AT165875B - - Google Patents

Info

Publication number
AT165875B
AT165875B AT165875DA AT165875B AT 165875 B AT165875 B AT 165875B AT 165875D A AT165875D A AT 165875DA AT 165875 B AT165875 B AT 165875B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
thread
frequency
spinnerets
longitudinal axis
threads
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Publication of AT165875B publication Critical patent/AT165875B/de

Links

Landscapes

  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von wollähnlichen künstlichen Fäden 
Bei der Herstellung künstlicher Fäden, z. B. aus Zellwolle ist es bisher nicht gelungen, diesen Fäden die unter dem Mikroskope erkennbare Schuppenstruktur zu verleihen, wie sie für natürliche tierische Haare charakteristisch ist. 



  Dies ist aber eine unerlässliche Voraussetzung   für'' Verfilzbarkeit   der Fäden. 



   Man hat diese besondere Schuppenstruktur durch Verwendung besonderer Fällbäder zu erreichen versucht, ferner durch Verwendung eines mit einem elektrischen Summer verbundenen Kolbens an der Pumpe, durch welche in der Spinnlösung periodische Druck- schwankungen hervorgerufen werden. Man hat auch versucht, den noch plastischen Faden sofort nach seinem Austritt aus der Düse durch ein hochfrequentes elektrisches Feld zu führen. Ferner hat man versucht, die Spinndüsen und, oder das Fällmittel in mechanische Schwingungen in Richtung der   Spinndüsenlängsachse   zu versetzen. Man hat auch den Öffnungen der Spinndüsen gezackte oder gelappte Querschnitte gegeben. 



   Durch alle diese Massnahmen ist es aber bloss gelungen, künstliche Fäden zu erzeugen, welche entweder   kraterförmige   Narbungen aufweisen oder aber solche, welche in Abständen von etwa    0-01 mm   voneinander Verdickungen aufweisen. Solche Fäden sud wohl haftfähig, aber nicht verfilzbar. 



   Zur Erreichung der Verfilzbarkeit künstlicher Fäden ist es erforderlich, dass dieselben in einer Richtung bevorzugt geneigte Schuppen bzw. 



   Lappen erhalten. Dies konnte aber mit diesen bekannten Verfahren nicht erreicht werden. 



   Von den bekannten Verfahren unterscheidet sich das Verfahren nach der Erfindung dadurch, dass die Spinndüsen in Richtung ihrer Längs- achse in Kippschwingungen mit annähernd linearem Verlauf und steilen Abfall versetzt werden, deren Frequenz in Abhängigkeit von dei
Austrittsgeschwindigkeit des Fadens so gewählt wird, dass pro mm des austretenden Fadens etwa 100 Schwingungen erfolgen, was somit bei der   üblichen   Austrittsgeschwindigkeit von 
 EMI1.1 
 



   Durch solche Schwingungen werden Bewegungen der Düse in axialer Richtung hervorgerufen. Die einseitig geneigten Schuppen auf der Fadenoberfläche in Richtung der Fadenlängsachse entstehen dabei dadurch, dass die Düse mit den ausserordentlich kurzen harten Stössen geringster Amplitude derart auf den eben ausgetretenen, in Koagulation befindlichen Fadenteil aufprallt, dass dessen geringe Massenträgheit bereits ausreicht, um die   nächste,   bei der Düsenvorwärtsbewegung austretende Partie der Spinnlösung, die radial ausweichen muss, aufzuschoppen und aufzustauchen. Dadurch entstehen-besonders, wenn die Düsen mit Frequenzen bewegt werden, die im Bereiche der Ultraschallwellen liegen-zahnartige Schuppen auf der Oberfläche der Fäden.

   Wenn die Düsenbewegung im Rhythmus elektromagnetischer
Schwingungen erfolgt, die durch Kippspan- nungen erzeugt werden, erfolgt die Düsen- bewegung in einer Richtung schneller als in der entgegengesetzten Richtung, wodurch die
Schuppen in der einen Richtung bevorzugt geneigt werden. Durch einen gezahnten
Düsenöffnungsquerschnitt wird die Bildung 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Frequenz kann so weit gesteigert werden, bis die vorerst leicht abschleudemde (dispergierende) Wirkung des Ultraschalles so stark wird, dass sie die Festigkeit bzw. den Zusammenhalt des Fadens gefährdet, was etwa im erläuterten Beispiele bei 100. 000 Hertz der Fall wäre. 



   Die Frequenz muss so gewählt werden, dass eine Schuppenzahl von zirka 100 pro mm Fadenlänge erreicht wird. Sie muss so hoch sein, dass die Massenträgheit des austretenden Fadens wirksam wird und eine Schoppung ermöglicht. 



  Die Frequenzsteigerung ist soweit zu treiben, als die zwangsläufig damit zu steigernde Spinngeschwindigkeit erhöht werden kann, so dass immer zirka 100 Stösse pro austretendem mm Fadenlänge erfolgen. Sie kann unter Berücksichtigung des Vorangeführten so gesteigert werden, solange sich die erwünschte, in höheren Frequenzen dispergierende Wirkung des Ultra- schalls nur an der Oberfläche des Fadens auswirkt, d. h. die Reissfestigkeit des Fadens nicht leidet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von wollähnlichen, künstlichen Fäden, bei welchem die Spinndüsen während des Spinnvorganges mechanische Schwingungen in Richtung ihrer Längsachse ausführen, dadurch gekennzeichnet, dass die Spinndüsen in Richtung ihrer Längsachse in Kippschwingungen im Rhythmus des Ultraschalles mit annähernd linearem Verlauf und steilem Abfall versetzt werden, deren Frequenz in Abhängigkeit von der Austrittsgeschwindigkeit des Fadens so gewählt wird, dass pro mm des austretenden Fadens etwa 100 Schwingungen erfolgen, was somit bei der üblichen Austrittsgeschwindigkeit von 1 m/sec. etwa einer Frequenz von 33.000 Hertz entspricht.
AT165875D AT165875B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT165875B true AT165875B (de)

Family

ID=3164

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT165875D AT165875B (de)

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT165875B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955943C (de) * 1950-05-23 1957-01-10 Dr Werner Schulz Verfahren und Einrichtung zum Verformen langgestreckter Werkstuecke, z.B. zum Ziehen von Rohren, unter Anwendung von Schwingungen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955943C (de) * 1950-05-23 1957-01-10 Dr Werner Schulz Verfahren und Einrichtung zum Verformen langgestreckter Werkstuecke, z.B. zum Ziehen von Rohren, unter Anwendung von Schwingungen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0494852B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines cellulosischen Formkörpers
DE3781313T3 (de) Verfahren und Vorrichtung.
DE3888598T2 (de) Aramid-Kurzfasern, durch Spinnen hergestellt.
EP0696331A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines mischgarnes sowie mischgarn
DE69719351T2 (de) Verfahren zur herstellung von hochfesten aramidfasern
DE951885C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Kunstfaeden
DE2208921A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von kurzfasern aus thermoplastischen kunststoffen
DE1435527B1 (de) Verfahren zur Herstellung kraeuselbarer Verbundfaeden
DE1934349A1 (de) Verfahren zum Beschichten von Endlos-Glasfaeden
AT165875B (de)
DE69120994T2 (de) Verfahren zum Spinnen von Fasern aus aromatischen Polyamiden mit hoher Festigkeit und hohem Modul
EP0876522B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Zellulosefasern
DE69524207T2 (de) Spinndüse aus einer gold-platin legierung
WO1998007781A1 (de) Verfahren zur herstellung von celluloseformkörpern und die mit diesem verfahren hergestellten formkörper sowie deren verwendung
DE10106913C5 (de) Verfahren zum elektrostatischen Spinnen von Polymeren zum Erhalt von Nano- und/oder Mikrofasern
DE68902562T2 (de) Kohlenstoffasern und verfahren zu deren herstellung.
WO2010094620A1 (de) Verfahren zur herstellung eines filamentgarns aus einem aromatischen polyamid
DE1469422A1 (de) Verfahren zum Ausrichten von in faserverstaerkte Gegenstaende einzubettenden Fasern bzw. Verfahren zur Herstellung von faserverstaerkten Gegenstaenden
CH511304A (de) Faden, Verfahren zu dessen Herstellung sowie dessen Verwendung
EP1396567A1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Spinnvliesbahn aus Mehrkomponenten-Filamenten
AT221215B (de) Spinnverfahren und Spinndüsen für zähelastische Polymere
DE2913373A1 (de) Verfahren zum herstellen von selbstkraeuselndem garn
AT155309B (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung kurzfaseriger gedrehter Kunstseidefäden.
AT155813B (de) Kautschukfäden und Verfahren zu ihrer Herstellung.
AT310923B (de) Verfahren zur Herstellung von Fasern aus regenerierter Cellulose mit hoher Kräuselung und hoher Dehnung