AT17315B - Verfahren zur Herstellung elektrischer Glühkörper. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung elektrischer Glühkörper.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   Nr. 17315.   



   WILIIELM BOEHM IN BERLIN. Verfahren zur Herstellung elektrischer   Gtühkörper.   



   Es ist bekannt, dass Leiter zweiter Klasse, z. B. die Oxyde von Calcium. Magnesium, Zircon, Thorium u. s. w., sowie auch Kaolin u. dgl. in heissem Zustande den elektrischen Strom leiten. Es ist ferner bekannt, dass die Temperatur, bei welcher sie leitend werden, im allgemeinen um so höher liegt, je reiner sie sind, infolgedessen man schon versucht hat, diese Temperatur durch Verwendung von Gemischen herabzusetzen. Der Versuch zeigte indessen, dass, wenn das leitende Oxydgemisch gleichzeitig die verschiedenen Eigenschaften haben soll, nämlich hohes   Lichtemmissionsvermögen,   lange Lebensdauer und grosse Festigkeit, nur eine beschränkte Anzahl von Zusätzen verwendbar ist.

   Als Grundstoffe für die Leuchtmasse können alle diejenigen Körper dienen, deren Feuerbeständigkeit und auch   Leuchtfähigkeit   für elektrisches Licht schon lange bekannt ist, und die auch schon von Jablochkoff und anderen benutzt wurden, wie z. B. Zirconoxyd und Thoroxyd. 



   Als passende Zusätze werden zu diesen Stoffen nach vorliegender Erfindung die Oxyde des Chrom, Mangan, Uran, Titan, Vanadin, Tantal, Niob, Molybdän u. dgl. benutzt, die in so geringen Mengen zu den Grundstoffen, wio Magnesia, Zirconoxyd, Thoroxyd u. dgl. hinzugefügt   werden, dass   man hiedurch   G) ühkörper erhält, welche bei   gewöhnlicher Temperatur nicht   angehen,   aber doch eine relativ geringe   Vorwärmung erfordern,   ferner sehr feuerbeständig sind und daher eine ausserordentlich lange Brenndauer besitzen, in ihrem Stromverbrauch sehr konstant sind und im Laufe der ersten Brenndauer   (100   bis 200 Brennstunden) an Leuchtkraft zunehmen. 



   Durch diese Eigenschaften unterscheiden sich die nach vorliegendem Verfahren hergestellten Leuchtkörper deutlich von den aus dem österreichischen Patente Nr. 3412 bekannt gewordenen Widorstandskörpern, welche ebenfalls die oben angegebenen Oxyde enthalten, jedoch in   solchen Mischungsverhältnissen,   dass die erhaltenen Körper bei   gewöhnlicher   Temperatur und Spannung leiten. 



   Ferner sei noch erwähnt, dass auch in dem österreichischen Privilegium Reg. Bd. 48,   S. 41'\28 und   in dem gleichartigen D. R. P. Nr. 117031 ein Verfahren zur Herstellung von   Gilhkörpern   aus Leitern zweiter Klasse beschrieben ist. welch letztere nach dem D. R. P. 



    Nr.     104872   mit Hilfe einer von den Elektroden räumlich getrennten Heizvorrichtung angeregt werden und aus einer   Mischung   von Zircon- bezw. Thoriumoxyd als Grundstoff mit einem Zusatz von Yttrium-, Cer-,   Erbium-oder Didymoxyd bestehen. Das   vorliegende Verfahren bezweckt dagegen die Verwendung der oben genannten Grundstoffe oder deren Gemische in Verbindung mit den erwähnten Oxyden des Chrom, Mangan, Uran u. s. w. zur Herstellung von   Leuchtkörpern,   die sich besonders für die in dem österreichischen Patente Nr.   7188 (H.   R. P. Nr. 123150) beschriebene Anregungsmethode eignen.

   Der Unterschied der nach vorliegendem Verfahren hergestellten Leuchtkörper gegenüber den   Glühkörpern   nach dem österreichischen   Privilegium   Reg. Bd. 48, S. 4828   (D.   R. P. Nr. 117031) besteht in den Eigenschaften der erhöhten Feuerbeständigkeit, dem konstanten Stromverbrauch und der anfänglichen Zunahme des Lichtemissionsvermögens, welche durch die spezielle geringe, bis zu   3% vom   Hundert betragende Beimengung der vorgenannten Oxyde zu den Grundstoffen   erzielt werden. Durch Anwendung von Chrom und Mangan kann ferner auch eine Färbung des Lichtes erreicht werden.   

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   Die oben genannten Stoffe, wie Chrom, Mangan, Uran u. a. w. werden entweder   Ma   Oxyde den Grundstoffen beigemischt und mit diesen geformt oder aber in aufgelöste Form den aus den Grundstoffen hergestellten Leuchtkörpern hinzugefügt. Es ist anzunehmen, dass die Zusatzmittel sich hiebei mit den Grundstoffen chemisch binden und dadurch den Leuchtkörpern die oben erwähnten Eigenschaften verleihen. 



   Als Ausführungsbeispiel des vorliegenden Verfahrens möge folgendes angeführt werden :
90 Teile   Zu'conoxyd,     5 " Magnesiumoxyd, 4 " Calciumoxyd,  
1 Teil Manganoxyd werden innig miteinander gemischt und mit einer   Zuckerlösung   zu einer möglichst homogenen plastischen Masse verarbeitet. Diese Masse wird mittels einer Spritze oder dgl. in Stabbezw. Fadenform gebracht. Die entstehenden Fäden oder Stäbe werden getrocknet und aus denselben durch Zerteilen Leuchtkörper gewünschter Länge hergestellt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung elektrischer Glühkörper von hoher Feuerbeständigkeit, konstantem Stromverbrauch und anfänglich zunehmendem Lichtemissionsvermögen, welche bei gewöhnlicher Temperatur nicht angehen, jedoch nur eine relativ geringe Vorwärmung erfordern, dadurch gekennzeichnet, dass bis zu'30/0 vom Hundert Chromoxyd, Manganoxyd, Uranoxyd, Vanadinoxyd, Titanoxyd, Tantaloxyd, Nioboxyd, Molybdänoxyd einzeln oder in geeigneten Mischungen zu den die Grundmasse bildenden Verbindungen, wie Magnesiumoxyd, Calciumoxyd, Zirconoxyd, Thoroxyd oder anderen geeigneten Leitern zweiter Klasse hinzugefügt werden.
AT17315D 1901-06-15 1901-06-15 Verfahren zur Herstellung elektrischer Glühkörper. AT17315B (de)

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