AT16505B - Sprengstoff. - Google Patents

Sprengstoff.

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AT16505B
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Josef Fuehrer
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Sprengstoff. 



   Es ist eine bekannte Tatsache, dass die Ausdehnung der Gase bei Sprengstoffen in einem bestimmten Verhältnis zur Steigerung der Temperatur steht : dass bei höchsten Temperaturen infolgedessen höchste Gasausdehnungen entstehen, die wieder höchste Kraftleistungen zur Folge haben müssen. Die Untersuchungen ergaben, dass Atuminiumoxyd, um es zu metallischem Aluminium zu reduzieren, eine Wärmemenge von 7140 Kalorien bindet, während umgekehrt das metallische Aluminium, wenn es in das Oxyd übergeht, eben dieselbe   Wärmemenge   abgibt. Dieser freiwerdende kalorische Effekt wird nun benutzt,   um   die bei der Explosion von Sprengmitteln entstehenden Gase auf erhöhtere Temperaturen zu bringen und dadurch erhöhtere mechanische Wirkung (Kraftleistung) zu erzielen.

   Versuche mit allen   möglichen     Sprengstoffen ergaben überraschende Resultate.   So tindet sich, 
 EMI1.1 
 sauerstoffarmer Körper ist und bei dem Versuche mit 20 g Ladung eine erhebliche Menage unzersetzten Kohlenstoffes sich als Rückstand vorgefunden hat. Es ist nun einerseits einleuchtend. dass eine Steigerung der   Kraftleistung   bei allen jenen Sprengstoffen eintreten muss. deren Explosionstemperatur unter der Temperatur liegt, welche bei der Bildung des   Aluminiumoxydes   entsteht, wie zahlreiche Versuche mit   nitroglyrinhaltigen   Präparaten, Nitrozellulose, Cblorat- und Perchloratpulvorn u. dgl. ergaben, andererseits, dass die Ein- 
 EMI1.2 
   Hipxu eignet sich besonders   das salpetersaure   Ammonium.

   Dasselbe   lässt sich selbst unter Anwendung stärkster Knallpräparate nicht vollkommen in seinen gasförmigen Zustand überführen, jedoch ist seine mutmassliche   Kraftäiisserung   rechnerisch auf ungefähr   800 cm   bei einer Ladung von 20 g im Trautzelschen Zylinder festgestellt worden. Das salpeter- 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 ergibt in der   Trautzelschen   Zylinderprobe bei 20   y   Ladung eine Ausweitung von   2000 cm.   



   Betrachtet man nun näher diesen Sprengstoff, so wird man tinden, dass, abgesehen von der ausserordentlichen hohen Kraftleistung, derselbe noch andere Eigenschaften besitzt, welche besonders hervorgehoben zu werden verdienen. Die Gasbildung der Nachschwaden 
 EMI1.5 
   Wasserdampf.. 500/0 Stickstoff.......50%   
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 biner gewiss günstigen Zusammensetzung für Schwaden. Seine einfache Herstellung, innige mechanische Vermengung der beiden Bestandteile, wie seine Verwendung vollzieht sich bei 
 EMI1.7 
 

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 Einwirkung von salpetersaurem Ammon fast gänzlich unempfindlich. Eine dünne Oxydschichte, welche sich allenfalls bildet, schützt das Metall vor weiterem Umsichgreifen der Oxydation und verleiht ihm eine ausserordentliche Haltbarkeit. 



   Es ist anzunehmen, dass bei der hohen Temperatur, welche bei der Explosion entsteht, durch Anwesenheit von kohlenstoffhaltigen Körpern eine allenfallsige Oxydschicht un Augenblicke der Explosion zu metallischem Aluminium reduziert wird und ist deshalb auch folgende Zusammensetzung empfehlenswert : 
 EMI2.1 
 auch diese Zusammensetzung ergibt im   Trautzelschen   Zylinder bei 20 g Ladung 2000 cm3 und zeigt die bedeutende Kraftsteigerung.

   Ammonnitrat mit Kohle allein ergibt im Trautzel 800   cm3,  
Ein ebenso gutes Resultat ergibt auch folgende in Gewichtsteilen ausgedrückte Zusammensetzung :
Ammonnitrat...... 72 
 EMI2.2 
   Rotkohle.......   4-50   100-00   
Die Umsetzung in gasförmigen Zustand erfolgt durch   Knallquecksilberpräparate,   ähnlich wie bei allen salpetersauren   Ammonsprengstdfen. Ähnliche,   aber nicht so gute Resultate wurden mit anderen Leichtmetallen erzielt, von welchen jedoch nur Magnesium ernstlich in Betracht gezogen werden kann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Sprengstoff, bestehend aus salpetersaurem Ammon und Aluminium mit oder ohne Beimengung eines Kohlenstoff trägers.
AT16505D 1900-08-27 1900-08-27 Sprengstoff. AT16505B (de)

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