und 325 A aufweisen.
[0062] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die erste schützende Teilschicht eine Dicke von etwa 150 Ä auf, die zweite schützende Teilschicht weist eine Dicke von etwa 250 Ä auf und die dritte schützende Teilschicht weist eine Dicke von etwa 300 Ä auf.
[0063] Die physikalische Dampfabscheidung (PVD) wird bevorzugt zum Aufbringen der Schutzschicht 8 auf die farbgebende Schicht 6, insbesondere, wenn die Schutzschicht 8 mehr als eine Teilschicht enthält, da sie ein präzises und einfaches Aufbringen jeder einzelnen Teilschicht ermöglicht, bis die gesamte Schutzschicht 8 ausgebildet ist.
[0064] Die Schutzschicht 8 wird vorzugsweise über die gesamte farbgebende Schicht 6 aufgebracht. In Ausführungsformen, in denen ein Teil des Elementkörpers 4 innerhalb eines dekorativen Artikels, z. B. eines Schmuckartikels, verdeckt ist, muss ein solcher Teil jedoch nicht notwendigerweise mit der Schutzschicht 8 bedeckt sein, selbst wenn er dort mit einer farbgebenden Schicht 6 beschichtet wurde.
[0065] Nun wird ein Verfahren zum Herstellen der vorstehend beschriebenen farbigen dekorativen Artikel 2 beschrieben.
[0066] Wie in Figur 2 gezeigt, umfasst das Verfahren einen ersten Schritt 20 zum Bereitstellen (d. h. Isolieren) eines Elementkörpers 4, der in diesem Beispiel einen ersten visuellen Effekt aufweist: in diesem Beispiel einen farblosen Elementkörper 4. Im zweiten Schritt 22 wird eine farbgebende Schicht 6 auf das dekorative Element 4 aufgebracht, um dem dekorativen Element 4 einen zweiten visuellen Effekt zu verleihen, der sich von dem ersten visuellen Effekt unterscheidet, in diesem Beispiel eine Farbe. Der dritte Schritt 24 des Verfahrens bezieht sich auf das Aufbringen einer Schutzschicht 8 über die farbgebende Schicht 6, um einen Schutz dafür bereitzustellen.
[0067] Weitere Einzelheiten zu jedem der Schritte des Verfahrens werden nun bereitgestellt.
[0068] Im ersten Schritt 20 wird jeder der vorstehend beschriebenen Elementkörper 4 bereitgestellt. Dieser Elementkörper 4 kann eine beliebige Form oder einen beliebigen Schnitt aufweisen und aus jedem Material bestehen.
[0069] Im zweiten Schritt 22 kann die farbgebende Schicht 6 über mindestens einen Teil von dem - oder vorzugsweise über den gesamten - Elementkörper 4 aufgebracht werden. Die farbgebende Schicht 6 kann mindestens eines der vorstehend beschriebenen Pigmente sein und kann unter Verwendung eines der vorstehend dargelegten Applikationsverfahren auf den Elementkörper 4 aufgebracht werden.
[0070] Im dritten Schritt 24 wird die Schutzschicht 8 über mindestens einen Teil von der - oder vorzugsweise über die Gesamtheit der - farbgebenden Schicht 6 aufgebracht. Die Schutzschicht 8 kann eine beliebige der vorstehend beschriebenen Anordnungen/Materialien aufweisen und kann unter Verwendung eines der vorstehend dargelegten Applikationsverfahren auf den Elementkörper 4 aufgebracht werden.
[0071] In einigen Ausführungsformen kann anstelle des ersten und zweiten Schritts 20, 22 ein Schritt des Bereitstellens eines Elementkörpers 4 durchgeführt werden, auf den bereits eine farbgebende Schicht 6 aufgebracht wurde. Ein solcher Schritt deckt daher Ausführungsformen ab, bei denen die Schritte 20 und 22 als Teil des Verfahrens zum Herstellen des dekorativen Artikels 2 durchgeführt werden, und andere, bei denen diese Schritte zu einem anderen Zeitpunkt oder Ort durchgeführt werden, z. B. durch eine Drittparteil.
[0072] Das Herstellungsverfahren kann auch den (die) folgenden optionale(n) Schritt(e) einschließen.
[0073] Wie in Figur 2 gezeigt, kann das Verfahren ferner einen vierten Schritt 26, bei dem das dekorative Elements (d. h. mit den aufgebrachten farbgebenden und schützenden Schichten 6, 8) einer ersten Wärmebehandlung unterzogen wird, bei der das dekorative Element einer ersten oder „anfänglichen“ Temperatur über ein erstes Zeitintervall (oder einen ersten Zeitraum oder eine erste Zeitspanne oder Zeit) unterzogen wird, und einen fünften Schritt 28, der vorzugsweise dem dritten Schritt 26 folgt, umfassen, in dem das dekorative Element einer zweiten oder „nachfolgenden“ Wärmebehandlung unterliegt, bei der das dekorative Element einer zweiten Temperatur über ein zweites Zeitintervall (oder einen zweiten Zeitraum oder eine zweite Zeitspanne oder Zeit) ausgesetzt ist.
[0074] Diese Kombination von Wärmebehandlungen wirkt, um die Robustheit der resultierenden Schutzschicht 8 zu verstärken und zu verbessern, insbesondere, wenn die erste Temperatur höher als die zweite Temperatur ist und das erste Zeitintervall kürzer als das zweite Zeitintervall ist.
[0075] Zu diesem Zweck kann die erste Temperatur zwischen etwa 1050 °C und 1350 °C, zwischen etwa 1100 °C und 1300 °C oder zwischen etwa 1150 °C und 1250 °C liegen, und das erste Zeitintervall kann zwischen etwa 30 Sekunden und 20 Minuten, zwischen etwa 45 Sekunden und 15 Minuten oder zwischen etwa 1 Minute und 10 Minuten liegen. Währenddessen kann die zweite Temperatur zwischen etwa 650 °C und 850 °C, zwischen etwa 700 °C und 800 °C oder zwischen etwa 725 °C und 775 °C liegen, und das zweite Zeitintervall kann zwischen etwa 15 Minuten und vier Stunden, zwischen etwa 22,5 Minuten und 3 Stunden oder zwischen etwa 30 Minuten und zwei Stunden liegen.
[0076] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform beträgt die erste Temperatur etwa 1200 °C und das erste Zeitintervall beträgt etwa 5 Minuten, während die zweite Temperatur etwa 750 °C beträgt und das zweite Zeitintervall etwa eine Stunde beträgt.
[0077] In einigen Ausführungsformen schließt das Verfahren nur einen der vorstehend beschriebenen vierten oder fünften Schritte ein.
[0078] Die vorstehend beschriebenen farbigen dekorativen Elemente 2 können in dekorativen Artikeln, wie z. B. Schmuckgegenständen (nicht gezeigt), wie Ringe oder Ketten, vorhanden sein.
[0079] Zu diesem Zweck kann ein dekorativer Artikel einen dekorativen Körper (wie eine Schmuckeinfassung oder -fassung) und ein oder mehrere farbige dekorative Elemente 2, die in den dekorativen Körper eingefasst sind, einschließen.
[0080] Zur Herstellung eines solchen Artikels kann das folgende Herstellungsverfahren verwendet werden. In einem ersten Schritt wird eines der vorstehend beschriebenen farbigen dekorativen Elemente 2 bereitgestellt (d. h. isoliert). In einem zweiten Schritt (der nach, vor oder gleichzeitig mit dem ersten Schritt durchgeführt werden kann) wird ein dekorativer Körper bereitgestellt (d. h. auch in Isolierung und getrennt von dem farbigen dekorativen Element 2). Im dritten Schritt (nach dem ersten und zweiten Schritt) wird das farbige dekorative Element 2 in den dekorativen Körper eingesetzt. Zu diesem Zweck kann das farbige Element in einer Aussparung des dekorativen Körpers aufgenommen werden. Der Körper kann um das farbige dekorative Element 2 herum gegossen sein, so dass das farbige dekorative Element 2 sicher in der Aussparung gehalten wird. In anderen Beispielen werden die farbigen dekorativen Elemente 2 durch Zinken oder andere Haltemerkmale, die über dem farbigen dekorativen Element 2 geschlossen sind, an Ort und Stelle gehalten, um sie sicher im dekorativen Körper zu befestigen.
[0081] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird auf den dekorativen Körper anschließend mindestens teilweise - vorzugsweise vollständig - eine Schicht aus Edelmetall, wie Gold (Au), aufgebracht. Dies ist besonders vorteilhaft, da das Schüttgut des dekorativen Körpers aus einem anderen (weniger teuren) Metall hergestellt werden kann, während die Goldbeschichtung (Au-Beschichtung) den Eindruck erweckt, dass der Körper vollständig aus Gold hergestellt ist.
[0082] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst dieser Applikationsschritt das mindestens teilweise - vorzugsweise das vollständige - Eintauchen des dekorativen Körpers (oder des gesamten Schmuckartikels) in eine Goldlösung (Au-Lösung). Dieser Prozess ist als „Goldfärbung“ bekannt.
[0083] Um eine solche Goldlösung (Au-Lösung) herzustellen, müssen Goldpartikel zunächst in einer Lösung von hochreaktiven Reagenzien gelöst werden. Hierzu kann die Lösung die folgende beispielhafte Zusammensetzung aufweisen:
Komponente der Lösung Merck-Nummer Masse Natriumchlorid (NaCl) 1.06404.1000 34,6 g Kaliumnitrat (KNOs) 1.05063.0500 48,0 g Konzentrierte Salzsäure (HC) 1.13386.2500 51,29 (37 %) Deionisiertes Wasser (H2O) N/A 45,29
[0084] Nachdem der dekorative Körper in eine Goldlösung (Au-Lösung) eingetaucht wurde, werden Goldpartikel auf der Oberfläche des dekorativen Körpers abgeschieden, um die Goldschicht (Au-Schicht) zu bilden. Vorteilhafterweise schützt die Schutzschicht 8 die farbgebende Schicht 6 vor Beschädigung durch die hochreaktive Goldlösung (Au-Lösung) während dieses Eintauchschritts.
BEISPIELE
[0085] Um die Erfindung weiter zu veranschaulichen, werden nun die folgenden Beispiele ausführlich beschrieben.
[0086] In jedem dieser Beispiele wurde ein Elementkörper in Form eines 3,0 mm großen runden facettierten Steins aus Zirkonia (CZ) bereitgestellt, und auf ihn wurde eine farbgebende Schicht
aufgebracht, um das transparente Zirkoniaelement (CZ-Element) blau/violett erscheinen zu lassen, wodurch es einem Tansanit-Edelstein ähnelt. Die farbgebende Schicht ist aus einem Aluminium(Ill)-oxid (Al2Os) enthaltenden Pigment hergestellt. Die farbgebende Schicht wird unter Verwendung von PVD aufgebracht.
[0087] Danach wurde bei jedem Beispiel eine andere Schutzschicht aufgebracht und das Beispiel dann für etwa 5 Minuten einer ersten Wärmebehandlung von etwa 1200 °C unterzogen, und anschließend einer zweiten Wärmebehandlung von etwa 750 °C über etwa eine Stunde.
[0088] Die Robustheit der Schutzschicht jedes Beispiels wurde dann über einen „Test der Goldfärbung“ getestet, in dem jedes Beispiel separat in eine Lösung von hochreaktiven Reagenzien eingetaucht wurde, um den oben beschriebenen Prozess der Goldfärbung nachzuahmen. Dann wurde die Wirkung der Reagenzien auf die Schutzschicht beobachtet.
[0089] Genauer gesagt beinhaltet der Test der Goldfärbung die folgenden Schritte. Im ersten Schritt wurde eine Testlösung mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
Komponente der Testlösung Merck-Nummer Masse Natriumchlorid (NaCl) 1.06404.1000 34,6 g Kaliumnitrat (KNOs) 1.05063.0500 48,0 g Konzentrierte Salzsäure (HCI) (37 %) 1.13386.2500 51,29 Deionisiertes Wasser (H2O) N/A; 45,29
[0090] Danach wurde ein dekorativer Artikel in einen durchlässigen Korb aus Kunststoff platziert und dann drei Minuten in die Testlösung eingetaucht, während die Lösung zum Sieden gebracht wurde und ständig gemischt wurde. Nach den drei Minuten wurde der Korb, der den dekorativen Artikel enthielt, aus der Testlösung entfernt, und der dekorative Artikel wurde unter fließendem Wasser gewaschen. Um ein Berühren der dekorativen Artikel (und damit Fingerabdrücke darauf) zu vermeiden, wurde der dekorative Artikel mit einer Pinzette gehandhabt. Schließlich wurde der dekorative Artikel mit dem nackten Auge einer visuellen Bewertung (Suche nach Farbänderungen usw.) unterzogen.
BEISPIEL 1: DEKORATIVER ARTIKEL MIT SCHUTZSCHICHT, UMFASSEND NUR AL2Os3
[0091] In diesem Beispiel wurde die folgende Schutzschicht über die farbgebende Schicht aufgebracht:
Teilschicht(en) Zusammensetzung der . . . der Schutzschicht Teilschicht(en) Dicke der Teilschicht(en) Erste Teilschicht Al2Os 150 Ä
[0092] Mit anderen Worten beinhaltet diese Schutzschicht nur eine (Teil-)Schicht aus Aluminium(Il)-oxid (Al2O3). Diese Schicht wurde unter Verwendung von PVD aufgebracht.
[0093] Vor dem Test der Goldfärbung wurde die Farbe beibehalten, was anzeigt, dass die Schutzschicht bei Umgebungsbedingungen wirksam war. Fotografien des dekorativen Elements vor dem Test der Goldfärbung sind in der ersten Zeile von Figur 3 gezeigt.
[0094] Nach dem Test der Goldfärbung wurden weitere Fotos des dekorativen Elements gemacht, gezeigt in der zweiten Zeile von Figur 3. Wie hier zu sehen ist, wurde die blaue/violette Farbe der farbgebenden Schicht beibehalten, obwohl es einen gewissen Intensitätsverlust der Farbe gab.
BEISPIEL 2: DEKORATIVER ARTIKEL MIT SCHUTZSCHICHT, UMFASSEND AL2O3 UND SIO2
[0095] In diesem Beispiel wurde die folgende Schutzschicht über die farbgebende Schicht aufgebracht:
Teilschicht(en) Zusammensetzung der Teil- . WA der Schutzschicht schicht(en) Dicke der Teilschicht(en) Erste (untere) Teilschicht Al2Os 150 Ä Zweite (obere) Teilschicht SiO2 1000 Ä
[0096] Mit anderen Worten beinhaltete diese Schutzschicht zwei Teilschichten aus Aluminium(Ill)-oxid (Al2O3) und Siliziumdioxid (SiO2). Diese Teilschichten wurden unter Verwendung von PVD aufgebracht.
[0097] Vor dem Test der Goldfärbung wurde die Farbe beibehalten, was anzeigt, dass die Schutzschicht bei Umgebungsbedingungen wirksam war. Fotografien des dekorativen Elements vor dem Test der Goldfärbung sind in der ersten Zeile von Figur 4 gezeigt.
[0098] Nach dem Test der Goldfärbung wurden weitere Fotos des dekorativen Elements gemacht, gezeigt in der zweiten Zeile von Figur 4. Wie hier zu sehen ist, verblasste die Farbe im Laufe der Zeit.
BEISPIEL 3: DEKORATIVER ARTIKEL MIT SCHUTZSCHICHT UMFASSEND MGO UND AL2O3
[0099] In diesem Beispiel wurde die folgende Schutzschicht über die farbgebende Schicht aufgebracht:
Teilschicht(en) der Schutz- | Zusammensetzung der Teil- Dicke der Teilschicht(en)
schicht schicht(en) Erste (untere) Teilschicht Al2O3 150 Ä Zweite (mittlere) Teilschicht MgO 250 Ä Dritte (obere) Teilschicht Al2Os 300 Ä
[00100] Mit anderen Worten schloss diese Schutzschicht drei abwechselnde Teilschichten aus Magnesiumoxid (MgO) und Aluminium(Ill)-oxid (Al:Os) ein. Diese Teilschichten wurden unter Verwendung von PVD aufgebracht.
[00101] Vor dem Test der Goldfärbung wurde die Farbe beibehalten, was anzeigt, dass die Schutzschicht bei Umgebungsbedingungen wirksam war. Fotografien des dekorativen Elements vor dem Test der Goldfärbung sind in der ersten Zeile von Figur 5 gezeigt.
[00102] Nach dem Testen der Goldfärbung wurden weitere Fotos des dekorativen Elements gemacht, die in der zweiten Zeile von Figur 5 gezeigt sind. Wie hier zu sehen ist, ging die blaue/violette Farbe der farbgebenden Schicht nicht im Laufe der Zeit verloren, und sie behielt ihre volle Intensität. Die Schutzschicht aus Beispiel 3 war wirksamer als die Schutzschichten der Beispiele
1 und 2 und erwies sich als besonders wirksam beim Schutz des dekorativen Elements gegen die Goldfärbebehandlung.

Claims (18)

Ansprüche
1. Farbiges dekoratives Element (2), umfassend: einen Elementkörper (4), der einen ersten visuellen Effekt aufweist, eine farbgebende Schicht (6) zum Versehen des dekorativen Elements (2) mit einem zweiten visuellen Effekt, der sich von dem ersten visuellen Effekt unterscheidet, wobei die farbgebende Schicht (6) zumindest teilweise über den Elementkörper (4) aufgebracht wird, und eine Schutzschicht (8) zum Schutz der farbgebenden Schicht (6), wobei die Schutzschicht (8) zumindest teilweise über die farbgebende Schicht (6) aufgebracht ist.
2, Farbiges dekoratives Element (2) nach Anspruch 1, wobei die Schutzschicht (8) eine erste, zweite und dritte schützende Teilschicht umfasst oder daraus besteht, und wobei die erste schützende Teilschicht über die farbgebende Schicht (6) aufgebracht wird, die zweite schützende Teilschicht über die erste schützende Teilschicht aufgebracht wird und die dritte schützende Teilschicht über die zweite schützende Teilschicht aufgebracht wird, wobei vorzugsweise die erste schützende Teilschicht und die dritte schützende Teilschicht aus demselben Material hergestellt sind.
3. Farbiges dekoratives Element (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Schutzschicht (8) Magnesiumoxid (MgO) und optional Aluminium(Ill)-oxid (AlzO3) umfasst oder daraus besteht.
4. Farbiges dekoratives Element (2) nach Anspruch 3, wenn abhängig von Anspruch 2, wobei die erste schützende Teilschicht Aluminium(Ill)-oxid (Al>Os) umfasst oder daraus besteht, die zweite schützende Teilschicht Magnesiumoxid (MgO) umfasst oder daraus besteht und die dritte schützende Teilschicht Aluminium(Ill)-oxid (Al2Os) umfasst oder daraus besteht.
5. Farbiges dekoratives Element (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei die Dicke der dritten schützenden Teilschicht größer ist als die Dicke der ersten schützenden Teilschicht.
6. Farbiges dekoratives Element (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei die erste schützende Teilschicht eine Dicke zwischen etwa 120 A und 225 A, zwischen etwa 130 A und 200 A oder zwischen etwa 140 A und 175 A aufweist, wobei die zweite schützende Teilschicht eine Dicke zwischen etwa 220 A und 325 A, zwischen etwa 230 A und 300 A oder zwischen etwa 240 A und 275 A aufweist, und wobei die dritte schützende Teilschicht eine Dicke zwischen etwa 270 A und 375 A, zwischen etwa 280 A und 350 A oder zwischen etwa 290 A und 325 A aufweist.
7. Farbiges dekoratives Element (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die farbgebende Schicht (6) Aluminium(Ill)-oxid (Al2O3) umfasst.
8. Farbiges dekoratives Element (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Elementkörper (4) ein facettiertes Element ist.
9. Farbiges dekoratives Element (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Elementkörper (4) Zirkonia (CZ) oder Glas, vorzugsweise Zirkonia, umfasst.
10. Verfahren zum Herstellen eines farbigen dekorativen Elements (2), das Verfahren umfassend: Bereitstellen eines Elementkörpers (4), auf den mindestens teilweise eine farbgebende Schicht (6) aufgebracht wird, wobei der Elementkörper (4) einen ersten visuellen Effekt aufweist und die farbgebende Schicht (6) auf dem Elementkörper (4) angeordnet ist, um dem dekorativen Element (2) einen zweiten visuellen Effekt zu verleihen, der sich von dem ersten visuellen Effekt unterscheidet, und Aufbringen (24) einer Schutzschicht (8) zum Schutz der farbgebenden Schicht (6), mindestens teilweise über der farbgebenden Schicht (6).
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei das Verfahren einen weiteren Schritt des Unterziehens (26) des dekorativen Elements (2) einer ersten Wärmebehandlung umfasst, bei der das dekorative Element (2) für ein erstes Zeitintervall einer ersten Temperatur unterliegt, wobei die erste Temperatur zwischen etwa 1050 °C und 1350 °C, zwischen etwa 1100 °C und 1300 °C oder zwischen etwa 1150 °C und 1250 °C liegt, und wobei das erste Zeitintervall zwischen
etwa 30 Sekunden und 20 Minuten, zwischen etwa 45 Sekunden und 15 Minuten oder zwischen etwa 1 Minute und 10 Minuten liegt.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder Anspruch 11, wobei das Verfahren einen weiteren Schritt des Unterziehens (28) des dekorativen Elements (2) einer zweiten Wärmebehandlung umfasst, bei der das dekorative Element (2) für ein zweites Zeitintervall einer zweiten Temperatur unterliegt, wobei die zweite Temperatur zwischen etwa 650 °C und 850 °C, zwischen etwa 700 °C und 800 °C oder zwischen etwa 725 °C und 775 °C liegt, und wobei das zweite Zeitintervall zwischen etwa 15 Minuten und vier Stunden, zwischen etwa 22,5 Minuten und 3 Stunden oder zwischen etwa 30 Minuten und zwei Stunden liegt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wenn abhängig von Anspruch 11, wobei die zweite Wärmebehandlung der ersten Wärmebehandlung folgt.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, wenn abhängig von Anspruch 11, wobei das erste Zeitintervall kürzer als das zweite Zeitintervall ist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei das Bereitstellen eines dekorativen Elements (2), auf das mindestens teilweise eine farbgebende Schicht (6) aufgebracht wurde, umfasst:
Bereitstellen (20) des Elementkörpers (4), und Aufbringen (22) der farbgebenden Schicht (6) auf mindestens einen Teil des Elementkörpers
(4).
16. Dekorativer Artikel, umfassend: das farbige dekorative Element (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder hergestellt nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, und einen dekorativen Körper, der eine Edelmetallschicht, wie Gold (Au) umfasst, wobei das farbige dekorative Element (2) in den dekorativen Körper eingelassen wird.
17. Verfahren zum Herstellen eines dekorativen Artikels, das Verfahren umfassend: Bereitstellen des farbigen dekorativen Elements (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder hergestellt nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, und Bereitstellen eines dekorativen Körpers, der von dem farbigen dekorativen Element (2) getrennt ist,
Einsetzen des farbigen dekorativen Elements (2) in den dekorativen Körper, und Beschichten des dekorativen Körpers mindestens teilweise mit einer Schicht aus Edelmetall wie Gold (Au).
18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei das mindestens teilweise Beschichten des dekorativen Körpers mit einer Edelmetallschicht das zumindest teilweise Eintauchen des dekorativen Körpers in eine Goldlösung (Au-Lösung) umfasst.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
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