AT18107B - Verfahren zur Herstellung von Vanadium und Vanadiumlegierungen auf elektrolytischem Wege. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vanadium und Vanadiumlegierungen auf elektrolytischem Wege.

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  Österreichische 
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   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur   Herstellung   von Vanadium und Vanadiumlegierungen auf elektrolytischem Wege. Das Prinzip des Verfahrens beruht auf der grossen Leitfähigkeit des Vanadiumtrioxydes und auf der Leichtigkeit, mit der man das Vanadiumtrifluorid erhält, wenn man in Gegenwart von Kohlenstoff Fluor auf das   Trioxyd   wirken lässt.

   Elektrolysiert man in geschmolzenem Kalziumfluorid gelöstes Eisen-   sesquifluorid,   indem man sich einer Anode bedient, die aus einem innig   zusammengebackenen   Gemenge aus Vnnadiumtrioxyd und Kohlenstoff besteht, und einer Kathode, die von einem 
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   Gleichungen   : 
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Das gebildete Vanadiumfluorid geht in dem Kalziumfluorid in Lösung und wird seinerseits olektrolysiert : 
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Das in Freiheit gesetzte Vanadium verbindet sich an der Kathode mit dem metallischen Eisen und das an der Anode freigewordene Fluor bildet eine neue Menge Vanadiumfluorid, welches neuerdings elektrolysiert wird, so dass derart das Eisenfluorid nur dazu dient, den 
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 um das Vanadium von der Anode zur Kathode zu schaffen.

   Dies ist das Prinzip des Verfahrens bei der praktischen Durchführung arbeitet man wie folgt : Das Vanadiumtrioxyd, welches man auf bekannte Art durch Glühen von Vanadinsäure bei Gegenwart von Kohlenstoff erhält, wird mit einer geeigneten Menge fein gepulverter Retortenkohle oder   Potrolotim-   
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 Kneten einen homogenen und plastischen Teig erhält. Nach dem Kneten in einer eigenartigen, von aussen beheizten   Knetvorrichtung   gelangt die teigige Masse in eine Mühle, wo sie durch sehr schwere stählerne Mahlscheiben   zermalmt   wird. Die aus der Mühle austretende teigige Masse wird zerstampft und dann mittelst einer Art   Ziohoisfin, ähnlich   den bei Herstellung der Kohlenelektroden benutzten, unter hydraulischem Druck geformt.

   So erhält man schliesslich prismatische oder zylindrische Masseblöcke, die man bei Luftabschluss in auf hohe Temperatur gebrachten Öfen brennt. Die so hergestellten Elektroden werden bis zu ihrer Verwendung, vor Luft und Feuchtigkeit geschützt, unter einer Schicht eines trockenen Pulvers aufbewahrt. Es ist klar, dass man die Elektroden durch unmittelbares   Zusammenbacken   von Vanadinsäure oder Vanadiumtetroxyd herstellen kann, welche bei hoher Temperatur bei Gegenwart von Kohlenstoff in Trioxyd übergehen, aber zufolge der Austreibung von Sauerstoff und Kohlenstoff, welche die Verwendung der höheren Oxyde bedingt, 
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 Art erhalten worden ; die Kathode wird   htngegen   von einem   Stah ! b ! ock gebitdot.

   Gowtase   Einrichtungen werden durch die hohe Schmelztemperatur des Vanadiums und der Legierungen, 
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 gewisse Menge Fluor in   Berührung   mit dem Kohlenstoff, der in dem die Anode bildenden Gemenge in Überschuss vorhanden ist, in   gasförmiges   Kohlenstofftetrafluorid umgewandelt wird, ist es erforderlich, um diesen Verlust auszugleichen, dem Bade zeitweilig eine geringe Menge Eisenfluorid zuzufügen. Das die Badflüssigkeit abgebende Eisen wird in metallischem Zustande und in kleinen Portionen nach jedesmaligem Abstechen von Forrovanadium eingeführt. Wenn man kein Eisen ins Bad einfahrt und mit Vanadiumfluorid 
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 und das man in festem Zustand aus dem Ofen ausbringen   muss.   



   Natürlich wird das beschriebene Verfahren unter gleichen Bedingungen auf die technische Herstellung der Legierungen des Vanadiums mit anderen Metallen, wie Kupfer, Aluminium, Mangan u. s. f. angewendet. Alsdann wird die Knthodenflüssigkoit von dem mit dem   Vanadium   zu lefgierenden Metall gebildet und man setzt zu dem olektrolytischen Bade   nicht Eisenfluorid,   sondern das Fluorid desjenigen Metalles zu, das in die Legierung eintreten soll.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vorfahren zur Herstellung von Vanadium und Vanadiumlegierungen, darin bestehend, dass ein aus geschmolzenem Fluorlcalzium bestehendes Bad derart elektrolysiert wird, dass als Anode ein zusammengebackenes Gemenge aus Kohlenstoff und einem Vanadiumoxyd, als Kathode hingegen in bekannter Weise ein Stahlbad bezw. ein aus dem zu legierenden Metall bestehendes Bad verwendet wird, wobei zu Beginn des Prozesses dem elèktrolytischen Bade Vanadiumtluorid bezw. das Fluorid des zu legierenden Metalles zugesetzt wird, um durch Zersetzung des Fluorides die Reaktion in Gang zu bringen und jene Menge Fluor zu liefern, die den Elektrolyten unaufhörlich auf Kosten der Anode regeneriert und das Transportmittel abgibt, welches das Vanadium von der Anode zur Kathode schafft.
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