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Anordnung an Kontakten, insbesondere für Wähler in selbsttätigen Fernsprechanlagen
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mindern als z. B. Silber, obgleich letzteres Metall unter geeigneten Umständen auch verwendbar ist.
Bei einem Schalter, bei dem ein Kontaktorgan mit einer Reihe von Gegenkontaktorganen zusammenwirkt, kann das Edelmetallstückchen in der Bahn des beweglichen Kontaktorgans angeordnet werden.
Ein solcher Schalter ist z. B. ein Drehwähler für selbsttätige Fernsprechanlagen, bei denen ein drehbarer Schaltarm mit einer Anzahl kreisförmig in einer Ebene angeordneter, fester Kontaktorgane zusammenwirkt. Zu diesem Zwecke kmn ein Stückchen edlen Metall, z. B. Gold, derart an der Kontaktbank befestigt werden, dass es von dem beweglichen Kontaktstück (der Kontaktbürste) bestrichen wird. Infolgedessen werden die Kontaktstellen nach einem oder mehreren Schaltvorgängen mit einer dünnen Goldhaut überzogen und infolge der Berührung dieser Kontaktstellen mit den Kontaktflächen der festen Kontakte wird auch an diese etwas von dem Metall abgegeben. Hiebei verliert zwar die Kontaktbürste einen Teil des mitgenommenen Goldes, aber der Verlust wird jeweils beim Passieren des Vorratsstückes wieder ausgeglichen.
Auf diese Weise wird bei geringem Kontaktdruck stets ein niedriger Übergangswiderstand (z. B. einige Milliohm) gewährleistet. Dies ist besonders bei Schaltern bedeutsam, bei denen die Spannung zwischen den Kontakten ganz niedrig ist und nicht hinreichen würde, eine etwaige, auf den Kontaktflächen vorhandene Verunreinigung zu durchschlagen.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 stellt schematisch das Kontaktsystem eines Wählers für selbsttätige Fernsprechämter dar. Eine Reihe flacher, streifenförmiger Kontaktstücke 1 ist in üblicher Weise an einem isolierenden Kontaktträger 3 befestigt. Die Bürste 5 eines an einer Welle 9 sitzenden Schaltarmes 7 kann die Kontaktstücke 1 nacheinander abtasten. Gemäss der Erfindung ist am Anfang der Kontaktstück- reihe ein Stückchen edles Metall 11, z. B. Gold, von annähernd gleicher Form wie die Kontakt- stücke selbst angebracht. Die Bürste 5 streicht bei jedem Umlauf über das Goldstückchen 11, wobei an den Kontaktstellen etwas Gold zurück- bleibt. Ein Teil davon wird wieder an die Kontaktflächen der Kontaktstücke 1 abgegeben, aber aus- schliesslich an jene Stellen, an denen der Kontakt hergestellt wird.
Das Gold wird also weitestgehend wirtschaftlich ausgenutzt. Die so entstehenden zusätzlichen Kosten sind nur gering.
Das"Vergolden"der Kontakte erfolgt gleichsam selbsttätig und ohne weiteren Kostenaufwand.
Es ist erwünscht, das Edelmetallstückehen leicht auswechselbar, z. B. mittels Schrauben 13, am Kontaktträger 3 zu befestigen. Es kann dann, wenn es zu stark abgenutzt ist, gegen ein neues Stück ausgewechselt werden.
Zur Goldersparnis kann der Einzelteil 11 aus einem Streifen aus unedlem Metall bestehen, an dem beiderseits Edelmetallstücke befestigt sind.
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Das Gold der abgenutzten Plättchen kann auf chemischem Wege zurückgewonnen werden.
Ist zu befürchten, dass die Zahl der Gegenkontakte der Reihe zu gross ist, um alle mit einer genügenden Menge kontaktverbessemden Metalle zu versehen, so kann ein Stückchen Edelmetall an zwei oder mehreren Stellen in dieser Reihe angebracht werden. Es ergibt sich dann eine gleichmässigere Verteilung des Edelmetalles über alle Kontaktstücke 1.
Bei Schaltern dieser Art kann das Edelmetallstückchen auch an dem mit der Reihe zusammenwirkenden Kontaktorgan, also beim beschriebenen Beispiel am drehbaren Schaltarm befestigt werden, u. zw. derart, dass es bei der Schaltbewegung die Kontaktflächen der in einer Reihe angeordneten Gegenkontaktorgane bestreicht und diese mit einer dünnen Goldschicht überzieht, von der wieder ein Teil an die Kontaktstellen des Schaltarmes abgegeben wird.
Diese Ausführungsform ist in Fig. 2 dargestellt.
Diese Figur stellt einen Teil desselben
Schalters dar, in einer zur Welle 9 radialen Richtung gesehen. Die Goldstückchen 11 sind an der Bürste 5 des Kontaktarmes angebracht. Die
Kontaktstücke 1 kommen unmittelbar mit den
Goldstückchen in Berührung, so dass dieses Metall sich gleichmässig über die Kontaktstücke 1 ver- teilt. Die Auswechslung der Goldstückchen ist jedoch weniger einfach als bei der Ausführung nach Fig. 1.
Eine andere Art von Schaltern mit sich über- einander verschiebenden Kontaktstücken zeigt
Fig. 3. Dabei ist ein Teil eines Schwingkontaktes dargestellt, der eine nachgiebige Zunge 21 mit einem Anker 23 aufweist, wobei die Zunge von einer nicht dargestellten Antriebsvorrichtung in üblicher Weise in Schwingungen versetzt werden kann. Die Zunge 21 trägt eine Kontaktfeder 25 mit einem Kontaktstück 27, das in der ausgezogenen dargestellten Lage mit einem Gegenkontakt 29 in Berührung ist. Die offene Lage des Schalters kurz vor oder nach der Schliessstellung ist gestrichelt dargestellt.
In das Kontaktstück 29 ist ein Stückchen Gold 31 eingelassen. Bei der Schliessbewegung kommt dieses Stück anfangs mit dem unteren Teil der Oberfläche des Kontaktstückes 27 in Berührung. Es verschiebt sich anschliessend über diese Fläche aufwärts, bis die ausgezogen dar- gestellte Lage erreicht ist. Hiebei wird etwas Gold an der Kontaktfläche haften bleiben. Dieser Vor- gang findet während eines Abschnittes der Kontaktschliessperiode statt, in welcher der Kontaktdruck noch gering ist ; infolgedessen nutzt sich das Gold nur wenig ab. In der ausgezogen dargestellten Endlage ist der Kontaktdruck grösser, aber von diesem grösseren Kontaktdruck wird nur ein Teil von dem Goldstückchen 31 aufgenommen.
Der Endkontaktdruck auf dem Goldstückchen wird noch weiter dadurch verringert, dass bereits durch geringe Abnützung des Stückchens dieses durch seine Lage am Rand des Kontaktstückes 29 in der Endlage das Gegenkontaktstück 27 1-un noch berührt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung an Kontakten, insbesondere für Wähler in selbsttätigen Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stückchen eines edlen Metalles, das selbst nicht als elektrisches Kontaktstück wirksam zu sein braucht, derart an einem Schalter angebracht ist, dass dieses
Stück und wenigstens eine der Kontaktflächen der Kontaktorgane bei der Schaltbewegung übereinander reiben, wodurch an die Kontaktflächen etwas edles Metall abgegeben wird.