AT166469B - - Google Patents

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AT166469B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung einer Schwefelsalbe 
Schwefel und dessen Verbindungen spielen als Therapeuticum bei der Bekämpfung vieler Hautkrankheiten wie auch als Antirheumaticum eine grosse Rolle. Die bisher bekannte Applikation als Schwefelsalbe in der Form öllöslicher Verbindungen, wie z. B. des Dimethyldiphenyldisulfids in pflanzlichen Ölen, besitzt wohl den Vorteil einer guten Hautverträglichkeit. Sie zeigen aber hiebei den Nachteil einer geringen Affinität zur wässerigen Protoplasmasubstanz der Haut, welche das Fett oder das Öl abstösst. 



   Namentlich bei einer länger bestehenden impetiginösen Scabies mit eitrig-pustulösen Mischinfektionen der Haut werden grössere Mengen wässeriger Sekrete gebildet, die ein Eindringen solcher in Öl gelöster   Arzneizubereitungen   verhindern ; die Wirkung ist demnach eine unbefriedigende. 



   Diese Nachteile werden zwar bei Anwendung von aus wässerigen Lösungen von Alkali-oder Erdalkalisulfiden hergestellten Arzneimittelzubereitungen vermieden ; durch den Gehalt an freiem Alkali-oder Erdalkalihydroxyd wirken solche Mittel jedoch äusserst hautreizend. Selbst bei völliger Neutralität verursacht das bei ihrer Anwendung auf der Haut freiwerdende Alkali schwere Hautschäden. Aus diesem Grunde sind Präparate der vorerwähnten Art als Mittel zur Behandlung von Erkrankungen der Haut ungeeignet. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung eines Schwefeltherapeuticums auf der Grundlage wässeriger Lösungen hochgesättigter Alkali-und Erdalkalipolysulfide von der Art des Calcium oxysulfuratum, welches die vorgenannten Nachteile der Hautschädigung durch freies oder freiwerdendes Alkali-oder Erdalkalihydroxyd nicht aufweist. 



  Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Herstellung einer hautverträglichen Schwefelsalbe besteht im Wesen darin, dass wässerigen Lösungen hochgesättigter   Alkali- oder Frdalkalipolysulfide   von der Art des Calcium oxysulfuratum Schutzkolloide, wie z. B. Eiweiss, Gelatine od. dgl., und vorzugsweise geringe Mengen feinst emulgierer,   hautchützender Stoffe,   die als
Salbengrundlage verwendbar sind, wie Fette, Wachse, Öle od. dgl., zugesetzt werden. Durch die Schutzkolloide wird das bei der Anwendung der Salbe auf der Haut freiwerdende Alkali- oder Erdalkalihydroxyd gebunden und dadurch eine Schädigung der Haut verhindert. Auch werden die dünnflüssigen Lösungen der Sulfide durch diese Zusatzstoffe in eine salbenartigpastöse Form gebracht, welche ein gutes Auftragen und Festhaften auf der Haut gewährleistet.

   Die zur Alkalikompensation verwendeten Schutzkolloide weisen noch die bemerkenswerte Eigenschaft auf, dass sie auf der Haut einen Film bilden, dem eine hohe Depotwirkung an Schwefel zukommt, so dass in vielen Fällen eine einmalige Applikation ausreicht. 



   Durch den Zusatz von Fettkörpern der oben angegebenen Art werden dem neuen Präparat noch besondere hautschützende Eigenschaften verliehen. Die zuzusetzenden Fettkörper müssen dem Ansatz nicht unbedingt in emulgierter Form einverleibt werden, sondern können auch in nicht emulgiertem Zustande zur Anwendung gelangen. In diesem Falle ist es jedoch erforderlich, den ganzen Ansatz durch eine Emulgiervorrichtung zu schicken, um dessen Bestandteile in feinste Verteilung zu bringen. 



   Ferner können dem Präparat erfindungsgemäss noch schmerzunempfindlich machende Mittel (Anaestheticae), wie z. B. p-Aminoben- zoyldiaethylaminoaethanolhydrochlorid, einver- leibt werden, wodurch eine sofortige Analgesie gegenüber dem gerade bei der Scabies so peinigenden Juckreiz bewirkt wird. 



   Ausführungsbeispiel : Eine in bekannter
Weise hergestellte Lösung eines hochgesättigten
Alkali-oder Erdalkalipolysulfides, z. B. Calcium oxysulfuratum in einer   10% eigen   wässerigen
Lösung, das als wesentlichen Bestandteil Calcium-   pentasulfid-CaS, ;-enthält,   wird mit 5%
Gelatine versetzt, die durch gelindes Erwärmen aufgeschlossen wird. Durch geringe Zusätze von Stärke kann die gewünschte pastöse Be- schaffenheit des Endproduktes. entsprechend ein- gestellt werden. Nach dem Erkalten wird noch   -1 % geschlagenes   Hühnereiweiss zugefügt.
Diese Masse erhält weiters einen Zusatz von
1% Adeps lanae und   4% 01.   Olivae. Auch können geringe Mengen des obengenannten oder eines anderen Anaestheticums beigegeben werden.

   Durch Passage durch eine geeignete
Emulgiervorrichtung erhält man eine emulsions- artig-pastöse Masse, welche die vorgenannten
Eigenschaften besitzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung einer Schwefelsalbe, dadurch gekennzeichnet, dass wässerigen Lösungen hochgesättigter Alkali-bzw. Erdalkalipolysulfide von der Art des Calcium oxysulfuratums alkalikompensierende Schutzkolloide, wie Gelatine, Eiweiss od. dgl., und vorzugsweise geringe Mengen hautschützender Stoffe, die als Salbengrundlage verwendbar sind, wie Fette, Wachse, Öle od. dgl., in feinst verteiltem Zustand -zugesetzt werden.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Salbe noch schmerzunempfindlichmachende Mittel (Anaestheticae) einverleibt werden.
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