<Desc/Clms Page number 1>
Vibrationsgalvanometer
Um bei Vibrationsgalvanometem die Eigen- schwingungszahl des schwingenden Teiles des
Instrumentes der Frequenz des zu messenden
Stromes anpassen zu können, ist entweder eine veränderbare Gleichstromerregung vorgesehen oder ein veränderlicher Luftspalt in einem remanenzfreien Eisenkreis, der durch einen permanenten Stabmagnet erregt ist. Durch Änderung der Gleichstrommagnetisierung bzw. durch Veränderung des Luftspaltes kann die auf den schwingenden Teil des Instruments aus- geübte Richtkraft verändert werden, wodurch gleichzeitig die Eigenschwingungszahl dieses
Teiles eine entsprechende Änderung erfährt.
Gegenstand der Erfindung ist ein Vibrationsgalvanometer mit durch einen permanenten Magnet erzeugter Richtkraft, mit dem ein wesentlich grösserer Frequenzbereich beherrscht werden kann als mit den bisherigen Ausführungen und das zugleich auch den Vorteil hat, dass es weitgehend kleiner gebaut werden kann als die bekannten Vibrationsgalvanometer.
An sich ist es bei Messinstrumenten bekannt (vgl. Schweizer Patentschrift Nr. 212041), zur Erzeugung einer bestimmten gewünschten Feldstärke in einem Luftspalt einen zylindrischen, diametral magnetisierten, permanenten Magnet zu verwenden, der praktisch luftspaltlos im Eisenkreis des Instrumentes verstellbar angeordnet ist. Gemäss der Erfindung wird gleichfalls ein solcher Magnet verwendet, jedoch zum Unterschied von den bekannten Ausführungen im Eisenjoch so gelagert, dass die Drehachse des diametral magnetisierten Magnets quer zur Drehachse des Schwingteiles des Instrumentes steht.
Damit wird der entscheidende Vorteil erreicht, dass die Streukraftlinien des permanenten Magnets bei jeder Stellung desselben im Luftspalt des Instruments keine störende Wirkung ausüben können, so dass eine exakte Abhängigkeit zwischen Einstellung des Magnets und dem jeweiligen Direktionsmoment des Schwingteils erhalten wird. Die erfindungsgemässe Anordnung des permanenten Magnets machte es möglich, die Richtung der Feldstärke im Luftspalt sogar umzukehren, und dadurch die Richtkraft des
Schwingteiles noch unter jenen Wert herab- zusetzen, der der Eigenresonanz des Schwing- teiles (ohne magnetische Beeinflussung) ent- spricht.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines vereinfacht dargestellten Beispiels näher erläutert. Fig. 1 zeigt den Vertikalschnitt, Fig. 2 den Horizontalschnitt der Anordnung, Fig. 3 einen Schnitt nach der Ebene A-B laut Fig. 2.
1 ist ein geblätterter Magnet, der auf den Gummi- füssen 2 aufruht und die Spule 3 trägt, die mit dem zu messenden Wechselstrom beschickt wird.
4 ist ein an einem Bändchen 5 innerhalb eines
Röhrchens 6 schwingfähig aufgehängtes Magnet- plättchen, das unter der Einwirkung des vom
Messstrom erzeugten Wechselfeldes in Dreh- schwingungen versetzt wird, deren Amplitude ein Mass für den Strom ist. Zweckmässig ist mit dem Magnetplättchen in üblicher Weise ein
Spiegel verbunden, mittels dessen die Schwin- gungen des Plättchens auf einem Schirm sichtbar gemacht werden können. Die Amplitude und
Frequenz der Schwingungen des Magnetplättchens wird vom Direktionsmoment beeinflusst, das von einem zweiten Magnetkreis auf das Magnetplättchen ausgeübt wird. Dieser zweite Magnetkreis besteht aus einem aus Eisen geringer Remanenz bestehenden Teil 7, in den ein zylindrischer, diametral magnetisierter Magnet 8 aus hochkoerzitivem Magnetstahl drehbar eingesetzt ist.
Durch entsprechende Verstellung dieses Magnets kann die magnetische Induktion verschieden eingestellt und damit das auf das Magnetplättchen ausgeübte Direktionsmoment in weiten Grenzen verändert werden. Das Direktionsmoment wird durch Probieren so eingestellt, dass die Eigenschwingungszahl des Magnetplättchens gleich ist der Frequenz des zu messenden Wechselstroms. Dadurch, dass der permanente Magnet satt in seinem Eisenschluss eingebettet ist, wird die magnetische Streuung auf ein Mindestmass herabgesetzt. Sie kann durch ein Schirmblech allenfalls noch weiter vermindert werden.
Zur Verdrehung des permanenten Magnets dient ein Schneckentrieb, bestehend aus einem auf dem permanenten Magnet aufgeschrumpften
<Desc/Clms Page number 2>
Schneckenrad 9 und der Schnecke 10, die mittels des Drehknopfes 11 betätigt werden kann. Die gewählte Lage der Drehachse in der Ebene des Nutzflusses des Eisenkörpers 7 bedingt, dass die senkrecht zur Zylinderoberfläche austretenden Streukraftlinien sich vornehmlich in lotrechter Richtung schliessen und dadurch keine Richtkraft auf das Magnetplättchen 4 ausüben.
Die besondere Stoffauswahl für den permanenten Magnet und seine Gestaltung und Anordnung gemäss der Erfindung ermöglichen mit besonderem Vorteil auch eine solche Verstellung des permanenten Magnets, dass die magnetische Induktion im Luftspalt auch ihre Richtung wechseln kann. Dadurch kann die Direktionskraft des Aufhängebändchens 5 des Metallplättchens 4 noch unterschritten werden, wodurch der mit der Anordnung beherrschbare Frequenzbereich eine zusätzliche Erweiterung erfährt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vibrationsgalvanometer mit durch einen permanenten Magnet erzeugter Richtkraft, bei dem der permanente Magnet ein in Form eines insbesondere zylindrischen, diametral magnetisierten Drehkörpers vorzugsweise luftspaltfrei im Eisenkreis des Instruments verstellbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der diametral zu seiner Drehachse magnetisierte Magnet so gelagert ist, dass seine Drehachse quer zur Drehachse des Schwingteils des Instrumentes steht.