AT165534B - Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver durch Reduktion - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver durch Reduktion

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AT165534B
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iron powder
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Friedrich Dr Neuwirth
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Oesterr Alpine Montan
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  Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver durch Reduktion 
Für die Herstellung von Eisenpulver aus mineralischen und künstlichen Eisenoxyden sind bereits eine grosse Anzahl von Verfahren bekannt geworden, die teils mit festen, teils mit gasförmigen Reduktionsmitteln arbeiten und in   Muffel-,   Drehrohr-oder Schachtöfen durchgeführt werden sollen. Bei diesem Verfahren werden die Oxyde in den oben genannten Öfen bei höherer Temperatur der Einwirkung von beigemischten festen Reduktionsstoffen, wie Kohle, Koks, Holzkohle oder einem reduzierenden Gas, z. B. 



  Wasserstoff oder Kohlenoxyd ausgesetzt. 



   Neben den üblichen diskontinuierlichen Verfahren sind auch schon kontinuierliche Arbeitsweisen vorgeschlagen worden. Es ist klar, dass die letzteren vor allem im Grossbetrieb vorzuziehen sind. Es ist jedoch bis jetzt noch nicht gelungen, ein einwandfreies kontinuierliches Verfahren für die Herstellung von Eisenpulvern durch Reduktion zu finden. Nach den für kontinuierlichen Betrieb vorgeschlagenen Arbeitsweisen wird das feinkörnige Erz im Gemisch mit einem festen Reduktionsmittel, gegebenenfalls in Gegenwart eines reduzierenden Gases durch einen aussen beheizten Schachtofen geführt. Dieser Vorschlag zeigt jedoch bei seiner Umsetzung in die Praxis erhebliche Schwierigkeiten und Mängel. 



  Es hat sich nämlich ergeben, dass bei der Be- schickung eines Schachtofens mit feinkörnigem
Erz eine gleichmässige Umsetzung der Beschickung über den ganzen Ofenquerschnitt nicht erreicht werden kann. Es kommt zur Bildung von Kanälen in der Beschickung und dadurch zu einem minderwertigen Reduktionsgut oder der Betrieb kommt durch Brückenbildung überhaupt zum
Stillstand. 



   Auch bei der Beschickung des Ofens mit
Briketts kann ein Hängen des Ofens durch das
Aneinanderkleben der Briketts und die Bildung von grossen, das Ausbringen des Reduktionsgutes erschwerende Klumpen nicht mit Sicherheit aus- geschaltet werden. 
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 gemässe Verfahren besteht im Wesentlichen darin, dass zur Herstellung von Eisenpulver durch Mischen von Eisenoxyd mit einem festen Re- duktionsmittel, Verpressen der Mischung zu Briketts und Reduktion der Oxyde, gegebenenfalls in Gegenwart eines reduzierenden Gases, die Briketts in einen Vertikalkammerofen mit bewegter Ladung mit einem Zusatz von Reduktionsstoffen, wie Koksklein oder Kohlengrus aufgegeben werden. 



   Die feingepulverten Oxyde werden mit einem ebenfalls feingekörnten festen Reduktionsmittel, z. B. aschearmer Kohle oder Holzmehl und einem Bindemittel, z. B. Brikettpech, innigst gemischt und brikettiert. Die Briketts werden zusammen mit Koksklein oder Kohlengrus dem Ofen aufgegeben. Für den genannten Zweck haben sich für Eisenpulver besonderer Reinheit auch Holzklötzchen bewährt, welche unten als Holzkohle ausgetragen werden, die wieder als Reduktionsmittel dienen kann. Das Verhältnis Brikett zu   Begleitmaterial beträgt volumenmässig 1   : 1 bis 2 : 1. 



  Der Ofen ist ein Vertikalkammerofen mit bewegter Ladung, ähnlich den bei der Stadtgaserzeugung gebräuchlichen Ofen. Er besitzt eine   Heizmuffel   
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 dem Austragen auf eine solche Temperatur abgekühlt,. dass eine Wiederoxydation bei der Berührung mit Aussenluft nicht eintritt. Zu diesem Zwecke ist der untere Teil der Muffel zu einer langen, mit einem   Wasserir-antel   verseheren Kühlzone ausgebildet. Während des Betriebes wird die Ofenkammer von einem reduzierenden Gas, z. B. Gichtgas oder Generatorgas, durchspült, der Eintritt des Spülgases erfolgt am unteren Ende der Kühlzone, so dass   Les   eintretende kalte Gas   ebenfalls   kühlend auf das Reduktionsgut wirkt.

   Die während der Umsetzung entstehenden Reaktionsprodukte werden durch das Spülgas rasch entfernt, wodurch die Umsetzungsgeschwindigkeit erheblich vergrössert wird. Zufolge Umhüllung mit einer feinkörnigen Brennstoffschicht sind die Briketts voneinander isoliert und   können   nicht zusammenbacken ; jede das Austragen des Reduktionsgutes störende Klumpenbildung ist daher ausgeschlossen. Der Durchsatz der Beschickung erfolgt ob ne Brücken-oder Kanalbildung vollkommen   störungsfrei   und gleichmässig. 

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Der. enge Querschnitt der Kammer sichert eine gleichmässige und rasche Durchwärmung der   Beschickung. Durch die im Ofen aufrecht erhaltene reduzierende Atmosphäre wird eine Verbrennung des zwischen den Briketts liegenden   Materials verhindert.

   Dieses Material kann daher nach dem Austragen der Beschickung in einfacher Weise von den Briketts getrennt und wieder verwendet werden. 



   Das erhaltene Eisenpulver lässt sich nach einer kurzen Nachglühung im Wasserstoffstrom vorzüglich verpressen. Ebenso ist die Bearbeitbarkeit der gepressten und gesinterten Stücke sehr gut. Offensichtlich ist dies   darauf zurückzuführen,   dass das hier erhaltene sehr poröse Pulver weicher ist und eine stärker zerklüftete Oberfläche zeigt als das nach anderen Verfahren erhaltene Vollkompulver. Dadurch erzielt man auch eine 
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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver durch Mischen von Eisenoxyd mit einem festen Reduktionsmittel, Verpressen der Mischung zu Briketts und Reduktion der Oxyde gegebenenfalls in Gegenwart eines reduzierenden Gases, dadurch gekennzeichnet, dass die Briketts in einem Vertikalkammerofen mit bewegter Ladung mit einem Zusatz von Reduktionsstoffen, z. B. Koksklein oder Kohlengrus, aufgegeben werden.
AT165534D 1948-04-30 1948-04-30 Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver durch Reduktion AT165534B (de)

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