AT85093B - Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Behandlung der Oberfläche von Werkstücken zwecks Durchführung des Schweißens, Härtens und Hartlötens. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Behandlung der Oberfläche von Werkstücken zwecks Durchführung des Schweißens, Härtens und Hartlötens.

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AT85093B
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Hubert Haselberger
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Behandlung der Oberfläche von Werkstücken zwecks Durchführung des Schweissens, Härtens und Hartlötens.   



   Bei der Durchführung von mechanischen Schweissverfahren, wie das Schweissen von Metallen im Schmiedefeuer, oder autogen mittels der Sauerstoff-Wasserstoff-oder SauerstoffAzetylenflamme ist es bekanntlich in erster Linie erforderlich, die Oxydationsprodukte auf der Oberfläche der Schweissstellen zu entfernen sowie diese vor einer neuerlichen Oxydation zu schützen. 



   Bei der Durchführung des Hartlötens von Metallen ist es ebenfalls erforderlich, die an den Lötstellen der Werkstücke vorhandenen Oxyde zu reduzieren und einer neuerlichen Oxydation während des Lötens vorzubeugen, Auch hier kommen reduzierend wirkende und als Flussmittel dienende Substanzen in Betracht, welche auf die Lötstellen gestreut werden. 



   Das Oberflächenhärten oder   Einsa. tzha. rten   von Eisen, bei welchem die härtende Wirkung durch Aufnahme von Kohlenstoff erzielt wird, erfordert hingegen die Anwendung solcher Stoffe, die ihren Kohlenstoffgehalt in höherer Temperatur leicht und schnell an das Werkstück abgeben. 



   Zur Durchführung jedes der genannten drei Verfahren finden bisher gesonderte Mittel bei entsprechender Behandlung der Werkstückoberfläche Anwendung, die unter den Namen Schweisspulver, Härtepulver, Hartlötpulver usw. bekannt sind. 



   Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, ein Mittel zu schaffen, mit welchem jedes der drei genannten Verfahren durchgeführt werden kann. Im wesentlichen erreicht dies die Erfindung durch die Vereinigung der bei den üblichen Mitteln angewendeten Substanzen in der Weise, dass die ihnen gemeinsamen Bestandteile bestehen bleiben, während die für jedes einzelne Verfahren erforderlichen Zusätze so gewählt werden, dass sie der Durchführung eines der anderen Verfahren nicht störend im Wege stehen, sondern alle Substanzen sich untereinander in ihren Aufgaben unterstützen. 



   Die gegenseitige Unterstützung der Substanzen eines Gemisches von Lötmitteln mit Schweissmitteln und Härtemitteln wird bei entsprechendem Vorgang in der jeweilig zu lösenden Aufgabe dadurch erreicht, dass die einzelnen Substanzen unter verschiedenen Umständen auch verschiedene Wirkungen ausüben und verschiedene chemisch-metallurgische Vorgänge hervorrufen. 



   So werden beispielsweise Blutlaugensalze nur unter Luftabschluss bei entsprechender Hitze auf die Oherfläche härtend einwirken, während bei reichlichem Luftzutritt eine härtende Wirkung von Blutlaugensalzen nicht zu erkennen sein wird. Bei Anwendung der vereinigten Substanzen wird demnach durch Blutlaugensalze nur bei Luftabschluss eine härtende Wirkung auf das Werkstück ausgeübt, während andere Mittel des Gemisches das Molekulargefüge der Oberfläche des Werkstückes in der Weise verändern, dass das Härtemittel in das Werkstück leichter einzudringen vermag.

   Hingegen wird beispielsweise beim Löten und Schweissen ein Härtemittel, also ein Kohlungsmittel, die Arbeit des Lot-und Schweissmittels bei freiem Luftzutritt wieder dadurch unterstützen, dass das Härtemittel desoxydierend auf die Oberfläche des Werkstückes wirkt und das Molekulargefüge der Oberflächen der zu verbindenden Werkstücke nach der Richtung vorteilhaft verändert, dass sich die Oberflächen innig aneinander schmiegen. 



   Im wesentlichen besteht das Mittel gemäss der Erfindung aus einem Gemenge aus Doppelsalzen von Eisen-und Kaliumcyaniden, Borax, Borsäure, Soda, Chlorkalium, doppelkohlensaures Natron, Chlornatrium, Phosphorsalz und Quarzmehl. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Als vorteilhaft erwies sich beispielsweise das Mischungsverhältnis nach folgender Vorschrift :

   
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 2 <SEP> Gewichtsteile <SEP> gelbes <SEP> Blutl,. <SEP> ugensalz <SEP> (K, <SEP> Fe <SEP> Cy,)
<tb> i <SEP> Gewichtsteil <SEP> rotes <SEP> . <SEP> (AFe <SEP> Cy)
<tb> 1 <SEP> # <SEP> Borax <SEP> (Na2 <SEP> B4 <SEP> O7)
<tb> 1 <SEP> # <SEP> Borsäure <SEP> (B <SEP> (O <SEP> H)3)
<tb> i <SEP> Soda <SEP> (Na, <SEP> CO,)
<tb> 1 <SEP> # <SEP> Chlorkalium <SEP> (K <SEP> Cl)
<tb> 1 <SEP> # <SEP> doppelkohlensaures <SEP> Natron <SEP> (Na <SEP> H <SEP> C <SEP> 03)
<tb> ¸ <SEP> # <SEP> Chlor <SEP> Chlornatrium <SEP> (Na <SEP> Cl)
<tb> ¸ <SEP> # <SEP> phosphorsaures <SEP> Natron <SEP> (Na2 <SEP> H <SEP> PO4)
<tb> 1/2') <SEP> Glaspulver.
<tb> 
 



   Zu dem vorstehenden Gemenge können gegebenenfalls noch Metallfluoride, Chloride beigefügt werden. In diesem Falle empfiehlt sich z. B. die Herstellung nach folgender Vorschrift : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 2 <SEP> Gewichtsteile <SEP> gelbes <SEP> Blutlaugensalz
<tb> 1 <SEP> Gewichtsteil <SEP> rotes <SEP> #
<tb> 1,.

   <SEP> Borsäure
<tb> 1 <SEP> " <SEP> Borax
<tb> 1 <SEP> # <SEP> Aluminiumfluoride <SEP> (Al2 <SEP> Fl6)
<tb> 1 <SEP> " <SEP> NatriumfIuo <SEP> id
<tb> 1/2 <SEP> Lithiumchlorid
<tb> i-,, <SEP> Chlorka-lium
<tb> 1 <SEP> # <SEP> doppelkohlensaures <SEP> Natron
<tb> i <SEP> Soda
<tb> Vs <SEP> phosphorsaures <SEP> Natron
<tb> 1/2 <SEP> Glaspulver
<tb> ¸ <SEP> # <SEP> Chlornatrium
<tb> 
 
Zur Herstellung des Mittels nach den vorstehenden Vorschriften werden die einzelnen Chemikalien zunächst gesondert fein pulverförmig gemahlen, hierauf in einer geeigneten Mischvorrichtung innig vermengt, worauf das Gemenge in Blechdosen eingefüllt oder zu Tabletten komprimiert werden kann. 



   Im letzteren Falle kann an Stelle der Tablettenform auch eine andere geeignete Form, wie die Stangenform usw. treten. 



   Die Benutzung des vorliegenden Mittels bei der Durchführung von Schweiss-, Härteund Hartlötarbeiten erfolgt in analoger Weise wie die der bekannten Schweiss-, Lot-und Härtepulver. 



   Das nach der Erfindung zusammengesetzte Mittel ermöglicht sowohl die Anwendung beim Schweissen im Schmiedefeuer als auch beim Autogenschweissen, beim Hartlöten, sowie beim Einsatzhärten. Beim Schweissen im Schmiedefeuer lässt sich das Mittel sowohl für das Schweissen von Eisen, von Eisenwerkstücken, als auch Stahlwerkstücke, sowie beider zusammen anwenden. Beim Autogenschweissen erstreckt sich das Anwendungsgebiet des Mittels auf Werkstücke von Schmiedeeisen, Stahl, Gusseisen, Weichguss, Grauguss, Stahlguss, Kupfer, Messing und Bronze. Beim Hartlöten kann das Mittel zum Löten von Werkstücken aus Eisen, Stahl oder Gusseisen mit Messing, Kupfer oder Schlaglot dienen.

   Das Härten mit dem vorliegenden Mittel kann hingegen-sowohl bei Werkstücken aus Eisen, Stahl als auch Weichguss und Grauguss, durch Bestreuen der erhitzten Werkstücke im offenen Feuer, oder durch Einsetzen bei Luftabschluss vorteilhaft durchgeführt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
I. Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Behandlung der Oberfläche von Werkstücken zwecks Durchführung des Schweissens, Härtens und Hartlötens, dadurch gekennzeichnet, dass ungefähr zwei Gewichtsteile gelbes Blutlaugensalz mit ungefähr je einem Gewichtsteil roten Blutlaugensalz, Borax, Borsäure, Soda, Chlorkalium, doppelkohlensaures Natron und mit ungefähr je einem halben Gewichtsteil Chlornatrium, phosphorsaures Natrium und Glaspulver im fein gepulverten Zustande zu dem Zwecke innig vermengt werden, um bei den Arbeitsvorgängen durch das Zusammenwirken aller dieser Substanzen des Mittels eine günstige Veränderung des Mofekulargefüges der Oberflächen der Werkstücke herbeizuführen, wobei dieses Mittel gegebenenfalls zu Stangen, Tabletten o. dgl, durch Pressen in Formen gebracht wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gemenge noch ungefähr je ein Gewichtsteil Aluminiumfluorid und Natriumfluorid mit einem halben Gewichtsteil Lithiumchlorid zugesetzt werden.
AT85093D 1916-04-08 1916-04-08 Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Behandlung der Oberfläche von Werkstücken zwecks Durchführung des Schweißens, Härtens und Hartlötens. AT85093B (de)

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