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Velvetschneidmaschine
EMI1.1
und 7'trägt, an denen der Spitzenhalter 10 gelagert ist. Der zylindrische Ansatz 11 des
Motorgehäuses ist mit einer Magnetwicklung 12 versehen, zu der die Stromzuleitung über die
Kontakte 13 und 13'zu den Motorklemmen geht, so dass beim Einschalten des Motors der Zylinder- ansatz 11 elektromagnetisch wird. Der auf dem
Messergehäuse 6 fest angebrachte Eisenring 14 und durch ihn das ganze Messergehäuse kann auf diese Weise mit dem Motorgehäuse magnetisch gekuppelt werden.
Der mit der Spitze 1 unmittelbar verbundene
Tragarm 15 ist in dem Halter 10 durch eine Mikrometerschraube 16 verstellbar befestigt. Der Halter 10 ist durch zwei Führungsstifte 17 und 17' auf dem Messergehäuse in den Lagerhülsen 7 und 7'verschiebbar gelagert. Der untere Führungsstift 17 trägt eine Feder 18, deren Druck durch eine Mutter 19 veränderlich ist.
Der Führungsstift 17'trägt einen Kontakt 20, der mit einem Gegenkontakt 20'am Messergehäuse zusammenwirkt.
Das Motorgehäuse 21, das auch den Ansatz 11 trägt, ist schwenkbar in einem (nicht dargestellten) Haltearm gelagert, so dass es entgegengesetzt zur Richtung der Spitze 1 ausschwingen kann.
Bei einem solchen Ausschwingen werden die Kontakte 22 und 22'geöffnet und dadurch der Messermotor stillgesetzt.
Die Wirkungsweise ist folgende :
Die Führungsspitze 1 wird in die schlauchartig hintereinanderliegenden Schlingen des Flors von Hand eingeführt und die Stoffbahn in Richtung der Kette gegen die Spitze bewegt. Das gegen die Bewegungsrichtung der Stoffbahn rotierende, mit symmetrischem Anschliff versehene Kreismesser 2 schneidet dabei die Schlingen freischneidend und genau in der Mitte auf, u. zw. über die ganze Länge des Stückes. Hierauf wird die Spitze in den daneben liegenden Schnittkanal eingesetzt und so fort über die ganze Breite der Stoffbahn.
Bei dieser Bauart ist für den Punkt, wo der Flor aufgeschnitten wird, ausschliesslich die unveränderliche Höhe der Führungsspitze und nicht die Breite des Messers massgeblich. Der Schneidepunkt liegt nämlich immer gleichbleibend dort, wo der Umfang der Kreisscheibe die Oberkante der rinnenartig gestalteten Führungsspitze schneidet. Durch das Nach-
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schleifen des Messers wird also höchstens der Schneidepunkt etwas verlegt, wogegen sich die Wirkungsweise nicht verändert. Bei einer solchen Anordnung ist es daher auch möglich, am Messer schleifende Abziehpolster anzubringen, die die Schneide selbsttätig dauernd abziehen und auf diese Weise lange Zeit scharf halten.
Durch den Druck der Feder 18 wird der Halter 10 bei der Arbeit des Messers nach vorne gedrückt, so dass der Kontakt 20 und 20'geöffnet ist. Bei einem beim Schneiden eintretenden abnormalen Widerstand wird die Spitze mit dem Halter gegen den Federdruck nach hinten bewegt, wodurch das Kontaktpaar 20, 20'geschlossen und der die Stoffbahn antreibende Motor stillgesetzt wird.
Durch die drehbare Lagerung des Gehäuses 6 und mit ihm auch der Messerscheibe 2 wird erreicht, dass das Messer rückwärts ausschwingen kann, wenn es fehlerhafterweise die Stoffbahn durchstochen hat. Durch ein Ausschwingen rückwärts wird das Messer aus der Stoffbahn herausgezogen und so eine Rissbildung in der Stoffbahn nach dem Einstechen vermieden.
Die Kontakte 22, 22', durch welche dem Messermotor Strom zugeführt wird, werden bei der Ausschwingung des Motorgehäuses selbsttätig geöffnet, so dass der Messermotor und die Scheibe zum Stillstand kommen. Die magnetische Halterung des Messergehäuses 6 dient zu dem Zwecke, beim Stillstand der Maschine das Messergehäuse leicht abnehmen zu können, um die Führungsspitze in einen neuen Schnittkanal einzusetzen.
Die Abschaltung des Stromes für die Magnetkupplung muss daher mit der Ausrückung des Antriebsmotors gleichzeitig erfolgen.