AT167668B - Verfahren zur Herstellung von Ahlen, Maschinennadeln u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ahlen, Maschinennadeln u. dgl.

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  Verfahren zur Herstellung von Ahlen, Maschinennadeln u. dgl. 



   Ahlen, Maschinennadeln u. dgl. wurden bisher so hergestellt, dass das gezogene Material geglüht, abgelängt, gegebenenfalls bearbeitet (gedreht,   gefräst, gestanzt usw. ), gehärtet und angelassen   und schliesslich fertiggeschliffen und poliert wurde. Zur Verwendung kamen vorzugsweise unlegierte, übereutektoide Stähle, die auf Grund ihres Karbidgehaltes einen hohen Widerstand gegen Verschleiss haben. Es hat sich aber gezeigt, dass gerade bei hohen Beanspruchungen und vor allem bei in solchen Fällen nicht immer zu vermeidenden gleichzeitigen Biegebeanspruchungen die Ahlen, Maschinennadeln u. dgl. nicht wegen des natürlichen Verschleisses ausgeschieden werden müssen, sondern durch vorzeitiges Abbrechen zugrunde gehen, was auf eine zu grosse Sprödigkeit derselben zurückgeführt werden muss. 



   Erfindungsgemäss kann man die übermässige Sprödigkeit dieser Gegenstände vermeiden und ihre Lebensdauer auf ein Vielfaches erhöhen, wenn man auf die durch Härten und Anlassen erreichbare hohe Härte verzichtet und sich mit einer Kaltverformung, vorzugsweise durch Kaltziehen, erzielbaren Festigkeit von 200   /MM   und darüber begnügt. Die Möglichkeit der Erhöhung der Streckgrenze durch Kaltverformung ist insbesondere bei austenitischen Stählen häufig vorgeschlagen und angewendet worden. 



  Vor der Kaltverfestigung können die zur Verwendung kommenden Stähle, sofern sie ihrer Zusammensetzung nach dazu geeignet sind, patentiert werden, wobei unter"Patentieren" die bei der Drahterzeugung übliche Bezeichnung für eine isotherme oder annähernd isotherme vollständig ablaufende Austenitumwandlung im unteren Temperaturgebiet der Perlitstufe verstanden sei. 



   Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens werden die Stähle gegebenenfalls nach vorherigem Patentieren durch Kaltverformung auf eine Festigkeit von   200kgImM2   und darüber gebracht, anschliessend in die gewünschten Längen unterteilt und ohne Zwischen- schaltung einer Wärmebehandlung fertiggeschlif- fen und poliert. Dieses Verfahren hat sich vor allem für die Herstellung solcher Gegenstände hervorragend bewährt, die eine möglichst einfache
Form haben, weil die spanabhabende Bearbeitung z. B. erst nach der Kaltverfestigung, u. zw. vorzugsweise durch Schleifen, erfolgt. 



   Ausführungsbeispiel : Bei Schuhnagel- maschinen sticht die Ahle in die Schuhsohle ein Loch vor, in welches ein Hämmerchen einen
Holzstift treibt. Solche Ahlen wurden versuchs- weise nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellt und erprobt. Zur Verwendung kam ein genau eutektoider Werkzeugstahl mit 0-87%
Kohlenstoff, der nach dem Patentieren durch
Kaltziehen auf einen Durchmesser von 2-1 mm auf eine Festigkeit von über 200   kg/mm2   gebracht wurde. Dieses Material wurde entsprechend der Ahlenlänge unterteilt und ohne Zwischenschaltung einer Wärmebehandlung fertiggeschliffen und poliert. Die so hergestellten Ahlen zeigten eine fünffache Lebensdauer im Vergleich zu solchen, die nach dem bisher üblichen Verfahren hergestellt worden waren. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von Ahlen, Maschinennadeln u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass Stähle durch Kaltverfestigung, vorzugsweise durch Kaltziehen auf eine Festigkeit von 200   kgfmm2   und darüber gebracht und anschliessend abgelängt und ohne Zwischenschaltung einer Wärmebehandlung fertiggeschliffen und poliert werden. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Stähle vor der Kaltverfestigung, falls sie ihrer Zusammensetzung nach hiefür geeignet sind, in das Gebiet des Austenits erwärmt und anschliessend isotherm oder annähernd isotherm im unteren Temperaturgebiet der Perlitstufe vollständig umgewandelt ("patentiert") werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT167668D 1948-09-10 1948-09-10 Verfahren zur Herstellung von Ahlen, Maschinennadeln u. dgl. AT167668B (de)

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