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Elektrischer Kleinmotor mit im Gehäuse ausgesparten Kanälen für die Bürsten
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die vorteilhaft aus gegossenem Isoliermaterial bestehen. Die Schrauben 4 erstrecken sich in Längsrichtung durch die Teile und sind in Büchsen 5 eingeschraubt, welche in Aussparungen des Teiles 2 wegnehmbar getragen werden. Der Statorkörper 1 besteht aus dünnen, aufeinander gestapelten magnetischen Blechen 6, welche durch Nieten 7 zusammengehalten werden.
Er trägt in bekannter Weise stromleitende Feldspulenwicklungen 8. Eine in einstellbaren Lagern 10 und 11 gelagerte Welle 9 trägt einen Rotor 12, welcher drehbar in üblicher Weise im Stator 1 angeordnet ist. Die Welle 9 erstreckt sich durch eine Öffnung 13 des Teiles 3 und besitzt eine Kraftübertragungsscheibe 14, welche am äusseren Wellenende mittels einer Schraube 1. 5 befestigt ist.
Die Lager 10 und 11 sind in kugelförmigen Sitzen 16 bzw. 17 der Gehäusehälften 2 und 3 durch federnde Halter 18 und 19 gehalten.
Der Rotor 12 trägt die übliche stromleitende Wicklung 22, die in bekannter Weise an den Kollektor 23 angeschlossen ist. Ein Ventilator 27 ist auf einen Teil der Welle 9 aufgepresst und dreht sich mit dieser, damit die Ventilationsluft in Längsrichtung durch den Motor zirkuliert, wie es bei Motoren dieser Art üblich ist.
Die Gehäusehälfte 2 ist mit radialen Rippen 42 versehen, von welchen je zwei diametral gegenüberliegen. Im Raume 43 zwischen zwei Rippen 42 sind die radial zur Achse verlaufenden Kanäle 44 vorgesehen, von welchen jeder einen rechteckigen
Querschnitt hat. In diesen Kanälen 44 und in einer Flucht mit den betreffenden Rückwänden 43 liegen aus U-förmig gebogenem leitendem Blech bestehende Bürstenhalter 45, deren offene Seiten frei liegen. Jeder Bürstenhalter ist, wie in Fig. 3 gezeigt, mit einem abstehenden Teil 46 versehen, welcher in der betreffenden Aussparung 47 sitzt, so dass jeder Bürstenhalter radiales Spiel relativ zum Kollektor 2J besitzt.
Die in den Bürstenhaltern liegenden Bürsten 24 liegen gegen diametral gegenüber befindlichen
Teilen des Kollektors 23 an, um auf diesen 10 bekannter Weise Strom überzuleiten. In den
Kanälen 44 liegen auch Blattfeder-Leitglieder 48, vorteilhaft aus Phosphorbronze oder Beryllium-
Kupfer, von welchen jedes ungefähr in Z-Form gebogen ist, wobei der oberste Schenkel des Z uber das äussere Ende des Bürstenhalters greift.
In jedem Bürstenhalter befindet sich eme Druck- feder 49, um einen radial einwärts gerichteten
Druck auf die betreffende Bürste auszuüben, so dass diese in elektrische Berührung mit dem Kollek- tor 23 gezwungen wird. Die mittleren Stangen-
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richtung und zwischen den Seitenwänden der Kanäle 44 und den betreffenden Bürstenhaltern erstrecken, um den betreffenden Bürstenhalter fest gegen die gegenüberliegende Wand des. Kanals zu drücken, wie am besten aus Fig. 2 ersichthch ist. Schmälere Kanäle 50 verlaufen senkrecht zu den Kanälen 44 und dienen zur Aufnahme des unteren Schenkelteiles der betreffenden Z-förmigen federnden Leiter 48, welche im Motor dort endigen, wo sie mit Leitern 51 und 52 der Feldspulenwicklungen 8 verbunden sind.
Es
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sind wegnehmbare Bürstendeckel 25, vorteilhaft aus gegossenem Isoliermaterial vorgesehen ; diese Deckel sind durch Schrauben 26 wegnehmbar befestigt, welche Schrauben in die wegnehmbaren.
Büchsen 5 des Teiles 2 eingeschraubt sind.
Die Anschlüsse des Stators sind so vorgesehen, wie in Fig. 4 gezeigt ist, indem jedes federnde Glied 48 am Ende eines Leiters 51 respektive 52 der Feldspulenwicklung angelötet ist. Wenn somit der Statorkörper mit den Gehäusehälften zusammengebaut wird, werden diese Feldspulenleiter einfach durch die vorgesehenen Öffnungen gestossen und der gekrümmte Teil der federnden Glieder wird zusammengedrückt und in die betreffenden Kanäle gedrückt, um gegen die betreffenden Bürstenhalter anzuliegen, wobei die hiebei erzeugten Reibungskräfte alles in rechter Lage halten. Die Bürste 24 und die Druckfeder 49 werden durch die offene Seite jedes Bürstenhalters eingesetzt. In dieser Lage ist die Bürstenanordnung der wirklichen Betriebsbedingung ausgesetzt ; der Motor kann mit abgenommenen Bürstendeckeln arbeiten.
Somit können das Einlaufen, die Bürstenanpassung und die Abnutzung leicht beobachtet werden. Wenn die Bürstendeckel sich an Ort befinden, werden alle Teile sicher in Lage gehalten, wobei die Deckel als vierte und Abschlusswand des Bürstenhalters dienen. Es ist klar, dass die Bürsten sich radial frei in den Haltern bewegen können und durch die Druckfedern gezwungen werden, jederzeit gegen die Kollektoroberfläche zu sitzen.
Die Bürstendeckel 25 erstrecken sich in ihrer Lage nicht radial den ganzen Weg einwärts bis zum Nabenteil des Lagerdeckels, sondern besitzen einen Abstand davon, um Ventilationsöffnungen 53 vorzusehen, durch welche Kühlluft in unmittelbarer Nähe des Kollektors 23 in den Motor eintreten oder diesen verlassen kann. Ferner ist jeder Bürstendeckel 25 mit einem Lippenteil 54 versehen, welcher dazu dient, die inneren Enden der Bürstenhalter zu bedecken, ohne die wirksame Fläche der Ventilationsöffnung 53 erheblich zu verkleinern.
Die Bürstendeckel passen so in den Gehäuseteil 2, dass sie diesem das gefällige Aussehen eines einzigen Stückes geben, genau gleich wie beim gegenüberliegenden Teil 3, welcher tatsächlich aus einem Stück gemacht ist.