AT16851B - Motor-Elektrizitätszähler. - Google Patents

Motor-Elektrizitätszähler.

Info

Publication number
AT16851B
AT16851B AT16851DA AT16851B AT 16851 B AT16851 B AT 16851B AT 16851D A AT16851D A AT 16851DA AT 16851 B AT16851 B AT 16851B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
armature
force
piece
commutator
electricity meter
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Aeg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aeg filed Critical Aeg
Application granted granted Critical
Publication of AT16851B publication Critical patent/AT16851B/de

Links

Landscapes

  • Stopping Of Electric Motors (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    ALLGEMEINE ELEKTRICITÄTS-GESELLSCHAFT m BERLIN. 



  Motor-Elektrlzität8zähler.   



   Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein   Motor-Etektrixitätszähter,   welcher an Stelle des bisher gebräuchlichen, aus mehreren Spannungsspulen und Kommutatorsegmenten zusammengesetzten Trommelankers nur eine Spannungsspute besitzt. Die Anwendung nur einer Spannungsspule bezweckt vor allen Dingen eine   Vereinfachung   des Ankers und eine Verringerung des Gewichtes desselben ;

   durch die Vereinfachung des Ankers werden die Herstellungskosten verringert und die Reparatur erleichtert und durch die Verringerung des Gewichtes werden die Empfindlichkeit und die Dauerhaftigkeit des Zählers   erhöht.   Mit der Verminderung der Anzahl der Ankerspulen ist auch diejenige der Kommutatorsegmente auf zwei und eine entsprechende Verkleinerung des Kommutatordurchmessers verbunden, was eine Verringerung der Bürstenreibung zur Folge hat. Durch die Anwendung nur einer Spannungsspule und   zweier Kommutatorsegmente   wird aber das Stehenbleiben des Ankers in den bei jeder Stromwendung eintretenden   Totpunktes bel   geringer Belastung bedingt und es muss ein Mittel vorgesehen werden, welches dies verhindert.

   Um nun den oben erwähnten Zweck möglichst vollkommen zu erreichen, ist dieses Mittel nach vorliegender Erfindung ausserordentlich einfach und leicht gemacht ; es besteht nämlich nur aus einem beliebig geformten weichen Eisenstückchen, welches an einem mit dem Anker umlaufenden Teil, z.   13.   an der   Bremsscheibe   angebracht ist, und zwar derart, dass die Anziehungskraft, welche der Brcmsmagnct oder ein besonderer Magnet auf dasselbe ausübt, stets bestrebt ist, den Anker aus den Totpunktlagen zu bringen, welche derselbe in den Augenblicken des   Kurzschliessen   der Spannungsspule durch die Bürsten des Kommutators einnimmt.

   Diese Anordnung ist nicht etwa als eine Hilfsantriebsvorrichtung ? u betrachten ; denn, während beim Umlauf des Ankers das   Eisenstuckehen   sich einmal dem Magneten nähert und dann wieder von demselben entfernt, ist die Anziehungskraft des Magneten stets gleichgerichtet, d. h. dieselbe wirkt einmal fördernd und einmal hindernd auf den Umlauf ein.

   Bei einem Zähler der beschriebenen Art wirken nun während einer vollen Umdrehung des Ankers vier verschiedene Kräfte auf denselben ein, nämlich die elektromotorische Triebkraft, die lebendige Kraft, die magnetische Bremskraft und die   magnetische Zugkraft.   Die ersten beiden   Kräfte   sind den zu messenden Strömen proportional, die zweite ausserdem noch der Schwere und der jeweiligen Geschwindigkeit des Ankers ; die letzten beiden Kräfte sind dagegen von den   Messgrössen   unabhängig ; die vierte Kraft muss deshalb, und weil durch ihre Grösse die   Empfindlichkeit   des Zählers naturgemäss bedingt ist, im Verhältnis zu den ersten beiden Kräften sehr klein sein, während die dritte
Kraft nur zusammen mit der ersten wirken darf, und zwar aus folgenden Gründen :

   Bei grösseren Belastungen wird die lebendige Kraft noch ausreichen. um den Anker durch den
Totwinkel hindurchzutreiben, so dass seine Geschwindigkeit auch im Totwinkel der Trieb- kraft, d. h. den zu messenden Strömen praktisch proportional ist ; bei abnehmender Be- lastung wird aber der Fall eintreten, dass die lebendige Kraft hiozu nicht mehr ausreicht, so dass beim Durchlaufen eines Teiles des Totwinkels die magnetische Zugkraft zu Hilfe genommen werden muss ; letztere darf jedoch, wie gesagt, nur klein bemessen werden, so dass die Geschwindigkeit im Totwinkel in diesem Falle verhältnismässig sehr gering ist.

   Es wird demnach   Zählerbelastungen   geben, bei welchen der Anker zum Durchlaufen des kleinen
Totwinkels bedeutend mehr Zeit braucht als zum Durchlaufen des Ergänzungswinkels ; die
Geschwindigkeit des Durchlaufs durch letzteren ist proportional der Triebkraft, diese wirkt aber nur während einer verschwindend kurzen Zeit, so dass die Dauer einer Umdrehung, welche als Messeinheit dienen soll, sich mit der Zählerbelastung gar nicht oder doch nur wenig ändert. In der Proportionalitätskurve des Zählers wird somit eine   Diskontinuität   auftreten müssen, und zwar wegen des bei Zählern notwendig möglichst gering zu wählende
Gewichtes des Ankers und der damit verbundenen geringen Schwungmasse bei etwa 10 bis   15/Q   der maximalen Belastung, so dass bei allen geringeren Belastungen erhebliche
Minusfehler sich ergeben.

   Der heutige Stand der Zählerfabrikation setzt aber ein Mess- bereich der Zähler von mindestens 5 bis 1000/0 der maximalen Belastung voraus, so dass der Diskontinuitätspunkt der Proportionalitätskurve abwärts verschoben werden muss. Praktisch lässt sich dies nur dadurch ermöglichen, dass die während des Anwachsens der Triebkraft im Anker aufgespeicherte lebendige Kraft im geeigneten Augenblick zur Wirkung gebracht und nicht etwa gerade dann in Wärme umgesetzt wird, wie dies durch die magnetische
Bremsung geschieht ; das einfachste Mittel zu diesem Zwecke besteht darin, die Bremskraft 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 im geeigneten Augenblick wirkungslos zu machen, und zwar durch entsprechende Unterbrechung der Bremsscheibe.

   Die lebendige Kraft wird alsdann schon bei 8 bis 40/0 der maximalen Belastung den Anker ohne Zuhilfenahme der magnetischen Zugkraft durch den Totwinkel hindurchtreiben und letztere wird somit im eigentlichen Messbereich des Zählers keinen Einfluss ausüben, sondern nur den Anker daran hindern, innerhalb des Totwinkels zur Ruhe zu gelangen.

   Bei einem solchen Zähler mit nur einer Spannungsspute muss natürlich die letztere sehr viele Windungen erhalten, so dass ihr Widerstand verhältnismässig gross ausfällt, ein verhältnismässig grosser Teil der Gesamtspannung von den Kommu-   tatorbl1rsten   kurzgeschlossen wird und daher Funken nicht zu vermeiden sind ; um nun diese Funken von dem eigentlichen Kommutator des Zählers fernzuhalten und an eine andere,   ungefährlichere   Stelle zu verlegen, wo dieselben ausserdem durch schnelles Abreissen unschädlich gemacht werden können, werden Hilfsbürsten angeordnet, welche die   Hauptb Ursten   im Augenblick des Umschaltens kurzschliessen. 



   Ein solcher Zähler ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 denselben im Aufriss, Fig. 2 denselben, aber ohne Umschaltvorrichtung, im Grundriss und Fig. 3 die Umschaltvorrichtung im Grundriss. Auf der oben und unten leicht drehbar gelagerten Achse a sitzen übereinander die ringförmige   Spannungsspule b,   die Bremsscheibe c, das weiche 
 EMI2.1 
 



  Unbeweglich sind die   Hauptstromspule g,   der Bremsmagnet   dz   die Kommutatorbürsten i und die Hilfsbürsten k. Im Hauptstromkreis liegt nur die Spule g, während im Spannungsstromkreis   1-2   ausser der Spule b, den beiden Segmenten des Kommutators e und den 
 EMI2.2 
 liegen und an den   Punkten   und 4 noch die   Hilfsbursten   k an denselben angeschlossen sind.

   Die Windungsebene x der Spannungsspule b ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich, um einen Winkel   oc   zur Mittellinie der Bremsscheibe c verschoben ; der Anker befindet sich in der Totpunktlage, wenn die Windungsebene x parallel zu der Windungsebene y der Hauptstromspule   9 liegt.   Das weiche Eisenstückchen (Doppelhäkchen) d ist rechtwinklig zur Mittellinie der Bremsscheibe c angeordnet, also um einen Winkel von   900-1X zur Ebene : r   verschoben ; infolgedessen zieht der   Magnet h   das Eisenstückchen d an, sobald der Anker die gezeichnete Lage   überschreitet und   bevor derselbe in die Totpunktlage kommt, so dass er die letztere ohne Verzögerung durchläuft.

   Bei Eintritt des Ankers in die Totpunlrtlage tritt der eine der beiden symmetrischen, sektorförmigen Ausschnitte der Bremsscheibe c zwischen die Pole des   Magneten/',   so dass die Bremswirkung des letzteren fast gleich Null wird : hiedurch wird die Geschwindigkeit, mit welcher der Anker den   Totwinkel   (2 X   [90- < x])   durchläuft, derart geregelt, dass der Zähler auch bei geringeren Belastungen noch richtig geht. Die Wirkung des   Eisenstückchens     d   beginnt von neuem, wenn der Anker eine Drehung um   1 80t) vollendet,   d. h. die gezeichnete Lage wieder überschreitet.

   Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, befinden die freien Enden der   Hi1fsbUrsten     (Federn) J (sich   innerhalb des von den Enden des Kurzschlussstückes f bei der Drehung des Ankers beschriebenen Kreises ; das   Stück f ist rechtwinklig   zu dor die beiden Segmente des   Kommutators e   voneinander trennenden Ebene auf der Achse a befestigt, während die Bürsten k senkrecht zur Ebene (y, Fig.   2)   angeordnet sind, so dass sie die   Hauptbürsten   i während des Umschaltens am Kommutator e infolge der Berührung zwischen dem Stück f und den Hilfsbürsten k kurzgeschlossen halten.

   Damit im Augenblick des Umschaltens ein merklicher Strom durch die Hauptbürsten i nicht fliessen kann, wird ausserdem noch der Hilfswiderstand m kurzgeschlossen ; durch eine möglichst radiale Stellung der   Bürsten A ;   zur Achse a, bezw. zum   Knrzschtussstückf wird   ein schnelles Abreissen des letzteren von diesen Bürsten bedingt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Motor-Elektrizitätszähler mit nur einer Spannungsspule und zwei Kommlltatorsegmenten, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Anker ein weiches Eisenstückchen derart angebracht ist, dass die Anziehungskraft des Bremsmagneten auf dieses Eisenstückehen stets bestrebt. ist, den Anker aus den Totpunktlagen zu bringen, so dass der Anlauf des Zählers bei jeder Belastung gewährleistet und das Stehenbleiben desselben bei geringer Belastung verhindert wird.
AT16851D 1901-12-12 1901-12-12 Motor-Elektrizitätszähler. AT16851B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT16851T 1901-12-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT16851B true AT16851B (de) 1904-07-11

Family

ID=3518765

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT16851D AT16851B (de) 1901-12-12 1901-12-12 Motor-Elektrizitätszähler.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT16851B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH338518A (de) Gleichstrom-Kleinmotor
AT16851B (de) Motor-Elektrizitätszähler.
AT67580B (de) Astatischer Wattstundenzähler.
DE443794C (de) Drehstromzaehler
DE10055080A1 (de) Elektrische Linearmaschine
DE595651C (de) Wechselstrommotor nach dem Ferrarisprinzip
AT41698B (de) Elektricitätszähler.
DE1766930B2 (de) Anzeigevorrichtung
DE503605C (de) Einrichtung zur Vernichtung der Remanenz bei fremderregten Generatoren
DE154316C (de)
DE433189C (de) Ferrariszaehler mit einem von wenigstens zwei Triebsystemen gemeinsam induzierten An-ker, bei dem das elektrisch leitende Material des Ankers im Bereich der Triebsysteme durch quer zur Laufrichtung voneinander getrennte, einzeln in sich kurzgeschlossene Leiterelemente gegliedert ist
DE1613479B2 (de) Einphasenschrittmotor
DE558098C (de) Schwungradlichtmagnetzuender
CH175767A (de) Elektromagnetisch gesteuertes Ventil.
DE159395C (de)
DE748667C (de) Elektromagnetischer Schwingankermotor
DE274772C (de)
DE902525C (de) Wechselstromkleinmotor mit verstellbarer Polabschattungsvorrichtung
DE151960C (de)
DE268180C (de)
DE453667C (de) Elektrisches Schlagwerkzeug
DE658585C (de) Phasenmesser mit beweglichem Eisenankersystem fuer nicht ausgeglichene Dreiphasennetze
DE621074C (de) Schrittschaltwerk fuer Kontroller belastungsabhaengig gergegelter Elektromotoren
DE449664C (de) Vorrichtung zur Fernanzeige von Schalterstellungen
DE1763043C (de) Polarisierter Synchron-Kleinstmotor