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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu-17768. HERMANN DICnTL IN WIEN.
Halfterzaum.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf einen Halfterzaum der in der Patentschrift Nr. 14072 beschriebenen Art. Während aber bei diesem Halfterzaume die Halfter mittelst seitlicher Backenstückschnallen an dem gemeinsamen Genickstücke hängt, wodurch im Falle des immerhin möglichen Reissens dieses einzigen Genickstückes ohne Austausch bezw. Wiederherstellung desselben der Zaum gebrauchsunfähig sein würde, besitzt die Halfter nach der vorliegenden Erfindung ihr eigenes Genickstück a, durch dessen eventuelles Zerreissen das darüber lagernde Zaumgenickstück b unberührt bleibt.
Durch den Wegfall der beiden Halfter-Backenstückschnallen kommen dann die grossen
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Die Gemeinsamkeit des Stirnriemens d ermöglicht auch bei dieser Konstruktion den Entfall eines eigenen Halfter-Kehlriemens, indem die Halfter durch die mittelst eines
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wendung treten kann.
Um dieser gewiss auch praktische Vorteile, wie z. B. die Unveränderlichkeit der einmal gerichteten Gebisslage, bietenden Unvollkommenheit abzuhelfen, erscheint es doch geboten, am Stirnriemen je eine seitliche Schnalle i (Fig. 4) anzuordnen, so dass nach dem
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Der Halfter-Nasenriemen o wird mittelst der rückwärtigen Schnalle m geöffnet, sodann aus den Schlingen p des Halftergenickriemens und endlich dieser selbst aus den Schlingen e des Stirnriemens gezogen.
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Zaume zu ermöglichen, erstere keine seitlichen Ringe besitzen,
sondern es muss die Verbindung zwischen Halfter-Genickriemen a und Nasenriemen o mittelst der Schlingen p erfolgen.
Die Umgestaltung zum Wischzaume geschieht in allen Fällen der Trennbarkeit von Halfter und Zaum in gleicher Weise wie bei dem in der Patentschrift Nr. 14072 beschriebenen Halfterzaum, d. h. durch. Einlage eines Nasenriemens an Stelle der Reitstange, während bei der unzertrennlichen Ausführungsform statt der gabelförmigen Gebissträger h zwei eigene einfache Trensenbackenstücke eingeschnallt werden. Der Wischzaum-Nasenriemen wird im letzteren Falle durch den Halftor-Nasenriomen o im Vereine mit dem innerhalb desselben gelegenen Schlussriemchen t gebildet, kommt daher in diesem Falle oberhalb der Trense zu liegen.
Als Nasenriemen für die Anordnung am Zaume wird in allen Fällen eine, der betreffenden Halfter gleich gestaltete, jedoch entsprechend schmälere, sogenannte"Reithalfter"verwendet.
Endlich gestattet die dritte Ausführungsform auch die Herstellung eines Kappzaumes, indem an Stelle des gewöhnlichen Halfter-Nasenriemens ein solcher mit Longeringen versehener eingeschnallt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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gekennzeichnet, dass zur Verstärkung des Zaumes die Halfterbackenstücke zu einem über das Genick führenden Halfter-Genickriemen (a) vereinigt sind, welcher mit dem Zaumgenickstücke (b) durch die Stirnriemenschlingen (e) zusammengehalten wird, wobei durch je eine in diesen Schlingen (e) angeordnete kleinere Schlinge (f) der nunmehrige Halfter-Genickriemon (a) mit den die Gebissträger (11) tragenden Zaum-Genickstückstrupfen deckende Führung erhält und durch Ausschnallen der Gebissträger aus dem Halfterzaume die Halfter (Fig. 3) hergestellt wird.