<Desc/Clms Page number 1>
Kühl-und Heizrührwerk
Die Erfindung bezieht sich auf Kühl-und Heizrührwerke, wie sie insbesondere in der Nahrungsmittel-, der chemischen und der pharmazeutischen Industrie Verwendung finden.
Es ist bekannt, dass bei Rührwerken die Rühroder Knetwirkung durch den Einbau von feststehenden Gegenarmen oder Prallwänden erhöht wird, weil das durch die Rührarme in Bewegung
EMI1.1
knetung stattfindet. Es sind auch Kühl-und Heizrührwerke bekannt, welche verschiedenartig geformte Kühl-oder Heizflächen aufweisen. Die bekannten Kühl-und Heizrührwerke haben aber den Nachteil, dass eine Erwärmung oder Abkühlung der gesamten Rührgutmasse nur schwer möglich ist bzw. nur mit einem schlechten Wirkungsgrad erfolgen kann, und dass durch die Einbauten hohe Reibungswiderstände verursacht werden, wodurch ein hoher Kraftaufwand für den Betrieb bedingt ist.
Ferner ist bei den üblichen Rührwerken die Temperaturmessung eines breiigen Inhaltes mit grossen Schwierigkeiten verbunden, weil die Anbringung von Thermometern an wirksamen Stellen wegen der umlaufenden Rührwerksteile erschwert ist.
Die Erfindung bezweckt, ein Kühl-oder Heizrührwerk zu schaffen, bei dem sowohl eine gute Rühr-und Knetwirkung bei geringerem Kraftaufwand, als auch eine Erwärmung oder Abkühlung der Rührgutmasse mit einem hohen Wirkungsgrad erzielt werden kann und schliesslich eine einfache Bestimmung der Temperatur der Rührgutmasse möglich ist ; alles dies aber ohne komplizierte konstruktive Massnahmen.
Die Erfindung besteht darin, dass zwischen den umlaufenden Rührarmen feststehende, als Hohlkörper ausgebildete Gegenarme durch den Rührwerksbehälter führen. Dadurch wird eine gesteigerte Kühl-oder Heizwirkung auf das Innere des Rührgutes ausgeübt. Die Gegenarme nach der Erfindung sind zwischen den in verschiedenen
Höhenlagen befindlichen Rührarmen und auch oberhalb der obersten Rührarme zweckmässig parallel zueinander in senkrecht zur Rührwerks- welle liegenden Ebenen angeordnet. Die einzelnen
Gegenarme stehen erfindungsgemäss durch Rohrstücke miteinander in Verbindung, um das Kühl- oder Heizmittel kontinuierlich hindurchleiten zu können. Nach einer Ausführungsform der Er- findung stehen die Gegenarme mit dem Innenraum eines ein Kühl-oder Heizmittel aufnehmenden Doppelmantel in Verbindung.
Um die Temperatur des Rührgutes bei laufendem Rührwerk bestimmen zu können, ist nach der Erfindung an der Austrittsstelle des Kühl-oder Heizmittels aus den Gegenarmen, gegebenenfalls auch an der Eintrittsstelle eine Einrichtung zur Temperaturbestimmung angeordnet. Aus der Temperatur des aus den Gegenarmen austretenden Kühl-oder Heizmittels bzw. aus dem Temperaturgefälle zwischen Ein-und Austritt kann die Temperatur des Rührgutes bestimmt werden.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemässen Kühl-und Heizrührwerkes schematisch dargestellt, u. zw. zeigt : Fig. 1 einen Vertikalschnitt, Fig. 2 einen Schnitt lach A-B der Fig. 1 und Fig. 3 einen Vertikalschnitt senkrecht zu dem der Fig. 1.
Auf einem Rührwerk 1 ist eine Riemenscheibe 2 und ein Kegelräderpaar 3 zum Antrieb einer senkrechten Rührwelle 4 angeordnet. Die auf der Rührwelle 4 starr befestigten Rührarme 5 besitzen schräge, schaufelförmige Rührplatten 6, die das Gut in Bewegung versetzen und an der Innenwand eines doppelwandigen Behälters 8 entlang führen. Zwischen den waagrecht drehenden Rührarmen sind die den Gegenstand der Erfindung bildenden, feststehenden, als Hohlkörper ausge- bildeten Gegenarme 7 angeordnet.
Diese werden von einem Kühl-oder Heizmittel durchströmt und sind entweder mit dem Doppelmantelinhalt
8 des Rührwerkbehälters in Verbindung oder gehen durch diesen hindurch und sind, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist, durch die Bohrstücke 10 miteinander verbunden und haben eine vom
Doppelmantelbehälter unabhängige Zu-und Ab- leitung. Die feststehenden Gegenarme 7 sind beispielsweise als ovale Röhren ausgebildet (s. Fig. 3). Aus Fig. 2 ist die versetzte Anordnung der Rührarme 6 auf der Rührwelle und die Lage der feststehenden Gegenarme zu ersehen. Durch die versetzte Anordnung der Rührarme wird ein gleichzeitig auftretender Widerstand verhindert und die Kraftübertragung auf die ganze Um- drehung verteilt.
Bei Antrieb dieses Rührwerkes durchstreichen die Rührarme kammartig die Zwischenräume der feststehenden Gegenarme und mischen oder kneten den Inhalt des Behälters intensiv. Ein Teil des
<Desc/Clms Page number 2>
Rührgutes wird an der gekühlten oder geheizten Innenwand des Behälters entlang bewegt, während der übrige Teil an gekühlten oder geheizten Gegenarmen vorbeigeführt wird, wobei neben einer innigen Mischung bzw. Knetung, eine erhöhte Kühl-oder Heizwirkung infolge der vergrösserten Kühl- oder Heizfläche mit regem Temperaturaustausch und daher gutem Wirkungsgrad erzielt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kühl-und Heizrührwerk mit feststehenden, quer zur Drehrichtung liegenden Kühl-oder Heizflächen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den umlaufenden Rührarmen (6) feststehende, als Hohlkörper ausgebildete Gegenarme (7) durch den Rührwerksbehälter führen.