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Österreichische PATENTSCHRIFT Ni. 17563.
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Triebwerk für elektrische Uhren u. dgl.
Zusatz-Patent zum Patente Nr. 14160.
Im Haupt-Patente ist eine elektrische Antriebsvorrichtung dargestellt, welche, kurz gefasst, folgendermassen arbeitet :
Der Anker eines Elektromagneten steht unter der Einwirkung einer Triebfeder und trägt einen Schalthaken, der in ein Schaltrad eingreift. Der Stromkreis des Elektromagneten enthält zwei Kontaktvorrichtungen und ist somit nur dann geschlossen, wenn beide Kontaktvorrichtungen miteinander geschlossen sind. Nun bewirkt aber das Anziehen der Armatur durch den Elektromagneten gleichzeitig die Spannung der Triebfeder und die Unterbrechung des einen Kontaktes, wogegen der Niedergang der Armatur unter Einwirkung der Triebfeder gleichzeitig die Drehung des Schaltrades und den Schluss des besagten Kontaktes bewirkt. Solange aber jener Kontakt allein geschlossen ist, bleibt der Stromkreis unterbrochen.
Aber die zweite Kontaktvorrichtnng wird durch die Drehung des Schaltrades betätigt, u. zw. so, dass, sobald ein voller Zahn des letzteren an einem zweiten Schalthakeu vorbei ist, der die zweite Kontaktfeder bewegt, dieser zweite Schalthaken in die Verzahnung des Rades einfällt und den zweiten Kontakt schliesst.
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getriebes.
Es ist nämlich beobachtet worden, dass der Zeitraum zwischen den beiden Stromunterbrechungen bei der im Haupt-Patente beschriebenen Anordnung etwas kurz bemessen sei. Bei sehr präzis ausgeführter Konstruktion derselben hat das nichts zu sagen ; aber bei der fabriksmässigen Herstellung der Vorrichtung erwies sich jener Umstand als ein Nachteil, dessen Beseitigung durch die vorliegende Neuerung bezweckt wird.
In der beigegebenen Zeichnung ist beispielsweise Fig. 1 eine Ausführungsform einer @ solchen Verbesserung, Fig. 2 eine andere.
Um die Regelung der beiden Kontaktstücko des Schaltgetriebes zu erleichtern, so dass der doppelte Stromunterbrecher im gewünschten Moment in Funktion tritt, ist der Schalt- haken C's des verbesserten Mechanismus mit einem Arme CI kombiniert, dessen gegabeltes
Ende C3 : 1 die Kontaktfeder D umfängt.
Ausserdem ist besagter Schalthaken C2 mit einer an der Platte befestigten Feder c4 kombiniert, welche besagten Schalthaken ('2 in die Verzahnung des Rades F zu drücken strebt.
Da diese Feder et die Kontaktfeder D in der ihr bei dem ursprünglichen Schalt- getriebe zukommenden Arbeit, den Schalthaken gegen das Rad anzudrücken, unterstützt, braucht besagte Kontaktfeder D nur ganz schwach zu sein, ohne die Zuverlässigkeit in der Wirkungsweise der Vorrichtung zu beeinträchtigen.
Da andererseits der Hebelarm ( länger ist als C2, so folgt daraus, dass der vom
Zahn c2 des Schalthakens C2 zurückgelegte Weg einem Verhältnismässig langen Wege der die Kontaktfeder Z) bewegenden Gabel e entspricht.
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Diese Verbesserung bezweckt es, bei einer gegebenen Umdrehungsgeschwindigkeit und Verzahnung des Rades F den Zeitraum zwischen der Unterbrechung des Stromkreises in B und derjenigen in BI zu verlängern und den Druck der Kontaktstücke aufeinander besser zu sichern.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet denn auch wie folgt :
Im Augenblicke, wo der Strom sowohl in B als Bs unterbrochen ist, wird die Armatur von dem Elektromagneten angezogen und die Triebfeder plötzlich gespannt ; dies bewirkt die Kontaktunterbrechung in BI infolge des gleichzeitigen Aufwärtsfahrens und Zurückziehens des Schalthakens Cl und der Feder Dl ; hierauf wird durch die Einwirkung der Feder R das Schaltrad F von neuem in Umdrehung versetzt und infolgedessen Schalthaken C2 und Feder D gehoben. Schon nach sehr kurzer Einwirkung der Verzahnung des Rades F auf c2 (etwa fünf Sekunden) ist die Feder D ausser Kontakt ; nimmt man als Sicherheitsfrist zwischen der Funktion der beiden Kontakte z.
B. einen Zeitraum von 20 Sekunden an, so bleibt von der ganzen Minute, welcher die Umdrehung eines Zahnes des Rades F entspricht, ein Zeitraum von 35 Sekunden zur Verfügung, innerhalb dessen der Abschluss des Kontaktes in BI und sein festes Anpressen durch den Druck des Schalthakens Cl gegen Feder D'völlig und sicher stattfinden kann.
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von der Kraft der Feder D geregelt werden.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform der Erfindung ist für jene Fälle bestimmt, in welchen der Kontakt sowohl durch Reibung als Druck stattfinden soll.
Bei dieser Ausführungsform ist die Kontaktfeder D1 mittelst eines Isolators al am Schalthaken Cl befestigt und bewegt sich mit diesem, so dass der Kontakt durch Reibung des hakenförmigen Endes gegen das Kontaktstück B1 hergestellt wird.
Eine an einem isolierten Träger r2 befestigte und mit einem der Enden der Wicklung des Elektromagneten verbundene Feder r1 ist dazu bestimmt, besagten Schalthaken gegen die Verzahnung des Rades F zu pressen und gleichzeitig die Feder D1 elektrisch mit der besagten Wicklung zu verbinden. Der Hebelarm Cd trägt hier aber nicht mehr wie in Fig. 1 die Gabel c3, sondern er ist mittelst eines Isolators a2 am Schalthaken C2 befestigt und legt sich beim Einfallen des Hakens C2 in den Zahn des Schaltrades einfach gegen die Feder D an ; da nun das Ende des besagten Hebelarmes Ca einen Kreisbogen beschreibt, so erfolgt notwendigerweise ein Reibungskontakt mit Feder D.
Eine an einem isolierten Träger r, welcher mit dem anderen Ende der Elektromagnetenwicklung in Verbindung steht, befestigte Feder 3 vermittelt die Verbindung zwischen dem Elektromagneten und dem Hebelarm es.
In gewissen Fällen könnten die Enden der Wicklung des Elektromagneten direkt einesteils mit der Kontaktfeder DI und anderenteils mit Hebelarm C3 verbunden sein, mit Weglassung der isolierten Träger r2 und 4.