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RUDOLF AXER IN ALTONA. Beech Icku ng8vorrlchtung fUr Feuerungen.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Lagerung für die Speise-und Zerkleinerungswalze, auf die besondere Ausgestaltung der letzteren und auf die Verwendung eines Wurfwerkes mit veränderlicher Wurfweite.
Bei der Lagerung der Speise-und Zerkleinerungswalze gemäss vorliegender Erfindung ist die Walze nach Lösen einer einzigen Schraube zugänglich und kann ohne weiteres aus dem Gehäuse zwecks Nachsehens der Vorrichtung und Entfernens des Hindernisses herausgenommen werden. Das Zerkleinern des Brennstoffes wird erfindungsgemäss dadurch verbessert, dass ausser dem bekannten Abscheren der Brennstoffstücke mit Hilfe von schraubenförmigen, auf einer Walze befindlichen Brechleisten noch ein Erfassen und eine Zerkleinerung auch grosser Kohlenstücke mit Hilfe spitzer Vorsprünge (Zähne) stattfindet, welche sowohl auf den Brechleisten als auch auf der Walze selbst angebracht sein können.
Die Neuerung des Wurfwerkes liegt darin, dass die Kohlen, die mit demselben bei äusserst mannigfacher Schlagstärke in einzelnen Zwischenräumen aufgegeben und möglichst dicht an die Wurfklappe herangeführt werden, durch Anordnung eines beweglichen Wurfkastenbodens von der zu neuem Schlage nach rückwärts gehenden Wurfklappe mitgenommen werden, damit die Entfernung zwischen Klappe und Kohle möglichst kurz bleibe, so dass selbst mit geringem Kraftaufwand grosse Wurfweiten erzielt werden.
In der Zeichnung ist die vorliegende Rostbeschickungsvorrichtung an einem Zwei- ílammrohrkessel dargestellt, u. zw. zeigt : Fig. 1 den Kessel rechts in Vorderansicht, links im Vertikalschnitt durch den Beschicker, Fig. 2 links im Schnitt nach Linie C-D, rechts im Schnitt uach Linie E-F dér Fig. 1, Fig. 3 einen Vertikalschnitt nach Linie G--II der Fig. 1, Fig. 4 stellt die Wurfscha'lfel mit ihrem Antriebsmechanismus im Schnitt dar und Fig. 5 zeigt in Ansicht die Antriebsscheibe in grösserem Massstabe.
Die Lagerung der Speise- und Zerkleinerungswalze erfolgt nach vorliegender Erfindung nicht in der bisher üblichen Weise durch an der Walze sitzende Zapfen, welche in ent- sprechenden festen Lagern des Gehäuses ruhen, sondern mittels nur eines an der Hinter- wand 8" des Gehäuses 8 oder an der Walze angeordneten Zapfens 8'und einer in der vorderen Gehäusewand 9 drehbar gelagerten Welle 9'mit Vierkantspitze 9", welche in eine entsprechende achsiale Bohrung der Walze passt.
Die vordere Gehäusewand ist als Tür ausgebildet und hängt in Gehängen 9'/', deren Drehzapfen zweckmässig die zum Antriebe dienende Spindel 2 ist, auf welcher die mittels Schneckenrad 11, Kurbel 12, Sperrldinge 12' und Schaltrad 13 die Welle 9'und mit ihr die Walze 4 in absatzweise Umdrehung zu versetzende Schnecke 2'befestigt ist. Zum Halten der Vorderwand in geschlossenem Zu- stande dient irgend eine beliebige Vorrichtung, z. B. eine mit Handrad 10 versehene
Schraube 10'.
Die Zerkleinerungswalze 4 trägt auf ihrem Umfange schraubenförmig verlaufende
Rippen 5, auf diesen Rippen sind spitze Vorsprünge 6 angebracht, desgleichen wenn nötig, auf der Walze selbst spitze Vorsprünge 7, deren Schneiden oder Spitzen peripherisch oder tangential nach vorne stehen, um in die Kohlenstücke sich einzutreiben. Der untere Teil 1 des die Walze aufnehmenden Gehäuserumpfes ist konzentrisch zum Walzenkörper ausge- bildet, so dass der zwischen der Walze 4 und der Gehäusewand verbleibende Raum als Zuteilungsraum für den einzuführenden Brennstoff dient.
Die in den Rumpf in unzorkleinerem Zustande gebrachte Kohle gelangt zur Walze 4 und wird bei deren Drehung zunächst von den spitzen Vorsprüngen 6 und 7 erfasst, welche keilartig in die Kohle eindringen und sie spalten, worauf die schraubenförmig angeordneten Brechleisten 5 im Verein mit der Brccbka. nte. ? des Gehäusen die derartig zerkleinerten Stücke durch Abscherung weiter zerkleinern und in bestimmter Menge zu dem darunter liegenden Wurfwerk fördern.
In dem unteren Teil des Füllrumpfes ist eine Wolle 22 gelagert, auf welcher einerseits die Wurfklappe 23 befestigt ist, andererseits mittels Arme 25 der am hinteren Ende mit einer Nase 27 versehene Wurfkastenboden 26 lose hängt. Weiter sitzt auf der Welle 22 ein Daumen 24, der mit seinem freien Ende in die Bahn einer mit Leitkurve 29 ver- sehenen Planscheibe 28 hineinragt, die auf der Welle des Schneckenrades 11 befestigt ist.
Ausserhalb des Fullrumpfes greift an die Welle 22 eine Kurbel 30 an, die mittels einer Spiralfeder 20 mit einem Hebel 19 verbunden ist. Dieser Hebel ruht behufs Ermöglichen wechselnder Federspannungen bei gleichem Anschlag der Wurfklappe mit einem Ende auf
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einem Hebel 21, der mittels einer auf der Wel. a der Speisewalze 4 angeordneten unrunden'
Scheibe, 81 auf-und abbewegt wird und mit dem anderen Ende auf einem Hebel 18, durch dessen Stellung entsprechend dem jeweiligen Vorschub der Speisewalze die Anfangsspannung der Feder 20 selbsttätig geregelt wird.
Zu letzterem Zwecke sitzt auf einem den Vorschub der Speisewalze mittels eines Deckbleches 14 regelnden, durch Handgriff 15 , verstellbaren Nabenring 16 ein Daumen 17, welcher unter den Hebel : M greift und dadurch dessen freies Ende mehr oder weniger hebt. Je nachdem man also den Vorschub der Speisewalze vergrössert oder verringert, wird auch die Anfangsspannung der Feder 20 vergrössert oder verringert und dadurch die durchschnittliche Wurfweite geändert.
Die Wirkungsweise des Wurfwerkes ist folgende : Aus dem Füllrumpf wird mittels der ruckweise vorgeschalteten Speisewalze 4 in bestimmten Zeiträumen eine genau regelbare Kohlenmenge in den unteren Teil des Füllrumpfes geschafft, welche über die Rutschbleche 32, 32'vor die Wurfklappe 23 auf den Wurfkastenboden 26 gerade in dem Moment fällt, wenn die Wurfklappe in der Richtung des Pfeiles (Fig. 4) durch den Daumen 24 unter Spannung der Feder 20 bereits sowt zuriickbewegt ist, dass die Klappe gegen die
Nase 27 des Wurfkastenbodens stösst. Bei weiterem Zurückgehen der Wurfklappe wird alsdann der Wurfkastenboden mitgenommen, so dass die aufgegebenen Kohlen unmittelbar vor der Klappe liegen bleiben.
Diese Rückwärtsbewegung der Klappe geschieht so lange, bis die Leitkurve 29 der Scheibe 28 den Daumen 24 freigibt und nunmehr die Klappe durch die Feder 20 vorgeschleudert wird und dabei die vor ihr liegenden Kohlen in weitem
Wurf über den Rost streut, während der Wurfkastenboden langsam hinterdrein pendelt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Beschickungsvorrichtung für Feuerungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver- bindung der Speise- und Zerkleinerungswalze (4) mit der Antriebsvorrichtung, welche sich an der um die Hauptantriebswelle (2) drohbaren Gehäusewand (9) befindet, vermittels des zur Walze (4) oder zur Gehäusewand (9) gehörigen Antriebzapfens (9") derartig hergestellt ist, dass durch Öffnen der Gehäusowand (9) der Zapfen (9") frei wird, mithin der Antrieb der nunmehr zugänglichen Walze (4) aufhört.